{"id":70059,"date":"2025-11-19T16:06:33","date_gmt":"2025-11-19T15:06:33","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/60-jahre-bischofsbrief-das-gemeinsame-suchen-statt-das-trennende-2\/"},"modified":"2025-11-19T16:06:33","modified_gmt":"2025-11-19T15:06:33","slug":"60-jahre-bischofsbrief-das-gemeinsame-suchen-statt-das-trennende-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/60-jahre-bischofsbrief-das-gemeinsame-suchen-statt-das-trennende-2\/","title":{"rendered":"60 Jahre Bischofsbrief: Das Gemeinsame suchen, statt das Trennende"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Feier in Breslau zum Jahrestag des Briefes der polnischen Bisch\u00f6fe an ihre deutschen Amtsbr\u00fcder<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Sechzig Jahre nach dem historischen Brief der polnischen Bisch\u00f6fe an ihre deutschen Amtsbr\u00fcder erinnert Breslau mit einer w\u00fcrdevollen Gedenkfeier, einer Messe und weiteren Veranstaltungen an die mutige Geste der Vergebung und Vers\u00f6hnung. Der Blick richtet sich dabei nicht nur zur\u00fcck auf einen kirchlichen Impuls von historischer Tragweite, sondern auch in die Zukunft.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Am 18. November 1965 schickten die polnischen Bisch\u00f6fe einen <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.dbk.de\/fileadmin\/redaktion\/diverse_downloads\/Dossiers_alt\/dossiers_2015\/1965-11-18_Briefwechsel-polnische-Bischoefe-an-deutsche-Bischoefe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brief an ihre deutschen Amtsbr\u00fcder<\/a><\/span>. Mit dem Schreiben luden sie die deutschen Bisch\u00f6fe zur 1000-Jahr-Feier der Christianisierung Polens ein. Ber\u00fchmt wurde der Brief, weil er einen Satz enth\u00e4lt, der symbolisch f\u00fcr einen Neuanfang in den deutsch-polnischen Beziehungen steht. Am Ende des Briefes steht die Formulierung: \u201eIn diesem allerchristlichsten und zugleich sehr menschlichen Geist strecken wir unsere H\u00e4nde zu Ihnen hin in den B\u00e4nken des zu Ende gehenden Konzils, gew\u00e4hren Vergebung und bitten um Vergebung.\u201c<\/p>\n<p>Der Brief ist jedoch weit mehr als eine Einladung; er thematisiert zentrale Fragen, die das deutsch-polnische Verh\u00e4ltnis zwanzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg belasteten. Angesprochen werden nicht nur die Opfer des von Deutschland ausgegangenen Vernichtungskrieges, sondern auch die Opfer von Flucht und Vertreibung sowie des deutschen Widerstandes. Auch zur Oder-Nei\u00dfe-Grenze \u00e4u\u00dferte sich das Schreiben.<\/p>\n<div id=\"attachment_67594\" style=\"width: 602px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-67594\" class=\" wp-image-67594\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_7-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"592\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_7-300x199.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_7-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_7-768x509.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_7.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><p id=\"caption-attachment-67594\" class=\"wp-caption-text\">Im Breslau wurde am Denkmal f\u00fcr Boles\u0142aw Kominek an den von ihm geschriebenen Brief der polnischen Bisch\u00f6fe erinnert.<br \/>Foto: M.O.<\/p><\/div>\n<p>Da sich sowohl die polnischen als auch die deutschen Bisch\u00f6fe zu diesem Zeitpunkt f\u00fcr das Zweite Vatikanische Konzil in Rom aufhielten, hatten sie Gelegenheit, einander kennenzulernen \u2014 etwas, das sonst \u00fcber den Eisernen Vorhang hinweg nur mit erheblichen Schwierigkeiten m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Verfasst wurde der Brief vom Breslauer Erzbischof Boles\u0142aw Kominek \u2013 in deutscher Sprache. 2005 wurde f\u00fcr Boles\u0142aw Kominek auf der Sandinsel in Breslau ein Denkmal errichtet, das neben einer Bronzestatue auch die Vergebungsformel aus dem Brief zeigt.