{"id":70333,"date":"2025-10-16T11:00:53","date_gmt":"2025-10-16T09:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/20-jahre-gemeinsame-kommission-der-regierung-und-der-nationalen-und-ethnischen-minderheiten\/"},"modified":"2025-10-16T11:00:53","modified_gmt":"2025-10-16T09:00:53","slug":"20-jahre-gemeinsame-kommission-der-regierung-und-der-nationalen-und-ethnischen-minderheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/20-jahre-gemeinsame-kommission-der-regierung-und-der-nationalen-und-ethnischen-minderheiten\/","title":{"rendered":"20 Jahre Gemeinsame Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Jubil\u00e4um ohne Regierungschef<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Am 21. September 2025 j\u00e4hrte sich die erste Sitzung der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten zum 20. Mal. Aus diesem Anlass richtete Grzegorz Kuprianowicz, der Ko-Vorsitzende auf Seiten der Minderheiten, einen Brief an Regierungschef Donald Tusk, in dem er die Bedeutung dieses Gremiums f\u00fcr die Minderheitengemeinschaften in Polen hervorhob.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie Gr\u00fcndung der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten vor 20 Jahren war f\u00fcr die Minderheiten in Polen ein Signal einer neuen Qualit\u00e4t in den Beziehungen zwischen dem Staat und diesen Gemeinschaften\u201c, schreibt Kuprianowicz in seinem Brief.<br \/>\nWie er betont, bedeutete die Einsetzung der Kommission eine St\u00e4rkung der Minderheiten, die in den Mitgliedern der Kommission gesetzlich legitimierte Vertreter erhielten, die ein offizielles Mandat besa\u00dfen, im Namen ihrer Gemeinschaften aufzutreten.<br \/>\n\u201eDas bedeutete, dass Angeh\u00f6rige der Minderheiten nicht nur als einzelne B\u00fcrger, sondern als Gemeinschaften behandelt wurden, die ihre Position artikulieren und Partner der staatlichen Beh\u00f6rden sein k\u00f6nnen\u201c, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<h2><strong>Eine weltweit einzigartige Institution<\/strong><\/h2>\n<p>Kuprianowicz weist darauf hin, dass die Struktur der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten weltweit einzigartig sei, da in ihr Vertreter der Minderheiten und der Regierung gleichberechtigt zusammenarbeiten.<br \/>\nTrotzdem habe es in den 20 Jahren ihres Bestehens weder ein Treffen des Regierungschefs mit den Mitgliedern der Kommission noch eine Teilnahme des Premiers an einer Sitzung dieses beratenden Gremiums gegeben.<\/p>\n<p>\u201eWir als Mitglieder der Gemeinsamen Kommission, die die Minderheiten vertreten, hoffen, dass das 20-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um eine Gelegenheit sein wird, dass der Regierungschef an einer Sitzung teilnimmt und \u00fcber die Situation und die Probleme der nationalen und ethnischen Minderheiten sowie der Gemeinschaft, die die Regionalsprache verwendet, spricht\u201c, betont Kuprianowicz.<\/p>\n<h2><strong>Jubil\u00e4um als Anlass, ein Res\u00fcmee zu ziehen<\/strong><\/h2>\n<p>Der Autor des Schreibens erinnert au\u00dferdem daran, dass das 20-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des Gesetzes \u00fcber nationale und ethnische Minderheiten sowie \u00fcber die Regionalsprache vom 6. Januar 2005 eine gute Gelegenheit bietet, ein Res\u00fcmee \u00fcber die Situation der Minderheitengemeinschaften in Polen zu ziehen und nach einem besseren Modell ihres Funktionierens zu suchen.<br \/>\nEr verweist auch auf das vor zwei Jahren erstellte Dokument <em>\u201eBilanz zum Jahresbeginn 2023. Nationale und ethnische Minderheiten in Polen \u2013 die wichtigsten Fragen, die die Minderheitenumfelder bewegen\u201c<\/em>, das jene Bereiche aufzeigt, in denen eine dringende Bilanzierung und Ver\u00e4nderung erforderlich ist.