{"id":69918,"date":"2025-12-10T21:10:46","date_gmt":"2025-12-10T20:10:46","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/ein-meilenstein-in-warschau-2\/"},"modified":"2025-12-10T21:10:46","modified_gmt":"2025-12-10T20:10:46","slug":"ein-meilenstein-in-warschau-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ein-meilenstein-in-warschau-2\/","title":{"rendered":"Ein Meilenstein in Warschau"},"content":{"rendered":"<h1><strong>20 Jahre Dialog zwischen Staat und Minderheiten<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Im Festsaal des Ministeriums f\u00fcr Inneres und Verwaltung in der Warschauer Batorego-Stra\u00dfe wurde am heutigen Mittwoch, den 10. Dezember 2025, Geschichte gefeiert und gleichzeitig die Zukunft geplant. Die Gemeinsame Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten (KWRiMNiE) beging ihre 90. Sitzung \u2013 ein Jubil\u00e4um, das genau 20 Jahre nach der Verabschiedung des Minderheitengesetzes stattfand. Neben festlichen Reden und Auszeichnungen standen vor allem die politischen Perspektiven der Deutschen Minderheit im Fokus, vertreten durch Ryszard Galla, Rafa\u0142 Bartek und den geehrten Helmut Paisdzior.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Rahmen h\u00e4tte kaum feierlicher sein k\u00f6nnen. Im W\u0142adys\u0142aw-Stasiak-Saal des Ministeriums versammelten sich am Vormittag Vertreter der Regierung, Parlamentarier und Repr\u00e4sentanten der verschiedenen in Polen lebenden Minderheiten. Was vor zwei Jahrzehnten als gesetzliches Experiment begann, hat sich zu einer festen Institution des Dialogs entwickelt. Doch bei aller Feierlaune machten die Vertreter der Deutschen Minderheit deutlich: Das Jubil\u00e4um ist kein Ruhepolster, sondern ein Startschuss f\u00fcr notwendige Reformen.<\/p>\n<h2><strong>Feierlichkeiten und finanzielle Erfolge<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr Ryszard Galla ist 2025 ein Symboljahr: Es markiert 20 Jahre Minderheitengesetz und das Wirken der Gemeinsamen Kommission. Doch hinter den Feierlichkeiten steckte harte Arbeit, die sich nun auszahlt. Zu den gr\u00f6\u00dften Erfolgen z\u00e4hlen das neue Sekretariat f\u00fcr die Minderheiten in der Sejm-Kanzlei und eine deutliche Aufstockung der Finanzen. \u201eSeit dem Regierungswechsel verzeichnen wir einen Anstieg der Mittel\u201c, betonte Galla. Dank zus\u00e4tzlicher Gelder aus dem Parlament stehen ab Januar den nationalen und ethnischen Minderheiten insgesamt 25 Millionen Z\u0142oty bereit \u2013 eine Summe, die auch der Deutschen Minderheit Planungssicherheit gibt. Zwar gebe es weiterhin Stimmen, die noch mehr Unterst\u00fctzung forderten, doch nach \u201eacht Jahren schwieriger Zusammenarbeit\u201c \u00fcberwiege nun seit zwei Jahren eindeutig der Optimismus.<\/p>\n<div id=\"attachment_68263\" style=\"width: 912px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68263\" class=\" wp-image-68263\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/90-Komisja-wspolna-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"902\" height=\"601\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/90-Komisja-wspolna-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/90-Komisja-wspolna-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/90-Komisja-wspolna-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/90-Komisja-wspolna.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 902px) 100vw, 902px\" \/><p id=\"caption-attachment-68263\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2><strong>Die gro\u00dfe Gesetzesnovelle im Blick<\/strong><\/h2>\n<p>Der Blick richtet sich nun starr auf die kommenden zwei Jahre. Das Ziel ist ambitioniert: Eine umfassende Novellierung des Minderheitengesetzes. \u201eDas kommende Jahr wird sicherlich im Zeichen der Arbeit an der Novellierung des Gesetzes stehen. Das ist ein gewaltiges Unterfangen\u201c, gab Galla zu bedenken und f\u00fcgt hinzu: \u201eJahrelang hat der politische Wille gefehlt, doch nun gibt es eine Arbeitsgruppe und politisches gr\u00fcnes Licht.\u201c Die Arbeitsgruppe hat sich am Vortag der Sitzung getroffen: \u201eWir haben die zu bearbeitenden Bereiche festgelegt, und das sind praktisch alle Bereiche\u201c, sagt Bernard Gajda, Mitglied der Gemeinsamen Kommission.<\/p>\n<div id=\"attachment_68265\" style=\"width: 916px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68265\" class=\" wp-image-68265\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-mit-der-Medaille-2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"906\" height=\"604\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-mit-der-Medaille-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-mit-der-Medaille-2-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-mit-der-Medaille-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-mit-der-Medaille-2.