{"id":70607,"date":"2025-09-20T14:00:48","date_gmt":"2025-09-20T12:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/teresa-ebis-zeigt-beuthen-voller-details-und-geschichte-2\/"},"modified":"2025-09-20T14:00:48","modified_gmt":"2025-09-20T12:00:48","slug":"teresa-ebis-zeigt-beuthen-voller-details-und-geschichte-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/teresa-ebis-zeigt-beuthen-voller-details-und-geschichte-2\/","title":{"rendered":"Teresa Ebis zeigt Beuthen voller Details und Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit Teresa Ebis, Autorin des Blogs und Instagram-Accounts \u201eBies Bytomski\u201d, sprach Andrea Polanski dar\u00fcber, wie es ihr gelingt, verborgene Perlen der Architektur von Beuthen zu entdecken, \u00fcber die Rolle der Einwohner und lokalen Reisef\u00fchrer bei der Wiederentdeckung der Stadt und \u00fcber Orte, die den Charakter Beuthens am besten widerspiegeln.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>Wir treffen uns heute auf dem Marktplatz von Beuthen, direkt neben dem ber\u00fchmten Denkmal des schlafenden L\u00f6wen von Theodor Kalide. Aber wir werden heute nicht \u00fcber ihn sprechen, sondern \u00fcber das, was uns umgibt \u2013 Beuthen und seine Mietsh\u00e4user. Einige kennen dich vielleicht durch den Blog und Instagram-Account \u201eBies Bytomski\u201d, auf dem du Bytom ausf\u00fchrlich vorstellst \u2013 vom Detail bis zum Gesamtbild. Wir sitzen hier und bewundern die Mietsh\u00e4user. Erinnerst du dich an den Moment, als du zum ersten Mal von einem Beuthener Mietshaus begeistert warst?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dieser Moment ist in mir allm\u00e4hlich gereift. Als ich 2008 meine Arbeit In einem Designstudio begann, erhielten wir viele Auftr\u00e4ge im Zusammenhang mit historischer Architektur. Einer davon war die Bestandsaufnahme und der Modernisierungsentwurf f\u00fcr ein Mietshaus in der ul. Gliwicka 25. Es ist ein wundersch\u00f6nes neugotisches Geb\u00e4ude mit Jugendstilelementen, einer Eule und einer Sonne im Giebel. Gerade damals beeindruckte mich die Sch\u00f6nheit der Architektur in Beuthen zum ersten Mal so sehr. Trotz der Zerst\u00f6rungen begeisterte es mich mit seinem Treppenhaus, den geschnitzten Details, den Stuckarbeiten im Flur und den originalen Fu\u00dfb\u00f6den.<\/p>\n<div id=\"attachment_65655\" style=\"width: 449px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65655\" class=\" wp-image-65655\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/teresa-bies_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"659\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/teresa-bies_Easy-Resize.com_.jpg 853w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/teresa-bies_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/teresa-bies_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/teresa-bies_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><p id=\"caption-attachment-65655\" class=\"wp-caption-text\">Teresa Ebis, Autorin des Blogs und Instagram-Accounts \u201eBies Bytomski\u201d.<br \/>Foto: Andrea Polanski<\/p><\/div>\n<p><strong>Wie ich bereits in deinem Blog gelesen habe, bist du seit Generationen in Beuthen zu Hause. Wie hat sich deine Leidenschaft f\u00fcr die Entdeckung der Stadtgeschichte entwickelt?<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Zeit habe ich mich immer tiefer in diese Mietsh\u00e4user hineingearbeitet. Je mehr Gelegenheit ich hatte, ihre Details von innen zu betrachten, desto gr\u00f6\u00dfer wurde meine Neugierde, was ich noch alles in Beuthens Geb\u00e4uden entdecken k\u00f6nnte. Im Laufe der Jahre keimte und entwickelte sich dies in mir.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich habe ich einen Fotoblog gegr\u00fcndet, auf dem ich Fotos dieser sch\u00f6nen Orte ver\u00f6ffentlichte. Ich teilte mit anderen, was ich bei meiner Arbeit sehen konnte, und zeigte ihnen Innenr\u00e4ume, die normalerweise nicht zug\u00e4nglich sind. Im Jahr 2017 hatte ich das Gef\u00fchl, dass es ein guter Zeitpunkt war, etwas Gr\u00f6\u00dferes zu schaffen. So entstand Bies Bytomski \u2013 ein wenig gegen den Rat einer Freundin, die damals behauptete, Beuthen sei schmutzig, grau, langweilig und d\u00fcster. Das hat mich nachdenklich gemacht, denn mein Beuthen, das ich sehe, ist ganz anders. Ich wollte es anderen so zeigen, wie ich es sehe und empfinde.<\/p>\n<p><strong>Anl\u00e4sslich des GZM-Festivals hatte ich die Gelegenheit, an deiner F\u00fchrung entlang der ehemaligen Grenze zwischen Beuthen und Rossberg teilzunehmen. Noch vor einigen Jahren wurde Beuthen nicht als \u201eStadt, die man besichtigen sollte\u201d angesehen. Wann und wie kam es zu diesem Wendepunkt?