{"id":70604,"date":"2025-09-21T10:00:53","date_gmt":"2025-09-21T08:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/musik-im-blut-2\/"},"modified":"2025-09-21T10:00:53","modified_gmt":"2025-09-21T08:00:53","slug":"musik-im-blut-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/musik-im-blut-2\/","title":{"rendered":"Musik im Blut"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit Karolina Trela, einer prominenten und charismatischen K\u00fcnstlerin der deutschen Minderheit und Leiterin des \u00f6ffentlichen Kindergartens \u201eGebr\u00fcder Grimm\u201c in Leschnitz, sprach Krzysztof \u015awierc.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>Du geh\u00f6rst seit Jahren zu den beliebtesten K\u00fcnstlern der deutschen Minderheit. Das hast du unter anderem dadurch best\u00e4tigt, dass du einen der prestigetr\u00e4chtigen Wettbewerbe gewonnen hast, die von unseren Medien veranstaltet werden. Erz\u00e4hle uns bitte: Wie und wann entstand bei dir die Leidenschaft f\u00fcr die Musik, das Spielen von Instrumenten und vor allem f\u00fcr das Singen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Leidenschaft f\u00fcr das Singen, Auftreten und Spielen von Musikinstrumenten wurde mir in die Wiege gelegt. Ich erinnere mich, dass ich schon als 6-j\u00e4hriges Kind, als ich auf einem Fest der deutschen Minderheit in Gro\u00df Stein war, den Moderiator sagen h\u00f6rte, dass Kinder, die etwas singen und einen Preis erhalten m\u00f6chten, gerne auf die B\u00fchne kommen k\u00f6nnten. Sofort, ohne nachzudenken, eilte ich auf die B\u00fchne. Einen Moment lang war meine Mutter entsetzt, weil ich pl\u00f6tzlich aus ihrem Blickfeld verschwunden war, aber nach einer Weile sah sie mich auf der B\u00fchne singen und atmete erleichtert auf. In diesem Moment erhielt ich meinen ersten gro\u00dfen Applaus von dem zahlreichen Publikum! Ich platzte vor Stolz und meine Eltern merkten, wie sehr ich das Singen und Auftreten liebe.<\/p>\n<div id=\"attachment_65465\" style=\"width: 707px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65465\" class=\" wp-image-65465\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Annaberg-1_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"697\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Annaberg-1_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Annaberg-1_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Annaberg-1_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Annaberg-1_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><p id=\"caption-attachment-65465\" class=\"wp-caption-text\">Karolina Trela in Annaberg<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Als 6-j\u00e4hriges Kind zeigtest du damals gro\u00dfe Spontaneit\u00e4t, aber auch einen Mut, der dich bis heute auszeichnet. Hattest du denn kein bisschen Angst?<\/strong><\/p>\n<p>Das hat mich meine Mutter damals auch gefragt. Meine Antwort war: Wovor soll ich denn Angst haben? Ich hatte wirklich keine Angst, keine Scham und keinen Druck, denn ich hatte ja schon im Kindergarten gesungen. Ich versp\u00fcrte nur eine gro\u00dfe Lust, aufzutreten, zu singen und nat\u00fcrlich, wie ein Kind, einen Preis zu bekommen.<\/p>\n<p><strong>Und wann bist du zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass du eine Gabe, eine Ausstrahlung und ein B\u00fchnentalent hast, f\u00fcr das du vom Publikum geliebt wirst?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe es nicht selbst verstanden. Und vielleicht w\u00e4re ich nie zu der \u00dcberzeugung gekommen, dass ich ein Talent habe, wenn mein Musiklehrer in der Grundschule, der inzwischen verstorbene Jan Herba, nicht gewesen w\u00e4re. Er war es, der mich darauf aufmerksam machte, dass ich unter anderem eine Begabung f\u00fcr das Singen hatte, und au\u00dferdem sagte er meiner Mutter immer wieder, sie solle das Talent ihrer Tochter nicht verschwenden. Er forderte sie auch auf, mir zu helfen, die Talente zu entwickeln, von denen er dachte, dass ich sie bes\u00e4\u00dfe. Herr Jan Herba dachte nicht nur an das Singen, sondern auch an das Erlernen von Instrumenten, was mir leicht fiel. Ich erinnere mich auch, dass er von meiner Mutter verlangte, mich zum Musikschulunterricht zu fahren. Er \u201eerpresste\u201c meine Mutter geradezu damit, dass er mich zu diesem Unterricht selbst fahren w\u00fcrde, wenn sie es nicht t\u00e4te.