{"id":70732,"date":"2025-09-05T07:46:28","date_gmt":"2025-09-05T05:46:28","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/beginn-des-zweiten-weltkriegs-2\/"},"modified":"2025-09-05T07:46:28","modified_gmt":"2025-09-05T05:46:28","slug":"beginn-des-zweiten-weltkriegs-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/beginn-des-zweiten-weltkriegs-2\/","title":{"rendered":"Beginn des Zweiten Weltkriegs"},"content":{"rendered":"<h1>Erinnerung an den 1. September 1939<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit dem \u00dcberfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Auf Einladung des Deutschen Polen-Instituts, der Stabsstelle \u201eDeutsch-Polnisches Haus\u201c, des Ausw\u00e4rtigen Amts und der Botschaft der Republik Polen in Deutschland erinnerten zahlreiche G\u00e4ste aus Deutschland und Polen \u2013 darunter Politikerinnen und Politiker, Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen sowie der Zivilgesellschaft \u2013 an die tragischen Ereignisse und die Millionen Opfer.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Juni wurde mitten im politischen Herzen Berlins der \u201eGedenkort f\u00fcr Polen 1939 bis 1945\u201c in der Heinrich-von-Gagern-Stra\u00dfe er\u00f6ffnet. Der Standort \u2013 in unmittelbarer Nachbarschaft des Bundeskanzleramts und des Bundestages \u2013 war bewusst gew\u00e4hlt. An dieser Stelle stand einst die Kroll-Oper.<\/p>\n<div id=\"attachment_65087\" style=\"width: 756px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65087\" class=\"wp-image-65087\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Stasstaminister-Weimer-in-der-Mitte_Easy-Resize.com_-790x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"746\" height=\"967\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Stasstaminister-Weimer-in-der-Mitte_Easy-Resize.com_-790x1024.jpg 790w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Stasstaminister-Weimer-in-der-Mitte_Easy-Resize.com_-232x300.jpg 232w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Stasstaminister-Weimer-in-der-Mitte_Easy-Resize.com_-768x995.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Stasstaminister-Weimer-in-der-Mitte_Easy-Resize.com_.jpg 988w\" sizes=\"auto, (max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/><p id=\"caption-attachment-65087\" class=\"wp-caption-text\">Stasstaminister Wolfram Weimer (Mitte)<br \/>Foto: Andrea Polanski<\/p><\/div>\n<p>In ihr tagte seit dem Brand des gegen\u00fcberliegenden Reichstagsgeb\u00e4udes das sogenannte Scheinparlament der Nationalsozialisten. Hier verk\u00fcndete Adolf Hitler am 1. September 1939 den deutschen \u00dcberfall auf Polen, mit dem der Zweite Weltkrieg begann.<\/p>\n<h2>Gedenkveranstaltung und Reden<\/h2>\n<p>Die Gedenkveranstaltung begann mit Ansprachen von Dr. G\u00e9za Andreas von Geyr, Staatssekret\u00e4r im Ausw\u00e4rtigen Amt, Jan Tombi\u0144ski, gesch\u00e4ftstr\u00e4ger a.i. der Republik Polen in Deutschland, sowie Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister f\u00fcr Kultur und Medien.<\/p>\n<div id=\"attachment_65085\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65085\" class=\" wp-image-65085\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Gaida_Easy-Resize.com_-576x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"978\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Gaida_Easy-Resize.com_-576x1024.jpg 576w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Gaida_Easy-Resize.com_-169x300.jpg 169w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Gaida_Easy-Resize.com_.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-65085\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Andrea Polanski<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie deutsche Verantwortung f\u00fcr diese Verbrechen bleibt, sie verj\u00e4hrt nicht. (\u2026) Die deutsche Verantwortung besteht fort, auch die Verantwortung, Sorge daf\u00fcr zu tragen, dass sich niemals wiederholt, was dort geschah. Sie geht an alle Generationen Deutscher \u00fcber, die noch kommen werden\u201c, sagte Staatsminister Weimer.<\/p>\n<p>Im Anschluss legten die Versammelten Kranz- und Blumengebinde nieder.<\/p>\n<h2>Bedeutung f\u00fcr das Deutsche Polen-Institut und die deutschen Minderheiten<\/h2>\n<p>\u201eEs ist wichtig, an einem so bedeutenden Datum wie dem 1. September, dem Jahrestag des deutschen \u00dcberfalls auf Polen, gemeinsam innezuhalten. Polen und die polnische Gesellschaft leiden bis heute an den Folgen dieses Verbrechens,\u201d erkl\u00e4rt Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts. \u201eUmso wichtiger sind solche Momente, die auch wenn sie nicht fr\u00f6hlich sein k\u00f6nnen, doch Mut machen, sich weiterhin intensiv mit unseren deutsch-polnischen Beziehungen auseinanderzusetzen.