<\/p>\n<h2><strong>Appell an den Regierungschef<\/strong><\/h2>\n<p>Kuprianowicz betont, dass die Teilnahme des Regierungschefs an einer Sitzung ein bedeutendes Zeichen der Offenheit der Regierung gegen\u00fcber den Minderheiten w\u00e4re und zugleich eine Gelegenheit, die Mitglieder der Kommission pers\u00f6nlich kennenzulernen.<\/p>\n<p>\u201eEs w\u00e4re zweifellos ein wichtiges Ereignis, das zeigen w\u00fcrde, welch gro\u00dfe Aufmerksamkeit die von Ihnen gef\u00fchrte Regierung darauf legt, den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die Minderheiten angeh\u00f6ren, die M\u00f6glichkeit zu geben, ihre Identit\u00e4t, Kultur und Sprache zu bewahren \u2013 was gerade in diesen dramatischen und unruhigen Zeiten von besonderer Bedeutung ist\u201c, schreibt Kuprianowicz.<\/p>\n<h2><strong>Kommentar:<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Ryszard Galla<\/strong>, Berater des Sejmmarschalls f\u00fcr nationale und ethnische Minderheiten:<\/p>\n<p>\u201eDie Gemeinsame Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten ist ein beratendes Organ des Regierungschefs. Daher w\u00e4re \u2013 und ist \u2013 sein Kontakt mit der Kommission w\u00e4hrend ihrer Sitzungen v\u00f6llig gerechtfertigt.<br \/>\nBesonders jetzt, da sich eine so au\u00dfergew\u00f6hnliche Gelegenheit bietet \u2013 das 20-j\u00e4hrige Bestehen.<br \/>\nMeiner Ansicht nach ist dies umso w\u00fcnschenswerter, als der Regierungschef der Republik Polen bisher keine Sitzung der Kommission mit seiner Anwesenheit beehrt hat \u2013 auch nicht bei den feierlichen Sitzungen zum 5-, 10- oder 15-j\u00e4hrigen Bestehen.<br \/>\nDeshalb w\u00e4re es gut, wenn dies endlich gesch\u00e4he. Ich w\u00fcnsche es mir selbst, der Minderheitenseite und der gesamten Kommission.<br \/>\nEs sei jedoch betont, dass das Fehlen des Regierungschefs bei den Sitzungen keineswegs bedeutet, dass er die Kommission vernachl\u00e4ssigt. Der Premier ist genau dar\u00fcber informiert, was w\u00e4hrend der Sitzungen geschieht, da er f\u00fcr die Regierung stets einen Bevollm\u00e4chtigten benennt.\u201c<\/p>\n<h3>Mehr zum Thema:<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/unterstuetzung-dialog-und-herausforderungen-fuer-minderheiten\/\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Au\u00dfensitzung der Gemeinsamen Kommission von Regierung und nationalen und ethnischen Minderheiten am 22. September 2025 in Oppeln<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/warum-ist-es-so-schlecht-wenn-es-doch-so-gut-ist\/\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Minderheitenkongress in Oppeln: Warum ist es so schlecht, wenn es doch so gut ist?<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jubil\u00e4um ohne Regierungschef Am 21. September 2025 j\u00e4hrte sich die erste Sitzung der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten zum 20. Mal. Aus diesem Anlass richtete Grzegorz Kuprianowicz, der Ko-Vorsitzende auf Seiten der Minderheiten, einen Brief an Regierungschef Donald Tusk, in dem er die Bedeutung dieses Gremiums f\u00fcr die Minderheitengemeinschaften in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":66448,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4232],"tags":[3934,4636,5167,3202,2004],"redaktor":[],"class_list":["post-70333","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-de","tag-donald-tusk","tag-gemeinsame-kommission-der-regierung-und-nationler-und-ethnischer-minderheiten","tag-gesetz-ueber-nationale-und-ethnische-minderheiten","tag-grzegorz-kuprianowicz","tag-ryszard-galla"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70333","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70333"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70333\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70333"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70333"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=70333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}