{"id":69939,"date":"2025-12-07T17:39:23","date_gmt":"2025-12-07T16:39:23","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/aus-liebe-zur-heimat-2\/"},"modified":"2025-12-07T17:39:23","modified_gmt":"2025-12-07T16:39:23","slug":"aus-liebe-zur-heimat-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/aus-liebe-zur-heimat-2\/","title":{"rendered":"Aus Liebe zur Heimat"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fast drei Jahrzehnte lang war Monika Wittek f\u00fcr Kulturprojekte des VdG zust\u00e4ndig. Sie hat ihre Aufgaben vorbildlich erf\u00fcllt. Seit \u00fcber 30 Jahren ist sie zudem im DFK Zelasno aktiv, aktuell als Vorsitzende. Auch hier arbeitet sie mit Volldampf an der Pflege der deutschen Kultur. All dies tut sie ehrenamtlich, mit Herz und voller Hingabe, wie sie im Gespr\u00e4ch mit Krzysztof \u015awierc erz\u00e4hlte.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Als Vorsitzende des DFK Zelasno widmen Sie einen Gro\u00dfteil Ihrer Zeit der Organisation von Veranstaltungen, die u.a. der Integration der Einwohner dienen. Was treibt Sie zu diesem enormen Engagement in der gemeinn\u00fctzigen Arbeit, die Sie seit vielen Jahren freiwillig mit vollem Einsatz, Eifer und Leidenschaft aus\u00fcben?<\/strong><\/p>\n<p>Ich liebe ganz einfach diese Arbeit. Allein das Bewusstsein, dass ich etwas Positives f\u00fcr Menschen tue, die dadurch zu unserem DFK kommen k\u00f6nnen, um sich zu unterhalten, Meinungen, Freuden oder Sorgen zu verschiedenen Themen auszutauschen, befl\u00fcgelt meine Kreativit\u00e4t. Darum vereisen wir auch oft gemeinsam an unterschiedliche Orte und entdecken jedes Mal etwas Neues. Das ist nicht nur angenehm, sondern auch lehrreich, was mir besonders wichtig ist. Die Menschen m\u00f6gen unsere Ausfl\u00fcge sehr \u2013 sie sind zufrieden und fr\u00f6hlich, und damit bin ich es auch. Und das ist mein Antrieb f\u00fcr weitere Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<div id=\"attachment_68151\" style=\"width: 589px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68151\" class=\" wp-image-68151\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MOJA-PROPOZYCJA-NA-JEDYNKE-z-rowerem-w-tle-wieza-kosciola-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"579\" height=\"869\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MOJA-PROPOZYCJA-NA-JEDYNKE-z-rowerem-w-tle-wieza-kosciola-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MOJA-PROPOZYCJA-NA-JEDYNKE-z-rowerem-w-tle-wieza-kosciola-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MOJA-PROPOZYCJA-NA-JEDYNKE-z-rowerem-w-tle-wieza-kosciola-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/MOJA-PROPOZYCJA-NA-JEDYNKE-z-rowerem-w-tle-wieza-kosciola-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><p id=\"caption-attachment-68151\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Sie sind daf\u00fcr bekannt, dass Sie gro\u00dfen Wert auf die Pflege der deutschen Kultur legen.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, und deshalb werden bei unseren DFK-Ausfl\u00fcgen immer Orte gezeigt, die einst zu Deutschland geh\u00f6rten. Also fahre ich mit der Gruppe nicht nach Tschenstochau oder Kalisch, denn da kann ja jeder individuell hin. Ich zeige lieber Gebiete und Orte, die f\u00fcr uns Deutsche wichtig und in unseren Herzen stets lebendig sind.<\/p>\n<p><strong>Zum Beispiel?<\/strong><\/p>\n<p>Dank eines gro\u00dfartigen Projekts der Oppelner SKGD, bei dem ich als Gruppenbetreuerin t\u00e4tig war, sind wir dieses Jahr zum 80. Jahrestag der Oberschlesischen Trag\u00f6die nach Lamsdorfund Nei\u00dfe gefahren, wo ich \u00fcbrigens im Juni auch mit meinem DFK gewesen bin. Das war mir n\u00e4mlich sehr wichtig. Aber auch z.B. in Falkenberg, Tillowitz, Brieg oder weiter in Richtung der deutschen Grenze, etwa in Bunzlau, gibt es viel zu zeigen. Mit meinem DFK war ich schon an etlichen Orten, wo man deutsche Kultur atmen kann. Und wir bleiben nicht stehen. Unser Appetit w\u00e4chst!