{"id":70595,"date":"2025-09-22T15:21:37","date_gmt":"2025-09-22T13:21:37","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/unterstutzung-dialog-und-herausforderungen-fur-minderheiten\/"},"modified":"2025-09-22T15:21:37","modified_gmt":"2025-09-22T13:21:37","slug":"unterstutzung-dialog-und-herausforderungen-fur-minderheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/unterstutzung-dialog-und-herausforderungen-fur-minderheiten\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung, Dialog und Herausforderungen f\u00fcr Minderheiten"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Au\u00dfensitzung der Gemeinsamen Kommission von Regierung und nationalen und ethnischen Minderheiten in Oppeln<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Heute (22. September) war die Gemeinsame Kommission der Regierung und nationaler und ethnischer Minderheiten zu Gast in Oppeln. Jede Au\u00dfensitzung der Kommission ist sehr wichtig, da sie den direkten Kontakt mit dem Umfeld der Minderheiten in der jeweiligen Woiwodschaft erm\u00f6glicht. In diesem Fall handelt es sich um die Woiwodschaft Oppeln, und das Treffen fand vor allem im Umfeld der deutschen und der Roma-Minderheit statt, die die gr\u00f6\u00dften Minderheiten in der Region sind.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eDank der Au\u00dfensitzung der Kommission kann sich die Kommission dar\u00fcber informieren, was die jeweilige Minderheit tut, welchen Beitrag und welche Errungenschaften sie hat, aber auch, mit welchen Problemen sie zu k\u00e4mpfen hat. Dieses Treffen ist umso interessanter, da die Minderheitenorganisationen heute einen solchen Kontakt erwarten und er sogar dringend notwendig ist\u201c, sagt Ryszard Galla, Regierungsbeauftragter f\u00fcr nationale und ethnische Minderheiten. An dieser Stelle sei hinzugef\u00fcgt, dass die deutsche Minderheit der Kommission ihre Errungenschaften in vielen Bereichen pr\u00e4sentiert. Unter anderem stellte sie zwei Institutionen vor, die vor einigen Jahren gegr\u00fcndet wurden und auf die sie stolz ist: das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen sowie das Forschungszentrum f\u00fcr die deutsche Minderheit.<\/p>\n<h2><strong>Der richtige Moment<\/strong><\/h2>\n<p>Das Roma-Umfeld nutzte die Au\u00dfensitzung der Kommission vor allem, um seine Bed\u00fcrfnisse zu signalisieren: \u201eDeshalb war die Sitzung der Kommission in Oppeln der richtige Moment, in dem die Vertreter der Roma ihre Errungenschaften pr\u00e4sentieren und gleichzeitig um bestimmte L\u00f6sungen bitten konnten. Es geht zum Beispiel um die Einrichtung eines Roma-Kulturzentrums in Oppeln, um das die Roma-Gemeinschaft seit vielen Jahren bem\u00fcht ist. Ich hoffe, dass diese Sitzung dazu beitragen wird, dass die Regierung sich den Problemen der Roma annimmt und versucht, sie zu l\u00f6sen\u201c, berichtet Ryszard Galla.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Ryszard Galla: \u201eDank der Au\u00dfensitzung der Kommission kann sich die Kommission dar\u00fcber informieren, was die jeweilige Minderheit tut, welchen Beitrag und welche Errungenschaften sie hat, aber auch, mit welchen Problemen sie zu k\u00e4mpfen hat. Dieses Treffen ist umso interessanter, da die Minderheitenorganisationen heute einen solchen Kontakt erwarten und er sogar dringend notwendig ist.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Diskriminierung der nationalen Minderheit<\/strong><\/h2>\n<p>Eine Bewertung der Situation der Minderheiten in der Woiwodschaft Oppeln wagte <strong>exklusiv f\u00fcr <em>Neues Wochenblatt.pl<\/em> <\/strong>Wanda Nowicka, Vorsitzende der Kommission f\u00fcr nationale und ethnische Minderheiten: \u201eIch bin der Meinung, dass die Situation der Minderheiten in der Woiwodschaft Oppeln besser ist als noch vor drei Jahren. Die deutsche Minderheit, die sehr gut organisiert ist, hat in der Region eine starke Position. Noch vor drei Jahren, unter der vorherigen Regierung, war sie stark diskriminiert, und Kinder deutscher Herkunft wurden um zwei Stunden Unterricht in der deutschen Sprache als Minderheitssprache gebracht. Zum Gl\u00fcck hat sich das ge\u00e4ndert, und derzeit ist die Situation deutlich besser. Ich habe auch erfahren, dass gute Programme f\u00fcr die Roma vorbereitet wurden. Das ist wichtig, denn wir wissen, dass die Situation dieser Minderheit in Polen insgesamt nicht die beste ist.