{"id":70699,"date":"2025-09-09T13:00:50","date_gmt":"2025-09-09T11:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/jedwabno-zu-ehren-von-dr-kohler-2\/"},"modified":"2025-09-09T13:00:50","modified_gmt":"2025-09-09T11:00:50","slug":"jedwabno-zu-ehren-von-dr-kohler-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/jedwabno-zu-ehren-von-dr-kohler-2\/","title":{"rendered":"Jedwabno. Zu Ehren von Dr. Kohler"},"content":{"rendered":"<h1>Sein Werk dient den Menschen bis heute<\/h1>\n<p><strong>Die Gemeinde Jedwabno und die Kreisgemeinschaft Neidenburg aus Deutschland ehrten das Andenken an Dr. Ottmar Kohler, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Einwohner von Jedwabno und den umliegenden D\u00f6rfern behandelte.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Dr. Kohler initiierte den Bau eines Krankenhauses in Jedwabno, des heutigen Gesundheitszentrums. Nach 1900 beschloss der Kreis Neidenburg, einen auf Augenheilkunde spezialisierten Arzt einzustellen, um eine gef\u00e4hrliche Augenkrankheit zu bek\u00e4mpfen, die unter Sch\u00fclern weit verbreitet war: Granulose. Die Wahl fiel auf Dr. Ottmar Kohler. Er stammte aus Bayern, studierte Medizin in M\u00fcnchen und absolvierte sein Praktikum in einem Krankenhaus in Ostpreu\u00dfen. Kohler nahm die Stelle im Kreis Neidenburg an und er\u00f6ffnete dar\u00fcber hinaus eine private Arztpraxis in Jedwabno. Er wohnte und praktizierte in einem Geb\u00e4ude gegen\u00fcber der evangelischen Kirche, das bis heute existiert. Dr. Kohler war bei den Einwohnern der Umgebung sehr beliebt. Er war ein ausgezeichneter Arzt und hatte dar\u00fcber hinaus eine au\u00dfergew\u00f6hnlich menschliche Haltung gegen\u00fcber seinen Patienten.<\/p>\n<div id=\"attachment_65209\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65209\" class=\"size-full wp-image-65209\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wojt-i-Ulrich-Pokraka-odslaniaja-tablice_Easy-Resize.com_-e1757406133626.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"595\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wojt-i-Ulrich-Pokraka-odslaniaja-tablice_Easy-Resize.com_-e1757406133626.jpg 590w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wojt-i-Ulrich-Pokraka-odslaniaja-tablice_Easy-Resize.com_-e1757406133626-297x300.jpg 297w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Wojt-i-Ulrich-Pokraka-odslaniaja-tablice_Easy-Resize.com_-e1757406133626-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><p id=\"caption-attachment-65209\" class=\"wp-caption-text\">Der B\u00fcrgermeister und Ulrich Pokraka enth\u00fcllen die Gedenktafel<br \/>Foto: Gemeinde Jedwabno<\/p><\/div>\n<h2><strong>Arzt aus Berufung und Erbauer eines Krankenhauses<\/strong><\/h2>\n<p>Dank Kohlers Bem\u00fchungen wurde 1906 in Jedwabno eine Apotheke er\u00f6ffnet. Er nutzte seine Position und setzte sich beim damaligen Landrat von Neidenburg, Dr. Bansi, f\u00fcr den Bau eines Krankenhauses in Jedwabno ein. Seine Bem\u00fchungen waren erfolgreich: Das Krankenhaus entstand in den Jahren 1908\u20131909 an der Kreuzung der Landstra\u00dfen Willenberg\u2013Passenheim und Ortelsburg\u2013Neidenburg. Das Grundst\u00fcck f\u00fcr den Bau stellte die evangelische Gemeinde zur Verf\u00fcgung. Die feierliche Einweihung fand im Februar 1910 statt. Das Krankenhaus verf\u00fcgte \u00fcber 17 Betten, eine Isolierstation und eine Desinfektionsanlage.<\/p>\n<p>Dr. Kohler erlebte die Er\u00f6ffnung seiner Einrichtung jedoch nicht mehr. Er starb pl\u00f6tzlich am 4. Januar 1908 an einem Herzinfarkt, im Alter von nur 50 Jahren. Er wurde auf dem \u00f6rtlichen evangelischen Friedhof beigesetzt, sein Grab ist bis heute erhalten.<\/p>\n<h2><strong>Gemeinsame Erinnerung von Polen und Deutschen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Gedenkfeier am 18. Juli begann auf dem evangelischen Friedhof am Grab von Dr. Kohler, wo Pastor Witold Twardzik und Pfarrer Roman Lompa gemeinsam mit Einwohnern und Delegationen f\u00fcr den verstorbenen Arzt und f\u00fcr den Frieden zwischen den V\u00f6lkern beteten. Der Gemeindevorsteher von Jedwabno, S\u0142awomir Ambroziak, w\u00fcrdigte die Pers\u00f6nlichkeit des Arztes.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend legten der Vorsitzende Ulrich Pokraka, seine Stellvertreterin Ute Kondritz und der Gemeindevorsteher S\u0142awomir Ambroziak im Namen der Gemeinde Jedwabno Blumen in den Nationalfarben Deutschlands und Polens auf dem Grab des Arztes nieder.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Die Feier begann auf dem evangelischen Friedhof am Grab von Dr. Kohler. Pastor Witold Twardzik und Pfarrer Roman Lompa sprachen gemeinsam mit Einwohnern und Delegationen Gebete f\u00fcr den verstorbenen Arzt und f\u00fcr den Frieden zwischen den V\u00f6lkern.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Feierlichkeiten wurden anschlie\u00dfend beim Gesundheitszentrum fortgesetzt, wo die renovierte Fassade und eine Tafel mit der Geschichte des Geb\u00e4udes feierlich enth\u00fcllt und geweiht wurden.<\/p>\n<p>Die Gemeinde Jedwabno geh\u00f6rte einst zum Kreis Neidenburg. An der Spitze der Kreisgemeinschaft steht derzeit Ulrich Pokraka. Seine famili\u00e4ren Wurzeln reichen bis nach Dembowitz, einem heute nicht mehr existierenden Dorf in der Gemeinde Jedwabno, das am Ufer des Flusses Omulef gegen\u00fcber von Schuttschen lag.<\/p>\n<p>Dr. Ottmar Kohler erlebte die Geburt seines Sohnes, ebenfalls Ottmar, nicht mehr, der erst nach seinem Tod zur Welt kam. Auch er war als ein seinen Mitmenschen zugeneigter Mensch bekannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Text: Gemeinde Jedwabno<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sein Werk dient den Menschen bis heute Die Gemeinde Jedwabno und die Kreisgemeinschaft Neidenburg aus Deutschland ehrten das Andenken an Dr. Ottmar Kohler, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Einwohner von Jedwabno und den umliegenden D\u00f6rfern behandelte.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":65209,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224],"tags":[5432,5433,5434,5435],"redaktor":[],"class_list":["post-70699","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-de","tag-dr-ottmar-kohler","tag-jedwabno","tag-krankenhaus","tag-lekarz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70699"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=70699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}