{"id":71351,"date":"2026-02-11T17:00:04","date_gmt":"2026-02-11T16:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=71351"},"modified":"2026-06-17T08:39:27","modified_gmt":"2026-06-17T06:39:27","slug":"goerlitz-wird-ein-zentrum-der-globalen-weltraumforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/goerlitz-wird-ein-zentrum-der-globalen-weltraumforschung\/","title":{"rendered":"G\u00f6rlitz wird ein Zentrum der globalen Weltraumforschung"},"content":{"rendered":"<h1>Starke, nachhaltige Wachstumsimpulse durch das Deutsche Zentrum f\u00fcr Astrophysik (DZA)<\/h1>\n<p><strong>Wer hat nicht schon einmal an einem sternenklaren Abend staunend Sch\u00f6nheit und Tiefe des geheimnisvollen n\u00e4chtlichen Himmels mit seinen unendlichen Weiten bewundert. Seit Jahrhunderten untersuchen Astronomen das Weltall und sto\u00dfen mit spannenden Entdeckungen und neuen technischen M\u00f6glichkeiten immer tiefer in das Universum vor.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Je n\u00e4her wir das Universum mit unseren immer leistungsst\u00e4rkeren Teleskopen betrachten k\u00f6nnen und je mehr Erkenntnisse wir daraus gewinnen, umso gr\u00f6\u00dfer scheint die Vielfalt zu werden, die wir dort erblicken. Gleichzeitig \u00f6ffnen sich damit T\u00fcren, die uns faszinierende Einblicke in die Vergangenheit des Universums erlauben \u2013 von dessen Anf\u00e4ngen bis zur Ausformung von Materie, Galaxien und Planeten. Die best\u00e4ndige Bewegung und Entwicklung des Universums setzt sich bis heute fort. Sie schickt uns ferne Signale von werdenden oder sterbenden Sternen, aber auch interstellare Besucher wie Asteroiden<br \/>\nund Kometen.<\/p>\n<h2>Boomende Wissenschaft mit gro\u00dfer Innovationskraft<\/h2>\n<p>Die technischen M\u00f6glichkeiten zur Erforschung des Alls haben in den vergangenen Jahren eine atemberaubende Entwicklung genommen. L\u00e4ngst hat sich die Astrophysik zu einer zahlreiche andere Zweige der Naturwissenschaften und hochtechnologische Entwicklungen voranbringenden, wissenschaftlichen Schl\u00fcsseldisziplin entwickelt, die eine gro\u00dfe Innovationskraft besitzt. Gleitsichtbrillen, Ceranfelder, wesentliche Bestandteile von Mobiltelefonen, Navi oder schnelle elektronische Bank\u00fcberweisungen via Satellit \u2013 das alles gibt es dank astronomischer Forschung. Gegenw\u00e4rtig erlebt die Astrophysik einen wahren \u201eBoom\u201c. Die H\u00e4lfte der Physik-Nobelpreise im vergangenen Jahrzehnt zum Beispiel betrafen Astronomie, Astrophysik und Astroteilchenphysik. Astronomische Messungen unterscheiden sich dabei heute grundlegend von der Astronomie fr\u00fcherer Zeiten. Moderne Teleskope sind riesige Anlagen, auf der ganzen Welt verteilt, an denen internationale Kooperationen arbeiten. Sie befinden sich im chilenischen Hochland, den Weiten Australiens und tief im Eis der Antarktis. F\u00fcr sie sind genaueste Messtechniken notwendig, und die Daten, die neue Observatorien sammeln werden, machen ein Vielfaches des heutigen Internets aus. Diese Daten aus aller Welt sollen k\u00fcnftig in der Oberlausitz zusammenlaufen, der gr\u00f6\u00dfte zivile Datensatz der Welt entsteht.<\/p>\n<h2>Historische Entscheidung f\u00fcr G\u00f6rlitz<\/h2>\n<p>Beim Deutschen Zentrum f\u00fcr Astrophysik (DZA) handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Astronomie und Astroteilchenphysik in Deutschland, mitgetragen von vielen namhaften Wissenschaftlern und unterst\u00fctzt von den gro\u00dfen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Vor drei Jahren fiel die Entscheidung das DZA in G\u00f6rlitz anzusiedeln. Aufgrund der N\u00e4he zu den Universit\u00e4tsst\u00e4dten Dresden, Breslau und Prag und durch die vielversprechenden Neuansiedlungen im Innovations- und Hochtechnologiesektor bot sich die sch\u00f6ne