{"id":70703,"date":"2025-09-09T05:00:48","date_gmt":"2025-09-09T03:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/deutschlands-wirtschaft-haushaltsentwurf-verabschiedet-rekordinvestitionen-vs-befurchtungen\/"},"modified":"2025-09-09T05:00:48","modified_gmt":"2025-09-09T03:00:48","slug":"deutschlands-wirtschaft-haushaltsentwurf-verabschiedet-rekordinvestitionen-vs-befurchtungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutschlands-wirtschaft-haushaltsentwurf-verabschiedet-rekordinvestitionen-vs-befurchtungen\/","title":{"rendered":"Deutschlands Wirtschaft: Haushaltsentwurf verabschiedet \u2013 Rekordinvestitionen vs. Bef\u00fcrchtungen"},"content":{"rendered":"<h1>Deutschland: Rekordinvestitionen, aber keine Hoffnung auf Entlastungen. Haushaltsentwurf 2026 und Finanzpl\u00e4ne der Regierung<\/h1>\n<p><strong>In Deutschland wird der Ende letzten Monats von der Regierung verabschiedete Haushaltsentwurf f\u00fcr das Jahr 2026 und der Finanzplan f\u00fcr die kommenden Jahre weiterhin viel diskutiert. Finanzminister Lars Klingbeil verteidigt die enorme Verschuldung des Staatshaushalts und d\u00e4mpft gleichzeitig die Hoffnungen auf erhebliche Entlastungen in den kommenden Jahren. Dies ist eine Folge der fehlenden Milliarden.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>\u201eUnser oberstes Ziel ist es, Arbeitspl\u00e4tze zu sichern und neue Wirtschaftskraft zu schaffen\u201d, betonte Finanzminister Lars Klingbeil. Dabei verwies er auf Rekordinvestitionen in H\u00f6he von 126,7 Milliarden Euro, die unter anderem f\u00fcr die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, Pflege, Bildung und neuen Wohnraum vorgesehen sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_65064\" style=\"width: 558px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65064\" class=\" wp-image-65064\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2021-08-21_Lars_Klingbeil_0039.jpg\" alt=\"\" width=\"548\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2021-08-21_Lars_Klingbeil_0039.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2021-08-21_Lars_Klingbeil_0039-300x221.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2021-08-21_Lars_Klingbeil_0039-768x566.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 548px) 100vw, 548px\" \/><p id=\"caption-attachment-65064\" class=\"wp-caption-text\">Bundesfinanzminister Lars Klingbeil<br \/>Foto: Michael Lucan \/Wikipedia<\/p><\/div>\n<h2><strong>\u00dcber 520 Milliarden Euro f\u00fcr Ausgaben: Deutschlands Haushalt 2026 und wachsende Schulden<\/strong><\/h2>\n<p>Der Haushalt f\u00fcr das Jahr 2026 sieht Ausgaben in H\u00f6he von 520,5 Milliarden Euro vor. Die Verteidigungsausgaben, einschlie\u00dflich der Mittel aus dem Sonderfonds der Bundeswehr, werden auf 108 Milliarden Euro steigen. Zur Finanzierung des Haushalts werden neue Schulden in H\u00f6he von 174,3 Milliarden Euro aufgenommen. Etwa die H\u00e4lfte davon wird aus dem neuen Sonderfonds f\u00fcr Infrastruktur und Klimaschutz sowie aus dem Sonderfonds der Bundeswehr stammen. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 plant die Koalition aus CDU\/CSU und SPD eine Verschuldung von insgesamt fast 850 Milliarden Euro. Dennoch bleibt laut Lars Klingbeil der Druck zur Haushaltskonsolidierung weiterhin hoch. Bereits ab 2027 wird das Haushaltsdefizit Deutschlands mehr als 30 Milliarden Euro betragen, laut seinem Ministerium in den Jahren 2027-2029 sogar 172 Milliarden Euro.<\/p>\n<h2><strong>Entlastungen f\u00fcr die B\u00fcrger: Was sieht der deutsche Haushaltsentwurf f\u00fcr 2026 vor?