{"id":70599,"date":"2025-09-22T05:00:48","date_gmt":"2025-09-22T03:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/recycling-von-plastikflaschen-und-dosen-2\/"},"modified":"2025-09-22T05:00:48","modified_gmt":"2025-09-22T03:00:48","slug":"recycling-von-plastikflaschen-und-dosen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/recycling-von-plastikflaschen-und-dosen-2\/","title":{"rendered":"Recycling von Plastikflaschen und Dosen"},"content":{"rendered":"<h1>Recht: Das sollten Sie wissen<\/h1>\n<p><strong>Unmarkierte Verpackungen, auch wenn sie identisch mit den pfandpflichtigen aussehen, unterliegen nicht dem Pfand. In den ersten Tagen oder sogar Wochen nach Einf\u00fchrung des Systems werden in den Gesch\u00e4ften vermutlich unmarkierte Flaschen und Dosen \u00fcberwiegen \u2013 und eine pfandpflichtige Flasche zu finden, k\u00f6nnte einem Lottogewinn gleichkommen.<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Es wird sicherlich viele Fragen dazu geben, welche Plastikflaschen und Metalldosen pfandpflichtig sind und welche nicht. Grunds\u00e4tzlich unterliegen alle Plastikflaschen \u2013 von den kleinsten bis zu den 3-Liter-Flaschen \u2013 der Pfandpflicht, sofern sie ein Getr\u00e4nk enthalten. Diejenigen, die vor dem 1. Oktober in den Verkauf gelangt sind, tragen jedoch kein Pfandlogo. Es hat keinen Sinn, sie zu sammeln, da niemand daf\u00fcr bezahlt \u2013 selbst wenn man sie nach dem 1. Oktober kauft. Sie geh\u00f6ren weiterhin in den gelben Sack bzw. Beh\u00e4lter.<\/p>\n<div id=\"attachment_65672\" style=\"width: 478px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65672\" class=\" wp-image-65672\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/362236712_731542502109549_5916216205165367895_n_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"702\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/362236712_731542502109549_5916216205165367895_n_Easy-Resize.com_.jpg 854w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/362236712_731542502109549_5916216205165367895_n_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/362236712_731542502109549_5916216205165367895_n_Easy-Resize.com_-683x1024.jpg 683w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/362236712_731542502109549_5916216205165367895_n_Easy-Resize.com_-768x1151.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><p id=\"caption-attachment-65672\" class=\"wp-caption-text\">Rechtsberater \u0141ukasz Kuczy\u0144ski<br \/>Foto: J.K.<\/p><\/div>\n<h2><strong>Welche Flaschen und Dosen sind pfandpflichtig?<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn sich ein Hersteller, der nur eine geringe Anzahl von Getr\u00e4nkeflaschen in den Verkehr bringt, entscheidet, lieber eine Produktgeb\u00fchr zu zahlen, muss er seine Produkte nicht am Pfandsystem beteiligen \u2013 sie tragen dann kein Pfandzeichen. Ausgenommen von der Verpflichtung sind au\u00dferdem Flaschen f\u00fcr Milchgetr\u00e4nke \u2013 Milch, Joghurt, Kefir oder Fruchtcocktails. Auch sie fallen nicht unter das Pfandsystem. Ebenso wird f\u00fcr Dosen, die etwas anderes als ein Getr\u00e4nk enthalten (z. B. So\u00dfe, Tomatenmark), kein Pfand erhoben.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dosen gilt (zumindest vorerst) eine Gr\u00f6\u00dfenbeschr\u00e4nkung: Nur solche bis zu 1 Liter sind pfandpflichtig.<\/p>\n<p>Noch komplizierter wird es bei Glasverpackungen. Das Gesetz sieht n\u00e4mlich nur Pfand f\u00fcr Mehrwegflaschen vor. In der Praxis k\u00f6nnte es also sein, dass einige Brauereien ihr Bier in Einweg-Glasflaschen verkaufen und andere in wiederverwendbaren Pfandflaschen, obwohl sich die Verpackungen au\u00dfer dem Pfandlogo nicht unterscheiden. Entscheidend ist ausschlie\u00dflich die Kennzeichnung auf dem Etikett.