alte Stadt als ein hervorragender Standort f\u00fcr das DZA an. Hier ist ein offener Campus f\u00fcr Spitzenforschung auf dem Kahlbaum-Areal geplant im Herzen der Europastadt \u2013 unweit des deutsch-polnischen Br\u00fcckenparks \u2013 mit den Zentren f\u00fcr Astrophysik und Datenwissenschaften, dem Technologiezentrum und dem Zentrum f\u00fcr Innovation und Transfer. Teil des Konzepts ist zudem ein Besucherpark. Weitere bahnbrechende, das Schicksal der Menschheit pr\u00e4gende Erfolge der Astrophysiker werden in Zukunft zentral von G\u00f6rlitz aus gesteuert und ausgewertet werden. Die sch\u00f6ne alte Stadt an der Nei\u00dfe, die schon mit vielen besonderen Attributen als \u201esch\u00f6nste Stadt Deutschlands\u201c (Prof. Gottfried Kiesow), deutsch-polnische Europastadt,<br \/>\nG\u00f6rliwood\u00ae, \u201eStadt der T\u00fcrme\u201c und \u201eStadt der Museen\u201c versehen wird, ist dabei, auch zu einer Art \u201eWelthauptstadt der Astronomie und Astrophysik\u201c zu werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_71357\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71357\" class=\"size-large wp-image-71357\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-2-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-2.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-71357\" class=\"wp-caption-text\">Prof. G\u00fcnther Hasinger am provisorischen Sitz des DZA im historischen Postgeb\u00e4ude am zentralen Postplatz. Der Umzug auf das als eigentlichen Standort vorgesehene Kahlbaum-Areal erfolgt, sobald die Arbeiten dort abgeschlossen sind.<br \/>Foto: Stefan Witschas, TUDDZA.<\/p><\/div>\n<p>Denn mit einer staatlichen F\u00f6rderung in H\u00f6he von 1,2 Milliarden Euro \u2013 zu 90 Prozent aus Bundes- und zu zehn Prozent aus Landesmitteln \u2013 soll eine weltweit bestens vernetzte wissenschaftliche Institution mit rund 1000 Mitarbeitern entstehen. Unter der Leitung des renommierten Astrophysikers Prof. G\u00fcnther Hasinger, erfahrener Wissenschaftsdirektor der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA, konnten inzwischen grundlegende Aufbaustrukturen geschaffen und bereits der 100. Mitarbeiter eingestellt werden. Dieser zukunftstr\u00e4chtige Einsatz und die teilweise zuwandernden hochqualifizierten Fachkr\u00e4fte hinterlassen l\u00e4ngst wohltuende Spuren im G\u00f6rlitzer Alltag. Das DZA ist dabei, zum gr\u00f6\u00dften Trumpf und wirtschaftlichen Wachstumsfaktor f\u00fcr die Zukunft von Stadt und Region zu werden.<\/p>\n<h2>Erste wissenschaftliche Gro\u00dfveranstaltungen<\/h2>\n<p>Dies spiegelte sich in diesem Jahr bereits in zwei herausragenden Gro\u00dfveranstaltungen wider, welche durch die Teilnahme von hunderten Wissenschaftlern aus aller Welt im Juni und Mitte September G\u00f6rlitz zum Beben brachten und aufzeigten, wie sehr die erst 2029 zur Verf\u00fcgung stehende Stadthalle als gro\u00dfes modernes Konferenzzentrum ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Vom 16. bis 20. Juni 2025 diskutierten Delegationen aus 14 L\u00e4ndern mit rund 600 Teilnehmenden bei einer internationalen Wissenschaftskonferenz in der Europastadt G\u00f6rlitz\/Zgorzelec die Zukunft des gr\u00f6\u00dften Radioteleskops der Welt, des Square Kilometre Array Observatory (SKAO), das derzeit in S\u00fcdafrika und Australien gebaut wird. Aus Deutschland unterst\u00fctzen das Deutsche Zentrum f\u00fcr Astrophysik (DZA) und das Max-Planck-Institut f\u00fcr Radioastronomie das SKAO. Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagte bei der Er\u00f6ffnung: \u201eMit dem DZA sind wir Teil des weltweit gr\u00f6\u00dften Radioteleskops, das technologische und digitale Herausforderungen mit sich bringt. Die wollen wir hier l\u00f6sen.