{"id":70944,"date":"2025-08-30T17:00:45","date_gmt":"2025-08-30T15:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/neue-arenen-alte-traditionen-oberschlesiens-fusballstadien-im-umbruch-teil-4-kattowitz\/"},"modified":"2025-08-30T17:00:45","modified_gmt":"2025-08-30T15:00:45","slug":"neue-arenen-alte-traditionen-oberschlesiens-fusballstadien-im-umbruch-teil-4-kattowitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/neue-arenen-alte-traditionen-oberschlesiens-fusballstadien-im-umbruch-teil-4-kattowitz\/","title":{"rendered":"Neue Arenen, alte Traditionen: Oberschlesiens Fu\u00dfballstadien im Umbruch \u2013 Teil 4: Kattowitz"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Eine Stadt mit alter Fu\u00dfballtradition<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Die Woiwodschaftshauptstadt steht fu\u00dfballerisch im Schatten der Erfolge der Vizerekordmeister Ruch Chorz\u00f3w und G\u00f3rnik Zabrze. Mit dem neuen Stadion kann Kattowitz jedoch auf die modernste Sportarena der Region stolz sein.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die Geschichte des Kattowitzer Fu\u00dfballs teilt sich auf viele Vereine, wobei in der Zwischenkriegszeit der 1905 gegr\u00fcndete 1. FC Kattowitz die gr\u00f6\u00dfte Bekanntheit genoss. Dies lag u.a. an seinem Status als Klub der deutschen Minderheit. Mit dem 1. FC Kattowitz besteht organisatorisch keine Verbindung zum heutigen Ekstraklasa-Verein GKS Katowice (das K\u00fcrzel steht f\u00fcr Bergmannsportklub). Der 1. FC Kattowitz wurde 1945 aufgel\u00f6st, w\u00e4hrend der umgangssprachlich als \u201eGieKSa\u201c bezeichnete Klub erst 1964 durch den Zusammenschluss von sieben Kattowitzer Sportvereinen gegr\u00fcndet wurde, um einen konkurrenzf\u00e4higen Verein zu schaffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_64860\" style=\"width: 577px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64860\" class=\" wp-image-64860\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-1-Alter-GKS-Katowice-Stadion_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"567\" height=\"371\" \/><p id=\"caption-attachment-64860\" class=\"wp-caption-text\">Alter GKS Katowice Stadion<br \/>Foto: pxhere.com<\/p><\/div>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Erfolge feierte GKS in den 1980er- und 1990er-Jahren mit drei polnischen Pokalsiegen (1986, 1991, 1993) und vier Vizemeisterschaften (1988\/89, 1992, 1994). International erreichte der Verein mehrmals das Achtelfinale im Europapokal und im UEFA-Pokal, u.a. 1995 nach einem Sieg gegen Bordeaux mit Spielern wie Zidane. Aufgrund finanzieller Probleme musste GKS 2005 zwangsweise in die 4. Liga absteigen, schaffte jedoch innerhalb von zwei Jahren den Durchmarsch zur\u00fcck. Die R\u00fcckkehr in die Ekstraklasa gelang 2023\/24, wo sich der Verein als Achter problemlos in der Liga behaupten konnte.<\/p>\n<p>Untrennbar mit der erfolgreichsten Zeit des Vereins verbunden ist der St\u00fcrmer Jan Furtok, der u.a. mit seinem Hattrick zum ersten Pokalsieg beitrug. Der polnische Nationalspieler und Teilnehmer an der WM 1986 war auch als Torj\u00e4ger in der Bundesliga (u.a. f\u00fcr den Hamburger SV) mit 60 Toren in 188 Spielen \u00fcberaus erfolgreich. Das hohe Ansehen Furtoks zeigt sich daran, dass seine R\u00fcckennummer bei GKS seit 2006 nicht mehr vergeben wird.<\/p>\n<h2><strong>Die Debatte um den Neubau<\/strong><\/h2>\n<p>Bis 2025 trug die GieKSa ihre Heimspiele im Stadion an der Bukowastra\u00dfe aus, das im Park \u015al\u0105ski und damit auf dem Stadtgebiet von K\u00f6nigsh\u00fctte liegt. Der modernisierte Bau aus dem Jahr 1955 mit 6710 Pl\u00e4tzen entsprach jedoch schon lange nicht den Standards, und seit 2006 wurde ein Um- bzw. Neubau des beliebten \u201eBlaszok\u201c (Blechh\u00fctte) diskutiert. Die kommunalpolitische Debatte wurde zum Teil kontrovers gef\u00fchrt. Dabei ging es um die Lage des Neubaus, die Kapazit\u00e4t, die Baukosten sowie um die Frage, ob andere kommunale Investitionen Vorrang haben sollten. Letztendlich entschied sich der Kattowitzer Stadtrat f\u00fcr einen Neubau im Stadtteil Za\u0142\u0119ska Ha\u0142da.<\/p>\n<div id=\"attachment_64861\" style=\"width: 555px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64861\" class=\" wp-image-64861\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-2-Neues-GKS-Stadion-im-Bau-Autorstwa_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-2-Neues-GKS-Stadion-im-Bau-Autorstwa_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-2-Neues-GKS-Stadion-im-Bau-Autorstwa_Easy-Resize.com_-300x201.