<\/p>\n<div id=\"attachment_68152\" style=\"width: 849px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68152\" class=\" wp-image-68152\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/z-rowerem-2_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"839\" height=\"559\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/z-rowerem-2_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/z-rowerem-2_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/z-rowerem-2_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/z-rowerem-2_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 839px) 100vw, 839px\" \/><p id=\"caption-attachment-68152\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Apropos Lamsdorf. Als Sie am 15. August 1994 Ihre Arbeit beim VdG aufnahmen, beauftragte Sie der damalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Niemann sofort mit einer Reise nach Lamsdorf mit einer Gruppe aus Deutschland. War das f\u00fcr Sie stressig?<\/strong><\/p>\n<p>Ein wenig schon, denn das war f\u00fcr mich etwas ganz Neues. In der Schule waren schlie\u00dflich polnische Nachkriegslager kein Thema. Bei meinem ersten Besuch gab es dort nur ein von Ortsbewohnern aufgestelltes Holzkreuz f\u00fcr die Kriegsopfer. Sp\u00e4ter habe ich mich aber ausgiebig \u00fcber das Thema informiert.<\/p>\n<p><strong>Das Lamsdorfer Lager hat Sie dann w\u00e4hrend Ihrer gesamten Zeit beim VdG begleitet&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Richtig. So nahm ich dort 1995 an der Errichtung eines Bu\u00dfkreuzes (am 30. September dieses Jahres war es genau 30 Jahre her) und der Einweihung des Friedhofs f\u00fcr die Nachkriegsopfer des Arbeitslagers teil. Im Namen des VdG organisierte ich in Lamsdorfzudem Gedenkfeiern f\u00fcr die Opfer der Oberschlesischen Trag\u00f6die. Dar\u00fcber hinaus war mein letztes VdG-Projekt vor meiner Pensionierung, n\u00e4mlich die Pilgerfahrt nach Warta am 9. Juli, ebenfalls mit einem Besuch in Lamsdorf verbunden. Kurzum: Meine Mitarbeit beim VdG begann und endete in Lamsdorf.<\/p>\n<div id=\"attachment_68153\" style=\"width: 915px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68153\" class=\" wp-image-68153\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/w-bibliotece-w-Zelaznej-z-ksiazka-o-Zelaznej_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"905\" height=\"603\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/w-bibliotece-w-Zelaznej-z-ksiazka-o-Zelaznej_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/w-bibliotece-w-Zelaznej-z-ksiazka-o-Zelaznej_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/w-bibliotece-w-Zelaznej-z-ksiazka-o-Zelaznej_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/w-bibliotece-w-Zelaznej-z-ksiazka-o-Zelaznej_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 905px) 100vw, 905px\" \/><p id=\"caption-attachment-68153\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Als ich den Spuren Ihrer Leidenschaft folgte, stie\u00df ich auf die Information, dass Sie sich auch mit der Geschichte Ihres Heimatortes besch\u00e4ftigen.<\/strong><\/p>\n<p>Das stimmt, und ich teile mein Wissen gern mit anderen Menschen, denn es handelt sich um unsere Wurzeln in Zelasno, die Zugeh\u00f6rigkeit zu unserem kleinen geliebten Heimatort. So war es u.a. als es mir gelang, Informationen \u00fcber einen weiteren Priester aus Zelasno zu gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Neben Ihrer T\u00e4tigkeit beim DFK Zelasno haben Sie interessante B\u00fccher herausgegeben. Wann denn? Und welchem Thema oder wem sind sie gewidmet?