{"id":71427,"date":"2025-07-31T17:00:30","date_gmt":"2025-07-31T15:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/peter-je-nemec-2\/"},"modified":"2025-07-31T17:00:30","modified_gmt":"2025-07-31T15:00:30","slug":"peter-je-nemec-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/peter-je-nemec-2\/","title":{"rendered":"\u201ePeter je N\u011bmec\u201c"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Mein Gro\u00dfvater war Sudetendeutscher<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Am 31. Juli 1945, vor 80 Jahren, ereignete sich das Massaker von Aussig \u2013 ein trauriger H\u00f6hepunkt der Gewalt gegen Sudetendeutsche zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Aus diesem Anlass erz\u00e4hlt der Autor die Geschichte seiner Familie in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts.<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Die deutschb\u00f6hmische Herkunft der Familie<\/strong><\/h2>\n<p>Meine Familie stammt urspr\u00fcnglich aus B\u00f6hmen, dem heutigen Tschechien. Um 1900 war B\u00f6hmen Teil der \u00d6sterreichisch-Ungarischen Monarchie. Tschechen und Deutsche lebten dort Seite an Seite. Prag war stark deutsch gepr\u00e4gt, und vor allem das Sudetenland \u2013 die Grenzregion B\u00f6hmens zu \u00d6sterreich, Bayern, Sachsen und Schlesien \u2013 war seit dem 12. und 13. Jahrhundert \u00fcberwiegend von Deutschen besiedelt.<\/p>\n<div id=\"attachment_64112\" style=\"width: 623px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64112\" class=\" wp-image-64112\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Czechoslovakia_1930_linguistic_map_-_de.png\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Czechoslovakia_1930_linguistic_map_-_de.png 1281w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Czechoslovakia_1930_linguistic_map_-_de-300x182.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Czechoslovakia_1930_linguistic_map_-_de-1024x622.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Czechoslovakia_1930_linguistic_map_-_de-768x466.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 613px) 100vw, 613px\" \/><p id=\"caption-attachment-64112\" class=\"wp-caption-text\">Eine Sprachkarte der Tschechoslowakei f\u00fcr das Jahr 1930<br \/>Quelle: Wikipedia<\/p><\/div>\n<h2><strong>Wie aus \u201eOeser\u201c \u201eEzer\u201c wurde<\/strong><\/h2>\n<p>Mein Urgro\u00dfvater Karl Ezer wurde am 28. Juli 1902 in Mir\u00f6schau (heute: Miro\u0161ov) bei Pilsen geboren. Sein Vater Julius Franz Ezer war Braumeister, ebenfalls aus Pilsen. Dessen Vater, Karl Oeser, war Bergwerksleiter mit bis zu 102 Mitarbeitern. Er \u00e4nderte den Familiennamen von \u201eOeser\u201c zu \u201eEzer\u201c, um ihn zu slawisieren und an die tschechische Sprache anzupassen. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Tschechen und Deutschen war gut \u2013 mein Urgro\u00dfvater sprach beide Sprachen flie\u00dfend.<\/p>\n<div id=\"attachment_64103\" style=\"width: 286px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64103\" class=\" wp-image-64103\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Karl-Ezer-1902-1944-e1753694216341.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"404\" \/><p id=\"caption-attachment-64103\" class=\"wp-caption-text\">Mein Urgro\u00dfvater Karl sprach Deutsch, Tschechisch, Polnisch und Russisch<br \/>Foto: Privat<\/p><\/div>\n<p>Als Karl drei Jahre alt war, starb seine Mutter Antonia, geborene Nowotny. Er wurde daraufhin fr\u00fch auf eine Milit\u00e4rakademie geschickt und kam nach Galizien \u2013 die heutige Region um Krakau und Lemberg. Dort, in einer vorwiegend polnischsprachigen Umgebung, eignete er sich auch Polnisch an.<\/p>\n<h2><strong>Karl Ezer und die Tschechoslowakei<\/strong><\/h2>\n<p>Mit 16 Jahren erlebte Karl den Zerfall der Habsburgermonarchie und wurde B\u00fcrger der neu gegr\u00fcndeten Tschechoslowakei. Dank seiner Sprachkenntnisse und seiner milit\u00e4rischen Ausbildung schlug er eine Laufbahn beim Milit\u00e4r ein. Der neue Staat war nun mehrheitlich tschechisch gepr\u00e4gt, und antideutsche Stimmungen nahmen zu. Die Familie lebte zun\u00e4chst bei Prag, wo auch mein Gro\u00dfvater Peter geboren wurde.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">\u201eKarl genoss hohes Ansehen und brachte es bis zum Hauptmann. Man bot ihm weitere Karriereschritte an, falls er seine deutsche Identit\u00e4t ablegen w\u00fcrde, doch er lehnte ab.