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 906px) 100vw, 906px\" \/><p id=\"caption-attachment-68265\" class=\"wp-caption-text\">Helmut Paisdzior nimmt Gratulationen entgegen.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Die Sorge gilt der Zeit. Bis zum Ende der Legislaturperiode bleiben nur zwei Jahre. \u201eDie Frage ist, ob die Zeit und die Entschlossenheit ausreichen werden, um tats\u00e4chlich bis zum Ende der Legislaturperiode eine Novellierung vorzubereiten, die die Minderheitenseite zufriedenstellt\u201c, so Galla. Der Prozess m\u00fcsse durch Sejm, Senat und schlie\u00dflich zur Unterschrift des Pr\u00e4sidenten. Dennoch herrscht vorsichtiger Optimismus: \u201eIch denke, es besteht eine Chance, und ich w\u00fcnsche uns, dass die Entschlossenheit ausreicht.\u201c<\/p>\n<h2><strong>R\u00fcckkehr der Normalit\u00e4t und neue Qualit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Auch Rafa\u0142 Bartek, Vorsitzender des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), zog eine Bilanz, die von Erleichterung \u00fcber die ver\u00e4nderte politische Atmosph\u00e4re gepr\u00e4gt war. \u201eDer gr\u00f6\u00dfte Erfolg ist auf jeden Fall die Novelle des Minderheitengesetzes\u201c, betonte Bartek und verwies auf die Institutionalisierung der Minderheitenrechte. \u201eDie Tatsache, dass es ab dem November ein Sekretariat der Minderheiten beim polnischen Sejm gibt, ist schon ein gro\u00dfer Erfolg dieses Jahres. W\u00fcrde man mich das vor zwei, drei Jahren fragen, w\u00fcrde ich sagen, das ist nicht m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68264\" style=\"width: 897px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68264\" class=\" wp-image-68264\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-I-Szymanski-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"887\" height=\"591\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-I-Szymanski-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-I-Szymanski-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-I-Szymanski-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-I-Szymanski.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px\" \/><p id=\"caption-attachment-68264\" class=\"wp-caption-text\">Ryszard Galla und Tomasz Szyma\u0144ski, Staatssekret\u00e4r im <span class=\"mw-page-title-main\">Ministerium f\u00fcr Inneres und Verwaltung.<\/span><br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2><strong>Unzufriedenheit im Detail: Bildung<\/strong><\/h2>\n<p>Doch bei allem Lob f\u00fcr den neuen Dialog sparte Bartek nicht mit Kritik in der Sache: \u201eEin wunder Punkt bleibt das Bildungswesen\u201c, stellte Bartek klar. Dabei stehe die deutsche Minderheit nicht allein. \u201eUnzufrieden sind auch die Litauer, die Ukrainer und andere Minderheiten, wo wir seit Jahren darauf hinweisen, dass das Geld, was da flie\u00dft, besser genutzt werden k\u00f6nnte\u201c, so Bartek, der von der Regierungsseite mehr Mut fordert, ins Detail zu gehen. \u201eEs sind ja keine gro\u00dfen Themen, die jetzt die ganze Bev\u00f6lkerung betreffen. Aber trotzdem ist es irgendwo ein Beweis der Qualit\u00e4t der Politik in einem Land.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68266\" style=\"width: 910px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68266\" class=\" wp-image-68266\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-2-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Ryszard-Galla-2.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><p id=\"caption-attachment-68266\" class=\"wp-caption-text\">Ein Jahr der Feierlichkeiten, aber auch der harten Budgetverhandlungen: Ryszard Galla zeigt sich optimistisch \u00fcber die gesicherten Gelder.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2><strong>Ehre, wem Ehre geb\u00fchrt: Helmut Paisdzior ausgezeichnet<\/strong><\/h2>\n<p>Ein emotionaler H\u00f6hepunkt der Sitzung war die Verleihung von Auszeichnungen an verdiente Pers\u00f6nlichkeiten. Helmut Paisdzior, ehemaliger Abgeordneter der Deutschen Minderheit im Sejm (I. bis IV. Kadenz), wurde mit der bronzenen Gloria-Artis-Medaille f\u00fcr kulturelle Verdienste geehrt \u2013 der h\u00f6chsten polnischen Auszeichnung in diesem Bereich.<\/p>\n<p>Sichtlich bewegt zeigte sich Paisdzior im Anschluss an die Zeremonie. \u201eF\u00fcr mich war das zuerst eine gro\u00dfe \u00dcberraschung\u201c, gestand er bescheiden. Er widmete die Auszeichnung sofort seinen Weggef\u00e4hrten: \u201eMeine Verdienste in diesem Bereich sind eine Wenigkeit. Denn ohne das Umfeld um mich herum h\u00e4tte ich sicherlich viele Sachen nicht durchbringen oder erreichen k\u00f6nnen.