{"id":71020,"date":"2025-08-17T11:00:51","date_gmt":"2025-08-17T09:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/das-vielfaltige-wirken-des-breslauer-bildhauers-ryszard-zarycki\/"},"modified":"2025-08-17T11:00:51","modified_gmt":"2025-08-17T09:00:51","slug":"das-vielfaltige-wirken-des-breslauer-bildhauers-ryszard-zarycki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/das-vielfaltige-wirken-des-breslauer-bildhauers-ryszard-zarycki\/","title":{"rendered":"Das vielf\u00e4ltige Wirken des Breslauer Bildhauers Ryszard Zarycki"},"content":{"rendered":"<h2><strong>In Breslau, im Hirschberger Tal, in Stettin und in Bayern<\/strong><\/h2>\n<p><strong>\u201eDiesen Ort, an dem meine Werkstatt steht, den gibt es nicht auf dem Stadtplan\u201c \u2013 lacht der Bildhauer Ryszard Zarycki. Noch vor 30 Jahren, als er auf dem Gel\u00e4nde des G\u00fcterbahnhofs in Brockau (Broch\u00f3w, Stadtteil von Breslau) seine Firma gr\u00fcndete, bl\u00fchte hier das k\u00fcnstlerische Leben. Heute sind nur noch wenige Werkst\u00e4tten \u00fcbrig geblieben. Aber f\u00fcr Zarycki ist der Ort ideal \u2013 viel Platz und Ruhe f\u00fcr das freie Schaffen. Er st\u00f6rt auch niemanden. Denn seine T\u00e4tigkeit ist mit Staub, L\u00e4rm und schwerer k\u00f6rperlicher Arbeit verbunden.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Vor der Werkstatt stehen einige Figuren. Eine ist fast fertig. Sie stellt ein M\u00e4dchen dar, das mit dem Zeh pr\u00fcfen will, ob das Wasser die richtige Temperatur hat. Sie sollte auf dem Gel\u00e4nde des Wasserzentrums Hydropolis aufgestellt werden, aber der damalige Vorsitzende des Zentrums fand sie zu umstritten. Man schaut auf die wunderbare Skulptur und fragt sich gleich, wo man diese Kontroversen sehen soll? Heute steht in Hydropolis eine abstrakte Figur von Zarycki \u2013 aus Basalt, einem harten, schwer zu bearbeitenden Stein. Das M\u00e4dchen aus bulgarischem Kalkstein, dem sogenannten Vratza-Kalkstein, wartet noch auf eine neue Chance.<\/p>\n<div id=\"attachment_64657\" style=\"width: 561px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64657\" class=\" wp-image-64657\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1_Zarycki_Easy-Resize.com_-e1755500721915.jpg\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"735\" \/><p id=\"caption-attachment-64657\" class=\"wp-caption-text\">B\u00fcrgermeister a.D. Dr. Karl-Heinz Prei\u00dfer und der K\u00fcnstler Ryszard Zarycki<br \/>Foto: M. Urlich-Kornacka<\/p><\/div>\n<p>Hinter der M\u00e4dchenfigur steht die Skulptur \u201eZakr\u0119ceni\u201c (\u201eVerdreht\u201c, \u201eDurchgedreht\u201c), die von einer Entwicklerfirma in Auftrag gegeben wurde. Das erste Original hat auf einer neu gestalteten Gr\u00fcnfl\u00e4che in Tschepine (Szczepin, ein Stadtteil von Breslau) seinen Platz gefunden. \u201eFr\u00fcher war es oft der Fall, dass Architekten und Investoren sich f\u00fcr Kunstwerke entschieden haben. Die Architektur ging mit Bildhauerei und Malerei Hand in Hand. Heutzutage stehen alle unter Druck \u2013 alles muss m\u00f6glichst billig gemacht werden. Deshalb verzichtet man auf Kunstwerke oder bestellt billige Sachen aus China\u201c, erz\u00e4hlt Zarycki.<\/p>\n<p>Die Stadt Breslau organisierte fr\u00fcher regelm\u00e4\u00dfig eine Open-Air-Werkstatt f\u00fcr K\u00fcnstler. Das war sehr praktisch, denn viele Werke blieben einfach in der Stadt stehen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist eine abstrakte Figur von Zarycki, die im Park gegen\u00fcber dem Nationalmuseum steht. Die Werke anderer K\u00fcnstler sind ebenfalls in der ganzen Stadt verteilt. Heute entstehen in Breslau fast nur noch Kunstwerke im Rahmen konkreter Auftr\u00e4ge.