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-2-Neues-GKS-Stadion-im-Bau-Autorstwa_Easy-Resize.com_-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-2-Neues-GKS-Stadion-im-Bau-Autorstwa_Easy-Resize.com_-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px\" \/><p id=\"caption-attachment-64861\" class=\"wp-caption-text\">Neues GKS Stadion im Bau<br \/>Foto: Marek Mr\u00f3z &#8211; Praca w\u0142asna &#8211; wikimedia commons<\/p><\/div>\n<h2><strong>Multifunktionale Arena<\/strong><\/h2>\n<p>Der Stadionneubau begann im Oktober 2021. Das Projekt sah ein Stadion f\u00fcr 15.048 Zuschauer mit komplett \u00fcberdachten, einst\u00f6ckigen Trib\u00fcnen vor. Diese sind ausschlie\u00dflich mit Sitzpl\u00e4tzen ausgestattet, wobei die ersten Reihen etwas \u00fcber dem Spielfeld liegen, um eine optimale Sicht zu gew\u00e4hrleisten. Zur Ausstattung geh\u00f6ren eine Rasenheizung, VIP-Logen, Pl\u00e4tze f\u00fcr Menschen mit Behinderung, Umkleidekabinen, B\u00fcros sowie Imbissst\u00e4nde.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Fu\u00dfballnostalgiker d\u00fcrften sich freuen, dass das alte Stadion erhalten bleiben soll und k\u00fcnftig dem Frauenteam dienen wird<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Eine Besonderheit der neuen Katowicer Arena ist die integrierte Sporthalle mit 3.002 Sitzpl\u00e4tzen. Diese kann f\u00fcr Basketball-, Volleyball- und Handballspiele sowie f\u00fcr nicht-sportliche Veranstaltungen genutzt werden. Haupts\u00e4chlich soll sie jedoch als Heimspielst\u00e4tte des Volleyballteams von GKS Katowice dienen.<\/p>\n<p>Der Bau des neuen Stadions dauerte etwas \u00fcber drei Jahre und kostete die Stadt Kattowitz 181 Millionen PLN. Die offizielle Er\u00f6ffnung fand am 31. M\u00e4rz 2025 im Ekstraklasa-Spiel von GKS Katowice gegen G\u00f3rnik Zabrze statt, das die Hausherren vor ausverkauftem Haus mit 2:1 gewannen. Das Stadion konnte auch bereits international deb\u00fctieren: Am 24. Juli 2025 verlor der ukrainische Vizemeister FK Olexandrija mit 0:2 gegen Partizan Belgrad in der Qualifikation zur Conference League. Die Volleyballsektion von GKS wird ihre Premiere im neuen Zuhause jedoch erst im August 2025 feiern.<\/p>\n<div id=\"attachment_64862\" style=\"width: 535px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64862\" class=\" wp-image-64862\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-3-neue-Suedwestecke-des-neuen-GKS-Stadions_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"350\" \/><p id=\"caption-attachment-64862\" class=\"wp-caption-text\">Neue S\u00fcdwestecke des neuen GKS Stadions<br \/>Foto: Marek Mr\u00f3z &#8211; wikimedia commons<\/p><\/div>\n<h2><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n<p>Nach langen Diskussionen und mehreren Projekten scheint Kattowitz eine optimale L\u00f6sung gefunden zu haben, von der m\u00f6glichst viele sportbegeisterte Einwohner profitieren werden. Fu\u00dfballnostalgiker d\u00fcrften sich dagegen freuen, dass das alte Stadion erhalten bleiben soll und k\u00fcnftig dem Frauenteam dienen wird.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Weitere Artikel der Serie:<\/h3>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/neue-arenen-alte-traditionen-teil-6-tichau\/\">Neue Arenen, alte Traditionen: Teil 6: Tichau<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/neue-arenen-alte-traditionen-oberschlesiens-fussballstadien-im-umbruch-2\/\">Neue Arenen, alte Traditionen: Teil 5 K\u00f6nigsh\u00fctte<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/neue-arenen-alte-traditionen-oberschlesiens-fussballstadien-im-umbruch-teil-3-gleiwitz\/\">Neue Arenen, alte Traditionen: Teil 3: Gleiwitz<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/geteilte-geschichte-geteilte-probleme\/\">Neue Arenen, alte Traditionen: Teil 2: Beuthen<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/neue-arenen-alte-traditionen-oberschlesiens-fussballstadien-im-umbruch\/\">Neue Arenen, alte Traditionen: Teil 1: Hindenburg<\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Stadt mit alter Fu\u00dfballtradition Die Woiwodschaftshauptstadt steht fu\u00dfballerisch im Schatten der Erfolge der Vizerekordmeister Ruch Chorz\u00f3w und G\u00f3rnik Zabrze. 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