\u201c Er erinnerte an die Unterst\u00fctzung durch Freunde und Kollegen und f\u00fcgte hinzu: \u201eDer liebe Gott oder die Sankt Anna haben uns viel geholfen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68269\" style=\"width: 906px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68269\" class=\" wp-image-68269\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v.l.-Rafal-Bartek-Bernard-Gaida-Tomasz-Szymanski-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"597\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v.l.-Rafal-Bartek-Bernard-Gaida-Tomasz-Szymanski-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v.l.-Rafal-Bartek-Bernard-Gaida-Tomasz-Szymanski-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v.l.-Rafal-Bartek-Bernard-Gaida-Tomasz-Szymanski-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v.l.-Rafal-Bartek-Bernard-Gaida-Tomasz-Szymanski.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 896px) 100vw, 896px\" \/><p id=\"caption-attachment-68269\" class=\"wp-caption-text\">V.l. Rafa\u0142 Bartek, Bernard Gaida, Tomasz Szyma\u0144ski.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>\u201eEs ist symbolisch, wenn der Staat Vertreter von Minderheiten daf\u00fcr auszeichnet, dass sie sich f\u00fcr die Erhaltung der Minderheitenkultur einsetzen. Es ist eine Anerkennung durch den Staat, dass das Engagement der Minderheiten f\u00fcr ihre eigene Kultur und Tradition zugleich ein Wirken f\u00fcr die Kultur des gesamten Staates darstellt. Es ist etwas Wesentliches und Wichtiges, nicht nur f\u00fcr die Minderheiten selbst, sondern auch f\u00fcr die gesamte Gesellschaft\u201c, res\u00fcmiert Grzegorz Kuprianowicz, Ko-Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten, Vertreter der ukrainischen Minderheit.<\/p>\n<h2><strong>Der Blick zur\u00fcck und die Mahnung an die Eltern<\/strong><\/h2>\n<p>Paisdzior nutzte den Moment auch f\u00fcr einen historischen R\u00fcckblick auf die Anf\u00e4nge nach der Wende: \u201eWir waren die erste Minderheit im Parlament, wir hatten sechs Abgeordnete und einen Senator\u201c, erinnerte er. Damals sei das Konzept einer nicht-einheitlichen Nation f\u00fcr viele noch neu gewesen. Nach 35 Jahren blickt er nun mit Stolz auf die junge Generation, die Verantwortung \u00fcbernimmt: \u201eEs ist f\u00fcr uns eine gro\u00dfe Zukunft, wenn man sich anschaut, wie aktiv die jungen Menschen in den Strukturen und unseren Organisationen sind.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68735\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68735\" class=\"size-large wp-image-68735\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-wurde-mit-der-bronzenen-Gloria-Artis-Medaille-fuer-kulturelle-Verdienste-geehrt-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-wurde-mit-der-bronzenen-Gloria-Artis-Medaille-fuer-kulturelle-Verdienste-geehrt-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-wurde-mit-der-bronzenen-Gloria-Artis-Medaille-fuer-kulturelle-Verdienste-geehrt-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-wurde-mit-der-bronzenen-Gloria-Artis-Medaille-fuer-kulturelle-Verdienste-geehrt-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Helmut-Paisdzior-wurde-mit-der-bronzenen-Gloria-Artis-Medaille-fuer-kulturelle-Verdienste-geehrt.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-68735\" class=\"wp-caption-text\">Helmut Paisdzior wurde mit der bronzenen Gloria-Artis-Medaille f\u00fcr kulturelle Verdienste geehrt.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Doch der Veteran der Minderheitenpolitik hatte auch eine mahnende Botschaft, die sich direkt an die Familien richtete: \u201eDie Weitergabe der Identit\u00e4t ist nicht allein Aufgabe der Politik oder der Schulen. Es sind die Eltern, die wahrscheinlich die wichtigste Rolle spielen, unsere Vergangenheit den Kindern weiterzugeben\u201c, appellierte Paisdzior.<\/p>\n<p>Er warnte davor, die Vergangenheit zu ignorieren. \u201eWenn man sagt: \u201aVergangenheit ist nicht meine Sache, ich lebe jetzt hier\u2018 \u2013 das ist ganz schlecht, alles falsch. Man muss an unsere Wurzeln denken, woher wir kommen. Diese Verantwortung liegt vor allem bei den M\u00fcttern und V\u00e4tern\u201c, sagt Paisdzior.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20 Jahre Dialog zwischen Staat und Minderheiten Im Festsaal des Ministeriums f\u00fcr Inneres und Verwaltung in der Warschauer Batorego-Stra\u00dfe wurde am heutigen Mittwoch, den 10. Dezember 2025, Geschichte gefeiert und gleichzeitig die Zukunft geplant. Die Gemeinsame Kommission der Regierung und der nationalen und ethnischen Minderheiten (KWRiMNiE) beging ihre 90. 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