<\/p>\n<p>Um eine Dose oder Flasche zur\u00fcckzugeben, muss kein Kassenbon vorgelegt werden. Das Pfand kann in jedem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckerstattet werden, das solche Getr\u00e4nke verkauft und eine Verkaufsfl\u00e4che von mehr als 200 m\u00b2 hat. Nicht nur in Lebensmittelgesch\u00e4ften, sondern auch z. B. in Drogerien, Haushaltswarengesch\u00e4ften und sogar \u2013 was nicht unumstritten ist \u2013 in Apotheken. Manche H\u00e4ndler sehen die Teilnahme am Pfandsystem jedoch als unn\u00f6tige Belastung, insbesondere wenn Getr\u00e4nke nur einen geringen Teil ihres Umsatzes ausmachen. Einige haben bereits angek\u00fcndigt, den Verkauf von Getr\u00e4nken ganz einzustellen oder auf Kartons umzusteigen, die nicht pfandpflichtig sind.<\/p>\n<p>Viele kleinere Gesch\u00e4fte \u2013 insbesondere Lebensmittelm\u00e4rkte mit einer Verkaufsfl\u00e4che unter 200 m\u00b2 \u2013 werden aus Angst vor Kundenverlusten freiwillig entsprechend gekennzeichnete Flaschen und Dosen zur\u00fccknehmen. In Einkaufszentren werden Recyclingautomaten aufgestellt, die gleich mehrere Gesch\u00e4fte bedienen.<\/p>\n<h2><strong>Getr\u00e4nkepreise und Pfand<\/strong><\/h2>\n<p>Auf dem Preisschild im Regal wird in der Regel der Preis ohne Pfand angegeben. Einige Gesch\u00e4fte planen jedoch, zus\u00e4tzlich den Pfandbetrag anzugeben, etwa mit dem Hinweis: \u201e+ 0,50 PLN Pfand\u201d. Eine Pflicht dazu gibt es nicht. Das Pfand wird an der Kasse \u2013 ob bedient oder Selbstbedienung \u2013 hinzugef\u00fcgt und auf dem Bon gesondert ausgewiesen. Alternativ wird an der Kasse der Betrag verrechnet, den der Kunde durch das Einwerfen der Flaschen oder Dosen in den Recyclingautomaten und den Erhalt eines entsprechenden Bons zur\u00fcckbekommt.<\/p>\n<p>Anfangs werden die Kunden in den Gesch\u00e4ften vermutlich zwischen pfandpflichtigen und nicht pfandpflichtigen Verpackungen w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Denn die H\u00e4ndler d\u00fcrfen Getr\u00e4nke mit alten Etiketten noch bis Ende des Jahres in Verkehr bringen \u2013 sie werden verkauft, bis die Best\u00e4nde aufgebraucht sind oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abl\u00e4uft.<\/p>\n<div id=\"attachment_65674\" style=\"width: 658px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65674\" class=\" wp-image-65674\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/abd148e9-f5c0-4dc0-b021-dd7bc3bcba3a.webp\" alt=\"\" width=\"648\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/abd148e9-f5c0-4dc0-b021-dd7bc3bcba3a.webp 1200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/abd148e9-f5c0-4dc0-b021-dd7bc3bcba3a-300x169.webp 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/abd148e9-f5c0-4dc0-b021-dd7bc3bcba3a-1024x576.webp 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/abd148e9-f5c0-4dc0-b021-dd7bc3bcba3a-768x432.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><p id=\"caption-attachment-65674\" class=\"wp-caption-text\">Die neue Pfandregelung in Polen tritt ab 01.Oktober in Kraft<br \/>Foto: Daniel Bockwoldt\/dpa<\/p><\/div>\n<p>Heute stehen vor manchen gro\u00dfen Gesch\u00e4ften bereits Recyclingautomaten (umgangssprachlich auch Flaschenautomaten genannt), in die man im Rahmen von Pilotprojekten Flaschen und Dosen einwerfen kann. Einige Gesch\u00e4fte zahlen daf\u00fcr symbolische Betr\u00e4ge, z. B. 0,10 PLN pro Flasche. Ab dem 1. Oktober wird dies voraussichtlich nicht mehr der Fall sein. Dann nehmen die Automaten nur pfandpflichtige Flaschen und Dosen an und geben statt Bargeld einen Bon aus. Dieser kann in der jeweiligen Filiale gegen Bargeld eingetauscht oder beim Einkauf verrechnet werden. Wichtig: Dosen und Flaschen d\u00fcrfen vor dem Einwurf nicht zerdr\u00fcckt werden, da das Ger\u00e4t das Pfandlogo auf dem Etikett scannen muss.<\/p>\n<p>Einige Superm\u00e4rkte haben bereits begonnen, die Sammlung nach den bisherigen Regeln einzustellen und stellen die Automaten auf das neue Pfandsystem um. Ab dem 1. Oktober erhalten wir dort eine Quittung ausschlie\u00dflich f\u00fcr die im neuen System zur\u00fcckgegebenen Pfandverpackungen.<\/p>\n<h2><strong>Was empfehlen Experten?