\u201c Neben Philip Diamond CBE, Generaldirektor des SKA-Observatoriums und Michael Kramer, dem Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Radioastronomie MPIfR in Bonn, waren viele f\u00fchrende K\u00f6pfe der Astrophysik zum Beispiel aus Australien, China, Indien, Italien, den Niederlanden, S\u00fcdafrika, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Tschechien und Deutschland zugegen. Haupttagungsort war das Gerhart-Hauptmann-Theater in G\u00f6rlitz. sein. Prof. G\u00fcnther Hasinger erkl\u00e4rte unter anderem: \u201eDas ist die wichtigste Veranstaltung f\u00fcr Radioastronomen weltweit. Hier im Herzen Europas wird die Zukunft des gr\u00f6\u00dften Teleskopenverbundes entschieden, den Menschen jemals gebaut haben&#8220;.<\/p>\n<div id=\"attachment_71359\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71359\" class=\"size-large wp-image-71359\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-3-1024x509.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"509\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-3-1024x509.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-3-300x149.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-3-768x382.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-3-1536x764.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-3-2048x1019.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-71359\" class=\"wp-caption-text\">Visuelle Darstellung der k\u00fcnftigen DZA-Bauten auf dem Kahlbaum-Areal.<br \/>Foto: DZA<\/p><\/div>\n<h2>Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft<\/h2>\n<p>Vom 15. bis 19. September 2025 richtete das DZA in G\u00f6rlitz die Internationale Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) unter dem Titel \u201eThe restless Universe\u201c aus. Damit fand nach 100 Jahren erstmals wieder eine Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) in Sachsen statt. Im Vorfeld erkl\u00e4rte Prof. G\u00fcnther Hasinger: \u201eEs ist ein starkes Signal, dass die internationale Fachgemeinschaft in diesem Jahr in G\u00f6rlitz zusammenkommt. Die Tagung unterstreicht, dass exzellente Wissenschaft in der Lausitz beheimatet sein kann. Wir freuen uns, mit der AG2025 sowohl die neuesten Entwicklungen in der Astrophysik zu pr\u00e4sentieren als auch die Lausitz als wachsende Innovations- und Wissenschaftsregion sichtbar zu machen.&#8220; Hauptveranstaltungsort war das Kulturforum G\u00f6rlitzer Synagoge. Besondere H\u00f6hepunkte waren der \u00f6ffentliche Abendvortrag am 18. September 2025. Stefan Wagner, verantwortlicher Radioastronom innerhalb der Abteilung Astrophysik am DZA und Mitinitiator des Projekts, faszinierte mit dem Thema \u201eHeller als Milliarden Sonnen: Vom Teufelsstern zu den gr\u00f6\u00dften Explosionen im Universum&#8220;. Er stellte darin das &#8222;ver\u00e4nderliche Universum&#8220; mit seinen faszinierenden Ph\u00e4nomenen vor \u2013 bis hin zu den hellsten Explosionen im Kosmos seit dem Urknall. Ein weiterer H\u00f6hepunkt war die Vorstellung des neuen Buches in dem Prof. G\u00fcnther Hasinger eine anschaulich geschriebene kompakte \u201eGeschichte des Universums\u201c nach aktuellem Forschungsstand vorlegt.<\/p>\n<h2>Bis zu 3000 neue Arbeitspl\u00e4tze<\/h2>\n<p>So entsteht mit dem DZA ein nationales Gro\u00dfforschungszentrum mit internationaler Strahlkraft, das ressourcensparende Digitalisierung vorantreibt, neue Technologien entwickelt, f\u00fcr Transfer sorgt und Perspektiven f\u00fcr die Region schafft, in der es fest verwurzelt ist. Viele Beispiele zeigen: Astronomische Forschung ver\u00e4ndert Regionen nachhaltig. Mit seiner einzigartigen Kombination von Forschung und Entwicklung in der IT, Sensortechnik und Materialforschung und seinem Bedarf an Fertigungsst\u00e4tten wird das DZA \u00f6konomische Impulse setzen und in den kommenden Jahren mindestens 3000 zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze am Zentrum und im Umfeld schaffen.