{"id":70162,"date":"2025-11-05T15:00:16","date_gmt":"2025-11-05T14:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/repatriierung-also-aussiedlung\/"},"modified":"2025-11-05T15:00:16","modified_gmt":"2025-11-05T14:00:16","slug":"repatriierung-also-aussiedlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/repatriierung-also-aussiedlung\/","title":{"rendered":"Repatriierung, also Aussiedlung"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Ohne Zuhause und Heimat<\/strong><\/h1>\n<p><strong>\u201eRepatriierte\u201c \u2013 so nannte die kommunistische Propaganda zur Verschleierung der Tatsachen diejenigen Polen, die aus den \u00f6stlichen Gebieten Polens, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion besetzt wurden, zwangsweise ausgesiedelt wurden. Ihre Trag\u00f6die f\u00fchrte zur Trag\u00f6die der deutschen Bev\u00f6lkerung in Ost- und Westpreu\u00dfen sowie in Pommern.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><b>Lauenburg in Pommern<\/b>. <\/strong>Anl\u00e4sslich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs lud der Bund der deutschen Minderheit in Lauenburg alle Einwohner der Stadt zu einem offenen Treffen mit dem Historiker Dr. Bogdan Libicki in die Stadtbibliothek ein. Thema dieses Treffens war die Aussiedlung der Menschen aus Ostpolen und ihre Folgen. \u00dcber 30 Personen unterschiedlichen Alters nahmen daran teil.<\/p>\n<p>Diese Aussiedlung in den Jahren 1944\u20131946 betraf nach Berechnungen von Wissenschaftlern etwa 1,8 Millionen Menschen. So hatten es die Vertreter der \u201eGro\u00dfen Drei\u201c auf den Konferenzen zur Festlegung der Machtverteilung in Europa nach Kriegsende mit Russland vereinbart. F\u00fcr diese Menschen war es eine Trag\u00f6die, denn sie kehrten nicht in ihre Heimat zur\u00fcck \u2013 sie wurden aus ihr hinausgeworfen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">\u201eWir wollten, dass die Einwohner der Stadt sehen, dass die Aussiedlung der Polen aus dem Osten auch f\u00fcr die Deutschen ungerecht war. Deshalb war das Treffen f\u00fcr alle offen.\u201d<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Um so viele Menschen unterzubringen, siedelte Polen die nach dem Krieg verbliebene deutsche Bev\u00f6lkerung skrupellos aus, unter anderem aus Ost- und Westpreu\u00dfen, Pommern und Schlesien. Die Trag\u00f6die der einen f\u00fchrte also zur Trag\u00f6die der anderen, erz\u00e4hlte Dr. Libicki.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die \u00c4lteren war diese Information keine \u00dcberraschung, f\u00fcr die J\u00fcngeren hingegen schon. Aber es waren die \u00c4lteren, die dem Referenten die meisten Fragen stellten, denn die Folgen der Zwangsumsiedlungen betrafen oft auch unsere Leute\u201d, sagt Irena Hirsch, Vorsitzende der Organisation in Lauenburg.<\/p>\n<p>Und warum fand dieses Treffen in der Bibliothek statt und war f\u00fcr alle zug\u00e4nglich, obwohl es von der Vereinigung organisiert wurde?<\/p>\n<p>\u201eDamit die polnischen Einwohner der Stadt sehen konnten, dass die Aussiedlung der Polen aus dem Osten auch f\u00fcr die Deutschen ungerecht war. Wir hatten noch ein zweites Ziel: die Pr\u00e4sentation unserer Vereinigung. Deshalb haben wir in der Bibliothek eine Ausstellung mit Fotos der wichtigsten Ereignisse unserer Organisation eingerichtet, die wir f\u00fcr unser 30-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um im August vorbereitet hatten. Und die Menschen haben sie sich angesehen. Sie haben gesehen, dass es uns gibt\u201d, so die Vorsitzende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne Zuhause und Heimat \u201eRepatriierte\u201c \u2013 so nannte die kommunistische Propaganda zur Verschleierung der Tatsachen diejenigen Polen, die aus den \u00f6stlichen Gebieten Polens, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion besetzt wurden, zwangsweise ausgesiedelt wurden. 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