<\/p>\n<h2><strong>Jagdg\u00f6ttin Diana im Scheitniger Park<\/strong><\/h2>\n<p>Zwei der sch\u00f6nsten Arbeiten von Zarycki in den letzten Jahren in Breslau waren das Denkmal der Jagdg\u00f6ttin Diana im Scheitniger Park und der Brunnen auf dem Marktplatz in Hundsfeld (Psie Pole, ein Stadtteil von Breslau). Die Jagdg\u00f6ttin Diana stand bis 1945 im Scheitniger Park \u2013 danach verschwand sie. Die neue Statue wurde am 10. September 2015 eingeweiht. Die Rekonstruktion wurde gemeinsam von der Gesellschaft der Freunde der Stadt, dem Polnischen Jagdverband und der Stadt Breslau organisiert. Auch Einwohner, die das Projekt mit freiwilligen Spenden unterst\u00fctzten, trugen dazu bei.<\/p>\n<div id=\"attachment_64659\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64659\" class=\" wp-image-64659\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/4_Zarycki_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"782\" \/><p id=\"caption-attachment-64659\" class=\"wp-caption-text\">G\u00f6ttin der Jagd im Scheitniger Park<br \/>Foto: M. Urlich-Kornacka<\/p><\/div>\n<p>Die Arbeiten dauerten ein Jahr. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 300.000 Zloty, wovon die H\u00e4lfte auf das f\u00fcr das Denkmal verwendete Material entfiel. Der Bildhauer Ryszard Zarycki hatte nur Fotografien zur Verf\u00fcgung. Er versuchte deshalb, eine m\u00f6glichst objektive Darstellung der G\u00f6ttin vorzuschlagen. \u201eWenn man keine Formenmuster hat, muss man das Werk auf eigene Art und Weise interpretieren. Auf den Wunsch des Polnischen Jagdverbands wurden bei seiner Diana-Figur Hunde dargestellt, die einige Z\u00fcge von polnischen Jagdhunden besitzen. Aber diese k\u00f6nnen nur die Liebhaber dieser Rasse wiedererkennen\u201c, lacht Zarycki. Es war eine sch\u00f6ne b\u00fcrgerliche Initiative \u2013 die B\u00fcrger haben sich die Rekonstruktion gew\u00fcnscht und Geld daf\u00fcr gesammelt.<\/p>\n<h2><strong>Brunnen in Breslau-Hundsfeld<\/strong><\/h2>\n<p>Ein weiteres sehr gelungenes Projekt ist der zentrale Platz im Stadtteil Psie Pole (Hundsfeld), im Nordosten der Stadt. Der Marktplatz wurde saniert und vom Autoverkehr befreit. In der Mitte des Platzes wurde ein Brunnen mit Kindern und Hunden errichtet \u2013 mit menschenfreundlichen, lustig bellenden Hunden, was ganz wesentlich ist.<\/p>\n<p>Jahrzehntelang wurde der Ort mit einer Schlacht aus dem Jahr 1109 assoziiert, in der der polnische F\u00fcrst Boleslaus III. die Truppen des Kaisers Heinrich V. besiegt haben soll. Nach der blutigen Schlacht sollen die Hunde die Leichen der besiegten Deutschen gefressen haben (daher der Name \u201eHundsfeld\u201c) \u2026 So erz\u00e4hlt es die Legende \u2013 laut Historikern hat diese Schlacht wahrscheinlich gar nicht stattgefunden. Die Hunde von Zarycki sind verspielt und freundlich \u2013 auch gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Touristen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eIch kann etwas f\u00fcr die folgenden Generationen schaffen, ich kann dort sein, wo andere keinen Zutritt haben, und ich lerne eine Menge von gro\u00dfartigen Menschen kennen\u201c, sagt der Bildhauer Ryszard Zarycki. Zu diesen z\u00e4hlt ohne Zweifel der ehemalige B\u00fcrgermeister der bayerischen Stadt Luhe, Dr. Karl Heinz-Prei\u00dfer.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nicht weit vom Brunnen steht ein weiteres Werk von Zarycki \u2013 eine Figur aus niederschlesischem gr\u00fcnen Serpentinit. Bevor sie hier ihren endg\u00fcltigen Platz fand, wurde sie im Hirschberger Tal im Rahmen eines Bildhauersymposiums gezeigt. Eine \u00e4hnliche Figur bestellte die Besitzerin des Jagdschlosses in Fischbach (Karpniki) \u2013 sie wurde im Rosengarten des dortigen Eichenschlosses (Pa\u0142ac D\u0119bowy) aufgestellt. Dort wurde sie von Dr. Karl-Heinz Prei\u00dfer, langj\u00e4hrigem B\u00fcrgermeister von Luhe-Wildenau bis 2020, entdeckt. Er war von Zarycki beeindruckt und w\u00fcnschte sich zu seinem 60. Geburtstag ein besonderes Geschenk: eine neubarocke Madonna aus schlesischem Kalksandstein f\u00fcr den barocken Marktplatz in Luhe.