{"id":71434,"date":"2025-07-30T15:24:10","date_gmt":"2025-07-30T13:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/in-wildem-wechsel-treibt-das-fluchtge-leben\/"},"modified":"2025-07-30T15:24:10","modified_gmt":"2025-07-30T13:24:10","slug":"in-wildem-wechsel-treibt-das-fluchtge-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/in-wildem-wechsel-treibt-das-fluchtge-leben\/","title":{"rendered":"\u201eIn wildem Wechsel treibt das fl\u00fcchtge Leben\u201c"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Paul Ryborz verabschiedet sich in seine wohlverdiente Rente<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Nach mehr als 16 Jahren T\u00e4tigkeit verabschiedete sich der Vorsitzende des Oberschlesischen Kultur- und Begegnungszentrums \u201eJoseph von Eichendorff\u201c, Paul Ryborz, am Dienstag in seine wohlverdiente Rente. Wir haben mit ihm \u00fcber seine T\u00e4tigkeiten gesprochen, seine vielen Jahre f\u00fcr die deutsche Minderheit und f\u00fcr das Erbe Eichendorffs im Besonderen. Er verriet uns auch, was er nun in seiner Rente noch alles f\u00fcr Pl\u00e4ne hat.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Er war ma\u00dfgeblich daran beteiligt, den Namen von Joseph Freiherr von Eichendorff in der Umgebung von Lubowitz und dar\u00fcber hinaus wieder in die \u00d6ffentlichkeit zu r\u00fccken: Die Rede ist nat\u00fcrlich von Paul Ryborz, der seit 2009 als Vorsitzender des Oberschlesischen Kultur- und Begegnungszentrums in Lubowitz t\u00e4tig war. Am gestrigen Dienstag ging er offiziell in Rente. In seinen mehr als 16 Jahren hat er dazu beigetragen, dass Lubowitz als Geburtsort von Eichendorff sich auch wieder an diese gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit erinnert. Angefangen hat dabei alles recht klein: \u201eAls Aufgabe habe ich es mir gestellt, den ber\u00fchmten oberschlesischen Dichter und Romantiker Joseph von Eichendorff und seine Bedeutung f\u00fcr die schlesische und deutsche Kultur wieder bekannt zu machen. Denn das ist mit das Wichtigste, was man sich vorstellen kann. Und das habe ich in den letzten 16 Jahren auch erreicht.\u201c, erinnert sich Paul Ryborz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-64231\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ryborz_Easy-Resize.com_-e1753881804267.jpg\" alt=\"\" width=\"521\" height=\"651\" \/><\/p>\n<h2><strong>Der Poet<\/strong><\/h2>\n<p>Angefangen hat Ryborz seine Aufgabe zuerst sehr klein: \u201eBegonnen habe ich nat\u00fcrlich mit der Popularisierung der Dichtung, denn Eichendorff war vor allem ein Dichter. Also habe ich zuerst Gelder beantragt f\u00fcr zehn Tafeln, auf denen ausgew\u00e4hlte Gedichte Eichendorffs auf Deutsch und auf Polnisch abgedruckt wurden. Die Gelder habe ich bekommen und dann die Tafeln entlang des Hasengangs aufstellen lassen. Sp\u00e4ter haben wir noch 15 weitere Tafeln zum Beispiel an der Eichendorff-Eiche, auf dem Friedhof oder vor der Schule aufgestellt, damit m\u00f6glichst viele in Kontakt mit der Poesie Eichendorffs kommen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Ebenso organisierte er eine Zusammenarbeit mit den Joseph-von-Eichendorff-Schulen in Gregorsdorf (Grzegorzowice), Salzburg, Walzen (Walce) und Kroschnitz (Kro\u015bnica). Dort veranstaltete er mit dem Eichendorff-Kulturzentrum Workshops mit den Sch\u00fclern, bei welchen sie etwas \u00fcber die Gedichte und die Geschichte des Dichters lernten.<\/p>\n<h2><strong>Denkst du des Schlosses noch auf stiller H\u00f6h?