\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Karl genoss hohes Ansehen und brachte es bis zum Hauptmann. Man bot ihm weitere Karriereschritte an, falls er seine deutsche Identit\u00e4t ablegen w\u00fcrde, doch er lehnte ab. Als sein \u00e4ltester Sohn in der Schule als \u201eN\u011bmec\u201c (Deutscher) beschimpft und verpr\u00fcgelt wurde, zog die Familie ins Sudetenland, nach Aussig an der Elbe.<\/p>\n<h2><strong>Sudetenland und Zweiter Weltkrieg<\/strong><\/h2>\n<p>Aussig wurde ihre neue Heimat. Mein Gro\u00dfvater Peter verbrachte dort seine Kindheit. Nach dem M\u00fcnchner Abkommen 1938 wurde das Gebiet Teil des Deutschen Reichs, sp\u00e4ter folgten die \u00fcbrigen tschechischen Landesteile. Karl wurde zur Reserve versetzt und arbeitete bei Osram in der Leuchtmittelproduktion.<\/p>\n<div id=\"attachment_64108\" style=\"width: 690px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64108\" class=\" wp-image-64108\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Aussig-1910.jpg\" alt=\"\" width=\"680\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Aussig-1910.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Aussig-1910-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Aussig-1910-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Aussig-1910-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><p id=\"caption-attachment-64108\" class=\"wp-caption-text\">Aussig auf einer Ansichtskarte aus dem Jahre 1912<br \/>Foto: Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Er wurde erst 1943 eingezogen, da er in kriegswichtiger Industrie arbeitete. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse in Tschechisch und Polnisch wurde er als Dolmetscher ausgebildet und lernte zus\u00e4tzlich Russisch. 1944 schloss er seine Ausbildung als Klassenbester ab und wurde an die Front versetzt, als die Ostfront zusammenbrach. Seit dem 22. Juli 1944 gilt er in Lublin als vermisst.<\/p>\n<h3><strong>Aussig 1945<\/strong><\/h3>\n<p>Im Mai 1945 r\u00fcckte die Rote Armee in Aussig ein, zog jedoch rasch weiter. Kurz darauf \u00fcbernahmen tschechische Partisanen die Kontrolle und forderten die Bev\u00f6lkerung zur Waffenabgabe auf. Nur ein stadtbekannter Kommunist, der schon beim Einmarsch der Roten Armee die rote Fahne gehisst hatte, kam dieser Aufforderung nach. Er wurde auf dem Marktplatz mit seiner eigenen Pistole erschossen.<\/p>\n<div id=\"attachment_64105\" style=\"width: 439px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64105\" class=\" wp-image-64105\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Vertriebenen-Armbinden.jpg\" alt=\"\" width=\"429\" height=\"366\" \/><p id=\"caption-attachment-64105\" class=\"wp-caption-text\">Beispiele von Armbinden, die Deutsche nach dem Krieg 1945 in der Tschechoslowakei tragen mussten und sie zur Zwangsarbeit verpflichteten<br \/>Foto: Sudetendeutschen Archiv, M\u00fcnchen<\/p><\/div>\n<p>Die verbliebenen Deutschen mussten fortan Armbinden mit der Aufschrift \u201eN\u011bmec\u201c tragen und wurden zur Zwangsarbeit eingeteilt. Mein Gro\u00dfvater Peter, damals 14 Jahre alt, musste f\u00fcr einen Tschechen arbeiten, der eine enteignete deutsche B\u00e4ckerei \u00fcbernommen hatte. Die Nahrung war knapp, und wenn er Gl\u00fcck hatte, durfte er verkohlte Br\u00f6tchen essen. Eines Tages wurde er dabei erwischt, wie er Schweinen verfaulte Kartoffeln aus dem Trog stahl. Partisanen wollten ihn daraufhin auf dem Marktplatz erschie\u00dfen. Doch im letzten Moment kam der B\u00e4cker angerannt und erkl\u00e4rte, er brauche den Jungen noch.<\/p>\n<h3><strong>Das Massaker von Aussig<\/strong><\/h3>\n<p>Am 31. Juli explodierte eine Munitionsfabrik in Aussig, wobei tschechisches Wachpersonal und deutsche Arbeiter starben. Die Partisanen machten deutsche \u201eWerw\u00f6lfe\u201c f\u00fcr das Ungl\u00fcck verantwortlich. Noch am selben Tag begannen systematische Gewalttaten gegen Deutsche: Viele wurden erschossen, erschlagen, erstochen oder ertr\u00e4nkt. Die grausamste bekannte Szene spielte sich auf der Elbebr\u00fccke ab, wo Frauen mit Kindern gezwungen wurden, in den Fluss zu springen, bevor man sie mit Maschinengewehren beschoss. Sch\u00e4tzungen sprechen von bis zu 2.700 Toten. Seit 2005 erinnert eine Gedenktafel an jener Br\u00fccke an die Opfer der Ereignisse vom 31. Juli 1945.<\/p>\n<div id=\"attachment_64106\" style=\"width: 622px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64106\" class=\" wp-image-64106\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zweisprachige-Gedenktafel-auf-der-Dr.-Edvard-Benes-Bruecke-ueber-die-Elbe-2013.jpg\" alt=\"\" width=\"612\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zweisprachige-Gedenktafel-auf-der-Dr.