{"id":71459,"date":"2025-07-25T20:20:13","date_gmt":"2025-07-25T18:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wir-haben-das-ja-des-prasidenten\/"},"modified":"2025-07-25T20:20:13","modified_gmt":"2025-07-25T18:20:13","slug":"wir-haben-das-ja-des-prasidenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wir-haben-das-ja-des-prasidenten\/","title":{"rendered":"Wir haben das \u201eJA\u201c des Pr\u00e4sidenten!"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>Andrzej Duda unterzeichnet die Novelle des Gesetzes \u00fcber nationale und ethnische Minderheiten sowie \u00fcber die Regionalsprache.<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Am 17. Juli berichteten wir auf unseren Seiten, dass der polnische Senat die am 9. Juli 2025 vom Sejm verabschiedete Novelle des Gesetzes \u00fcber nationale und ethnische Minderheiten sowie \u00fcber die Regionalsprache angenommen hat. Diese \u00c4nderung sieht die Einrichtung einer Einheit in der Kanzlei des Sejm vor, die inhaltliche, rechtliche und organisatorische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die in der Gemeinsamen Kommission vertretenen nationalen und ethnischen Minderheiten leisten soll.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Freude \u00fcber diesen Schritt wurde jedoch von der Sorge getr\u00fcbt, ob Pr\u00e4sident Andrzej Duda das Gesetz unterzeichnen w\u00fcrde. Die Bedenken waren berechtigt und ernst, denn als Duda zu Beginn seiner Amtszeit Pr\u00e4sident wurde, legte er ein Veto gegen eine \u00e4hnliche Novelle ein \u2013 mit der Begr\u00fcndung, dass keine Kostensch\u00e4tzung vorlag. Es stellte sich also die Frage: Wird sich die Geschichte wiederholen?<\/p>\n<div id=\"attachment_42278\" style=\"width: 864px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-42278\" class=\"wp-image-42278 \" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/002_20230125_Para_Prezydencka_Spotkanie_Zwiazki_Wyznaniowe__GJB_5549.jpg\" alt=\"\" width=\"854\" height=\"569\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/002_20230125_Para_Prezydencka_Spotkanie_Zwiazki_Wyznaniowe__GJB_5549.jpg 896w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/002_20230125_Para_Prezydencka_Spotkanie_Zwiazki_Wyznaniowe__GJB_5549-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/002_20230125_Para_Prezydencka_Spotkanie_Zwiazki_Wyznaniowe__GJB_5549-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 854px) 100vw, 854px\" \/><p id=\"caption-attachment-42278\" class=\"wp-caption-text\">Staatspr\u00e4sident Andrzej Duda Foto: Grzegorz Jakubowski\/KPRP<\/p><\/div>\n<p>\u201eIch glaube nicht. Zumal die Kosten gering sind, und wir haben eine Erkl\u00e4rung der Sejmkanzlei, dass sie bereit ist, diese Kosten zu \u00fcbernehmen\u201c, sagte Ryszard Galla, Beauftragter des Sejmmarschalls f\u00fcr nationale und ethnische Minderheiten, voller Optimismus. Und er f\u00fcgte hinzu:<br \/>\n\u201eDeshalb glaube ich, dass der derzeit noch amtierende Pr\u00e4sident Andrzej Duda das Gesetz diesmal unterzeichnen wird.\u201c<\/p>\n<h2>Und er hat unterschrieben<\/h2>\n<p>Wie von Ryszard Galla vorhergesagt \u2013 so geschah es. Am 24. Juli dieses Jahres unterzeichnete Pr\u00e4sident Andrzej Duda die vom Sejm verabschiedete Novelle:<\/p>\n<p>\u201eDas ist der gr\u00f6\u00dfte Schritt seit 2005 zur Verbesserung der Situation von Belarussen, Tschechen, Litauern, Deutschen, Armeniern, Slowaken, Ukrainern, Juden, Kar\u00e4ern, Lemken, Roma oder Tataren mit polnischer Staatsb\u00fcrgerschaft\u201c, kommentierte Stanis\u0142aw Zakroczymski, Generaldirektor im B\u00fcro des Sejmmarschalls.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Das Ergebnis verdient besondere Beachtung \u2013 denn fr\u00fchere Anl\u00e4ufe zur Novellierung dieses Gesetzes scheiterten oft. Manche Initiativen verlie\u00dfen nie den Sejm, andere wurden vom Pr\u00e4sidenten nicht unterzeichnet.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Infolge des Gesetzes wird in der Sejmkanzlei ein sogenanntes \u201eSekretariat\u201c der Minderheitenseite der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten eingerichtet. Dies bedeutet, dass Vertreter der Minderheiten ein festes administratives und inhaltliches R\u00fcckgrat im Sejm erhalten:<\/p>\n<p>\u201eSo wie der Senat seit Jahren erfolgreich die Polonia unterst\u00fctzt, wird der Sejm \u2013 im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten \u2013 unsere Mitb\u00fcrger anderer Nationalit\u00e4ten unterst\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rte Zakroczymski.