<\/strong><\/h2>\n<p>Eine weitere Herzensangelegenheit Ryborzs war es, die Ruine des Lubowitzer Schlosses, auf dem Eichendorff geboren wurde, wieder \u00f6ffentlicher zu machen. Seit mittlerweile 12 Jahren finden dort regelm\u00e4\u00dfig Auff\u00fchrungen von Werken des Dichters direkt vor und in der Schlossruine statt. Die Schlossruine selbst sowie der dazugeh\u00f6rige gro\u00dfe Park bieten eine romantische und zugleich realistische Kulisse f\u00fcr die Werke Eichendorffs, und von den Auff\u00fchrungen hat Paul Ryborz viele positive R\u00fcckmeldungen bekommen. Zugleich ist er froh dar\u00fcber, dass er in seiner Zeit als Vorsitzender F\u00f6rderungen zur Erhaltung des Schlosses und des 7,5 Hektar gro\u00dfen Parks erhalten konnte.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eAls Aufgabe habe ich es mir gestellt, den ber\u00fchmten oberschlesischen Dichter und Romantiker Joseph von Eichendorff und seine Bedeutung f\u00fcr die schlesische und deutsche Kultur wieder bekannt zu machen.\u201c \u2013 Paul Ryborz<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Abschied und Wiedersehen<\/strong><\/h2>\n<p>Am Dienstag, den 29. Juli, verabschiedete sich Paul Ryborz in die Rente, nach 16 Jahren und 4 Monaten seiner T\u00e4tigkeit im Namen des Eichendorff-Kulturzentrums und der deutschen Minderheit vor Ort. Offiziell gibt er den Posten an seinen Nachfolger Mariusz Adam ab. Die Projekte, die er aber bereits angefangen hat, m\u00f6chte er auf jeden Fall noch zu Ende bringen, so wie zum Beispiel die diesj\u00e4hrige Auff\u00fchrung vor der Schlossruine unter dem Motto \u201eZauberei im Herbste\u201c. Aber auch weiterhin wird Paul Ryborz noch im Kulturzentrum t\u00e4tig sein und kleinere Aufgaben \u00fcbernehmen: \u201eIch habe schon gesagt, sollte ich gebraucht werden oder wenn ich irgendwie behilflich sein kann, stehe ich immer gerne zur Verf\u00fcgung. Und auch wenn eine F\u00fchrung stattfinden sollte, bin ich nat\u00fcrlich immer gerne noch dabei.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Die Zeit geht schnell<\/strong><\/h2>\n<p>Zuletzt verr\u00e4t Paul Ryborz noch, was er mit seiner neugewonnenen Freizeit in der Rente anfangen m\u00f6chte: \u201eIch habe eine ziemlich gro\u00dfe Familie, drei Kinder und sieben Enkelkinder. Das ist eine richtige Familie! Und wir veranstalten jetzt am Samstag eine gro\u00dfe Feier, bei der alle vorbeikommen wollen. Auch weiterhin m\u00f6chte ich so oft wie m\u00f6glich mit der Familie zusammen sein.\u201c<br \/>\nAuch wenn er mit seiner Ehefrau in den letzten 20 Jahren schon viel reisen konnte, m\u00f6chte er das trotzdem noch weiter fortsetzen. Und nebenher hat er auch ein gro\u00dfes Haus und einen gro\u00dfen Garten zu bearbeiten \u2013 es ist also viel zu tun. Zuerst m\u00f6chte Paul Ryborz jedoch das Leben genie\u00dfen und alles ohne Hektik und Stress erledigen.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen Herrn Ryborz alles Gute in seinem neuen Lebensabschnitt und bedanken uns f\u00fcr seine gro\u00dfartige und langj\u00e4hrige Arbeit im Namen der deutschen Minderheit und f\u00fcr seinen Einsatz f\u00fcr das Erbe von Eichendorff!<\/p>\n<p><strong>Falls Sie noch mehr \u00fcber Herrn Ryborz lesen wollen, finden Sie hier ein Interview mit ihm:<\/strong><\/p>\n<p>https:\/\/wochenblatt.pl\/ziel-in-sicht-interview-mit-paul-ryborz-vom-eichendorff-kultur-und-begegnungszentrums\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul Ryborz verabschiedet sich in seine wohlverdiente Rente Nach mehr als 16 Jahren T\u00e4tigkeit verabschiedete sich der Vorsitzende des Oberschlesischen Kultur- und Begegnungszentrums \u201eJoseph von Eichendorff\u201c, Paul Ryborz, am Dienstag in seine wohlverdiente Rente. 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