{"id":70794,"date":"2025-08-15T04:45:20","date_gmt":"2025-08-15T02:45:20","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=64668"},"modified":"2026-01-29T22:21:55","modified_gmt":"2026-01-29T21:21:55","slug":"was-wir-am-15-august-feiern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/was-wir-am-15-august-feiern\/","title":{"rendered":"Was wir am 15. August feiern"},"content":{"rendered":"<h1>Der Duft des Himmels<\/h1>\n<p><strong>Jedes Jahr am 15. August, dem Hochfest Mari\u00e4 Aufnahme in den Himmel, kann man in vielen katholischen Gemeinden ein besonderes Bild beobachten: Menschen bringen bunte, duftende Str\u00e4u\u00dfe aus Kr\u00e4utern, Blumen und Getreide zur Kirche, um sie segnen zu lassen. Doch was verbindet dieses bedeutende Marienfest, das oft auch Mari\u00e4 Himmelfahrt genannt wird, mit dem alten Brauch der Kr\u00e4uterweihe? Die Antwort liegt in einer tiefen Verbindung von Glaube, Natur und einer wundersch\u00f6nen Legende.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Ein Fest der Hoffnung: Die Aufnahme Marias in den Himmel<\/h2>\n<p>Mari\u00e4 Himmelfahrt ist das \u00e4lteste und rangh\u00f6chste Marienfest der katholischen Kirche. Es feiert den Glauben, dass Maria, die Mutter Jesu, nach ihrem irdischen Leben nicht den leiblichen Verfall erfuhr, sondern mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen wurde. Sie ist damit der erste Mensch, der vollendet an der Auferstehung ihres Sohnes teilhat.<\/p>\n<p>Obwohl die Heilige Schrift nicht explizit davon berichtet, ist diese \u00dcberzeugung eine aus dem Glauben der fr\u00fchen Kirche erwachsene Gewissheit, die bis ins 5. Jahrhundert zur\u00fcckreicht. Papst Pius XII. erhob sie im Jahr 1950 schlie\u00dflich zum Dogma. Das Fest ist somit nicht nur ein Gedenktag f\u00fcr Maria, sondern vor allem ein Fest der Hoffnung f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen \u2013 eine Verhei\u00dfung, dass auch f\u00fcr uns am Ende des Lebens die Vollendung bei Gott wartet.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Vom leeren Grab zum duftenden Kr\u00e4uterstrau\u00df<\/h2>\n<p>Die Verbindung zur Kr\u00e4uterweihe stiftet eine wundersch\u00f6ne Legende. Als die Apostel das Grab Marias \u00f6ffneten, so erz\u00e4hlt man sich, fanden sie ihren Leichnam nicht mehr vor. Stattdessen sollen dem Grab bl\u00fchende Blumen und heilsame Kr\u00e4uter entwachsen sein, von denen ein himmlischer Duft ausging.<\/p>\n<div id=\"attachment_64671\" style=\"width: 395px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64671\" class=\" wp-image-64671\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/kwiatki-Blumen-August-Foto-Manuela-Leibig.png\" alt=\"\" width=\"385\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/kwiatki-Blumen-August-Foto-Manuela-Leibig.png 324w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/kwiatki-Blumen-August-Foto-Manuela-Leibig-240x300.png 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><p id=\"caption-attachment-64671\" class=\"wp-caption-text\">Strau\u00df f\u00fcr die Kr\u00e4uterweihe<br \/>Foto: Manuela Leibig<\/p><\/div>\n<p>Dieses Bild wurde zum Symbol: Maria selbst wird als reinste &#8222;Blume des Himmels&#8220; oder &#8222;Rose ohne Dornen&#8220; verehrt, und die Kr\u00e4uter stehen f\u00fcr die heilsame Kraft, die von Gott ausgeht und sich in seiner Sch\u00f6pfung widerspiegelt. Der Brauch der Kr\u00e4uterweihe hat aber auch tiefere Wurzeln, die m\u00f6glicherweise in vorchristliche Erntefeste zur\u00fcckreichen, bei denen den G\u00f6ttern f\u00fcr die Gaben der Natur gedankt wurde. Die Kirche hat diese Tradition aufgegriffen und mit neuem, christlichem Inhalt gef\u00fcllt: Der Dank f\u00fcr die Sch\u00f6pfung und ihre Heilkraft richtet sich nun an Gott, den Sch\u00f6pfer allen Lebens.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><strong>Der Kr\u00e4uterbuschen: Schutz und Segen aus der Natur<\/strong><\/h2>\n<p>Traditionell werden die Kr\u00e4uterbuschen aus einer bestimmten Anzahl von Pflanzen gebunden. Oft sind es sieben (in Anlehnung an die sieben Sch\u00f6pfungstage), neun (drei mal drei f\u00fcr die Dreifaltigkeit) oder zw\u00f6lf (f\u00fcr die zw\u00f6lf Apostel).<\/p>\n<p>Eine zentrale Rolle spielt oft die majest\u00e4tische K\u00f6nigskerze, die als Symbol f\u00fcr Maria selbst gilt. Daneben finden sich je nach Region Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille, Salbei, Baldrian und Getreide\u00e4hren. Nach der Segnung im Gottesdienst werden die Str\u00e4u\u00dfe mit nach Hause genommen und an einem besonderen Ort aufbewahrt, etwa im Herrgottswinkel, auf dem Dachboden oder im Stall. Sie sollen Haus und Hof vor Krankheit, Unwetter und Blitzschlag sch\u00fctzen. Fr\u00fcher wurden Teile davon als Heiltees, sch\u00fctzendes R\u00e4ucherwerk oder als heilsame Beigabe f\u00fcr das Viehfutter verwendet.<\/p>\n<p>Mari\u00e4 Himmelfahrt ist somit weit mehr als ein abstraktes Dogma. Es ist ein Fest, das Himmel und Erde, den Glauben an die Auferstehung und die Dankbarkeit f\u00fcr die Sch\u00f6pfung auf wunderbare Weise verbindet. Der Duft der gesegneten Kr\u00e4uter, der an diesem Tag die Kirchen und H\u00e4user erf\u00fcllt, wird so zu einer j\u00e4hrlichen Erinnerung an die Sch\u00f6nheit der Natur und an die gro\u00dfe christliche Hoffnung, dass unser Leben \u2013 wie das Mariens \u2013 bei Gott seine duftende Vollendung findet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Duft des Himmels Jedes Jahr am 15. August, dem Hochfest Mari\u00e4 Aufnahme in den Himmel, kann man in vielen katholischen Gemeinden ein besonderes Bild beobachten: Menschen bringen bunte, duftende Str\u00e4u\u00dfe aus Kr\u00e4utern, Blumen und Getreide zur Kirche, um sie segnen zu lassen. 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