{"id":71651,"date":"2025-06-24T13:30:31","date_gmt":"2025-06-24T11:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/triumph-der-gemeinde-chronstau-2\/"},"modified":"2025-06-24T13:30:31","modified_gmt":"2025-06-24T11:30:31","slug":"triumph-der-gemeinde-chronstau-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/triumph-der-gemeinde-chronstau-2\/","title":{"rendered":"Triumph der Gemeinde Chronstau"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Aktuelles: Zweiter erfolgreicher Kampf um die sprachlichen Rechte der Kinder der deutschen Minderheit!<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Die \u00c4nderung der Vorschriften zur Reduzierung der Anzahl der Unterrichtsstunden in Deutsch als Minderheitensprache in Polen war \u2013 wie wir uns erinnern \u2013 ein Ausdruck abscheulicher Diskriminierung, die ausschlie\u00dflich die deutsche Minderheit in Polen traf! Begleitet wurde dies auch durch eine K\u00fcrzung der Bildungszusch\u00fcsse, was Gemeinden betraf, in denen Deutsch als Minderheitensprache unterrichtet wurde.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>In der schlesischen Woiwodschaft allein gibt es 59 Gemeinden, in denen Deutsch als Minderheitensprache unterrichtet wird. Nach Informationen, die dem VdG vorliegen, haben sich neun von ihnen entschieden, zus\u00e4tzliche Deutschstunden anzubieten und deren Kosten aus eigenen Mitteln zu finanzieren. In der Woiwodschaft Oppeln betrifft dies 54 Gemeinden, von denen 40 sich entschlossen haben, in unterschiedlichem Umfang zus\u00e4tzliche Deutschstunden anzubieten und diese ebenfalls selbst zu finanzieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_61988\" style=\"width: 621px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61988\" class=\" wp-image-61988\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dzieci.jpeg\" alt=\"\" width=\"611\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dzieci.jpeg 2048w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dzieci-300x190.jpeg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dzieci-1024x648.jpeg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dzieci-768x486.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dzieci-1536x971.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 611px) 100vw, 611px\" \/><p id=\"caption-attachment-61988\" class=\"wp-caption-text\">Die Sprachentwicklung von Kindern ist entscheidend f\u00fcr ihre Zukunft<br \/>Foto: Archiv<\/p><\/div>\n<p>Von diesen 40 Gemeinden entschieden sich neun, den Rechtsweg zu beschreiten. Es handelt sich um die Gemeinden: <strong>Gro\u00df D\u00f6bern, Leschnitz, Walzen, Murow, Reinschdorf, Krappitz, Stubendorf, Malapane<\/strong> und <strong>Chronstau<\/strong>. Zur Erinnerung: Anfang 2023 nahmen diese neun Gemeinden der Woiwodschaft Oppeln Kontakt zu selbst gew\u00e4hlten Anwaltskanzleien auf und reichten Klage gegen den Staat ein. Sie forderten Schadensersatz wegen zu niedrig berechneter Bildungszusch\u00fcsse f\u00fcr das Jahr 2022. Wichtig ist: Es handelte sich nicht um spontane Ma\u00dfnahmen. Das gesamte Vorhaben wurde von den <strong>Schlesischen Regionalpolitikern<\/strong> koordiniert.<\/p>\n<h2><strong>\u00dcber 200.000 PLN<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eDie Klagen wurden ab Juni 2023 eingereicht. Einige wurden vom Gericht zur Verhandlung angenommen, andere abgelehnt. Gegen diese Ablehnungen wurden jedoch Berufungen eingelegt, die dann zugelassen wurden. Das Ergebnis? Die F\u00e4lle der genannten neun Gemeinden werden nun inhaltlich vor Gericht verhandelt\u201c, sagt <strong>\u0141ukasz Jastrzembski von den Schlesischen Regionalpolitikern<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Februar dieses Jahres erhielt die Gemeinde <strong>Malapane<\/strong> \u2013 als erste der neun Gemeinden aus der Woiwodschaft Oppeln, die gegen den Staat klagten \u2013 ein positives Urteil in erster Instanz. \u00c4hnlich verlief es bei der Gemeinde <strong>Chronstau<\/strong>:<\/p>\n<p>\u201eAm 16. Juni dieses Jahres hat das Bezirksgericht Warschau unserer Klage gegen den Staat in der Angelegenheit der Einschr\u00e4nkung des Deutschunterrichts als Minderheitensprache stattgegeben. Die Klage wurde 2023 eingereicht. Der zugesprochene Betrag f\u00fcr die Gemeinde <strong>Chronstau<\/strong> betr\u00e4gt fast 201.000 Z\u0142oty. Es ist jedoch zu betonen, dass dies nur vier Monate des Jahres 2022 betrifft \u2013 konkret den Zeitraum von September bis zum 31. Dezember 2022\u201c, informiert der B\u00fcrgermeister der Gemeinde <strong>Chronstau<\/strong>, <strong>Florian Ciecior<\/strong>, und erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eGerechtigkeit wurde also wiederhergestellt. Doch auf die Auszahlung dieser Mittel m\u00fcssen wir noch warten, da es sich um ein Urteil der ersten Instanz handelt. Das bedeutet, dass das Bildungsministerium Berufung einlegen kann. Sollte das geschehen, wird es einen weiteren Gerichtstermin geben \u2013 wann genau, ist ungewiss. Wir m\u00fcssen Geduld haben, denn wir wissen, wie die Gerichte arbeiten. Heute haben wir Mitte 2025, und den Antrag stellten wir im Jahr 2023 \u2013 wie man sieht, mussten wir auf das Urteil eine Weile warten.