{"id":70410,"date":"2025-10-04T09:00:18","date_gmt":"2025-10-04T07:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/experten-prognostizieren-belebung-der-deutschen-wirtschaft\/"},"modified":"2025-10-04T09:00:18","modified_gmt":"2025-10-04T07:00:18","slug":"experten-prognostizieren-belebung-der-deutschen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/experten-prognostizieren-belebung-der-deutschen-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Experten prognostizieren Belebung der deutschen Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Eine Mischung aus Hoffnung und Sorge<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Nach Einsch\u00e4tzung f\u00fchrender Wirtschaftsinstitute am Rhein wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr ein sp\u00fcrbares Wachstum verzeichnen. Doch nach Ansicht der Experten geschieht dies ausschlie\u00dflich dank der enormen Ausgaben der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Dennoch sind die Prognosen optimistisch, denn das deutsche BIP soll deutlich steigen \u2013 um 1,3 Prozent.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus heben die Institute in ihrem Herbstgutachten f\u00fcr die Bundesregierung hervor, dass die Konjunktur in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2027 noch st\u00e4rker anziehen d\u00fcrfte \u2013 n\u00e4mlich um weitere 1,4 Prozent. Bedeutet dies, dass die deutschen Unternehmen nun optimistischer in die Zukunft blicken? Nicht unbedingt. Deutlich sp\u00fcrbar ist eine Mischung aus Freude, Hoffnung und Besorgnis.<\/p>\n<h2><strong>Wackelige Beine<\/strong><\/h2>\n<p>Die Sorgen sind umso gr\u00f6\u00dfer, als in diesem Jahr \u2013 nach zwei Jahren Rezession \u2013 lediglich eine symbolische Erholung von 0,2 Prozent prognostiziert wird:<br \/>\n\u201eIch habe keine Zweifel \u2013 die deutsche Wirtschaft steht weiterhin auf wackeligen Beinen\u201c, erkl\u00e4rte Geraldine Dany-Knedlich, Leiterin der Konjunkturanalyse am Deutschen Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Und sie f\u00fcgte hinzu: \u201eJa, wir erwarten in den kommenden zwei Jahren eine sp\u00fcrbare Erholung. Doch die anhaltenden strukturellen Schw\u00e4chen werden dazu f\u00fchren, dass diese Verbesserung nicht dauerhaft sein wird.\u201c<\/p>\n<p>Aus diesem Grund appellieren die Autoren des Berichts mit dem Titel <strong>\u201eExpansive Finanzpolitik kaschiert Wachstumsschw\u00e4che\u201c<\/strong> an die CDU\/CSU-SPD-Koalition, die Anstrengungen zur St\u00e4rkung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des deutschen Marktes und der Unternehmen zu intensivieren. In dem Gutachten findet sich zudem ein Zw\u00f6lf-Punkte-Plan f\u00fcr Strukturreformen, die die Wirtschaft der Bundesrepublik st\u00e4rken und auf k\u00fcnftige Herausforderungen vorbereiten sollen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eNach Meinung der Fachleute bremsen die nachlassenden Auslandsbestellungen f\u00fcr deutsche Waren \u2013 verursacht durch geringere Wettbewerbsf\u00e4higkeit und h\u00f6here Z\u00f6lle \u2013 die wirtschaftliche Erholung zus\u00e4tzlich.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Experten betonen auch, dass die erh\u00f6hten Staatsausgaben f\u00fcr Infrastruktur die Binnenkonjunktur deutlich ankurbeln. Gleichzeitig weisen sie jedoch darauf hin, dass diese Ma\u00dfnahmen in Wirklichkeit die anhaltenden strukturellen Probleme lediglich \u00fcberdecken:<br \/>\n\u201eDie wirtschaftlichen Perspektiven verschlechtern sich, was sich in der erwarteten Abschw\u00e4chung des Wachstums des Produktionspotenzials widerspiegelt\u201c, warnen die deutschen Wirtschaftsforscher.<\/p>\n<h2><strong>Wachstum durch Binnenkonsum<\/strong><\/h2>\n<p>Nach Ansicht der Analysten bremsen die hohen Energie- und Arbeitskosten in der Bundesrepublik \u2013 im internationalen Vergleich je Produktionseinheit \u2013, der Mangel an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften sowie der weitere R\u00fcckgang der Wettbewerbsf\u00e4higkeit die langfristigen Wachstumsaussichten.<\/p>\n<div id=\"attachment_66116\" style=\"width: 509px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66116\" class=\" wp-image-66116\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Katherina_Reiche_CDU_Parteitag_2014_by_Olaf_Kosinsky-5-264x300.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Katherina_Reiche_CDU_Parteitag_2014_by_Olaf_Kosinsky-5-264x300.jpg 264w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Katherina_Reiche_CDU_Parteitag_2014_by_Olaf_Kosinsky-5-768x874.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Katherina_Reiche_CDU_Parteitag_2014_by_Olaf_Kosinsky-5.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><p id=\"caption-attachment-66116\" class=\"wp-caption-text\">Katherina Reiche, Bundesministerin f\u00fcr Wirtschaft (seit Mai 2025).<br \/>Foto: Olaf Koschinsky\/Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Auch wenn die Dienstleistungen, insbesondere im \u00f6ffentlichen Sektor, in den kommenden zwei Jahren deutlich an Fahrt aufnehmen d\u00fcrften, wird die Industrieproduktion diesem Tempo wohl nicht folgen k\u00f6nnen. Hinzu kommt: Die nachlassenden Auslandsbestellungen f\u00fcr deutsche Waren \u2013 bedingt durch geringere Wettbewerbsf\u00e4higkeit und h\u00f6here Z\u00f6lle \u2013 bremsen die wirtschaftliche Erholung zus\u00e4tzlich. Deshalb tr\u00e4gt ein deutlicher Anstieg der Exporte derzeit nicht zur Konjunktur bei.<\/p>\n<p>Die Erholung, die vor allem durch umfangreiche Staatsausgaben gest\u00fctzt wird, konzentriert sich in erster Linie auf den Binnenmarkt. Im April hatten die Regierungsberater noch prognostiziert, dass die deutsche Wirtschaft 2025 um lediglich 0,1 Prozent wachsen werde, w\u00e4hrend f\u00fcr 2026 ein Plus von 1,3 Prozent erwartet wurde.<\/p>\n<p>Die sogenannte <strong>Gemeinschaftsdiagnose (GD)<\/strong> wurde vor allem vom DIW in Berlin, dem Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, dem ifo-Institut in M\u00fcnchen sowie den Instituten RWI in Essen und IWH in Halle erarbeitet.<\/p>\n<p>Ob sich die aktuellen Prognosen jedoch als zutreffend erweisen, wird sich erst zeigen. Zumal die wirtschaftliche Lage \u2013 \u00e4hnlich wie die weltpolitische \u2013 in den vergangenen Jahren sehr dynamisch war und oft kaum vorhersehbar blieb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Mischung aus Hoffnung und Sorge Nach Einsch\u00e4tzung f\u00fchrender Wirtschaftsinstitute am Rhein wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr ein sp\u00fcrbares Wachstum verzeichnen. 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