{"id":70562,"date":"2025-09-26T15:00:13","date_gmt":"2025-09-26T13:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/rezept-oma-kastners-schlesische-pilzsuppe-2\/"},"modified":"2025-09-26T15:00:13","modified_gmt":"2025-09-26T13:00:13","slug":"rezept-oma-kastners-schlesische-pilzsuppe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/rezept-oma-kastners-schlesische-pilzsuppe-2\/","title":{"rendered":"Rezept: Oma Kastners schlesische Pilzsuppe"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Eine kulinarische Reise in die Vergangenheit<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Wie jedes Jahr um diese Zeit steht Niederschlesien im Pilzfieber. Auch wir halten Ausschau nach frischen Pilzen, jedoch ohne den Druck, einen prall gef\u00fcllten Korb heimzutragen. Allein der Spaziergang im Wald, sein Rauschen, der Duft \u2013 das ist schon Belohnung genug. Und wenn uns hier und da ein Maronenr\u00f6hrling, Butterpilz oder gar Steinpilz begegnet, zaubert allein die Aussicht auf ein kulinarisches Festmahl zu Hause ein breites L\u00e4cheln ins Gesicht.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Pilzesammeln ist bei uns Familientradition. Und die Pilze lieben Niederschlesien \u2013 eine Liebe, die vollkommen erwidert wird. Erfahrene Sammler h\u00fcten ihre Fundstellen wie ein Staatsgeheimnis. Ein wenig befremdlich, denn schlie\u00dflich geh\u00f6rt der Wald doch allen. Menschenmengen, die lautstark durch den Forst ziehen, sind nicht meine Welt. Lieber suche ich Orte, an denen mir eher ein Hirsch als ein Mensch begegnet. Zwei, h\u00f6chstens drei Stunden in der Natur reichen v\u00f6llig, um gen\u00fcgend Pilze f\u00fcr ein Essen zu sammeln, die N\u00e4he zum Wald zu genie\u00dfen und nebenbei alle Muskeln zu trainieren \u2013 Pilzesammeln ist schlie\u00dflich Leichtathletik in reinster Form.<\/p>\n<div id=\"attachment_65861\" style=\"width: 527px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65861\" class=\" wp-image-65861\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250921_150922_Easy-Resize.com_-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"517\" height=\"517\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250921_150922_Easy-Resize.com_-300x300.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250921_150922_Easy-Resize.com_-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250921_150922_Easy-Resize.com_-150x150.jpg 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250921_150922_Easy-Resize.com_-768x768.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250921_150922_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><p id=\"caption-attachment-65861\" class=\"wp-caption-text\">Wie jedes Jahr um diese Zeit steht Niederschlesien im Pilzfieber.<br \/>Foto: M. Janik<\/p><\/div>\n<p>So habe ich im September, unterwegs auf dem Land, nat\u00fcrlich auch den einen oder anderen Wald durchstreift. Nach einem ersten Abstecher in der Gegend von Militsch (Milicz) kam ich mit aromatischen Troph\u00e4en zur\u00fcck, die unter anderem als Basis f\u00fcr eine feine Sauce dienten. In dieser Woche war eine Pilzsuppe an der Reihe. Ich habe meine Lieblingsvariante gekocht \u2013 mit Graupen. Sorgf\u00e4ltig geputzte Waldpilze wurden mit Zwiebeln in Butter angeschwitzt, anschlie\u00dfend mit Fleischbr\u00fche und Graupen aufgef\u00fcllt, und nach zwanzig Minuten stand eine dampfende Suppe auf dem Tisch.<\/p>\n<div id=\"attachment_65863\" style=\"width: 496px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65863\" class=\" wp-image-65863\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/SDB-Kattowitzer-Zeitung-1941-Nr.-253-Pilzgraupen_Easy-Resize.com_-300x185.jpg\" alt=\"\" width=\"486\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/SDB-Kattowitzer-Zeitung-1941-Nr.-253-Pilzgraupen_Easy-Resize.com_-300x185.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/SDB-Kattowitzer-Zeitung-1941-Nr.-253-Pilzgraupen_Easy-Resize.com_-1024x630.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/SDB-Kattowitzer-Zeitung-1941-Nr.-253-Pilzgraupen_Easy-Resize.com_-768x473.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/SDB-Kattowitzer-Zeitung-1941-Nr.-253-Pilzgraupen_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 486px) 100vw, 486px\" \/><p id=\"caption-attachment-65863\" class=\"wp-caption-text\">Kattowitzer Zeitung 1941, Nr. 253: Pilzgraupen.