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_65708\" style=\"width: 659px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65708\" class=\" wp-image-65708\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/KWF5077_Easy-Resize.com_-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/KWF5077_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/KWF5077_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/KWF5077_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/KWF5077_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><p id=\"caption-attachment-65708\" class=\"wp-caption-text\">Die Gemeinsame Kommission von Regierung und nationalen und ethnischen Minderheiten tagte am Montag in Oppeln.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2><strong>\u201eDamit mehr Geld zur Verf\u00fcgung steht\u201c<\/strong><\/h2>\n<p>An dieser Stelle ist zu betonen, dass die Gemeinsame Kommission der Regierung und nationaler und ethnischer Minderheiten ein gesetzgebendes sowie \u00fcberwachendes und kontrollierendes Organ ist. Der Hauptakteur in der Minderheitenpolitik ist jedoch selbstverst\u00e4ndlich die Regierung, die bestimmte Mittel bereitstellt: \u201eNat\u00fcrlich wollen wir in der Kommission immer, dass mehr Geld zur Verf\u00fcgung steht. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Deshalb weisen wir stets darauf hin, dass die Bed\u00fcrfnisse gr\u00f6\u00dfer sind als die M\u00f6glichkeiten. Au\u00dferdem achten wir darauf, wie die Regierung in dieser Angelegenheit handelt. Unter der vorherigen Koalition waren wir in der Opposition zur vorherigen Regierung und haben trotzdem mehrfach gegen die sprachliche Diskriminierung der deutschen Minderheit protestiert. Man muss jedoch wissen, dass die Kommission keine Exekutivbefugnisse hat. Wir k\u00f6nnen nur auf Probleme hinweisen, appellieren, dass es besser wird, und \u00fcberwachen, wie das Recht umgesetzt wird\u201c, betont Wanda Nowicka.<\/p>\n<h2><strong>Die gr\u00f6\u00dfte in Polen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Vorsitzende der Kommission wies auch darauf hin, dass die deutsche Minderheit eine gesetzlich anerkannte Minderheit ist, die gr\u00f6\u00dfte in Polen, und dass sie naturgem\u00e4\u00df mehr M\u00f6glichkeiten sowie personelle Ressourcen hat: \u201eMan darf auch die Unterst\u00fctzung der deutschen Minderheit in Polen durch ihr Heimatland \u2013 Deutschland \u2013 nicht vergessen, was ihre Situation sicherlich verbessert. Andere kleinere Minderheiten haben solche M\u00f6glichkeiten nicht. Nehmen wir zum Beispiel die wei\u00dfrussische Minderheit \u2013 Unterst\u00fctzung von Lukaschenko ist kaum zu erwarten. Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die deutsche Minderheit sehr effektiv ist. Sie handelt erfolgreich und verf\u00fcgt \u00fcber ein erhebliches personelles und finanzielles Potenzial. Ihr sei daf\u00fcr Lob gezollt. Ich hoffe auch, dass sich die deutsche Minderheit in Polen immer wohler f\u00fchlen wird\u201c, fasste Wanda Nowicka zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au\u00dfensitzung der Gemeinsamen Kommission von Regierung und nationalen und ethnischen Minderheiten in Oppeln Heute (22. September) war die Gemeinsame Kommission der Regierung und nationaler und ethnischer Minderheiten zu Gast in Oppeln. Jede Au\u00dfensitzung der Kommission ist sehr wichtig, da sie den direkten Kontakt mit dem Umfeld der Minderheiten in der jeweiligen Woiwodschaft erm\u00f6glicht. 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