{"id":69813,"date":"2025-12-26T13:42:31","date_gmt":"2025-12-26T12:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/erbe-in-den-handen\/"},"modified":"2025-12-26T13:42:31","modified_gmt":"2025-12-26T12:42:31","slug":"erbe-in-den-handen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/erbe-in-den-handen\/","title":{"rendered":"Erbe in den H\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<h1>Kunstprojekt<\/h1>\n<p><strong>Am 18. Dezember fand im Garten des Deutschen Konsulats in Oppeln die Vernissage statt, die das Projekt \u201eErbe in den H\u00e4nden. Wolle, Muster und gemeinsame Form\u201c abschloss. Die Initiative, die vom Deutschen Konsulat in Oppeln in Zusammenarbeit mit der Galerie f\u00fcr Zeitgen\u00f6ssische Kunst in Oppeln sowie dem Verein Pro Liberis Silesiae vorbereitet wurde, verband k\u00fcnstlerische Workshops mit der Auseinandersetzung mit dem lokalen Kulturerbe.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nZiel des Projekts war es, die regionale Tradition und das kulturelle Erbe durch k\u00fcnstlerische Aktivit\u00e4ten erfahrbar zu machen \u2013 durch Ber\u00fchrung, die Arbeit mit nat\u00fcrlichen Materialien und gemeinsames Gestalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_68666\" style=\"width: 924px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68666\" class=\" wp-image-68666\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05792_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"914\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05792_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05792_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05792_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05792_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 914px) 100vw, 914px\" \/><p id=\"caption-attachment-68666\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2>Kunst als andere Perspektive<\/h2>\n<p>Die Bedeutung des Projekts unterstreicht der deutsche Konsul in Oppeln, Peter Herr:<br \/>\n\u201eDieses Projekt ist eine andere Aussicht auf die Wirklichkeit. Ich finde es sehr faszinierend, dass es hier im Konsulat, beziehungsweise auch hier auf unserem Rasen, zu etwas kommen kann, das die Perspektive auf eigentlich normale Dinge etwas \u00e4ndert und uns neue M\u00f6glichkeiten offeriert. Das deutsche Konsulat in Oppeln hat nicht nur den Auftrag, normale, b\u00fcrokratische Dinge zu regeln, sondern wir stellen ja auch die Bundesrepublik Deutschland dar.<\/p>\n<div id=\"attachment_68665\" style=\"width: 861px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68665\" class=\" wp-image-68665\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05625_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"851\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05625_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05625_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05625_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05625_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 851px) 100vw, 851px\" \/><p id=\"caption-attachment-68665\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Herr betont, dass die Unterst\u00fctzung des Projekts eine bewusste Entscheidung war. Das Konsulat habe nicht nur administrative Aufgaben, sondern repr\u00e4sentiere die Bundesrepublik Deutschland in ihrer kulturellen Vielfalt.<\/p>\n<p>\u201eDie Bundesrepublik Deutschland hat, insbesondere was die Kunst angeht, sehr viele unterschiedliche Facetten. Und ich bin sehr, sehr gl\u00fccklich, dass es hier in Oppeln dazu kommen kann, dass wir diese verschiedenen Facetten meiner Heimat auch dem polnischen Publikum zeigen d\u00fcrfen. Das ist nat\u00fcrlich etwas ganz Tolles.\u201c<\/p>\n<h2>Eine Woche intensiver Begegnungen<\/h2>\n<p>\u00dcber Umfang und Dynamik des Projekts berichtet Dr. Margarethe Wysdak, Vorsitzende des Vereins Pro Liberis Silesiae:<br \/>\n\u201eDas Projekt entwickelte sich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum. Den Auftakt bildeten ein Konzert und eine Ausstellung zum Thema Zement \u2013 ein bewusst gew\u00e4hlter Bezug zur Region. Danach leitete Katarzyna Adamek Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der k\u00fcnstlerischen Suche nach regionalen Mustern an.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Konsul Peter Herr: \u201eDie Bundesrepublik Deutschland hat, insbesondere was die Kunst angeht, sehr viele unterschiedliche Facetten. Und ich bin sehr, sehr gl\u00fccklich, dass es hier in Oppeln dazu kommen kann, dass wir diese verschiedenen Facetten meiner Heimat auch dem polnischen Publikum zeigen d\u00fcrfen. Das ist nat\u00fcrlich etwas ganz Tolles.