<br \/>Foto: M. Janik<\/p><\/div>\n<p>Pilze sind eine willkommene Abwechslung nicht nur auf dem heimischen Speisezettel, sondern auch in der Restaurantk\u00fcche. Nahrhaft, reich an B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor und Magnesium, dabei kalorienarm \u2013 f\u00fcr viele sind sie damit ein echtes Superfood. Mit Salzkartoffeln serviert schmecken sie hervorragend, und das Gericht ist im Handumdrehen fertig.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Im Originalrezept fehlen Mengenangaben \u2013 und das ist vielleicht auch gut so. Denn Kochen ist keine Apotheke. Vielmehr geht es darum, die Zutaten nach eigenem Geschmack abzustimmen und beim Zubereiten Freude zu haben.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Da die Pilzsaison auf ihrem H\u00f6hepunkt ist, m\u00f6chte ich ein Familienrezept weitergeben, das ich vor einiger Zeit von einem Bekannten erhalten habe. Die Pilze f\u00fcr die urspr\u00fcngliche Version stammten wohl aus der Umgebung von Pilchowitz, der Heimat von Michaels Schwiegermutter. Von mir kam noch ein kleiner Akzent hinzu: ein L\u00f6ffel saure Sahne und etwas Schnittlauch zum Verfeinern der Suppe. Wir lieben es, mit Geschm\u00e4ckern zu spielen. Ich hoffe, dass Gro\u00dfmutter Kastner und Michael nichts dagegen gehabt h\u00e4tten. Umso sch\u00f6ner ist es, auf diese Weise einen weiteren Geschmack des alten Niederschlesien wiederentdeckt zu haben.<br \/>\nIm Originalrezept fehlen Mengenangaben \u2013 und das ist vielleicht auch gut so. Denn Kochen ist keine Apotheke. Vielmehr geht es darum, die Zutaten nach eigenem Geschmack abzustimmen und beim Zubereiten Freude zu haben \u2013 mit einer ordentlichen Portion famili\u00e4rem Charme.<\/p>\n<h2><strong>Schlesische Pilzsuppe nach Oma Kastner<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_65865\" style=\"width: 527px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65865\" class=\" wp-image-65865\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250922_213326_Easy-Resize.com_-300x290.jpg\" alt=\"\" width=\"517\" height=\"499\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250922_213326_Easy-Resize.com_-300x290.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250922_213326_Easy-Resize.com_-1024x989.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250922_213326_Easy-Resize.com_-768x742.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_20250922_213326_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><p id=\"caption-attachment-65865\" class=\"wp-caption-text\">Schlesische Pilzsuppe nach Oma Kastner<br \/>Foto: M. Janik<\/p><\/div>\n<h3><strong>Zutaten:<\/strong><\/h3>\n<p>300 g Pilze (Steinpilze, Reizker, Maronenr\u00f6hrlinge)<br \/>\n200 g Kartoffeln, gew\u00fcrfelt<br \/>\n3 EL M\u00f6hren, geraspelt<br \/>\n3 EL Sellerie, geraspelt<br \/>\n3 Zwiebeln<br \/>\n1 l Gem\u00fcsebr\u00fche<br \/>\nPeperoni, getrocknet<br \/>\n40 g Mehl<br \/>\n30 g Butter<br \/>\nSalz, Pfeffer<br \/>\nPetersilie, zum Garnieren<\/p>\n<h3><strong>Zubereitung:<\/strong><\/h3>\n<p>Pilze putzen und klein schneiden \u2013 nicht zu klein.<br \/>\nPilze in der Gem\u00fcsebr\u00fche ca. 20 Minuten kochen (Champignons etwas l\u00e4nger).<br \/>\nVon Anfang an 2\u20133 ganze Zwiebeln und kleine Kartoffelw\u00fcrfel mitkochen und je nach Geschmack auch eine getrocknete Peperoni. Diese Kartoffelw\u00fcrfel verkochen und machen die Suppe s\u00e4mig.<br \/>\nNach 20 Minuten kommen grob geraspelte M\u00f6hren, grob geraspelter Sellerie und erneut ein paar Kartoffelw\u00fcrfel hinein. Weitere 10\u201315 Minuten kochen, bis alles weich ist.<br \/>\nEine Mehlschwitze zubereiten, anbr\u00e4unen und in die kochende Suppe einr\u00fchren.<br \/>\nMit wenig Salz (da die Gem\u00fcsebr\u00fche bereits salzig ist) und mit Pfeffer abschmecken. In die Teller gehackte Petersilie einstreuen.<\/p>\n<p><strong>Mein Tipp:<\/strong> Ein L\u00f6ffel saure Sahne und etwas Schnittlauch verfeinern die Pilzsuppe.<\/p>\n<p>Lasst uns also Pilze sammeln gehen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kulinarische Reise in die Vergangenheit Wie jedes Jahr um diese Zeit steht Niederschlesien im Pilzfieber. Auch wir halten Ausschau nach frischen Pilzen, jedoch ohne den Druck, einen prall gef\u00fcllten Korb heimzutragen. Allein der Spaziergang im Wald, sein Rauschen, der Duft \u2013 das ist schon Belohnung genug. 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