{"id":69847,"date":"2025-12-21T16:02:25","date_gmt":"2025-12-21T15:02:25","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/eine-schlesische-weihnachtsgeschichte-2\/"},"modified":"2025-12-21T16:02:25","modified_gmt":"2025-12-21T15:02:25","slug":"eine-schlesische-weihnachtsgeschichte-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/eine-schlesische-weihnachtsgeschichte-2\/","title":{"rendered":"Eine schlesische Weihnachtsgeschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie ist das eigentlich mit Erinnerungen, mit dem kulinarischen Ged\u00e4chtnis, mit der R\u00fcckkehr in die Vergangenheit und dem bewussten Pflegen von Traditionen?<\/strong><br \/>\n<strong>Unbestritten ist der Mohn eines der kulinarischen Bindeglieder Schlesiens. Angeblich kam er einst mit t\u00fcrkischen H\u00e4ndlern in unsere Gegenden. In der deutschen Esskultur war Mohn jedoch seit jeher bekannt und gesch\u00e4tzt. Wer liebt ihn nicht \u2013 Mohnkuchen, Mohnbabe oder eben Mohnpielen? Meine Familie z\u00e4hlt ganz eindeutig zur Gruppe der leidenschaftlichen Mohnliebhaber.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mohnpielen oder Mohnkl\u00f6\u00dfe waren traditionell Frauensache: Urgro\u00dfm\u00fctter, Gro\u00dfm\u00fctter, M\u00fctter und Tanten bereiteten sie zu Hause zu. In Oberschlesien geh\u00f6rten sie zu den sieben Speisen am Heiligen Abend. Auch dem Vieh wurde davon gereicht \u2013 man glaubte, dies w\u00fcrde ihm Kraft verleihen.<\/p>\n<div id=\"attachment_68563\" style=\"width: 927px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68563\" class=\" wp-image-68563\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/IMG_20251218_135735_Easy-Resize.com_-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"917\" height=\"917\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/IMG_20251218_135735_Easy-Resize.com_-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/IMG_20251218_135735_Easy-Resize.com_-300x300.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/IMG_20251218_135735_Easy-Resize.com_-150x150.jpg 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/IMG_20251218_135735_Easy-Resize.com_-768x768.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/IMG_20251218_135735_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 917px) 100vw, 917px\" \/><p id=\"caption-attachment-68563\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>In vielen Familien Niederschlesiens galten Mohnkl\u00f6\u00dfe als Weihnachtsdessert und wurden manchmal auch zu Silvester und Neujahr serviert. Warum gerade an diesen Tagen, bleibt unklar. In der Tradition symbolisierte Mohn Gl\u00fcck und Wohlstand. Kein Wunder also, dass Mohnkl\u00f6\u00dfe auch in der Literatur zu festlichen Helden wurden. Sie erscheinen etwa bei Theodor Fontane in Vor dem Sturm. Roman aus dem Winter 1812\/13 oder bei Julius Stinde im Roman Die Familie Buchholz.<\/p>\n<div id=\"attachment_68577\" style=\"width: 571px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68577\" class=\" wp-image-68577\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Makowki-von-Beate-1-297x300.jpg\" alt=\"\" width=\"561\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Makowki-von-Beate-1-297x300.jpg 297w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Makowki-von-Beate-1.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px\" \/><p id=\"caption-attachment-68577\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Beate M. Roch<\/p><\/div>\n<p>An den Mohn \u2013 so lautet eine Ode von Joachim Engelsmann, ver\u00f6ffentlicht 1910 im Schlesischen Weihnachts-Almanach. In den letzten Versen schreibt der Autor, dass kein festliches Schlesiertreffen ohne Mohn stattfinden k\u00f6nne. Denn hier, auf dieser Erde, schmecke er am besten.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Im Caf\u00e9 Lucullus in G\u00f6rlitz lassen sich Mohnpielen das ganze Jahr \u00fcber genie\u00dfen, ebenso auf dem allj\u00e4hrlichen Weihnachtsmarkt. Zur Auswahl stehen eine klassische Variante sowie eine zweite, verfeinert mit Eierlik\u00f6rso\u00dfe und einem Hauch Schlagsahne. Beide sind eine n\u00e4here Bekanntschaft wert.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In der wundersch\u00f6n handillustrierten Arbeit von Kurt Schmidt \u00fcber Leben und Traditionen der Weber im Isergebirge lernen wir die Menschen als Liebhaber von S\u00fc\u00dfspeisen und Kaffee kennen \u2013 besonders von Mohnkl\u00f6\u00dfen und Mohnbabe. Kl\u00f6\u00dfe seien generell ein zentraler Bestandteil der regionalen K\u00fcche (Volkskunde des Webers im Isergebirge, Beuthen 1936).