{"id":71723,"date":"2025-06-10T13:00:45","date_gmt":"2025-06-10T11:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/das-geheimnis-des-porzellankorkens-2\/"},"modified":"2025-06-10T13:00:45","modified_gmt":"2025-06-10T11:00:45","slug":"das-geheimnis-des-porzellankorkens-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/das-geheimnis-des-porzellankorkens-2\/","title":{"rendered":"Das Geheimnis des Porzellankorkens"},"content":{"rendered":"<h2><strong>\u201eGeschichte in Worten gefasst\u201c \u2013 das letzte Treffen der Reihe im Kulturhaus in Gro\u00df D\u00f6bern<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Am Samstag fand im Kinosaal des Gemeindekulturzentrums in Gro\u00df D\u00f6bern das letzte Treffen der Reihe <\/strong><strong>\u201eGeschichte in Worten gefasst\u201c<\/strong><strong> statt. Referent war Sebastian Rusza\u0142a \u2013 ein leidenschaftlicher Lokalhistoriker und Autor der beliebten Facebook-Seite \u201eKocham Opole i Opolskie\u201c. Die Veranstaltung zog viele Liebhaber der Regionalgeschichte an, die die Gelegenheit hatten, mehrere faszinierende Kurzvortr\u00e4ge \u00fcber wenig bekannte oder unbekannte Aspekte der Geschichte Oberschlesiens und der umliegenden Gebiete zu h\u00f6ren.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Sebastian Rusza\u0142a stellte nicht nur die zuvor angek\u00fcndigten Themen vor, sondern sprach auch \u00fcber zus\u00e4tzliche, interessante Fragestellungen, die auf gro\u00dfes Interesse stie\u00dfen. Die Teilnehmer erfuhren, wie man eigenst\u00e4ndig historische Informationen \u00fcber die eigene \u201ekleine Heimat\u201c und eigene Familie recherchieren kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_62418\" style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62418\" class=\" wp-image-62418\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5698-rotated-1.jpg\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5698-rotated-1.jpg 480w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5698-rotated-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><p id=\"caption-attachment-62418\" class=\"wp-caption-text\">Sebastian Rusza\u0142a erz\u00e4hlte unter anderem \u00fcber die Brauerei in Kupp<br \/>Foto: Anna Durecka<\/p><\/div>\n<p>Au\u00dferdem wurden einige einzigartige Artefakte aus lokalen Sammlungen gezeigt, darunter eine Mineralwasserflasche mit einem Porzellankorken aus Chroscz\u00fctz. Besonders bemerkenswert war das Erscheinen des Urenkels des Besitzers der Vorkriegs-Mineralwasserfabrik und Bierabf\u00fcllerei, wodurch die Gespr\u00e4che \u00fcber die Geschichte dieses Ortes lange nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung andauerten.<\/p>\n<h2><strong>Biergeschichten aus Kupp \u2013 vom Brauhaus bis zum Porzellankorken<\/strong><\/h2>\n<p>Eines der pr\u00e4sentierten Themen war <strong>\u201eBiergeschichten \u2013 Kupp\u201c<\/strong>. Ein kleiner Porzellankorken \u2013 ein seltenes St\u00fcck in der Sammlung von Sebastian Rusza\u0142a \u2013 stammt aus einer lokalen Brauerei. Die Geschichte der Brauerei in Kupp ist eng mit der Entwicklung der Siedlung verbunden, die ab 1771 vom Architekten Johann Martin Pohlmann ausgebaut wurde. Damals entstanden u.\u202fa. eine evangelische Kirche, eine Schule, eine Schmiede und eben die Brauerei, die \u00fcber die Jahre wechselnde Eigent\u00fcmer hatte \u2013 darunter die Familien Ebstein, Arthur Pfeiffer und Motzko. Tragische Ereignisse im Jahr 1945, als russische Truppen rund 80 Bewohner von Kupp erschossen, darunter den letzten Brauereibesitzer, hinterlie\u00dfen nur wenige materielle Spuren. Heute ist der Porzellankorken eines der wenigen Erinnerungsst\u00fccke an diese Geschichte.<\/p>\n<div id=\"attachment_62415\" style=\"width: 297px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62415\" class=\" wp-image-62415\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5689-rotated-1.