{"id":71033,"date":"2025-08-14T17:00:53","date_gmt":"2025-08-14T15:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/schloss-furstenstein-zeigt-wieder-kuriositatenkabinett\/"},"modified":"2026-06-17T08:38:09","modified_gmt":"2026-06-17T06:38:09","slug":"schloss-furstenstein-zeigt-wieder-kuriositatenkabinett","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/schloss-furstenstein-zeigt-wieder-kuriositatenkabinett\/","title":{"rendered":"Schloss F\u00fcrstenstein zeigt wieder \u201eKuriosit\u00e4tenkabinett\u201c"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Nach 80 Jahren zur\u00fcckgekehrt<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Das historische Kuriosit\u00e4tenkabinett des Grafen Konrad Ernest Maximilian von Hochberg im Schloss F\u00fcrstenstein wurde Ende des Zweiten Weltkriegs zerst\u00f6rt. Nach 80 Jahren hat Schloss F\u00fcrstenstein\/Ksi\u0105\u017c in Waldenburg\/Wa\u0142brzych die monumentale Aufgabe \u00fcbernommen, die geheimnisvolle Kunstkamera zu restaurieren. \u00c4u\u00dferst wertvolle Kunstwerke, antike Naturalien, Erinnerungsst\u00fccke der Besitzer von F\u00fcrstenstein und viele andere geheimnisvolle Objekte sind ab dem 1. Juli im Rahmen der Dauerausstellung \u201eKuriosit\u00e4tenkabinett\u201c zu sehen.<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Kooperation mit 22 Partnern<\/strong><\/h2>\n<p>Dank der Zusammenarbeit mit 22 Partnern: Museen, Universit\u00e4ten, Stiftungen und privaten Sammlern kann man ab dem 1. Juli im ersten Stock des Schlosses F\u00fcrstenstein eine neue Dauerausstellung mit dem Titel \u201eKuriosit\u00e4tenkabinett\u201c besichtigen. Sie bezieht sich auf das Kunstkabinett des Grafen Konrad Ernest Maximilian von Hochberg (1682\u20131742) aus dem 18. Jahrhundert, der einer der bedeutendsten Herren von F\u00fcrstenstein war und dem Schloss einen reizvollen barocken Charakter verlieh.<br \/>\n\u201eEs ist eine gro\u00dfe Freude f\u00fcr uns, dass so viele Institutionen und Privatpersonen, darunter so renommierte wie unsere langj\u00e4hrigen Partner, die Nationalmuseen von Breslau\/Wroc\u0142aw und Posen\/Pozna\u0144, beschlossen haben, sich an unserem Projekt zu beteiligen. F\u00fcr die Ausstellung seiner Sammlung lie\u00df der Graf dekorative, rot lackierte, mit Gold \u00fcberzogene und mit orientalischen Motiven bemalte Vitrinen anfertigen. Diese Sammlung ging am Ende des Zweiten Weltkriegs verloren, heute ist sie aber wieder in F\u00fcrstenstein\/Ksi\u0105\u017c zu sehen, und wir haben sie speziell f\u00fcr die Besucher des Schlosses mit neuen Inhalten gef\u00fcllt. Die aktuelle Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Museen und Sammlern entstanden und ist eine Form des Dialogs mit dem ehemaligen Kuriosit\u00e4tenkabinett von Graf Maximilian\u201c, so die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Schloss F\u00fcrstenstein\/Ksi\u0105\u017c, Dorota Karolewska.<\/p>\n<div id=\"attachment_64633\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64633\" class=\" wp-image-64633\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Renovierte-Vitrine-beim-Blumenfes-2025_Foto-Magdalena-Ilgmann_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Renovierte-Vitrine-beim-Blumenfes-2025_Foto-Magdalena-Ilgmann_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Renovierte-Vitrine-beim-Blumenfes-2025_Foto-Magdalena-Ilgmann_Easy-Resize.com_-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Renovierte-Vitrine-beim-Blumenfes-2025_Foto-Magdalena-Ilgmann_Easy-Resize.com_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Renovierte-Vitrine-beim-Blumenfes-2025_Foto-Magdalena-Ilgmann_Easy-Resize.com_-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><p id=\"caption-attachment-64633\" class=\"wp-caption-text\">Renovierte Vitrine beim Blumenfest 2025<br \/>Foto: Magdalena Ilgmann<\/p><\/div>\n<h2><strong>Vorl\u00e4ufer der heutigen Museen<\/strong><\/h2>\n<p>Zu den ausgestellten Objekten geh\u00f6ren der Sch\u00e4del eines H\u00f6hlenb\u00e4ren, anatomische Elfenbeinmodelle aus dem 18. Jahrhundert, unsch\u00e4tzbare Glaswerke aus dem Riesengebirge oder Modelle von Krustentieren, die von der f\u00fcrstlichen Familie Sapieha gestiftet wurden, sowie Gem\u00e4lde, B\u00fccher und Karten.