<\/strong><\/h2>\n<p>H\u00f6chstwahrscheinlich wird es nicht m\u00f6glich sein, nicht pfandpflichtige Flaschen und Dosen in die Automaten zu werfen \u2013 auch nicht kostenlos \u2013 und schon gar nicht, daf\u00fcr Geld zu bekommen. Dennoch ist nicht sicher, ob die B\u00fcrger aufh\u00f6ren werden, solche Verpackungen in die M\u00e4rkte zu bringen. Deshalb empfehlen Experten, zus\u00e4tzliche Beh\u00e4lter f\u00fcr nicht pfandpflichtige Flaschen und Dosen aufzustellen, damit sie nicht den Eingangsbereich der Gesch\u00e4fte verschmutzen, erkl\u00e4rt Piotr Mazurek, Experte der Konf\u00f6deration Lewiatan f\u00fcr Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<p>Werden die Gesch\u00e4fte in den ersten Tagen Mitarbeiter neben die Automaten stellen, um weniger ge\u00fcbten Kunden zu helfen?<\/p>\n<p>\u201eEher nicht, vor allem in kleineren Gesch\u00e4ften, da dort nur wenige Mitarbeiter besch\u00e4ftigt sind, die viele andere Aufgaben haben. In gr\u00f6\u00dferen M\u00e4rkten k\u00f6nnten anfangs Sicherheitsmitarbeiter im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten Unterst\u00fctzung leisten\u201d, sagt Maciej Ptaszy\u0144ski, Vorsitzender der Polnischen Handelskammer. Schwieriger werde es f\u00fcr kleine Gesch\u00e4fte, die sich statt eines teuren Recyclingautomaten f\u00fcr einen Scanner entscheiden, der das Pfand erfasst \u2013 denn dann muss jede Flasche und jede Dose einzeln gescannt werden.<\/p>\n<h2><strong>Glasflaschen sp\u00e4ter im Pfandsystem<\/strong><\/h2>\n<p>W\u00e4hrend Plastikflaschen und Dosen ab dem 1. Oktober zur\u00fcckgegeben werden k\u00f6nnen, gilt dies f\u00fcr Glasflaschen voraussichtlich erst einige Monate sp\u00e4ter. Die Vorschriften verlangen, dass Mehrweg-Glasflaschen ab dem 1. Januar 2026 ins neue Pfandsystem aufgenommen werden. Das bestehende System wird durch ein komplexeres und teureres ersetzt. Getr\u00e4nke in Einwegflaschen werden hingegen wie bisher verkauft. Paradoxerweise k\u00f6nnte es also dazu kommen, dass Mehrweg-Bierflaschen verschwinden, weil der Umstieg auf Einwegflaschen einfacher ist, bef\u00fcrchtet der Vorsitzende der Polnischen Handelskammer.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>W\u00e4hrend Plastikflaschen und Dosen ab dem 1. Oktober zur\u00fcckgegeben werden k\u00f6nnen, gilt dies f\u00fcr Glasflaschen voraussichtlich erst einige Monate sp\u00e4ter.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eWichtig f\u00fcr die Kunden ist: Diese Mehrweg-Glasflaschen, die nach den alten Regeln mit Pfand gekauft wurden, k\u00f6nnen noch ein Jahr lang, maximal bis Ende 2026, zu den bisherigen Bedingungen im Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgegeben werden\u201d, so Piotr Mazurek.<\/p>\n<p>Aus Kundensicht \u00e4ndert sich daher im Oktober in Bezug auf Pfandglas nichts. Mehrfach verwendete Flaschen k\u00f6nnen weiterhin zur\u00fcckgegeben werden, wenn man den Kassenbon vorlegt, der den Kauf in diesem Gesch\u00e4ft best\u00e4tigt. Ab dem 1. Januar k\u00f6nnen sie auch ohne Bon zur\u00fcckgegeben werden \u2013 sofern das Flaschenetikett mit einem Pfandlogo versehen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>\u0141ukasz Kuczy\u0144ski<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Recht: Das sollten Sie wissen Unmarkierte Verpackungen, auch wenn sie identisch mit den pfandpflichtigen aussehen, unterliegen nicht dem Pfand. In den ersten Tagen oder sogar Wochen nach Einf\u00fchrung des Systems werden in den Gesch\u00e4ften vermutlich unmarkierte Flaschen und Dosen \u00fcberwiegen \u2013 und eine pfandpflichtige Flasche zu finden, k\u00f6nnte einem Lottogewinn gleichkommen.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":65674,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4232],"tags":[3652,5551,2070,5498,5552],"redaktor":[],"class_list":["post-70599","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-de","tag-lukasz-kuczynski","tag-pfand","tag-prawo","tag-recht","tag-recykling"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70599"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=70599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}