<\/p>\n<h2><strong>W\u00fcrdigung der Initialz\u00fcndung der deutsch-polnischen Vers\u00f6hnung<\/strong><\/h2>\n<p>Vor diesem Denkmal begannen am Dienstag die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Briefwechsels zwischen den deutschen und den polnischen Bisch\u00f6fen. Umrahmt von Musik wurde der historischen Umst\u00e4nde und der Bedeutung des Briefes gedacht. Dabei wurde auch thematisiert, was heute f\u00fcr die Vers\u00f6hnung noch getan werden kann und muss. Zu den Rednern geh\u00f6rten unter anderem Erzbischof Dr. J\u00f3zef Kupny, Metropolit von Breslau, Bischof Dr. Georg B\u00e4tzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, der Stadtpr\u00e4sident von Breslau, Jacek Sutryk, der Polen-Beauftragte der Bundesregierung Knut Abraham und Wojciech Zaj\u0105czkowski aus dem polnischen Au\u00dfenministerium. Anwesend waren au\u00dferdem Miguel Berger, der deutsche Botschafter in Polen, Martin Kremer, deutscher Generalkonsul in Breslau, Bernard Gaida, ehemaliger Sprecher der AGDM und fr\u00fcherer Vorsitzender des VdG, sowie Lucjan Dzumla, Pr\u00e4sident des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Beschlossen wurde das Gedenken mit der Niederlegung von Kr\u00e4nzen vor dem Denkmal f\u00fcr Boles\u0142aw Kominek.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eWenn wir nach vorne schauen, dann sehen wir, dass dieses Werk der Auss\u00f6hnung nat\u00fcrlich noch nicht abgeschlossen ist und dass wir das als Auftrag verstehen sollten mit Blick auf die Zukunft, auch auf die europ\u00e4ische Zukunft.\u201c<br \/>\n<\/strong><em>Miguel Berger, deutscher Botschafter in Polen<\/em><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In seiner Rede betonte Bischof Georg B\u00e4tzing die Bedeutung Komineks f\u00fcr den beginnenden Vers\u00f6hnungsprozess: \u201eEr ist einer der Initiatoren des Briefwechsels und der Hauptautor des polnischen Briefes, der vor 60 Jahren \u2013 in den letzten Tagen des Zweiten Vatikanischen Konzils \u2013 den ebenfalls in Rom anwesenden deutschen Bisch\u00f6fen zugestellt wurde.\u201c<\/p>\n<p>Und er erw\u00e4hnte auch, wie Kominek in Schlesien wirkte: \u201eObwohl ein polnischer Patriot, der nachdr\u00fccklich auf der Anerkennung der Oder-Nei\u00dfe-Gebiete bestand, hatte er doch ein unbezweifelbares Verantwortungsgef\u00fchl f\u00fcr die in seinem Jurisdiktionsbereich verbliebenen Deutschen. Das f\u00fchrte dazu, dass zwar die Gottesdienste nur in polnischer Sprache gehalten werden durften und insofern der staatlich vorangetriebenen Polonisierungspolitik Rechnung getragen wurde, aber die Einzelseelsorge auch auf Deutsch stattfand.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_67599\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-67599\" class=\" wp-image-67599\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_2-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"362\" \/><p id=\"caption-attachment-67599\" class=\"wp-caption-text\">Im Breslau wurde am Denkmal f\u00fcr Boles\u0142aw Kominek an den von ihm geschriebenen Brief der polnischen Bisch\u00f6fe erinnert.<br \/>Foto: M.O.<\/p><\/div>\n<p>Den Briefwechsel zwischen den polnischen und den deutschen Bisch\u00f6fen bezeichnete B\u00e4tzing als \u201erealistische Prophetie\u201c: \u201eDenn sie bezeugen die Weigerung, auf unabsehbare Zeit den schlechten Status quo, die Verfeindung der V\u00f6lker, hinzunehmen und weisen auf neue Perspektiven und Horizonte.\u201c<\/p>\n<p>Die kurzen historischen Erl\u00e4uterungen w\u00e4hrend der Feier verdeutlichten, in welchem Umfeld die polnischen Bisch\u00f6fe vor 60 Jahren ihre Worte an die deutschen Kirchenvertreter richteten. Nicht nur war in Polen die kommunistische Propaganda weiterhin auf Deutschland als Feindbild eingeschossen; auch in der Bundesrepublik war die Oder-Nei\u00dfe-Grenze zu diesem Zeitpunkt bei weitem nicht allgemein akzeptiert, und die Vertriebenenproblematik war im Alltag der BRD ebenfalls noch pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Seither ist viel passiert, und aus der Vers\u00f6hnung zwischen Polen und Deutschland ist eine breite Kooperation geworden. Knut Abraham, Koordinator f\u00fcr die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit, betonte in seiner Rede, wie gro\u00df die Verflechtungen bereits sind. Dies betrifft nicht nur die Handelsbeziehungen (Deutschland ist Polens gr\u00f6\u00dfter Handelspartner und Polen f\u00fcr Deutschland der viertgr\u00f6\u00dfte), sondern vor allem die Grenzregionen: \u201eEntlang unserer Grenze ist ein wirklicher Verflechtungsraum entstanden; diesen gilt es zu bewahren und auszubauen.