<\/p>\n<div id=\"attachment_68565\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68565\" class=\"size-large wp-image-68565\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnkloesse-von-Karin-M.Roch_-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnkloesse-von-Karin-M.Roch_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnkloesse-von-Karin-M.Roch_-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnkloesse-von-Karin-M.Roch_-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnkloesse-von-Karin-M.Roch_-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnkloesse-von-Karin-M.Roch_.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-68565\" class=\"wp-caption-text\">Mohnkl\u00f6sse von Karin M. Roch<br \/>Foto: Karin M.Roch<\/p><\/div>\n<p>Und nun kommt das Beste: In der Unterhaltungs-Beilage zum Oberschlesischen Wanderer von 1909 (Nr. 84) wurde eine Umfrage ver\u00f6ffentlicht. Meine Aufmerksamkeit erregte eine Antwort auf die Frage: \u201eWarum heiraten M\u00e4nner?\u201c<br \/>\nEin Befragter antwortete: \u201eIch habe geheiratet, weil meine Auserw\u00e4hlte so hervorragende Mohnkl\u00f6\u00dfe zubereitete, dass ich weder ihnen noch ihr widerstehen konnte.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68569\" style=\"width: 441px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68569\" class=\"size-full wp-image-68569\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/SDB-Schlesische-Zeitung-1905-Nr.-914.png\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/SDB-Schlesische-Zeitung-1905-Nr.-914.png 431w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/SDB-Schlesische-Zeitung-1905-Nr.-914-300x244.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><p id=\"caption-attachment-68569\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: SDB, Schlesische Zeitung, 1905, Nr. 914<\/p><\/div>\n<p>Schon lange wei\u00df man: Der k\u00fcrzeste Weg zum Herzen f\u00fchrt durch den Magen.<\/p>\n<p>Wer Schlesien kulinarisch neu entdecken m\u00f6chte und s\u00fc\u00dfe Speisen liebt, wird unweigerlich auch auf Mohnkl\u00f6\u00dfe sto\u00dfen. Man k\u00f6nnte sie als eine Art Mohnkuchen ohne Teig bezeichnen \u2013 reine F\u00fcllung, ganz ohne trockene Teigbestandteile.<\/p>\n<p>Im Caf\u00e9 Lucullus in G\u00f6rlitz lassen sich Mohnpielen das ganze Jahr \u00fcber genie\u00dfen, ebenso auf dem allj\u00e4hrlichen Weihnachtsmarkt. Zur Auswahl stehen eine klassische Variante sowie eine zweite, verfeinert mit Eierlik\u00f6rso\u00dfe und einem Hauch Schlagsahne. Beide sind eine n\u00e4here Bekanntschaft wert.<\/p>\n<div id=\"attachment_68566\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68566\" class=\"size-large wp-image-68566\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnpielen-von-Karin-M.Roch_-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnpielen-von-Karin-M.Roch_-768x1024.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnpielen-von-Karin-M.Roch_-225x300.jpg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnpielen-von-Karin-M.Roch_-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mohnpielen-von-Karin-M.Roch_.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><p id=\"caption-attachment-68566\" class=\"wp-caption-text\">Mohnpielen von Karin M. Roch<br \/>Foto: Karin M.Roch<\/p><\/div>\n<p>Interessanterweise enthalten historische Rezepte sowohl blauen als auch wei\u00dfen Mohn. Ein solches finden wir im Gro\u00dfen illustrierten Kochbuch von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1904:<\/p>\n<p>Rezept 1689. Mohnspeise oder Mohnpielen. F\u00fcr 8 Personen.<\/p>\n<p>\u00bd l wei\u00dfer Mohn wird mehrmals gewaschen, dann mit kochendem Wasser gebr\u00fcht und, nachdem dieses abgegossen ist, in das warme Ofenrohr gestellt. Hierauf wird der Mohn in der Reibsch\u00fcssel mit ungekochter Milch fein zerrieben. Vier Milchbr\u00f6tchen werden zuvor in W\u00fcrfel geschnitten und mit Milch angefeuchtet. Diese geweichten Semmeln vermengt man nun mit dem Mohn und gibt 100 g sauber gewaschene Korinthen sowie 10 g fein gewiegte Mandeln dazu. Nachdem alles gut vermischt und nach Geschmack ges\u00fc\u00dft wurde, f\u00fcllt man die Mohnpielen in eine Glasschale und bestreut sie mit Zucker und Zimt oder garniert sie mit Makronen und kleinen L\u00f6ffelbiskuits. Die Mohnpielen bilden sowohl an Silvester als auch am Heiligen Abend eine beliebte Speise.