<\/p>\n<h2>Das Engagement von Ryszard Galla<\/h2>\n<p>Zakroczymski betonte ebenfalls:<\/p>\n<p>\u201eEs ist eine gro\u00dfe Genugtuung f\u00fcr mich, dass ich auf Anweisung des Sejmmarschalls Szymon Ho\u0142ownia \u2013 der von Beginn seiner Amtszeit an ein Freund der nationalen und ethnischen Minderheiten ist \u2013 an diesem Gesetz arbeiten durfte: von der Minderheitenseite im Februar 2024 vorgeschlagen bis zum jetzigen Moment, in dem wir es umsetzen werden.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_58003\" style=\"width: 825px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-58003\" class=\" wp-image-58003\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/doradca-marszalka-Sejmu-ds.-mniejszosci-narodowych-i-etnicznych-Ryszard-Galla.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"815\" height=\"543\" \/><p id=\"caption-attachment-58003\" class=\"wp-caption-text\">Doradca marsza\u0142ka Sejmu ds. mniejszo\u015bci narodowych i etnicznych Ryszard Galla<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<p>Er hob auch hervor, dass dies nur dank des Engagements vieler Beteiligter m\u00f6glich gewesen sei, unter anderem Ryszard Galla \u2013 dem ersten Berater des Sejmmarschalls f\u00fcr Minderheitenfragen, dem Vorsitzenden Grzegorz Kuprianowicz (ukrainische Minderheit), Tomasz Szyma\u0144ski vom Innenministerium sowie den Mitarbeitenden aus dem B\u00fcro des Sejmmarschalls, insbesondere Dr. Bartosz Wilk und Dorota Zieli\u0144ska-Kozar\u00f3w.<\/p>\n<p>Auch Vize-Innenminister Tomasz Szyma\u0144ski zeigte sich erfreut \u00fcber die Unterschrift des Pr\u00e4sidenten. Schon im Vorfeld hatte er auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Minderheitenvertretern in der Gemeinsamen Kommission rechtlich fundierte fachliche Unterst\u00fctzung zu sichern.<\/p>\n<h2>Der Marschall als Initiator<\/h2>\n<p>Es sei daran erinnert, dass der Hauptinitiator dieses Vorhabens Sejmmarschall Szymon Ho\u0142ownia war \u2013 als Ergebnis zahlreicher Gespr\u00e4che mit Minderheitenvertretern, die seit Jahren ein unabh\u00e4ngiges Sekretariat oder B\u00fcro fordern:<\/p>\n<p>\u201eEin solches, das die t\u00e4gliche Arbeit unterst\u00fctzen k\u00f6nnte \u2013 insbesondere im Rahmen der Gemeinsamen Kommission, wenn es um wichtige Initiativen wie die Stellungnahmen zu Gesetzes- oder Verordnungsentw\u00fcrfen geht\u201c, erkl\u00e4rte Ryszard Galla.<br \/>\n\u201eDie Regierungsseite verf\u00fcgt \u00fcber den gesamten administrativen Apparat. Die Minderheitenseite m\u00f6chte ein gleichwertiger, inhaltlich vorbereiteter Partner sein \u2013 hatte bisher aber keine solche Struktur. Nach dem pr\u00e4sidentiellen \u201aJa\u2018 wird dieses R\u00fcckgrat nun geschaffen und der Minderheitenseite dienen. Dies wird die Regierungs-Minderheiten-Zusammenarbeit inhaltlich deutlich verbessern.\u201c<\/p>\n<h2>Die Rolle der deutschen Minderheit<\/h2>\n<p>Abschlie\u00dfend sei betont, dass die deutsche Minderheit mit Ryszard Galla an der Spitze in diesem Prozess eine besondere Rolle spielte. Mit Unterst\u00fctzung der Mitarbeitenden des Sejmmarschall-B\u00fcros arbeitete er konzentriert an der Vorbereitung des Projekts. Entscheidende Bedeutung hatten auch die richtige Begr\u00fcndung und \u2013 vor allem \u2013 der Aufbau politischer Allianzen mit Abgeordneten, der Minderheitenkommission und den Ministerien.<\/p>\n<div id=\"attachment_64080\" style=\"width: 723px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64080\" class=\" wp-image-64080\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Warszawa_Palac_Prezydencki_2011-1024x702.jpg\" alt=\"\" width=\"713\" height=\"489\" \/><p id=\"caption-attachment-64080\" class=\"wp-caption-text\">Pa\u0142ac Prezydencki w Warszawie<br \/>Foto: Marcin Bia\u0142ek<\/p><\/div>\n<p>Das Ergebnis? Hervorragend. Und das verdient besondere Beachtung \u2013 denn fr\u00fchere Anl\u00e4ufe zur Novellierung dieses Gesetzes scheiterten oft. Manche Initiativen verlie\u00dfen nie den Sejm, andere wurden vom Pr\u00e4sidenten nicht unterzeichnet.<\/p>\n<p>\u201eDeshalb ist das, was geschehen ist, aus meiner Sicht der gr\u00f6\u00dfte Erfolg der letzten zwei Jahrzehnte. Dank dessen konnte Pr\u00e4sident Andrzej Duda, der zu Beginn seiner Amtszeit die Novelle ablehnte, sie nun \u2013 am Ende seiner Amtszeit \u2013 doch noch unterzeichnen\u201c, fasst Ryszard Galla zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Andrzej Duda unterzeichnet die Novelle des Gesetzes \u00fcber nationale und ethnische Minderheiten sowie \u00fcber die Regionalsprache. &nbsp; Am 17. Juli berichteten wir auf unseren Seiten, dass der polnische Senat die am 9. Juli 2025 vom Sejm verabschiedete Novelle des Gesetzes \u00fcber nationale und ethnische Minderheiten sowie \u00fcber die Regionalsprache angenommen hat. 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