<\/p>\n<p>\u201eDiese Art von Kabinetten war der Vorl\u00e4ufer der heutigen Museen, weshalb sie auch als Kammern der Vernunft bezeichnet wurden, da sie es erm\u00f6glichten, das Wissen \u00fcber die damalige Welt zu systematisieren. Im 17. und 18. Jahrhundert erfreuten sie sich gro\u00dfer Beliebtheit. Aufgekl\u00e4rte Herrscher und Aristokraten sammelten in ihnen Kollektionen, die den Reichtum der Natur und die Errungenschaften des Kunsthandwerks pr\u00e4sentierten\u201c, erkl\u00e4rt Ausstellungskuratorin Katarzyna Sielicka.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eDiese Art von Kabinetten war der Vorl\u00e4ufer der heutigen Museen, weshalb sie auch als Kammern der Vernunft bezeichnet wurden, da sie es erm\u00f6glichten, das Wissen \u00fcber die damalige Welt zu systematisieren. Im 17. und 18. Jahrhundert erfreuten sie sich gro\u00dfer Beliebtheit. Aufgekl\u00e4rte Herrscher und Aristokraten sammelten in ihnen Kollektionen, die den Reichtum der Natur und die Errungenschaften des Kunsthandwerks pr\u00e4sentierten.&#8220;<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Acht wertvolle Barockvitrinen<\/strong><\/h2>\n<p>Die wichtigsten Exponate, die in der Ausstellung \u201eKuriosit\u00e4tenkabinett\u201c pr\u00e4sentiert werden, sind acht \u00e4u\u00dferst wertvolle Barockvitrinen, die eine Sammlung von 110 f\u00fcr die Ausstellung gestifteten Objekten zeigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als noch keine Entscheidung \u00fcber die Renovierung von F\u00fcrstenstein\/Ksi\u0105\u017c getroffen worden war, gingen acht der neun Vitrinen an das Nationalmuseum in Posen\/Pozna\u0144 (Au\u00dfenstelle Rogalin) und eine an das Nationalmuseum in Warschau, als Transfer aus dem Museumsdepot in Glatz\/K\u0142odzko. Dorthin wurden M\u00f6bel aus verschiedenen Schl\u00f6ssern und Herrensitzen in Niederschlesien geschickt.<\/p>\n<p>Acht Jahrzehnte sp\u00e4ter wurde der Traum eines jeden Museumsmitarbeiters wahr, als diese kostbaren Exponate nun an ihren urspr\u00fcnglichen Herkunftsort zur\u00fcckgebracht wurden. Die in den vergangenen Jahren systematisch ausgebauten und immer mehr Besucher anziehenden Museumsr\u00e4ume und Ausstellungen auf Schloss F\u00fcrstenstein sind um eine weitere faszinierende Attraktion reicher geworden.<br \/>\nDie erste historische Beschreibung des Kunstkabinetts von Konrad Ernest Maximilian, Graf von Hochberg, findet sich in Gottfried Scharfs Werk \u201eGelherten Neuigkeiten Schlesiens\u201c aus dem Jahr 1735. Demnach seien im Arbeitszimmer neun glasierte, rot und gold lackierte Schr\u00e4nke mit Sammlungen von M\u00fcnzen, Steinen, Kristallen und Mineralien gestanden, darunter ein Stein der Poppea (Neros Gemahlin) und ein gro\u00dfer spanischer Topas. Au\u00dferdem habe es eine ganze Reihe verschiedener Muscheln und, wie der Autor es ausdr\u00fcckte, \u201eArti f icialibus &amp; Naturalibus\u201c gegeben, sowie Mechanismen (\u201eAntila pneumatica\u201c) von Renwolditsch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Dieser Artikel erscheint in Kooperation mit der Redaktion <a href=\"https:\/\/www.schlesien-heute.de\/\">\u201aSchlesien heute\u2018<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.schlesien-heute.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schlesien-heute.de<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 80 Jahren zur\u00fcckgekehrt Das historische Kuriosit\u00e4tenkabinett des Grafen Konrad Ernest Maximilian von Hochberg im Schloss F\u00fcrstenstein wurde Ende des Zweiten Weltkriegs zerst\u00f6rt. 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