{"id":71044,"date":"2025-08-12T14:40:15","date_gmt":"2025-08-12T12:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wallfahrt-nach-albendorf\/"},"modified":"2025-08-12T14:40:15","modified_gmt":"2025-08-12T12:40:15","slug":"wallfahrt-nach-albendorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wallfahrt-nach-albendorf\/","title":{"rendered":"Wallfahrt nach Albendorf"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Ein leuchtendes Zeichen des Glaubens und der deutschen Kultur in Schlesien<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Die Wallfahrt nach Albendorf (Wambierzyce) ist seit Langem ein religi\u00f6ser und kultureller H\u00f6hepunkt im Kalender der deutschen Minderheit in Polen. Sie ist mehr als nur ein religi\u00f6ses Ereignis; sie ist ein lebendiger Treffpunkt und eine Gelegenheit zur Pflege des deutschen Kulturerbes. Auch in diesem Jahr lud der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) herzlich zur Teilnahme ein.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrige Wallfahrt fand am\u00a0<strong>Sonntag, den 10. August 2025<\/strong>,\u00a0statt. Der feierliche Gottesdienst begann um\u00a0<strong>12:00 Uhr<\/strong>\u00a0in der Basilika Mari\u00e4 Heimsuchung, die jedes Jahr Pilger haupts\u00e4chlich aus den Woiwodschaften Oppeln, Schlesien und Niederschlesien, aber nicht nur, anzieht. Die heilige Messe wurde vom Neupresbyter Priester Matth\u00e4us Ruby geleitet, der auch die Predigt hielt. Konzelebriert wurde die Eucharistie von Priester Krystian Szeliga und Pater Marian Arndt.\u00a0 Die musikalische Umrahmung \u00fcbernahm das Blasorchester \u201eOder Blass Band\u201c aus Zywodcz\u00fctz, der Chor der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Waldenburg \u201eFreundschaft\u201c und der Organist Karol Gie\u0142don.<\/p>\n<div id=\"attachment_64594\" style=\"width: 549px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64594\" class=\" wp-image-64594\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7271_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"539\" height=\"359\" \/><p id=\"caption-attachment-64594\" class=\"wp-caption-text\">Die Basilika &#8222;Mari\u00e4 Heimsuchung&#8220; in Albendorf<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<h2><strong>Eine gelebte Tradition, die verbindet<\/strong><\/h2>\n<p>Das Interesse an der Wallfahrt zeigt, wie tief sie in der deutschen Minderheit verwurzelt ist: &#8222;Es ist schon eine Tradition, dass die Leute hier nach Albendorf kommen&#8220;, best\u00e4tigt Sabina Zimmermann vom VdG. Seit vielen Jahren organisiert der Verband der deutschen Gesellschaften diese und andere Wallfahrten. Die Freude \u00fcber die rege Teilnahme ist gro\u00df: \u201eWir haben wie immer einen Bus organisiert, dieses Angebot wird gerne wahrgenommen. Nach Albendorf ist es schon ein sch\u00f6nes St\u00fcck, so bieten wir den jenigen die nicht so weit fahren wollen eine M\u00f6glichkeit mitzufahren.\u00a0 Zudem kamen auch Pilger mit ihren eigenen Autos&#8220;, berichtet sie.<\/p>\n<div id=\"attachment_64595\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64595\" class=\" wp-image-64595\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7348_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7348_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7348_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7348_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7348_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><p id=\"caption-attachment-64595\" class=\"wp-caption-text\">Das innere der Basiliska mit den Pilgern der Wallfahrt<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<h2><strong>&#8222;So sch\u00f6n, wie ich das heute hier erlebt habe&#8220;<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr viele Teilnehmer ist die Wallfahrt ein tief bewegendes, pers\u00f6nliches Erlebnis. Einer von ihnen ist Lothar Bzdyk, der in diesem Jahr zum ersten Mal dabei war. Seine Eindr\u00fccke sind \u00fcberw\u00e4ltigend: \u201eIch habe in meinem Leben noch nie eine zweist\u00fcndige Messe erlebt. Die Kirche, der Chor, die Atmosph\u00e4re hier\u2026 Das war noch nie so sch\u00f6n gewesen, wie ich das heute hier erlebt habe&#8220;, so Lothar Bzdyk, der gemeinsam mit seiner Frau an der Wallfahrt teilnahm.<\/p>\n<div id=\"attachment_64596\" style=\"width: 555px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64596\" class=\" wp-image-64596\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7299_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"363\" \/><p id=\"caption-attachment-64596\" class=\"wp-caption-text\">Der &#8222;Chor der Freundschaft&#8220; sang bei der Heiligen Messe<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<h2><strong>&#8222;Die Liebe zu Albendorf in die Wiege gelegt&#8220;<\/strong><\/h2>\n<p>Eine besonders emotionale und lebenslange Verbindung zu diesem Gnadenort hat R\u00f3\u017ca Zgorzelska aus Friedersdorf: \u201eIch komme hier seit meiner Kindheit, die Liebe zu Albersdorf bekam ich in die Wiege gelegt&#8220; erz\u00e4hlt sie mit bewegter Stimme. F\u00fcr sie ist die Basilika ein Zufluchtsort, eine Quelle der Kraft: \u201eHier bekomme ich wieder meine Ruhe und meine Kraft, auch f\u00fcr die Arbeit f\u00fcr die Menschen aus meinem Umfeld, f\u00fcr die deutsche Kultur und f\u00fcr Schlesien&#8220; vertraut sie an.