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist schwierig, einen bestimmten Zeitpunkt f\u00fcr diesen Wendepunkt zu nennen, es handelt sich eher um einen Prozess, der sich allm\u00e4hlich entwickelt hat. Bevor ich selbst angefangen habe, F\u00fchrungen zu geben, gab es in Beuthen bereits verschiedene Initiativen f\u00fcr Spazierg\u00e4nge. Diese wurden sowohl von lokalen Aktivisten als auch von der Stadt organisiert. Es gab auch Spazierg\u00e4nge durch Kleinfeld, die von der Fabryka Inicjatyw Lokalnych vorbereitet wurden. Erst 2018 f\u00fchrte ich meine erste Gruppe von Spazierg\u00e4ngern anl\u00e4sslich des Weltkongresses der Beuthener. Etwa zwei Jahre sp\u00e4ter kam eine Gruppe von Liebhabern der mobilen Fotografie, Mobile Photo Trip, nach Beuthen. Sie waren so begeistert von Beuthen, dass sie ein Jahr sp\u00e4ter zu einer zweit\u00e4gigen Fotoreise zur\u00fcckkehrten. Und wieder verlie\u00dfen sie Beuthen begeistert. Seitdem habe ich sehr oft Fotogruppen zu Gast in Beuthen.<\/p>\n<p><strong>Sind unter den Besuchern \u00fcberwiegend Einwohner von Beuthen, der Agglomeration oder Touristen aus anderen Teilen Polens?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind die meisten Teilnehmer der Spazierg\u00e4nge Einwohner von Beuthen. Aber aus Erfahrung wei\u00df ich, dass auch Menschen aus ganz Polen kommen \u2013 aus Breslau, Lodz, Posen, Krakau und sogar aus Warschau. Alle sind von der Architektur und Geschichte Beuthens fasziniert. Ich hatte auch die Gelegenheit, einen Gast aus Deutschland zu f\u00fchren, der ebenfalls von dieser Stadt verzaubert war und bis heute gerne hierher zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eMein gr\u00f6\u00dfter Traum ist es, dass die Einwohner von Beuthen stolz auf ihren Wohnort sind. Ich m\u00f6chte, dass sie Touristen auf der Stra\u00dfe begegnen und voller \u00dcberzeugung sagen k\u00f6nnen: Ja, ich lebe hier und bin stolz auf die Architektur dieser Stadt, auf ihre Geschichte und ihre Zukunft.\u201d<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>W\u00e4hrend der F\u00fchrung betraten wir mehrere Treppenh\u00e4user. Wie gelingt es dir, einen Blick in die Treppenh\u00e4user und Innenr\u00e4ume zu werfen? Ist es die Offenheit der Bewohner, die Hilfe der Stadtverwaltung?<\/strong><\/p>\n<p>Ich komme vor allem dank der Freundlichkeit der Bewohner und Verwalter in die Mietsh\u00e4user. Daf\u00fcr bin ich ihnen sehr dankbar, denn ohne ihre Offenheit w\u00e4re es nicht m\u00f6glich, so viele au\u00dfergew\u00f6hnliche Innenr\u00e4ume zu zeigen. Es sind Menschen, die wie die Spazierg\u00e4nger die Sch\u00f6nheit der historischen Architektur erkennen und sie teilen m\u00f6chten. Oft pr\u00e4sentieren sie stolz ihre Treppenh\u00e4user, Stuckarbeiten oder Details, weil sie glauben, dass es sich lohnt, das zu verbreiten, was in Beuthen immer noch untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht der Prozess der Informationsbeschaffung \u00fcber die Mietsh\u00e4user aus \u2013 insbesondere \u00fcber Details wie den Herstellungsort der Fliesen?<\/strong><\/p>\n<p>Dabei hilft mir meine t\u00e4gliche Arbeit im Designstudio. Wir besch\u00e4ftigen uns haupts\u00e4chlich mit historischen Geb\u00e4uden, in der Regel handelt es sich um Bauarbeiten, aber es gibt auch Auftr\u00e4ge f\u00fcr Renovierungen oder Fassadenkonservierungsprogramme. Was die Details der Innenausstattung betrifft, zum Beispiel Keramikverkleidungen, suche ich oft in alten Katalogen oder in Blogs anderer Enthusiasten nach Informationen. Manchmal st\u00f6bere ich in Antiquit\u00e4tenl\u00e4den und Internetauktionen, wo man nicht nur Fotos alter Fliesen finden kann, sondern auf deren R\u00fcckseite auch die Signaturen der Hersteller sieht.<\/p>\n<p><strong>Was ist dein gr\u00f6\u00dfter Traum in Bezug auf Beuthen und seine Architektur?<\/strong><\/p>\n<p>Mein gr\u00f6\u00dfter Traum ist es, dass die Einwohner von Beuthen stolz auf ihren Wohnort sind. Ich m\u00f6chte, dass sie Touristen auf der Stra\u00dfe begegnen und voller \u00dcberzeugung sagen k\u00f6nnen: \u201eJa, ich lebe hier und bin stolz auf die Architektur dieser Stadt, auf ihre Geschichte und ihre Zukunft.\u201c Ich glaube, dass Beuthen noch ein besseres Geschichtskapitel vor sich hat als das, was wir heute sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Teresa Ebis, Autorin des Blogs und Instagram-Accounts \u201eBies Bytomski\u201d, sprach Andrea Polanski dar\u00fcber, wie es ihr gelingt, verborgene Perlen der Architektur von Beuthen zu entdecken, \u00fcber die Rolle der Einwohner und lokalen Reisef\u00fchrer bei der Wiederentdeckung der Stadt und \u00fcber Orte, die den Charakter Beuthens am besten widerspiegeln.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":65657,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224],"tags":[2487,5542,5543,5544,3418,5545],"redaktor":[],"class_list":["post-70607","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-de","tag-beuthen","tag-bies-bytomskie","tag-blogerka","tag-bloggerin","tag-bytom","tag-teresa-ebis"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70607"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70607\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70607"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=70607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}