\u201c In diesem Sinne hob Abraham hervor, dass die Kernbotschaft des brieflichen Austauschs der Bisch\u00f6fe vor 60 Jahren weiterhin aktuell sei: \u201eDer Geist des Briefwechsels, die Bereitschaft zur Vers\u00f6hnung, das Gemeinsame zu suchen und nicht Trennendes und Selbstfixiertheit, hat an Relevanz nichts verloren.\u201c<\/p>\n<p>Der gut einst\u00fcndige Festakt vor dem Denkmal zeigte, wie stark sich das deutsch-polnische Verh\u00e4ltnis seither ver\u00e4ndert hat. Beitr\u00e4ge in deutscher und polnischer Sprache wechselten sich ab, ohne dass es f\u00fcr alle Reden einer strikten \u00dcbersetzung bedurfte. F\u00fcr die anwesenden G\u00e4ste entstand so der Eindruck einer durchweg partnerschaftlichen Feierlichkeit. Generalkonsul Martin Kremer, der an der Planung beteiligt war, zeigte sich mit dem Resultat zufrieden. Gegen\u00fcber dem <em>Neuen Wochenblatt.pl<\/em> sagte er \u00fcber die Veranstaltung: \u201eIch fand, sie war sehr w\u00fcrdig. Wir haben heute der besonderen Bedeutung von Kardinal Kominek gedacht. Und wir haben nicht nur den Blick nach hinten gerichtet, sondern auch nach vorne geblickt und uns vergewissert, was wir daraus auch f\u00fcr das k\u00fcnftige deutsch-polnische Verh\u00e4ltnis nutzen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zum Jahrestag<\/strong><\/h2>\n<p>Die versammelten G\u00e4ste begaben sich im Anschluss an den Festakt in den Breslauer Dom St. Johannes der T\u00e4ufer. Dort wurde eine Messe abgehalten, die ebenfalls partnerschaftlich organisiert war. Die Leitung als Hauptzelebrant \u00fcbernahm Erzbischof Tadeusz Wojda, w\u00e4hrend Bischof Georg B\u00e4tzing die Predigt hielt. B\u00e4tzing n\u00e4herte sich darin dem Topos der Vers\u00f6hnung \u00fcber die Hedwig von Schlesien zugeschriebene Weisheit, Gegens\u00e4tze durch Gegens\u00e4tze zu heilen. Er betonte au\u00dferdem, dass Vers\u00f6hnung im Unterschied zu Vergebung Kooperation voraussetzt: \u201eVergebung kann einseitig geschehen; sie ist ein Akt begnadeter Freiheit. Vers\u00f6hnung hingegen ist keine Einbahnstra\u00dfe, sondern verlangt das Mitwirken beider Seiten. Sie ist ein gemeinsamer Weg, der Begegnung, Offenheit und Vertrauen erfordert: ein Wagnis, das mit der Demut beginnt, eigene Fehler einzugestehen, und sich darin vollendet, dass sich vormalige Feinde eine gemeinsame Zukunft zusprechen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_67600\" style=\"width: 637px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-67600\" class=\" wp-image-67600\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_1-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"627\" height=\"416\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_1-300x199.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_1-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_1-768x509.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><p id=\"caption-attachment-67600\" class=\"wp-caption-text\">Im Breslauer Dom St. Johannes der T\u00e4ufer wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Briefes der polnischen Bisch\u00f6fe eine Messe zelebriert.<br \/>M.O.<\/p><\/div>\n<p>Im Anschluss an die Messe unterzeichneten Georg B\u00e4tzing und Tadeusz Wojda als Vertreter der Bischofskonferenzen ihrer L\u00e4nder eine<span style=\"color: #0000ff;\"> <a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.dbk.de\/fileadmin\/redaktion\/diverse_downloads\/presse_2025\/2025-191e-60.-Jahre-Briefwechsel-pol.-dt.-Bischoefe-Gemeinsame-Erklaerung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gemeinsame Erkl\u00e4rung<\/a><\/span>. Darin wird der Briefwechsel der Bisch\u00f6fe im Jahr 1965 als \u201eein wirksames Zeichen und zugleich Werkzeug des noch auf lange Sicht schmerzhaften Prozesses der Vers\u00f6hnung\u201c gew\u00fcrdigt. Gleichzeitig heben die Bischofskonferenzen hervor, dass es nicht darum geht, das Geschehene zu vergessen: \u201eDie Bitte um Vergebung meinte nicht, dass die deutschen Verbrechen, der Versklavungs- und Vernichtungskrieg gegen Polen, der Holocaust und alle Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft vergessen werden d\u00fcrften. Auch die Vertreibung zun\u00e4chst von Polen, dann von Deutschen aus ihrer Heimat darf nicht dem Vergessen anheimgegeben werden.