<\/p>\n<div id=\"attachment_65466\" style=\"width: 694px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65466\" class=\" wp-image-65466\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-2_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"684\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-2_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-2_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-2_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-2_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 684px) 100vw, 684px\" \/><p id=\"caption-attachment-65466\" class=\"wp-caption-text\">Karolina Trela in ihrem Wohnort in Leschnitz<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Was war das Ergebnis dieses Gespr\u00e4chs?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Mutter fuhr mich fortan regelm\u00e4\u00dfig zur Musikschule und Herr Herba meldete mich auch noch in der Folkloregruppe Spod Buczyny an. Dabei stellte er mir die Aufgabe, einige Liedtexte zu lernen und zur Begleitung einer Tanzkapelle zu singen. Das hat mir sehr viel Spa\u00df gemacht, ebenso wie die Tatsache, dass wir bei verschiedenen Wettbewerben und Festivals auftraten. Irgendwann, als ich schon in der Oberschule war und immer noch in der Gruppe sang und verschiedene Veranstaltungen moderierte, sagte mein Bandkollege Jan Malaka zu mir: Du magst und kannst singen. Und wenn das so ist, h\u00e4ttest du dann nicht gerne deine eigene Musikband? Ohne zu \u00fcberlegen, habe ich geantwortet: Ja, ja, ja! Und ich f\u00fcgte hinzu, dass ich schon immer davon getr\u00e4umt hatte, aber ich wusste nicht, mit wem ich eine Band gr\u00fcnden k\u00f6nnte. Janek aber sah kein Problem und antwortete: Gr\u00fcndet sie mit mir. Wenn du ja sagst, wird es eine Band geben, und wir nennen sie My (Wir) \u2013 und so kam es dann auch.<\/p>\n<p><strong>Das war der Moment, in dem deine k\u00fcnstlerische Karriere begann, sich schneller und in deinem Sinne zu entwickeln.<\/strong><\/p>\n<p>Oh ja. Gleich am n\u00e4chsten Tag kam Janek Malaka mit einer Liste von Liedern zu mir, die ich mir aussuchen konnte, um sie zu singen. Das tat ich, und wir begannen zu \u00fcben und regelm\u00e4\u00dfig zu proben, bis der Moment f\u00fcr unseren ersten Auftritt kam. Er fand auf einem Dorffest in Krempa statt. Ich erinnere mich noch gut daran \u2013 unsere Emotionen kochten hoch, wir wollten so gut wie m\u00f6glich abschneiden, was uns unter gro\u00dfen Druck setzte, denn wir hatten die Messlatte hoch gelegt. Andererseits waren wir sehr gl\u00fccklich, dass wir uns pr\u00e4sentieren konnten. Das Adrenalin erreichte den Zenit, aber das Ergebnis war ein Traum \u2013 wir haben dem Publikum sehr gut gefallen. So sehr, dass wir Einladungen zu weiteren Events dieser Art bekamen, und so sang ich in der Band My, bis ich 19 war.<\/p>\n<div id=\"attachment_65468\" style=\"width: 701px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65468\" class=\" wp-image-65468\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/na-luzaka-1_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"691\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/na-luzaka-1_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/na-luzaka-1_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/na-luzaka-1_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/na-luzaka-1_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 691px) 100vw, 691px\" \/><p id=\"caption-attachment-65468\" class=\"wp-caption-text\">Auch bekannte K\u00fcnstlerinnen ben\u00f6tigen mal eine Auszeit-mit Kaffee und guter Lekt\u00fcre<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Wie ging es weiter? Du hast nicht mit dem Singen aufgeh\u00f6rt\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Nein, aber es sah zun\u00e4chst danach aus, denn meine Priorit\u00e4ten wurden das Abitur, das Studium und die Familie, die ich gegr\u00fcndet hatte. Da habe ich mir gesagt: Karolina, Singen ist dir wohl doch nicht verg\u00f6nnt. Aber tief in mir sp\u00fcrte ich, dass ich singen wollte, dass es immer noch in mir schwelte, wie ein schlafender Vulkan, und dass es eines Tages mit verdoppelter Energie und Kraft ausbrechen w\u00fcrde. Ich wusste auch, dass ich, wenn das geschieht und ich wieder singe, eine Solistin sein wollte, die selbst entscheidet, wann, wo und wie sie singt. Gl\u00fccklicherweise machte mein Bandkollege Janek es mir leicht. Er war so ein guter Freund und Mensch, dass er sagte: OK, wenn du alleine sein willst und selbst entscheiden willst, wann und wo du singst, dann werde ich\u00a0 dir helfen. Ich werde dir ein paar Backing Tracks machen, die es dir viel leichter machen, diesen Traum zu verwirklichen. So geschah es dann auch und meine Leidenschaft f\u00fcr das Singen entflammte erneut, denn als das Erntefest in Roswadze bevorstand, schlug ich selbst vor, dass ich dort singen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Und das Ergebnis?