<\/p>\n<p>So begann das k\u00fcnstlerische Abenteuer zwischen dem Steinbildhauer und der bayerischen Stadt. Erfahrung mit Madonnen hatte Zarycki bereits gesammelt: eine S\u00e4ulenmadonna fertigte er an der ehemaligen Jakob- und Vinzenz-Kirche in Breslau an \u2013 heute das geistliche Zentrum der griechisch-orthodoxen Kirche f\u00fcr die vielen Ukrainer in der Stadt. Die urspr\u00fcngliche Madonna wurde im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt. Damals, als er die Figur rekonstruierte, gab es nur ein einziges Foto. Alles, was geschaffen wurde, basierte also auf der Fantasie und dem Fachwissen des K\u00fcnstlers. Es war eine besonders schwierige Arbeit \u2013 zumal unter Zeitdruck.<\/p>\n<h2><strong>Altar der Hochbergkapelle in Breslau<\/strong><\/h2>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr ihn war die vollst\u00e4ndige Rekonstruktion des Altars in der Hochberg-Kapelle an der Kirche. Diese barocke Kapelle aus dem 18. Jahrhundert wurde nach ihrem Stifter, Graf Franz Ferdinand von Hochberg, Abt des Norbertinerklosters, benannt. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Da keine Mittel f\u00fcr den Wiederaufbau vorhanden waren, blieb der Eingang jahrzehntelang zugemauert. Erst 2013 begann der Wiederaufbau. Die Renovierung, die Ryszard Zarycki gemeinsam mit Ryszard Bizo\u0144 durchf\u00fchrte, dauerte mehrere Monate. Das Altarbild wurde aus 1.300 im Schutt geborgenen Fragmenten zusammengesetzt. Aus einem Haufen von Tr\u00fcmmern \u2013 aus dem urspr\u00fcnglich ein Lapidarium entstehen sollte \u2013 bauten sie einen neuen Altar. \u201eNur 2\u20133 Steine sind geblieben, den Rest bauten wir ein. Man kann sagen, aus den Tr\u00fcmmern ist ein Kunstwerk entstanden\u201c, berichtet Zarycki.<\/p>\n<h2><strong>Madonna und Zwerge f\u00fcr Luhe-Wildenau in Bayern<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr die Stadt Luhe-Wildenau schuf Zarycki die Strahlenkranzmadonna. Sie steht auf einer Wolke auf dem Marktplatz und wird von Strahlen umgeben. Die 1,60 Meter gro\u00dfe Madonna wurde aus schlesischem Sandstein gefertigt, der 2,60 Meter hohe Sockel aus niederschlesischem Striegauer Granit. Er tr\u00e4gt das Wappen der Hauptsponsorenfamilie Dr. Albert Gewargis. Finanziert wurden Sockel und Madonna durch zahlreiche Spenden zum 60. Geburtstag des langj\u00e4hrigen B\u00fcrgermeisters Dr. Karl-Heinz Prei\u00dfer. \u201eTransportiert wurden alle Teile von Schlesien nach Luhe mit einem Autogespann. Der Luher Steinmetzmeister Werner Fleischer begleitete die Arbeiten und sorgte f\u00fcr eine fachgerechte Montage am Ziel. Fleischer ist selbst Schlesier. Er ist in Gr\u00fcnhartau (Zielenice) in der N\u00e4he von Strehlen (Strzelin) geboren und kommt immer wieder gern mit einer Gruppe oder alleine nach Schlesien und nach Breslau.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_64658\" style=\"width: 422px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64658\" class=\" wp-image-64658\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2_Zarycki_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"412\" height=\"618\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2_Zarycki_Easy-Resize.com_.jpg 853w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2_Zarycki_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2_Zarycki_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2_Zarycki_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 412px) 100vw, 412px\" \/><p id=\"caption-attachment-64658\" class=\"wp-caption-text\">Die Strahlenkranzmadonna auf dem Marktplatz in Luhe<br \/>Foto: DALIBRI\/Wikipedia 38<\/p><\/div>\n<p>In Breslau sah er auch die kleinen Bronzezwerge, die an die antikommunistische Bewegung der 1980er Jahre erinnern. Er wollte \u00e4hnliche Figuren auch in Luhe haben. So fertigte Ryszard Zarycki kleine Wichtel an: einer mit