<\/strong><\/h2>\n<p>Lars Klingbeil wies auf die im Haushaltsentwurf f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr vorgesehenen Entlastungen f\u00fcr die B\u00fcrger hin. Er erw\u00e4hnte unter anderem die Erh\u00f6hung der Pauschale f\u00fcr Fahrten zur Arbeit auf 38 Cent pro Kilometer und die Senkung der Mehrwertsteuer im Gastronomiebereich. Er werde \u201esehr genau beobachten\u201d, ob diese letzte \u00c4nderung von der Gastronomiebranche in Form von Preissenkungen an die Kunden weitergegeben wird. Gleichzeitig machte der deutsche Finanzminister keine gro\u00dfen Hoffnungen auf zus\u00e4tzliche Erleichterungen f\u00fcr die B\u00fcrger nach 2026. Er sagte, er wisse um die Existenz vieler Forderungen nach Erleichterungen, beispielsweise im Bereich Energie und Verkehr. Die Hauptpriorit\u00e4t der Regierung in Berlin m\u00fcsse jedoch die Schlie\u00dfung der milliardenschweren Finanzl\u00fccke sein. Aber: \u201eWenn sich Spielraum ergibt, bin ich offen f\u00fcr jede gute Idee\u201d, betonte Lars Klingbeil.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Finanzminister Lars Klingbeil hob die im Haushaltsentwurf f\u00fcr das kommende Jahr vorgesehenen Steuererleichterungen f\u00fcr B\u00fcrger hervor.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Co-Vorsitzende der Gr\u00fcnen, Felix Banaszak, warf der Koalition aus CDU\/CSU\/SPD hingegen vor, \u201edie wichtigsten Probleme entweder zu verdr\u00e4ngen, zu ignorieren oder irgendwie auf die Zukunft zu verschieben\u201d. \u201eW\u00e4hrend sich die Koalition auf Themen wie die Ausweitung der M\u00fctterrente geeinigt hat, wurden Zukunftsthemen wie der Klimaschutz v\u00f6llig in den Hintergrund gedr\u00e4ngt\u201c, sagte Felix Banaszak. Die Co-Vorsitzende der Partei Die Linke, Ines Schwerdtner, kritisierte die Regierung ihrerseits f\u00fcr die Vorlage eines \u201ereinen R\u00fcstungshaushalts\u201d. Ihrer Meinung nach sei es \u201eeine Farce\u201d, dass die Ausgabenk\u00fcrzungen im Verteidigungsbereich gelockert worden seien, nicht jedoch bei den t\u00e4glichen Bed\u00fcrfnissen der Menschen wie Wohnungsbau oder Bildung.<\/p>\n<h2><strong>Kritik am deutschen Haushaltsentwurf: BDI, ZDH und Oppositionsparteien<\/strong><\/h2>\n<p>Beachtenswert sind auch die \u00c4u\u00dferungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der betonte, dass der von der Regierung verabschiedete \u201eInvestitionshaushalt\u201d ein \u201erichtiges Signal\u201d sei. Allerdings fehle darin \u201edie sichtbare Bereitschaft zu Strukturreformen\u201d. Dies bedeute, dass die Bundesregierung vor einer Phase \u201eunangenehmer, aber notwendiger Entscheidungen \u00fcber weitere Reformen und Einsparungen bei den Konsumausgaben\u201d stehe.<\/p>\n<p>Kritik kam auch vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), der bem\u00e4ngelte, dass im Haushalt f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr \u201ewichtige Versprechen hinsichtlich Erleichterungen f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen nicht ber\u00fccksichtigt wurden\u201d. Dies betrifft beispielsweise die im Koalitionsvertrag angek\u00fcndigte Senkung der Stromsteuer, die vorerst nur f\u00fcr Industrie, Landwirtschaft und Forstwirtschaft gelten soll. Auch eine Senkung der Einkommensteuer fehlt. In dieser Frage \u201emuss die Regierungskoalition dringend nachbessern\u201d, teilte der ZDH mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland: Rekordinvestitionen, aber keine Hoffnung auf Entlastungen. 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