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5689-rotated-1.jpg 480w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5689-rotated-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><p id=\"caption-attachment-62415\" class=\"wp-caption-text\">Eines der mitgebrachten Artefakte: Ein Bierst\u00f6psel aus der Brauerei Kupp<br \/>Foto: Anna Durecka<\/p><\/div>\n<h2><strong>Lorenz Schwietz \u2013 der preu\u00dfische Scharfrichter aus Gro\u00df D\u00f6bern<\/strong><\/h2>\n<p>Ein weiterer Vortrag widmete sich der Figur von Lorenz Schwietz, der 1850 in Gro\u00df D\u00f6bern geboren wurde und von 1900 bis 1914 als k\u00f6niglicher preu\u00dfischer Scharfrichter t\u00e4tig war. W\u00e4hrend seiner Laufbahn f\u00fchrte er etwa 123 Hinrichtungen durch \u2013 meist mit dem Beil. Sein Leben war gepr\u00e4gt von dramatischen Wendungen \u2013 vom Metzger zum Scharfrichter, \u00fcber pers\u00f6nliche Trag\u00f6dien bis hin zu seinem Suizid im Jahr 1925. Interessanterweise wurde auch sein Sohn Richard Henker, dessen Pr\u00e4zision mit dem Beil vom Vater gelobt wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_62417\" style=\"width: 257px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62417\" class=\" wp-image-62417\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5693-rotated-1.jpg\" alt=\"\" width=\"247\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5693-rotated-1.jpg 480w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_5693-rotated-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/><p id=\"caption-attachment-62417\" class=\"wp-caption-text\">Lorenz Schwietz, der preu\u00dfische Scharfrichter aus Gro\u00df D\u00f6bern<br \/>Foto: Anna Durecka<\/p><\/div>\n<h2><strong>Italienische Handwerker in Oberschlesien<\/strong><\/h2>\n<p>Sebastian Rusza\u0142a berichtete zudem \u00fcber seine Recherchen zu den \u201eopole-italienischen\u201c Handwerkern, die zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert in Oberschlesien t\u00e4tig waren. Die gesammelten Materialien zeigen die Zusammenarbeit italienischer Stuckateure mit Schulen in Krakau sowie die Gr\u00fcndung der Steinmetzzunft in Opole im Jahr 1707. Die Spuren der Familie Signo f\u00fchrten den Referenten bis zum Kloster in Czarnowanz, wo Giovanni Signo f\u00fcr Stuckarbeiten engagiert wurde. Bei seinen Recherchen kam Rusza\u0142a zu dem Schluss, dass die Nachkommen der Signo-Familie sich m\u00f6glicherweise in dem vielsagend benannten Ort namens W\u0142ochy ( deutsch: Wollochau) im Kreis Namslau niedergelassen haben.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eIch hoffe, dass dieses Treffen zur weiteren Entdeckung und Suche inspiriert \u2013 denn die Geschichte wartet noch darauf, entdeckt zu werden\u201c, fasste Sebastian Rusza\u0142a das Treffen zusammen.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><em>Wir laden Sie ein, weitere Veranstaltungen des Gemeindekulturzentrums in Gro\u00df D\u00f6bern zu verfolgen und die Seite \u201eKocham Opole i Opolskie\u201c zu besuchen, auf der Sebastian Rusza\u0142a seine Leidenschaft f\u00fcr die Geschichte der Region teilt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Treffen fand im Rahmen des Projekts BLISKO 2024-2025 Inicjatywy Oddolne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGeschichte in Worten gefasst\u201c \u2013 das letzte Treffen der Reihe im Kulturhaus in Gro\u00df D\u00f6bern Am Samstag fand im Kinosaal des Gemeindekulturzentrums in Gro\u00df D\u00f6bern das letzte Treffen der Reihe \u201eGeschichte in Worten gefasst\u201c statt. Referent war Sebastian Rusza\u0142a \u2013 ein leidenschaftlicher Lokalhistoriker und Autor der beliebten Facebook-Seite \u201eKocham Opole i Opolskie\u201c. 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