<\/p>\n<div class=\"flex flex-col text-sm pb-25\">\n<article class=\"text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]\" dir=\"auto\" tabindex=\"-1\" data-turn-id=\"request-WEB:591f1432-eae7-4493-9227-9ad9b6a8b477-19\" data-testid=\"conversation-turn-40\" data-scroll-anchor=\"true\" data-turn=\"assistant\">\n<div class=\"text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:--spacing(4)] @w-sm\/main:[--thread-content-margin:--spacing(6)] @w-lg\/main:[--thread-content-margin:--spacing(16)] px-(--thread-content-margin)\">\n<div class=\"[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg\/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group\/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn\" tabindex=\"-1\">\n<div class=\"flex max-w-full flex-col grow\">\n<div class=\"min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1\" dir=\"auto\" data-message-author-role=\"assistant\" data-message-id=\"6ee8b5b1-ab52-41f7-90ea-8b68ad27595f\" data-message-model-slug=\"gpt-5-mini\">\n<div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]\">\n<div class=\"markdown prose dark:prose-invert w-full wrap-break-word light markdown-new-styling\">\n<p data-start=\"66\" data-end=\"915\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Das Portfolio des DZA ist vielf\u00e4ltig, es bietet Jobs nicht nur im wissenschaftlichen, sondern noch deutlich mehr im nicht-wissenschaftlichen Bereich. Mit einem Zentrum f\u00fcr Innovation und Transfer (ZIT) geht das DZA dabei neue Wege der Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft. Durch fr\u00fchzeitige, enge Kooperationen mit Industrie, Universit\u00e4ten und au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungsorganisationen sollen gemeinsam neue Technologien entwickelt werden. Durch internationale Sichtbarkeit und Vernetzung will das DZA Fachkr\u00e4fte anziehen und Perspektiven f\u00fcr junge Menschen in der Region schaffen. Kooperationspartner sind die Universit\u00e4ten, allen voran die TU Dresden, und Unternehmen in der Technologieentwicklung und der Datenverarbeitung. Auch mehr als 50 \u2013 in der Mehrzahl kleine und mittelst\u00e4ndische \u2013 Firmen haben die Ansiedlung des DZA unterst\u00fctzt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<h2>Impulse f\u00fcr Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland<\/h2>\n<div class=\"flex flex-col text-sm\">\n<article class=\"text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]\" dir=\"auto\" tabindex=\"-1\" data-turn-id=\"request-WEB:591f1432-eae7-4493-9227-9ad9b6a8b477-20\" data-testid=\"conversation-turn-42\" data-scroll-anchor=\"true\" data-turn=\"assistant\">\n<div class=\"text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:--spacing(4)] @w-sm\/main:[--thread-content-margin:--spacing(6)] @w-lg\/main:[--thread-content-margin:--spacing(16)] px-(--thread-content-margin)\">\n<div class=\"[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg\/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group\/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn\" tabindex=\"-1\">\n<div class=\"flex max-w-full flex-col grow\">\n<div class=\"min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1\" dir=\"auto\" data-message-author-role=\"assistant\" data-message-id=\"102336b2-fe0e-4a17-b47e-2089f0701476\" data-message-model-slug=\"gpt-5-mini\">\n<div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]\">\n<div class=\"markdown prose dark:prose-invert w-full wrap-break-word light markdown-new-styling\">\n<p data-start=\"66\" data-end=\"760\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Dabei f\u00f6rdert das DZA nicht nur die regionale Wirtschaft und Wissenschaft. Es leistet