dem Luher Wappen steht vor dem Alten Rathaus, ein anderer sitzt auf einer Laterne und blickt auf den Marktplatz, ein dritter steht an der Bushaltestelle, der n\u00e4chste geht am G\u00e4nselieslbrunnen vorbei, ein weiterer sitzt gem\u00fctlich auf dem alten Br\u00fcckengel\u00e4nder&#8230; Zwei \u00c4rzte-Zwerge und ein Apotheker weisen auf den Hauptsponsor Dr. Gewargis hin. Zurzeit sind es zw\u00f6lf \u2013 aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Zwergengesellschaft in Luhe noch vergr\u00f6\u00dfert. Eine weitere Damenfigur \u2013 das Gegenst\u00fcck zur Skulptur in Fischbach \u2013 aus niederschlesischem Serpentinit steht vor dem Wohnhaus von Dr. Karl-Heinz Prei\u00dfer. Ideengeber f\u00fcr die Luher Zwergenkultur war der Verein LuhKulTour.<\/p>\n<p>Ein weiteres Kunstwerk in Luhe ist ein Kalksteinrelief \u00fcber den gro\u00dfen Marktbrand von 1928, bei dem mehr als die H\u00e4lfte der Stadt zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_64660\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64660\" class=\" wp-image-64660\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3_Zarycki_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3_Zarycki_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3_Zarycki_Easy-Resize.com_-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3_Zarycki_Easy-Resize.com_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3_Zarycki_Easy-Resize.com_-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-64660\" class=\"wp-caption-text\">Luher Zwerge stehen abholbereit in der Werkstatt des Bildhauers in Breslau-Broch\u00f3w<br \/>Foto: M. Urlich-Kornacka<\/p><\/div>\n<h2><strong>K\u00f6nig Friedrich II. in Stettin<\/strong><\/h2>\n<p>Zarycki hatte auch Gelegenheit, mit Marmor zu arbeiten. Das beste Beispiel ist die Figur des preu\u00dfischen K\u00f6nigs Friedrich II. in Stettin, die restauriert und erg\u00e4nzt werden musste. Die zwei Tonnen schwere Skulptur von Johann Gottfried Schadow wurde im Zweiten Weltkrieg im Keller versteckt, fiel jedoch beim Transport herunter und wurde besch\u00e4digt. Zarycki musste alle fehlenden Elemente erg\u00e4nzen und die Bruchteile anpassen. Die Kosten waren sehr hoch \u2013 viele Personen und Institutionen unterst\u00fctzten die Aktion, darunter auch die Schadow-Gesellschaft. \u201eEs hat sich aber nicht viel ver\u00e4ndert \u2013 damals stifteten viele B\u00fcrger und Organisationen f\u00fcr das Denkmal des K\u00f6nigs. Die Stiftung eines Denkmals war schon immer mit Kosten und b\u00fcrgerlichen Initiativen verbunden. Und so ist es bis heute geblieben. Sch\u00f6n, dass es immer noch Menschen gibt, die Kunst f\u00f6rdern und sich von Kunstwerken umgeben m\u00f6chten\u201c, sagt Zarycki.<\/p>\n<p>Seine Arbeit macht dem Bildhauer gro\u00dfe Freude. Er nennt sie \u201edas Abenteuer mit der Stadt\u201c: \u201eIch kann etwas f\u00fcr die folgenden Generationen schaffen, ich kann dort sein, wo andere keinen Zutritt haben, und ich lerne eine Menge von gro\u00dfartigen Menschen kennen\u201c, sagt der Bildhauer. Zu diesen z\u00e4hlt ohne Zweifel der ehemalige B\u00fcrgermeister von Luhe-Wildenau, Dr. Karl-Heinz Prei\u00dfer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Schlesien heute<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" href=\"https:\/\/www.schlesien-heute.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schlesien-heute.de<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Breslau, im Hirschberger Tal, in Stettin und in Bayern \u201eDiesen Ort, an dem meine Werkstatt steht, den gibt es nicht auf dem Stadtplan\u201c \u2013 lacht der Bildhauer Ryszard Zarycki. Noch vor 30 Jahren, als er auf dem Gel\u00e4nde des G\u00fcterbahnhofs in Brockau (Broch\u00f3w, Stadtteil von Breslau) seine Firma gr\u00fcndete, bl\u00fchte hier das k\u00fcnstlerische Leben. 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