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bekam die Gelegenheit dazu \u2013 und ich trat so gut auf, dass ich von da an alle m\u00f6glichen Auftrittsangebote erhielt, die ich auch gerne annahm. Das war mein erfolgreiches Comeback auf der B\u00fchne und beim Singen.<\/p>\n<div id=\"attachment_65469\" style=\"width: 651px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65469\" class=\" wp-image-65469\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-1_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"641\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-1_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-1_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-1_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-1_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><p id=\"caption-attachment-65469\" class=\"wp-caption-text\">Beruflich leitet Karolina Trela den Kindergarten in Leschnitz<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Dennoch und trotz der Tatsache, dass du dich \u00fcber\u00a0 viele Jahre k\u00fcnstlerisch erfolgreich weiterentwickeln und dein K\u00f6nnen stetig verbessern konntest, hast du lange gebraucht, um an den Punkt zu gelangen, an dem du ein Album deiner Tr\u00e4ume aufnehmen konntest. Hierbei bist du nicht dazu gekommen, in den wichtigen Charts bestimmter Radio- und Fernsehsender pr\u00e4sent zu werden. Was glaubst du, war der Grund daf\u00fcr? Was hat dich zur\u00fcckgehalten?<\/strong><\/p>\n<p>Die Unsicherheit und die Angst, dass ich vielleicht doch nicht so gut bin wie die anderen, und wenn ich mich mit meinem Song oder meiner Performance auf ein breiteres Terrain wagen wollte, k\u00f6nnte es sein, dass ich auf Missfallen sto\u00dfe, dass ich scheitere, dass ich abgelehnt werde. Trotzdem habe ich weiter getr\u00e4umt und daran gearbeitet, den n\u00e4chsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Ich brauchte jedoch eine Art Ansto\u00df, der mich befl\u00fcgelte und mir ein Tor \u00f6ffnete, um meine Karriere voranzutreiben.<\/p>\n<p><strong>Und dieser Ansto\u00df kam.<\/strong><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise ja! Und zwar nachdem ich die zweite Ausgabe des Wettbewerbs von Wochenblatt.pl f\u00fcr den beliebtesten K\u00fcnstler der deutschen Minderheit gewonnen hatte. Und das, obwohl die Konkurrenz enorm war. Denn es waren auch viel etabliertere, bekanntere und erkennbarere K\u00fcnstler als ich mit dabei. Viele von ihnen hatten auch ein umfangreicheres k\u00fcnstlerisches Schaffen als ich, und trotzdem habe ich gewonnen! Ich muss wohl niemanden davon \u00fcberzeugen, wie gl\u00fccklich ich war und wie viel Genugtuung ich immer noch empfinde.<\/p>\n<div id=\"attachment_65470\" style=\"width: 482px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65470\" class=\" wp-image-65470\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-2_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"708\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-2_Easy-Resize.com_.jpg 853w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-2_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-2_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-2_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><p id=\"caption-attachment-65470\" class=\"wp-caption-text\">Passend zur deutsche Minderheit ist der Kindergarten nach den Gebr\u00fcdern Grimm benannt<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Es war auch ein Neuanfang f\u00fcr dich, denn vieles in deinem k\u00fcnstlerischen Leben hat sich zum Positiven ver\u00e4ndert.<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Meine Karriere nahm vom Fleck weg an Farbe, Geschwindigkeit und Qualit\u00e4t zu, es begann nach Erfolg zu riechen. Ich fing an, Songs und Musikvideos zu produzieren und nahm mein erstes Album auf. Ich war stolz darauf, dass es vorw\u00e4rts ging! Um mich herum herrschte ein echter Trubel, nat\u00fcrlich im positiven Sinne.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht dein k\u00fcnstlerisches Leben jetzt aus und was sind deine n\u00e4chsten Pl\u00e4ne?