{"id":69949,"date":"2025-12-04T17:02:00","date_gmt":"2025-12-04T16:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/osterode-zwei-wichtige-besuche-2\/"},"modified":"2025-12-04T17:02:00","modified_gmt":"2025-12-04T16:02:00","slug":"osterode-zwei-wichtige-besuche-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/osterode-zwei-wichtige-besuche-2\/","title":{"rendered":"Osterode. Zwei wichtige Besuche"},"content":{"rendered":"<h1>Auf den Spuren der Vorfahren in der alten Heimat<\/h1>\n<p><strong>Dank solcher Menschen lebt Ostpreu\u00dfen weiterhin in den Herzen der Menschen, auch wenn es auf keiner modernen Landkarte mehr verzeichnet ist. Wer sind sie, und warum besuchen sie ihre alte Heimat immer noch?<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im September empfing Osterode bedeutende G\u00e4ste. Zun\u00e4chst kam in der ersten Septemberh\u00e4lfte Professor Edgar Steiner, der langj\u00e4hrige ehemalige Vorsitzende der Kreisgemeinschaft Osterode\/Ostpreu\u00dfen. Dank seiner Bem\u00fchungen erhielt Osterode zweimal Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Renovierung der Osteroder Burg und der Kirche in Marienfelde. Au\u00dferdem unterst\u00fctzte er das Sammeln von Geldern f\u00fcr die Restaurierung des Dreikaiserbrunnens (heute Denkmal der Europ\u00e4ischen Einheit), f\u00fcr den Wiederaufbau des Rathauses und f\u00fcr verschiedene Gedenktafeln. Zudem initiierte er die St\u00e4dtepartnerschaft zwischen Osterode und Ostr\u00f3da. F\u00fcr diese und weitere Verdienste verlieh ihm der Stadtrat von Ostr\u00f3da im Jahr 2014 die Ehrenb\u00fcrgerschaft.<\/p>\n<p>Professor Edgar Steiner reiste nicht allein. Er wurde von seinem Sohn und seinem Enkel begleitet. Der Sohn hatte die Heimat seines Vaters bereits fr\u00fcher einmal besucht, f\u00fcr den Enkel war es der erste Aufenthalt. Die diesj\u00e4hrige Reise begann in Deutsch Eylau \u2013 dem ewigen Rivalen Osterodes. Hatten sie sich verirrt oder wollten sie die Osteroder etwa provozieren?<\/p>\n<div id=\"attachment_68108\" style=\"width: 816px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68108\" class=\" wp-image-68108\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ostroda.-Prof.-Steiner-1024x967.jpg\" alt=\"\" width=\"806\" height=\"761\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ostroda.-Prof.-Steiner-1024x967.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ostroda.-Prof.-Steiner-300x283.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ostroda.-Prof.-Steiner-768x725.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ostroda.-Prof.-Steiner.jpg 1192w\" sizes=\"auto, (max-width: 806px) 100vw, 806px\" \/><p id=\"caption-attachment-68108\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Edgar Steiner, wieloletni przewodnicz\u0105cy Wsp\u00f3lnoty By\u0142ych Mieszka\u0144c\u00f3w Powiatu Ostr\u00f3dzkiego. Za swoje zas\u0142ugi otrzyma\u0142 w 2014 r. od Rady Miasta Ostr\u00f3dy tytu\u0142 Honorowego Obywatela Ostr\u00f3dy \u2013 na zdj\u0119ciu w \u015brodku. Od lewej: Rafa\u0142 D\u0105browski \u2013 burmistrz Ostr\u00f3dy, oraz Henryk Hoch \u2013 przewodnicz\u0105cy Ostr\u00f3dzkiego Stowarzyszenia Mniejszo\u015bci Niemieckiej \u201eJod\u0142y\u201d.<\/p><\/div>\n<p>Weder das eine noch das andere. Professor Steiner wurde in Deutsch Eylau geboren, und seine Vorfahren ruhen auf einem der Friedh\u00f6fe in der Umgebung. Er wollte daher ihre Gr\u00e4ber besuchen. Aufgewachsen ist er jedoch in Osterode: Hier besuchte er die Jahnschule \u2013 heute die Grundschule Nr. 1 \u2013 und das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium \u2013 heute das Allgemeinbildende Lyzeum Nr. 1. Bis heute f\u00fchlt er sich als Osteroder, obwohl er sein gesamtes Erwachsenenleben in Berlin verbracht hat.