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eDie deutsche Verantwortung f\u00fcr diese Verbrechen bleibt, sie verj\u00e4hrt nicht. (\u2026) Sie geht an alle Generationen Deutscher \u00fcber, die noch kommen werden.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Bernard Gaida, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der FUEN, legte als Vertreter aller Deutschen Minderheiten Blumen nieder:<br \/>\n\u201eAls Sprecher aller deutschen Minderheiten in Europa und Zentralasien ist mir dieses Gedenken besonders wichtig. Gerade angesichts des Angriffs auf die Ukraine und des Krieges in Europa wird deutlich, wie bedeutsam es ist, an die Grausamkeiten der Vergangenheit zu erinnern. Gedenken ist wie ein Schild \u2013 es bewahrt die Erinnerung und richtet den Blick in die Zukunft. \u201aNie wieder Krieg\u2018 klingt hier besonders authentisch.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_65086\" style=\"width: 738px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65086\" class=\" wp-image-65086\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_0819_Easy-Resize.com_-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"546\" \/><p id=\"caption-attachment-65086\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Andrea Polanski<\/p><\/div>\n<p>Karoline Gil, Leiterin des Bereichs \u201eIntegration und Medien\u201c am ifa, erg\u00e4nzte:<br \/>\n\u201eWir sind gerade mit unseren IFA-Entsandten, Kulturmanagerinnen und Redakteurinnen in Berlin zu unserem Einf\u00fchrungsseminar zusammengekommen. Dieses f\u00e4llt immer auf den 1. September \u2013 ein sehr wichtiger Tag f\u00fcr ganz Europa, besonders aber f\u00fcr Polen. Wir gedenken des deutschen Angriffs auf Polen 1939. Dieser Tag ist f\u00fcr uns von gro\u00dfer Bedeutung, nicht nur f\u00fcr die Entsandten, sondern f\u00fcr alle, denn von dort aus begann das Unheil. Es ist wichtig, dies symbolisch zu zeigen und zugleich zu reflektieren, welche Bedeutung dieser Tag f\u00fcr Projekte der Erinnerungskultur und f\u00fcr die Zusammenarbeit mit den deutschen Minderheiten hat.\u201c<\/p>\n<h2>Kontroverse in Medien<\/h2>\n<p>Auf rechten Medienportalen in Polen verbreiteten sich schnell Berichte \u00fcber einen angeblichen \u201eSkandal\u201c, ausgerufen von TV Republika \u2013 es wurde suggeriert, die deutsche Regierung habe \u201edas Gedenken an die polnischen Opfer in kurzen Hosen geehrt\u201c oder die Blumenkr\u00e4nze auf unangemessene Weise niedergelegt.<\/p>\n<div id=\"attachment_65089\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65089\" class=\"wp-image-65089 size-large\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Rolf-Nikel_Easy-Resize.com_-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Rolf-Nikel_Easy-Resize.com_-768x1024.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Rolf-Nikel_Easy-Resize.com_-225x300.jpg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Rolf-Nikel_Easy-Resize.com_.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><p id=\"caption-attachment-65089\" class=\"wp-caption-text\">Rolf Nikel Foto: Andrea Polanski<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich zeigen die Bilder, die die Kontroverse ausl\u00f6sten, einen Mann in Bermudashorts, der einen Kranz rein technisch aufstellt, mehrere Stunden vor Beginn der offiziellen Zeremonie, w\u00e4hrend B\u00fchne, Podeste und St\u00e4nder f\u00fcr die Kr\u00e4nze vorbereitet wurden. Die offizielle Kranzniederlegung erfolgte zu der vorgesehenen Zeit (16:00 Uhr) nach diplomatischem Zeremoniell, mit Teilnahme des polnischen Botschafters, deutscher Regierungsvertreter und weiterer offizieller G\u00e4ste.<\/p>\n<div id=\"attachment_65088\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65088\" class=\"size-large wp-image-65088\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Karoline-Gil-mit-Knut-Abraham_Easy-Resize.com_-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><p id=\"caption-attachment-65088\" class=\"wp-caption-text\">Karoline Gil mit Knut Abraham<br \/>Foto: Andrea Polanski<\/p><\/div>\n<p>Die Teilnehmer der Veranstaltung ehrten die polnischen Opfer von Krieg und Besatzung und betonten die volle Verantwortung Deutschlands f\u00fcr diese Trag\u00f6dien. Die falschen Berichte, die bereits vor Beginn der Zeremonie verbreitet wurden, wurden aus dem Kontext gerissen und f\u00fchrten die \u00d6ffentlichkeit in die Irre, wodurch die polnisch-deutschen Beziehungen belastet wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnerung an den 1. September 1939 &nbsp; Mit dem \u00dcberfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. 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