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Der Geist der Vers\u00f6hnung heute<\/strong><\/h2>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis zwischen Deutschland und Polen ist heute nicht mit der Situation der 1960er-Jahre zu vergleichen. Und dennoch bleibt einiges zu tun. Die gemeinsame Erkl\u00e4rung der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen erkennt an, dass die Folgen des Zweiten Weltkrieges teilweise auch heute noch sp\u00fcrbar sind. Die Erkl\u00e4rung warnt zudem vor einer Instrumentalisierung des erlebten Leids und setzt dem das Prinzip der Vers\u00f6hnung entgegen. W\u00f6rtlich hei\u00dft es: \u201eManche politischen Akteure versuchen, das immer noch Schmerzende und das historisch Unabgegoltene politisch zu nutzen. F\u00fcr uns ist klar: Politische Spiele mit den historischen Verletzungen widersprechen dem Geist der Vers\u00f6hnung, wie er im Briefwechsel zum Ausdruck kam.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_67603\" style=\"width: 619px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-67603\" class=\" wp-image-67603\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_9-e1763564000449-300x170.jpg\" alt=\"\" width=\"609\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_9-e1763564000449-300x170.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/60-Jahre-Brief-der-pl-Bischoefe_9-e1763564000449.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px\" \/><p id=\"caption-attachment-67603\" class=\"wp-caption-text\">Erzbischof Dr. Tadeusz Wojda und Bischof Dr. Georg B\u00e4tzing unterzeichneten nach der Messe eine gemeinsame Erkl\u00e4rung.<br \/>Foto: M.O.<\/p><\/div>\n<p>Insbesondere die anwesenden Vertreter der Politik wiesen darauf hin, dass eine Vertiefung der deutsch-polnischen Beziehungen nicht nur im Sinne einer guten Nachbarschaft w\u00fcnschenswert, sondern angesichts der politischen Lage in Europa und der Welt auch notwendig ist. Der deutsche Botschafter in Polen, Miguel Berger, sagte im Gespr\u00e4ch mit dem <em>Wochenblatt<\/em>, dass er das Erbe des Briefwechsels auch als Auftrag versteht: \u201eWenn wir nach vorne schauen, dann sehen wir, dass dieses Werk der Auss\u00f6hnung nat\u00fcrlich noch nicht abgeschlossen ist und dass wir das als Auftrag verstehen sollten mit Blick auf die Zukunft, auch auf die europ\u00e4ische Zukunft. Und meine Hoffnung ist, dass wir gemeinsam jetzt in dem Moment, in dem Europa so stark unter Druck steht mit dem Krieg in der Ukraine, Russlands hybrider Kriegsf\u00fchrung, den weiteren internationalen Schwierigkeiten, dass wir das als Chance sehen, dass Deutschland und Polen eng zusammenarbeiten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Zum Jubil\u00e4um des bisch\u00f6flichen Briefwechsels findet am Donnerstag in Breslau eine wissenschaftliche Konferenz statt. Au\u00dferdem ist seit Donnerstag im Di\u00f6zesanmuseum eine Ausstellung zu sehen, die die Entstehung des Briefs der polnischen Bisch\u00f6fe nachzeichnet. Die Ausstellung macht greifbar, in welcher historischen Situation die Bisch\u00f6fe sich entschlossen, auf Auss\u00f6hnung und Kooperation, statt auf Gegens\u00e4tze zu setzen. Botschafter Berger wies auch darauf hin, dass am 1. Dezember Regierungskonsultationen zwischen Deutschland und Polen stattfinden. Die Zusammenarbeit wird also fortgesetzt \u2013 auch auf h\u00f6chster politischer Ebene.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feier in Breslau zum Jahrestag des Briefes der polnischen Bisch\u00f6fe an ihre deutschen Amtsbr\u00fcder Sechzig Jahre nach dem historischen Brief der polnischen Bisch\u00f6fe an ihre deutschen Amtsbr\u00fcder erinnert Breslau mit einer w\u00fcrdevollen Gedenkfeier, einer Messe und weiteren Veranstaltungen an die mutige Geste der Vergebung und Vers\u00f6hnung. 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