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben einige dieser Publikationen als DFK und sp\u00e4ter gemeinsam mit unserem Dorfrat herausgegeben. Wir hatten zun\u00e4chst einmal eine Menge Fotos von unserer Ortschaft. Diese haben wir zusammengetragen und ein Erinnerungsalbum erstellt, auf das wirsehr stolz sind. Es war m\u00fchsame Arbeit, aber es hat sich absolut gelohnt. Denn es ist eine Geschichte \u00fcber uns Bewohner von Zelasno. Und als wir 2018 ein Treffen f\u00fcr ehemalige Bewohner von Zelasno organisierten, die aus Deutschland zu uns kamen, haben wir jedem unserer G\u00e4ste diese Geschichte \u201eserviert\u201d. Nach dieser Ver\u00f6ffentlichung bekamen wir richtig Wind in unsere Segel und haben schlie\u00dflich zum 30-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um unseres DFK einen Bericht dar\u00fcber publiziert, was bei uns in diesen drei Jahrzehnten los war. Das Ganze war nat\u00fcrlich mit passenden Fotos \u201egew\u00fcrzt\u201d.<\/p>\n<div id=\"attachment_68154\" style=\"width: 608px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68154\" class=\" wp-image-68154\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/siedziba-DFK-w-Zelaznej-1_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"598\" height=\"898\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/siedziba-DFK-w-Zelaznej-1_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/siedziba-DFK-w-Zelaznej-1_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/siedziba-DFK-w-Zelaznej-1_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/siedziba-DFK-w-Zelaznej-1_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\" \/><p id=\"caption-attachment-68154\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Vor zwei Jahren, anl\u00e4sslich des 800-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums von Zelasno, haben Sie mit nur zwei anderen Personen eine umfangreiche Publikation \u00fcber Zelasno realisiert, und das sogar zweisprachig.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, zweisprachig! F\u00fcr mich sind zweisprachige Publikationen sehr wichtig \u2013 auf Deutsch f\u00fcr diejenigen, die kein Polnisch sprechen, und auf Polnisch f\u00fcr diejenigen, die kein Deutsch verstehen. Im \u00dcbrigen konnten wir dank unseres sehr engagierten Naturforschers aus Eisenau, der alle uns umgebenden Lebewesen fotografiert, auch eine zweisprachige Publikation mit dem Titel \u201eNatur in \u017belazna\u201d herausbringen. Au\u00dferdem haben wir in unserem Verlags-CV eine Publikation \u00fcber Bildst\u00f6cke und Kreuze in Zelasno und Niewodnik, nat\u00fcrlich zweisprachig, sowie eine sehr bewegende Publikation mit dem Titel \u201eVor der Front und nach der Front\u201d. Dieses Buch wurde vor f\u00fcnf Jahren zum 30-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um unseres DFK herausgegeben und enth\u00e4lt Erinnerungen einer Frau, die mit ihren Eltern und Schwestern in Zelasno lebte, an den Januar 1945. Die Autorin hat sie niedergeschrieben und wir haben sie \u00fcbersetzt und ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<div id=\"attachment_68155\" style=\"width: 918px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68155\" class=\"wp-image-68155 \" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-kamieniu-z-okazji-800-lecia-Zelaznej_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"908\" height=\"605\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-kamieniu-z-okazji-800-lecia-Zelaznej_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-kamieniu-z-okazji-800-lecia-Zelaznej_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-kamieniu-z-okazji-800-lecia-Zelaznej_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-kamieniu-z-okazji-800-lecia-Zelaznej_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/><p id=\"caption-attachment-68155\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Sie haben fast drei Jahrzehnte lang beim VdG gearbeitet und dabei zahlreiche Erfolge erzielt. Wof\u00fcr waren Sie konkret zust\u00e4ndig?