-Edvard-Benes-Bruecke-ueber-die-Elbe-2013.jpg 1666w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zweisprachige-Gedenktafel-auf-der-Dr.-Edvard-Benes-Bruecke-ueber-die-Elbe-2013-300x227.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zweisprachige-Gedenktafel-auf-der-Dr.-Edvard-Benes-Bruecke-ueber-die-Elbe-2013-1024x775.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zweisprachige-Gedenktafel-auf-der-Dr.-Edvard-Benes-Bruecke-ueber-die-Elbe-2013-768x581.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zweisprachige-Gedenktafel-auf-der-Dr.-Edvard-Benes-Bruecke-ueber-die-Elbe-2013-1536x1163.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px\" \/><p id=\"caption-attachment-64106\" class=\"wp-caption-text\">Zweisprachige Gedenktafel auf der Dr.-Edvard-Bene\u0161-Br\u00fccke \u00fcber die Elbe (Aussig, 2013)<br \/>Foto: Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Als meine Urgro\u00dfmutter Wilhelmine davon im Radio h\u00f6rte, packte sie in Eile die n\u00f6tigsten Dinge und floh mit ihren drei S\u00f6hnen, darunter auch mein Gro\u00dfvater Peter. Auf dem Weg trafen sie auf Partisanen, die Lastwagen voller Deutscher geladen hatten. Sie befahl den Kindern, sofort ihre Armbinden abzunehmen. Im Gespr\u00e4ch mit den Partisanen gab sie sich nicht zu erkennen und sprach flie\u00dfend Tschechisch. Auf ihre Frage, was mit den Deutschen geschehen solle, antwortete einer: \u201eMit den Deutschen wird jetzt aufger\u00e4umt.\u201c Sie verlie\u00dfen die Stadt so schnell wie m\u00f6glich. Andere Familienangeh\u00f6rige \u00fcberlebten den Tag nicht. Was mit den Menschen auf den Lastwagen geschah, ist bis heute ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<h2><strong>Flucht und Neuanfang<\/strong><\/h2>\n<p>Die Familie floh \u00fcber das Erzgebirge nach Sachsen und schlie\u00dflich weiter nach Bayern. Mein Gro\u00dfvater erinnerte sich sp\u00e4ter, dass sie unterwegs auf Baumrinde kauten, um wenigstens das Gef\u00fchl zu haben, etwas zu essen. Einmal fing er eine Taube \u2013 leider, sagte er, sei da kaum etwas dran gewesen. In den westlichen Besatzungszonen angekommen, arbeitete er zun\u00e4chst im Steinbruch. In den 1950er Jahren wurde er Polizist und heiratete meine Gro\u00dfmutter, die in diesem Jahr verstarb. Er selbst starb bereits 2014.<\/p>\n<div id=\"attachment_64104\" style=\"width: 354px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64104\" class=\" wp-image-64104\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Peter-als-Polizist-e1753694076527.jpg\" alt=\"\" width=\"344\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Peter-als-Polizist-e1753694076527.jpg 547w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Peter-als-Polizist-e1753694076527-247x300.jpg 247w\" sizes=\"auto, (max-width: 344px) 100vw, 344px\" \/><p id=\"caption-attachment-64104\" class=\"wp-caption-text\">Peter schlug in der Bundesrepublik eine Laufbahn als Polizist ein. Das Bild ist aus den 50ern<br \/>Foto: Privat<\/p><\/div>\n<p>Trotz all der H\u00e4rten seiner Jugend war mein Gro\u00dfvater ein fr\u00f6hlicher Mensch mit schwarzem Humor. Einmal erkl\u00e4rte er uns, warum er keine Pizza esse: \u201eStellt euch vor, da ist ein B\u00e4cker im Restaurant mit nichts als einer kleinen Sch\u00fcrze, kein Hemd\u201c, sagte er, bevor er einen Pizzab\u00e4cker mimte. Er schleuderte imagin\u00e4ren Teig in die Luft und griff sich dabei unter die Achseln, bevor er den Teig weiterknetete. So bleibt mir mein Gro\u00dfvater aus dem Sudetenland bis heute lebhaft in Erinnerung.<\/p>\n<p>Die geschilderten Ereignisse stammen vor allem von ihm. Sein Bruder Karl forschte sp\u00e4ter zu unserer Familiengeschichte. Dank ihm wissen wir heute viel mehr. Es ist erstaunlich, wie sehr sich seitdem alles ver\u00e4ndert hat. Deutschland und Tschechien sind einander n\u00e4hergekommen, und durch Denkm\u00e4ler wie jenes auf der Elbebr\u00fccke in Aussig, heute \u00dast\u00ed nad Labem, wird inzwischen auch der deutschen Opfer von tschechischer Seite aus gedacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Gro\u00dfvater war Sudetendeutscher Am 31. Juli 1945, vor 80 Jahren, ereignete sich das Massaker von Aussig \u2013 ein trauriger H\u00f6hepunkt der Gewalt gegen Sudetendeutsche zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Aus diesem Anlass erz\u00e4hlt der Autor die Geschichte seiner Familie in der ersten H\u00e4lfte des 20. 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