gleichzeitig wichtige Hilfestellung bei nationalen und globalen Herausforderungen. Prognosen sagen zum Beispiel voraus, dass die IT bald 20 Prozent der globalen Stromproduktion verschlingen wird. Das DZA will daher Green Computing und die ressourcensparende Digitalisierung vorantreiben und neue Technologien f\u00fcr die Gesellschaft von morgen entwickeln. F\u00fcr den Wissenschaftsstandort Deutschland ist das DZA zudem von strategischer Bedeutung, weil es den Zugang zu zuk\u00fcnftigen internationalen Gro\u00dfprojekten gew\u00e4hrleistet und so auch der Industrie M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet, sich an Ausschreibungen zu beteiligen.<\/p>\n<div id=\"attachment_71361\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71361\" class=\"size-large wp-image-71361\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-4--1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-4--1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-4--300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-4--768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-4--1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DZA-4--2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-71361\" class=\"wp-caption-text\">Prof. G\u00fcnther Hasinger begr\u00fc\u00dft mit Mike Kretlow den 100. Mitarbeiter des DZA.<br \/>Foto: DZA<\/p><\/div>\n<p>Das wissenschaftliche und wirtschaftliche Konzept des DZA ruht auf drei S\u00e4ulen: Astronomische Spitzenforschung am DZA wird sich \u00fcber das gesamte elektromagnetische Spektrum bis hinaus zu Gravitationswellen erstrecken. In der Anfangsphase konzentriert sich das DZA dank der vielf\u00e4ltigen Synergieeffekte auf Radio- und Gravitationswellenastronomie; langfristig wird sich das Zentrum allen astronomischen Daten widmen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<h2>Kommt auch das Einstein-Teleskop?<\/h2>\n<p>In der zweiten S\u00e4ule werden im DZA die Datenstr\u00f6me aus aller Welt geb\u00fcndelt und verarbeitet. Dazu geh\u00f6ren auch Daten zuk\u00fcnftiger Gro\u00dfteleskope, wie dem Square Kilometre Array und dem Einstein-Teleskop. Diesen Gravitationswellendetektor der neuesten Generation will der Freistaat Sachsen mit Unterst\u00fctzung des DZA auch in die Lausitz holen, was eine weitere gro\u00dfe Zukunftsinvestition mit sich bringen w\u00fcrde. Es gibt allerdings aussichtsreiche Mitbewerber und die Entscheidung wird 2026 fallen.<br \/>\nDie Daten dieser Teleskope machen ein Mehrfaches des Datenverkehrs im heutigen Internet aus und erfordern neue Technologien. Das Zentrum soll den Daten-Tsunami b\u00e4ndigen und auch auf diese Weise die Digitalisierung Deutschlands beschleunigen.<br \/>\nDie dritte S\u00e4ule wird ein Technologiezentrum sein, in dem unter anderem neue Halbleitersensoren, Silizium-Optiken und Regelungstechniken f\u00fcr Observatorien entwickelt werden. Aufbauend auf der Erfahrung und dem modernen Umfeld der Industrie in Sachsen werden so durch Ausgr\u00fcndungen neue Firmen und weitere hochwertige Arbeitspl\u00e4tze entstehen, die Perspektiven f\u00fcr junge Menschen in der Region schaffen.<\/p>\n<h2>Ein Ohr f\u00fcr das All im Oberlausitzer Granitblock<\/h2>\n<p>Seismische Wellen, die permanent den Erdboden durchlaufen sind f\u00fcr Gravitationswellendetektoren der Weltraumforschung erhebliche St\u00f6rfaktoren. Auch zur Entwicklung von Mess- und Produktionstechnologien sind besonders ruhige geologische Bedingungen notwendig. Die hervorragenden seismographischen Bedingungen im Granitgestein der Lausitz wird das DZA f\u00fcr seine Forschung und Entwicklung neuer Ger\u00e4te nutzen. Hier soll in einem riesigen Granitblock von 20 Kilometern Durchmesser zwischen Hoyerswerda, Bautzen und Kamenz ein Untergrund-Forschungslabor, das \u201eLow Seismic