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe genau 29 Jahre als Kulturreferentin des VdG gearbeitet. Das gr\u00f6\u00dfte Projekt, das ich mitorgansiert habe und dasein Stolz des VdG ist, war das Kulturfestival der Deutschen Minderheit. Es fand alle drei Jahre in der Breslauer Jahrhunderthalle statt, mit Ausnahme des zweiten Festivals, das in Kandrzin-Cosel ausgetragen wurde. Jedes Mal gab es Tausende Besucher, die die kulturelle Vielfalt der deutschen Minderheit und ihrer Partner sowie das B\u00fchnenprogramm sehen wollten. Die Organisation bedeutete nicht nur enorme finanzielle Aufwendungen, sondern auch viel Arbeit und Stress. Aber es hat sich gelohnt. Davon bin ich auch heute noch \u00fcberzeugt, wenn ich auf meinen Reisen durch die DFKs Menschen begegne, die mir erz\u00e4hlen, dass es ein fantastisches Erlebnis war. So manche sprechen mit Tr\u00e4nen in den Augen dar\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Auch kleinere Projekte, f\u00fcr die Sie w\u00e4hrend Ihrer T\u00e4tigkeit beim VdG zust\u00e4ndig waren, werden von den Menschen gern in Erinnerung behalten.<\/strong><\/p>\n<p>Eines davon war sicherlich das Mini-Projekt zum 25. und 30. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Zu beiden Jubil\u00e4en luden wir unsere Nachbarn ein, zuerst in die ul. Krupnicza und f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter in die ul. S\u0142owackiego, damit sie zusammenkamen und einander kennenlernten. Begleitet wurde dies von einem Plakat, das zwei H\u00e4nde in freundschaftlicher Umarmung zeigte \u2013 eine Hand mit der polnischen Flagge und die andere mit der deutschen. Damals besuchten uns viele Menschen. Es kamen auch Gro\u00dfeltern mit ihren Enkeln und Enkelinnen. Diese Initiative war vielleicht klein, aber sie dr\u00fcckte aus, dass wir hier sind und offen f\u00fcr andere Menschen sind. Es gab aber noch weitere \u00e4hnliche Projekte, u.a. dasjenige zum 20-j\u00e4hrigen und 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des VdG. Damals organisierten wir das ganze Jahr \u00fcber verschiedene Konzerte, soin Danzig, K\u00f6slin, Stettin, Gr\u00fcnberg, Kattowitz und Oppeln.<\/p>\n<div id=\"attachment_68156\" style=\"width: 551px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68156\" class=\" wp-image-68156\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-charakterystycznych-drzwiach-do-swojej-starej-szkoly-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"541\" height=\"812\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-charakterystycznych-drzwiach-do-swojej-starej-szkoly-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-charakterystycznych-drzwiach-do-swojej-starej-szkoly-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-charakterystycznych-drzwiach-do-swojej-starej-szkoly-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-charakterystycznych-drzwiach-do-swojej-starej-szkoly-w-Zelaznej_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><p id=\"caption-attachment-68156\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>Und dann kam der Tag, an dem Sie vom VdG Abschied nahmen und in den Ruhestand gingen. Welche Gef\u00fchle hatten Sie dabei?<\/strong><\/p>\n<p>29 Jahre sind eine lange Zeit. Genug, um mit der Firma und ihren Mitarbeitern gut vertraut zu werden. Zumal ich meinen Aufgabenmit Freudenachging und gro\u00dfe Kulturprojekte realisierte. Mir war klar, dass ich damit gute Arbeit leistete. Doch letztlich wurde es Zeit, meinen Platz jemandem zu \u00fcberlassen, der j\u00fcnger ist. Deshalb habe ich mich eigentlich gefreut, in den Ruhestand zu gehen. Ich wusste auch, dass ich dadurch mehr Zeit f\u00fcr die gemeinn\u00fctzige Arbeit in meinem Heimatort haben w\u00fcrde, wo ich mich sehr wohl f\u00fchle, mich selbst finde, flei\u00dfig arbeite und neue Ziele verfolge.