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_62885\" style=\"width: 293px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62885\" class=\" wp-image-62885\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/florian-ciecior-der-chronstauer-buergermeister-foto-privat.jpeg\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/florian-ciecior-der-chronstauer-buergermeister-foto-privat.jpeg 853w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/florian-ciecior-der-chronstauer-buergermeister-foto-privat-200x300.jpeg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/florian-ciecior-der-chronstauer-buergermeister-foto-privat-682x1024.jpeg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/florian-ciecior-der-chronstauer-buergermeister-foto-privat-768x1152.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><p id=\"caption-attachment-62885\" class=\"wp-caption-text\">Florian Ciecior der Chronstauer B\u00fcrgermeister<br \/>Foto: Privat<\/p><\/div>\n<h2><strong>Noch 1,5 Jahre zu berechnen<\/strong><\/h2>\n<p>Der Betrag von fast 201.000 Z\u0142oty kann sich noch erh\u00f6hen. Bisher wurde lediglich berechnet, wie viel die Gemeinde <strong>Chronstau<\/strong> f\u00fcr vier Monate des Jahres 2022 aufgewendet hat. Noch offen ist die Abrechnung des gesamten Jahres 2023 und der ersten H\u00e4lfte von 2024. Denn auch in diesen eineinhalb Jahren finanzierte die Gemeinde den Deutschunterricht mit, da ihre F\u00fchrung sich nicht damit abfinden wollte, dass die Kinder der deutschen Minderheit \u2013 als einzige in Polen \u2013 benachteiligt und diskriminiert werden sollten, wenn es um den Unterricht in der Minderheitensprache geht.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Der Betrag von fast 201.000 Z\u0142oty kann sich noch erh\u00f6hen. Bisher wurde lediglich berechnet, wie viel die Gemeinde Chronstau f\u00fcr vier Monate des Jahres 2022 aufgewendet hat. Noch offen ist die Abrechnung des gesamten Jahres 2023 und der ersten H\u00e4lfte von 2024.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eDas Urteil der ersten Instanz zeigt, dass es sich gelohnt hat, den Rechtsweg zu beschreiten, auch wenn das Urteil noch nicht rechtskr\u00e4ftig ist. Doch das, was geschehen ist, best\u00e4tigt die Berechtigung und Realisierbarkeit unserer Forderung. Sobald wir die schriftliche Begr\u00fcndung und das endg\u00fcltige Urteil erhalten, k\u00f6nnen wir definitiv von einem positiven Ausgang des Verfahrens f\u00fcr unsere Gemeinde sprechen\u201c, fasste B\u00fcrgermeister <strong>Florian Ciecior<\/strong> zusammen.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen an dieser Stelle nicht nur der Gemeinde <strong>Chronstau<\/strong>, sondern auch allen anderen Gemeinden \u2013 also <strong>Gro\u00df D\u00f6bern, Leschnitz, Walzen, Murow, Reinschdorf, Krappitz, Stubendorf<\/strong> und <strong>Malapane<\/strong> \u2013, dass die schriftliche Urteilsbegr\u00fcndung bald erfolgt und ein endg\u00fcltiger Sieg gelingt. Sollte dies der Fall sein, wird das auch anderen Gemeinden Mut machen, an die Gerechtigkeit und den Erfolg zu glauben \u2013 und ihnen sprichw\u00f6rtlich \u201eR\u00fcckenwind\u201c im Kampf um das zur\u00fcckgeben, was ihnen genommen wurde und was ihnen nun schlichtweg zusteht.<\/p>\n<p>Hier der Artikel zur ersten erfolgreichen <strong>Gemeinde Malapane<\/strong>:<\/p>\n<p>https:\/\/wochenblatt.pl\/polski-brawa-dla-gminy-ozimek\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuelles: Zweiter erfolgreicher Kampf um die sprachlichen Rechte der Kinder der deutschen Minderheit! Die \u00c4nderung der Vorschriften zur Reduzierung der Anzahl der Unterrichtsstunden in Deutsch als Minderheitensprache in Polen war \u2013 wie wir uns erinnern \u2013 ein Ausdruck abscheulicher Diskriminierung, die ausschlie\u00dflich die deutsche Minderheit in Polen traf! 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