Lab\u201c, entstehen, das auch f\u00fcr Industrieanwendungen, etwa die Entwicklung von Quantencomputern, zur Verf\u00fcgung steht. Im Interview mit dem in der schlesischen Oberlausitz w\u00f6chentlich erscheinenden \u201eNiederschlesischen Kurier\u201c erl\u00e4uterte Prof. G\u00fcnther Hasinger die neue akustische Dimension der Weltraumforschung: \u201eWir gehen 200 Meter tief in die Erde der Oberlausitz, wo die ganzen menschengemachten St\u00f6rger\u00e4usche so stark abgesenkt sind, dass das lauteste Ger\u00e4usch, das wir dort unten h\u00f6ren, das Meeresrauschen ist\u201c. Und weiter: \u201eWir sehen dabei jedes Erdbeben, das sich auf der Erde ansammelt. Wir h\u00f6ren die sorbischen Osterreiter mit unseren Seismometern\u201c. Astrophysik funktioniere \u201eheute mit allen Sinnen\u201c. Man sehe nicht mehr nur mit dem Auge durch gro\u00dfe Teleskope und Satellitensysteme, sondern k\u00f6nne auch Radio- oderR\u00f6ntgenstrahlung aufnehmen. Und jetzt k\u00e4me immer mehr dazu, dass man insbesondere durch das geplante Forschungslabor tief unten im Oberlausitzer Granit, das Universum auch h\u00f6ren k\u00f6nne. Prof. G\u00fcnther Hasinger: \u201eDer Film hat pl\u00f6tzlich einen Ton bekommen. Und dieser Tonfilm wird die n\u00e4chsten Dekaden dominieren.\u201c<\/p>\n<h2>Unfassbare Weiten und Datenmengen<\/h2>\n<p>Eine der bekanntesten und die seit der Antike am n\u00e4chtlichen Himmel von Astronomen beobachtete Milchstra\u00dfe besteht nach heutiger Sch\u00e4tzung laut Wikipedia aus ca. 100 bis 400 Milliarden Sternen und ist etwa 13,6 Milliarden Jahre alt. Die Ausdehnung der Milchstra\u00dfe in der galaktischen Ebene betr\u00e4gt etwa 170.000 bis 200.000 Lichtjahre. In einem Jahr legt das Licht 9,5 Billionen Kilometer zur\u00fcck, was etwa 300.000 Kilometern pro Sekunde entspricht. Durch das die Gravitationswellen des Alls auswertende Forschungslabor im Lausitzer Granit kann das DZA Ph\u00e4nomene wie das Entstehen neuer Galaxien oder den Werdegang Schwarzer L\u00f6cher in unvorstellbaren Weiten von vielen Milliarden Lichtjahren auswerten, wobei die dabei anfallende Datenmenge und deren Verarbeitung ebenfalls das menschliche Fassungsverm\u00f6gen \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Alfred Theisen<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Dieser Artikel erscheint in Kooperation mit der Redaktion <a href=\"https:\/\/www.schlesien-heute.de\/\">\u201aSchlesien heute\u2018<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.schlesien-heute.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schlesien-heute.de<\/a><\/span><\/strong><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Starke, nachhaltige Wachstumsimpulse durch das Deutsche Zentrum f\u00fcr Astrophysik (DZA) Wer hat nicht schon einmal an einem sternenklaren Abend staunend Sch\u00f6nheit und Tiefe des geheimnisvollen n\u00e4chtlichen Himmels mit seinen unendlichen Weiten bewundert. Seit Jahrhunderten untersuchen Astronomen das Weltall und sto\u00dfen mit spannenden Entdeckungen und neuen technischen M\u00f6glichkeiten immer tiefer in das Universum vor.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":71355,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4235],"tags":[],"redaktor":[6070],"class_list":["post-71351","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft-de","redaktor-schlesien-heute-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71351"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71351\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81275,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71351\/revisions\/81275"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71351"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=71351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}