<\/p>\n<p>Er zeigte seinem Sohn und seinem Enkel die Orte, die dank seiner Unterst\u00fctzung entstanden oder renoviert wurden, sowie das Elternhaus in der heutigen Ko\u015bciuszko-Stra\u00dfe. Er traf sich mit B\u00fcrgermeister Rafa\u0142 D\u0105browski und besuchte den Sitz der deutschen Gesellschaft \u201eTannen\u201c. Au\u00dferdem unternahm er einen Ausflug nach Hohenstein. Die Woche war f\u00fcr ihn trotz seines Alters von 92 Jahren ausgef\u00fcllt und abwechslungsreich.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter trafen weitere G\u00e4ste ein: Mitglieder einer Familie, die sich sowohl f\u00fcr die Stadt als auch f\u00fcr den Oberlandkanal verdient gemacht hat. Es handelte sich um Helmut Tetzlaff, den Enkel von Adolf Tetzlaff, dem Begr\u00fcnder der Passagierschifffahrt auf dem Kanal. Begleitet wurde er von seinen beiden S\u00f6hnen; einer von ihnen reiste mit seiner Frau und zwei kleinen T\u00f6chtern. Es \u00fcberrascht kaum, dass sie sich am meisten f\u00fcr den Kanal interessierten.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\">Professor Edgar Steiner reiste nicht allein. Er wurde von seinem Sohn und seinem Enkel begleitet. Der Sohn hatte die Heimat seines Vaters bereits fr\u00fcher einmal besucht, f\u00fcr den Enkel war es der erste Aufenthalt. Die diesj\u00e4hrige Reise begann in Deutsch Eylau \u2013 dem ewigen Rivalen Osterodes. Hatten sie sich verirrt oder wollten sie die Osteroder etwa provozieren?<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Sie besichtigten die Rollberge in Buchwalde sowie das Kanalmuseum, in dem unter anderem die Schiffsglocke der \u201eSeerose\u201c, des Schiffes ihres Vorfahren, ausgestellt ist. Gemeinsam mit Cezary Wawrzy\u0144ski, dem Direktor der Osterode-Elbinger Schifffahrtsgesellschaft, besuchten sie au\u00dferdem das Grab von Adolf Tetzlaff und seiner Frau, das vom Verein \u201eTannen\u201c gepflegt wird. Wawrzy\u0144ski ist ein gro\u00dfer Bewunderer und Kenner des Kanals und Autor mehrerer B\u00fccher dar\u00fcber.<br \/>\nAuf dem Gel\u00e4nde der Schifffahrtsgesellschaft erwartete die Familie eine erfreuliche \u00dcberraschung: Das Schiff \u201eHeini\u201c, die letzte noch erhaltene fahrbereite Einheit von Adolf Tetzlaff, wartet dort auf seine Restaurierung. In zwei Jahren soll es als Denkmal aufgestellt werden. Die Besucher unternahmen au\u00dferdem einen Spaziergang durch die Adolf-Tetzlaff-Stra\u00dfe und schauten erneut im Sitz der Gesellschaft \u201eTannen\u201c vorbei. Auch Danzig und Hohenstein standen auf ihrem Programm.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren hatte bereits Dietmar Langner, Adolfs Enkel m\u00fctterlicherseits, Osterode besucht.<\/p>\n<p>F\u00fchrer beider Familien war Henryk Hoch, Vorsitzender der \u201eTannen\u201c sowie des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns \u00fcber die Besuche unserer Landsleute oder ihrer Nachkommen. Es ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass sie sich f\u00fcr die Vergangenheit und ihre Wurzeln interessieren, daraus Selbstwertgef\u00fchl sch\u00f6pfen und die historische Kontinuit\u00e4t bewahren. Dank solcher Menschen wei\u00df ich, dass Ostpreu\u00dfen \u2013 weit entfernt in Deutschland \u2013 in den Herzen der Menschen weiterlebt, auch wenn es auf keiner modernen Karte mehr verzeichnet ist\u201c, sinniert Henryk Hoch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Spuren der Vorfahren in der alten Heimat Dank solcher Menschen lebt Ostpreu\u00dfen weiterhin in den Herzen der Menschen, auch wenn es auf keiner modernen Landkarte mehr verzeichnet ist. 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