<\/p>\n<p><strong>Die Folge: Sie sind quasi nicht im Ruhestand\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Genau so habe ich es mir auch ertr\u00e4umt! Von Ausruhen kann keine Rede sein. Als Vorsitzende des DFK Zelasno bin ich weiterhin aktiv. Ich organisiere Projekte f\u00fcr die Mitglieder unseres Vereins und arbeite f\u00fcr die Minderheit. Dadurch pflege ich Kontakte zu Menschen in Schlesien und au\u00dferhalb der Region sowie zu Mitgliedsorganisationen, denn das w\u00fcrde mir sonst am meisten fehlen. Ich habe mir auch vorgestellt, dass ich im Ruhestand genug Zeit haben w\u00fcrde, um meine Nachbarn zu besuchen, mit dem Dorfrat zusammenzuarbeiten und Zeit f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten in meiner Ortschaft zu haben. All das ist wahr geworden. Es ist wunderbar. Ich habe mir auch vorgestellt, dass ich im Ruhestand Zeit finden w\u00fcrde, Menschen aus anderen DFKs zu besuchen, die ich einmal kennengelernt habe, und genau das passiert jetzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_68150\" style=\"width: 876px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68150\" class=\" wp-image-68150\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-domu-machajac-sasiadowi_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"866\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-domu-machajac-sasiadowi_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-domu-machajac-sasiadowi_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-domu-machajac-sasiadowi_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/przy-domu-machajac-sasiadowi_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 866px) 100vw, 866px\" \/><p id=\"caption-attachment-68150\" class=\"wp-caption-text\">Monika Wittek<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p><strong>So wie jetzt, denn es giltja jetzt, z.B. das HDPZ-Projekt \u201eSt\u00e4rkung der Strukturen der deutschen Minderheit\u201d zu realisieren.<\/strong><\/p>\n<p>Und meine Aufgabe ist es, die DFKs zu besuchen, zu beraten und Vorschl\u00e4ge zu machen, was man tun kann. Nat\u00fcrlich werde ich mich dabei auf das Wissen st\u00fctzen, das ich w\u00e4hrend meiner Arbeit beim VdG erworben habe, und gleichzeitig pr\u00e4sentieren, wie wir ein bestimmtes Thema in unserem DFK umsetzen. Derzeit bin ich im Bezirk Kattowitz, es ist super.<\/p>\n<p><strong>Welche weiteren interessanten Projekte werden Sie in n\u00e4chster Zeit realisieren?<\/strong><\/p>\n<p>Noch in diesem Jahr koordiniere ich eine Reise zum Weihnachtsmarkt in Zittau und Umgebung. Wir tun dies als DFK Zelasno in Zusammenarbeit mit dem DFK Mechnitz. Mitfahren k\u00f6nnen nicht nur Mitglieder der Minderheit \u2013 wir sind offen f\u00fcr alle Interessierten. In diesem Jahr planen wir auch Besichtigungen der Jubil\u00e4umskirchen in Mallnie, Kupferberg und Chorulla, und f\u00fcr 2026 habe ich im Rahmen der Aktivit\u00e4ten des DFK Zelasno einen Ausflug zum Theater in Teschen geplant, um die Auff\u00fchrung \u201eDer erwartete Gast\u201c zu sehen. Au\u00dferdem ist ein Neujahrstreffen in unserem DFK mit einem Konzert geplant. Wenn wir noch weiter in die Zukunft blicken, erwartet uns im M\u00e4rz n\u00e4chsten Jahres ein Berichtstreffen im DFK Zelasno, und dann werden wir weitere Ziele, Tr\u00e4ume und Ausfl\u00fcge verwirklichen. Und so wird es weitergehen, solange ich die Kraft dazu habe.<\/p>\n<p><strong>Was erwarten Sie f\u00fcr diese enorme Anstrengung?<\/strong><\/p>\n<p>Ein L\u00e4cheln und ein Dankesch\u00f6n. Fr\u00fcher fuhr eine Frau mit uns zu Ausfl\u00fcgen, die mir aus Dankbarkeit immer S\u00fc\u00dfigkeiten schenkte. Das war sehr nett, das reichte mir.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Fast drei Jahrzehnte lang war Monika Wittek f\u00fcr Kulturprojekte des VdG zust\u00e4ndig. Sie hat ihre Aufgaben vorbildlich erf\u00fcllt. Seit \u00fcber 30 Jahren ist sie zudem im DFK Zelasno aktiv, aktuell als Vorsitzende. Auch hier arbeitet sie mit Volldampf an der Pflege der deutschen Kultur. 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