<\/strong><\/p>\n<p>Ich nehme Songs auf, gehe zu Shootings, ich bekomme viele Angebote, habe Pl\u00e4ne und Projekte. Zurzeit arbeite ich an meinem n\u00e4chsten Musikvideo, mit dem ich das Publikum in den Woiwodschaften Schlesien und Oppeln ansprechen m\u00f6chte. Worum es in dem Lied geht, m\u00f6chte ich noch nicht verraten. Ich kann nur sagen, dass ich es selbst geschrieben habe und es einen Samba-Rhythmus hat. Gleichzeitig bereite ich mein zweites Album vor, das Lieder in deutscher oder schlesischer Sprache enthalten wird, woran ich nach wie vor festhalte. Ich habe aber auch ein Lied in deutscher Sprache geschrieben, f\u00fcr das die Musik bereits vorbereitet ist und das jeden Moment aufgenommen wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_65467\" style=\"width: 673px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65467\" class=\" wp-image-65467\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-3_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"663\" height=\"442\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-3_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-3_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-3_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Lesnica-3_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 663px) 100vw, 663px\" \/><p id=\"caption-attachment-65467\" class=\"wp-caption-text\">In Leschnitz ist sie bereits eine Art lokale Ber\u00fchmtheit<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Ich wei\u00df, dass das Lied auf Deutsch f\u00fcr einen besonderen Anlass vorbereitet ist, der dir besonders wichtig ist&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Das ist richtig. Konkret ist es f\u00fcr ein Konzert im Oktober dieses Jahres in Gogolin geplant, das dem 35-j\u00e4hrigen Bestehen der Oppelner SKGD gewidmet sein wird.<\/p>\n<p><strong>Neben deiner k\u00fcnstlerischen Arbeit bist du auch Leiterin des \u00f6ffentlichen Kindergartens Gebr\u00fcder Grimm in Leschnitz. Sag\u2018 uns bitte, wie habt ihr die Zeit der Diskriminierung der deutschen Sprache als Minderheitensprache \u00fcberstanden?<\/strong><\/p>\n<p>In meiner Gemeinde Leschnitz haben wir diese Ungerechtigkeit zum Gl\u00fcck nicht zu sp\u00fcren bekommen, denn unser B\u00fcrgermeister \u0141ukasz Jastrzembski hat uns immer dabei unterst\u00fctzt, weiter Deutsch zu lernen. Dadurch hatten wir die gleiche Anzahl von Unterrichtsstunden wie vor der Einf\u00fchrung dieser Diskriminierung. Ich wei\u00df, wovon ich spreche, denn mein Kind geht auf die Grundschule und hat in dieser ungl\u00fcckseligen Zeit noch von zus\u00e4tzlichen Deutschstunden profitiert. In dem Kindergarten, in dem ich arbeite, war es genauso. Mehr noch, ich habe die Kinder w\u00e4hrend dieser ungl\u00fccklichen Zeit pers\u00f6nlich in Deutsch unterrichtet. Sp\u00e4ter habe ich eine fantastische neue Lehrerin eingestellt, mit der wir gemeinsam daf\u00fcr sorgen, dass den Kindern Deutsch beigebracht wird. Damit es mit viel Mumm und Spa\u00df vermittelt wird, damit es den Kindern gef\u00e4llt, sie auszeichnet und dazu f\u00fchrt, dass sie stolz darauf sind, anstatt zu sagen, dass zum Beispiel Englisch besser ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_65471\" style=\"width: 466px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65471\" class=\" wp-image-65471\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-3_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"684\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-3_Easy-Resize.com_.jpg 853w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-3_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-3_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/przedszkole-3_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><p id=\"caption-attachment-65471\" class=\"wp-caption-text\">Auch Erwachsene sind manchmal noch Kindern im Inneren<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Was h\u00e4ltst du von der Wiedereinf\u00fchrung von Deutsch als Minderheitensprache mit 3 Stunden pro Woche?<\/strong><\/p>\n<p>Der Gerechtigkeit wurde Gen\u00fcge getan. Die Normalit\u00e4t ist zur\u00fcckgekehrt. Eine Abnormit\u00e4t, die gar nicht erst h\u00e4tte passieren d\u00fcrfen, ist verschwunden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Karolina Trela, einer prominenten und charismatischen K\u00fcnstlerin der deutschen Minderheit und Leiterin des \u00f6ffentlichen Kindergartens \u201eGebr\u00fcder Grimm\u201c in Leschnitz, sprach Krzysztof \u015awierc.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":65465,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6045,5625,4229],"tags":[5115,5532,3096,2446,2430,5533,5534],"redaktor":[],"class_list":["post-70604","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildung","category-kultur-de","category-kulturbildung-de","tag-karolina-trela","tag-leschnitz","tag-lesnica","tag-musik","tag-muzyka","tag-piosenkarka","tag-saengerin"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70604"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70604\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70604"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=70604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}