<\/p>\n<div id=\"attachment_68568\" style=\"width: 617px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68568\" class=\"size-full wp-image-68568\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/SDB-Schlesische-Zeitung-1912-Nr.-892.png\" alt=\"\" width=\"607\" height=\"570\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/SDB-Schlesische-Zeitung-1912-Nr.-892.png 607w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/SDB-Schlesische-Zeitung-1912-Nr.-892-300x282.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 607px) 100vw, 607px\" \/><p id=\"caption-attachment-68568\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: SDB Schlesische Zeitung, 1912, Nr. 892<\/p><\/div>\n<p>Ein zweites Rezept stammt von Karin M. Roch. Es hat mein Herz erobert \u2013 denn so kann ich Mohnpielen auch f\u00fcr meinen Vater zubereiten.<\/p>\n<h3>Mohnkl\u00f6\u00dfe f\u00fcr Diabetiker<\/h3>\n<p><strong>Zutaten:<\/strong><br \/>\n200 g Mohn<br \/>\n100 g Waln\u00fcsse<br \/>\n100 g Haseln\u00fcsse<br \/>\n50 g Butter<br \/>\n500 g unges\u00fc\u00dfte Mandelmilch<br \/>\nfl\u00fcssiger S\u00fc\u00dfstoff<br \/>\n1 Vanilleschote<br \/>\nMandelaroma<br \/>\n2 Br\u00f6tchen mit niedrigem GI<\/p>\n<p>Zubereitung:<\/p>\n<p>Die Br\u00f6tchen in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.<br \/>\nMandelmilch mit S\u00fc\u00dfstoff aufkochen. Mohn und die restlichen Zutaten dazugeben und ca. 20 Minuten kochen, dabei regelm\u00e4\u00dfig umr\u00fchren, damit die Masse nicht spritzt oder ansetzt.<br \/>\nIn einem Gef\u00e4\u00df schichten: zuerst Mohnmasse, dann Br\u00f6tchen, dann wieder Mohn \u2013 so fortfahren. Die oberste Schicht sollte stets aus Mohn bestehen.<\/p>\n<p>Die Mohnkl\u00f6\u00dfe abk\u00fchlen lassen, damit sich die Aromen verbinden \u2013 am besten bis zum n\u00e4chsten Tag im K\u00fchlschrank. Nach Belieben dekorieren.<br \/>\nZusammenfassend l\u00e4sst sich mit Freude feststellen, dass auch j\u00fcngere Generationen Interesse an Mohnkl\u00f6\u00dfen zeigen. Eine kleine Umfrage in den sozialen Medien ergab, dass der \u201eMohnpudding\u201c \u2013 wie Mohnpielen oft genannt werden \u2013 nicht nur in Schlesien oder Deutschland, sondern sogar \u00fcbersee bekannt, beliebt und zu den Feiertagen traditionell serviert wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_68567\" style=\"width: 456px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68567\" class=\"size-full wp-image-68567\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Digitale-Wienbibliothek-Grosses-illustriertes-Kochbuch-von-Ehrhardt-Mathilde-1904.png\" alt=\"\" width=\"446\" height=\"633\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Digitale-Wienbibliothek-Grosses-illustriertes-Kochbuch-von-Ehrhardt-Mathilde-1904.png 446w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Digitale-Wienbibliothek-Grosses-illustriertes-Kochbuch-von-Ehrhardt-Mathilde-1904-211x300.png 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><p id=\"caption-attachment-68567\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Digitale Wienbibliothek, Gro\u00dfes illustriertes Kochbuch von Ehrhardt Mathilde 1904<\/p><\/div>\n<p>Mohnkl\u00f6\u00dfe bleiben somit ein kulturelles Bindeglied, ein Symbol, das historische Umbr\u00fcche, famili\u00e4re Verwerfungen und Zeiten des Wandels \u00fcberdauert hat. Und so wundert es mich kaum, dass auf die Frage: \u201eWomit verbindest du Schlesien kulinarisch?\u201c fast immer die Antwort lautet: \u201eMohnkl\u00f6\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>Dies unterschreibe ich mit beiden H\u00e4nden. Auch ich sehe vor meinem inneren Auge den Garten meiner lieben Gro\u00dfmutter, die raschelnden Mohnkapseln im Herbst, die wir anschlie\u00dfend auf dem Dachboden der Scheune aufh\u00e4ngten \u2013 dort warteten sie geduldig auf ihren gro\u00dfen Tag im Dezember.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ist das eigentlich mit Erinnerungen, mit dem kulinarischen Ged\u00e4chtnis, mit der R\u00fcckkehr in die Vergangenheit und dem bewussten Pflegen von Traditionen? Unbestritten ist der Mohn eines der kulinarischen Bindeglieder Schlesiens. Angeblich kam er einst mit t\u00fcrkischen H\u00e4ndlern in unsere Gegenden. In der deutschen Esskultur war Mohn jedoch seit jeher bekannt und gesch\u00e4tzt. 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