<\/p>\n<p>Ihre Gebete gelten heute vor allem dem Frieden und der Verst\u00e4ndigung: \u201eIch betete zu der Muttergottes der Gnade f\u00fcr Polen, weil wir heute in Polen Leben. Ich bat, dass die Politiker und wir einfachen Menschen hier zu Lande sich besser verstehen, nicht gegeneinander hetzen\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_64597\" style=\"width: 552px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64597\" class=\" wp-image-64597\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7347_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"542\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7347_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7347_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7347_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7347_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/><p id=\"caption-attachment-64597\" class=\"wp-caption-text\">Die Wallfahrt ist immer wieder ein gro\u00dfer Moment f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen.<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<p>Ihre Erinnerungen reichen zur\u00fcck in eine Zeit, als die Wallfahrten unter anderen Vorzeichen standen. \u201eAls kleines f\u00fcnfj\u00e4hriges M\u00e4dchen kam ich mit meinen Tanten das erste Mal hier her. Es gab eine \u00e4ltere Dame in Friedersdorf, die immer Wallfahrten nach Albendorf organisiert hat. Ihr Sohn arbeitete im PKS in Kandrzin-Cosel, weswegen wir die M\u00f6glichkeit hatten dort einen Bus zu mieten um zu pilgern\u201c sagt R\u00f3\u017ca Zgorzelska.<\/p>\n<p>Damals durfte man nicht in Deutsch beten: \u201eAls wir hier in Albenforf ankamen, da haben wir immer \u201eO Maryjo witam Ci\u0119\u201c gesungen\u201c. Umso gr\u00f6\u00dfer ist ihre Dankbarkeit heute: &#8222;Und heute d\u00fcrfen wir in der Sprache des Herzens zu unserer Maria Muttergottes beten, und wir k\u00f6nnen sie auch auf Deutsch begr\u00fc\u00dfen&#8220; sagt R\u00f3\u017ca Zgorzelska mit Tr\u00e4nen in den Augen.<\/p>\n<div id=\"attachment_64598\" style=\"width: 416px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64598\" class=\" wp-image-64598\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7343_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"406\" height=\"609\" \/><p id=\"caption-attachment-64598\" class=\"wp-caption-text\">Die Heilige Messe wurde gef\u00fchrt von Matth\u00e4us Ruby.<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<h2><strong>Ein Blick auf kommende Pilgerreisen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Wallfahrt nach Albendorf ist ein fester Bestandteil im Jahreskalender des VdG, doch die Pilgersaison ist noch nicht zu Ende.<\/p>\n<p>Am\u00a020. September\u00a0f\u00fchrt die n\u00e4chste Reise nach\u00a0Zuckmantel (Zlat\u00e9 Hory)\u00a0in Tschechien. Der bekannte Wallfahrtsort Maria Hilf zieht seit jeher Pilger aus den drei Nationen Tschechien, Polen und Deutschland an.<\/p>\n<div id=\"attachment_64599\" style=\"width: 555px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64599\" class=\" wp-image-64599\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7401_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7401_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7401_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7401_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250810-_KWF7401_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px\" \/><p id=\"caption-attachment-64599\" class=\"wp-caption-text\">Die Teilnehmer der vom VdG organisierten Wallfahrt nach Albendorf<br \/>Foto: Stefani Koprek<\/p><\/div>\n<p>Den Abschluss bildet am 8. November die Wallfahrt nach Trebnitz (Trzebnica), dem Begr\u00e4bnisort der heiligen Hedwig von Schlesien. Als Schutzpatronin des Landes ist sie eine der bedeutendsten historischen Pers\u00f6nlichkeiten der Region.<\/p>\n<p>Auch nach Zuckmantel und Trebnitz organisiert der VdG eine Mitfahrgelegenheit mit einem Reisebus.<\/p>\n<p><strong>Veranstalter:<\/strong><\/p>\n<p>Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG)<\/p>\n<p><strong>Anmeldungen und Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Tel.: +48 77 454 78 78<br \/>\nE-Mail: biuro@vdg.pl<\/p>\n<p><strong>Finanzierung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Wallfahrt wird finanziell unterst\u00fctzt durch das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Oppeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein leuchtendes Zeichen des Glaubens und der deutschen Kultur in Schlesien Die Wallfahrt nach Albendorf (Wambierzyce) ist seit Langem ein religi\u00f6ser und kultureller H\u00f6hepunkt im Kalender der deutschen Minderheit in Polen. 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