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Teilnehmenden arbeiteten mit Form, Material und Ma\u00dfstab. \u201eWir haben \u00fcberlegt, was man filzen kann und wie man die Region in gro\u00dfen Formen darstellen kann. Es entstanden zwei gro\u00dfformatige Arbeiten. Zudem gab es Floristik durch gro\u00dfes \u201eF\u201c, inspiriert von Gregor Lersch. Zusammen mit der Floristin Monika B\u0119benek schufen die Kinder au\u00dfergew\u00f6hnliche Kompositionen, die heute zu bewundern sind.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68667\" style=\"width: 860px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68667\" class=\"wp-image-68667\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05649_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05649_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05649_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05649_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05649_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><p id=\"caption-attachment-68667\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Zum Projekt geh\u00f6rten auch gemeinschaftliche Aktivit\u00e4ten wie Brotbacken, Gespr\u00e4che \u00fcber regionale Weihnachtstraditionen und \u2013 besonders wichtig \u2013 die bewusste Abkehr von digitalen Medien. \u201eDie Kinder waren frei von TikTok und Social Media. Sie arbeiteten mit H\u00e4nden und allen Sinnen und entdeckten Kunst und die Welt auf ganz neue Weise. Wir wollten zeigen, dass die Werte der Region durch Kunst erfahrbar werden \u2013 und das ist gelungen\u201c, fasst Wysdak zusammen.<\/p>\n<h2>Workshops, die in Erinnerung bleiben<\/h2>\n<p>Zentraler Bestandteil des Projekts waren die Workshops unter der Leitung von Katarzyna Adamek, einer aus Oppeln stammenden K\u00fcnstlerin, die heute in Berlin lebt:<br \/>\n\u201eDie letzten Tage haben wir die Workshops im Park durchgef\u00fchrt. Heute sind wir bei der Vernissage\u201c, sagt Adamek. \u201eWas zu sehen ist, sind zwei gro\u00dfe Gemeinschaftsarbeiten. Der Prozess war nicht einfach. Wir begannen mit Skizzen und Gespr\u00e4chen \u00fcber lokale Ver\u00e4nderungen und dar\u00fcber, was wir zeigen m\u00f6chten. Danach folgte die Umsetzung.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68668\" style=\"width: 905px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68668\" class=\" wp-image-68668\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05817_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"895\" height=\"596\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05817_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05817_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05817_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05817_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 895px) 100vw, 895px\" \/><p id=\"caption-attachment-68668\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Die Arbeiten haben einen monumentalen Charakter, teilweise bis zu zwei Meter hoch. Sie verbinden Elemente von Street Art und Graffiti mit lokalen Mustern, unter anderem Ankl\u00e4ngen an Oppelner Porzellan. \u201eEs war anspruchsvoll, aber die Kinder und Jugendlichen waren sehr engagiert und begeistert\u201c, f\u00fcgt Adamek hinzu.<\/p>\n<h2>Floristik und das Oppelner Muster<\/h2>\n<p>Mit nat\u00fcrlichen Materialien arbeiteten die Teilnehmenden auch unter der Anleitung von Monika B\u0119benek, Floralk\u00fcnstlerin und Gr\u00fcnderin der Floristikschule Kwitn\u0105ce Horyzonty:<br \/>\n\u201eIch leitete Workshops, in denen wir mit nat\u00fcrlichen Materialien und dem Oppelner Muster arbeiteten\u201c, erkl\u00e4rt B\u0119benek. \u201eDie Kinder fertigten kleine Weihnachtsb\u00e4ume mit Decoupage-Technik und Elemente f\u00fcr die Installation: Spitzenmuster, kleine \u00c4pfel zum Aufh\u00e4ngen und Tannenb\u00e4umchen, die heute an den Birken h\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_68669\" style=\"width: 831px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68669\" class=\" wp-image-68669\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05602_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"821\" height=\"547\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05602_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05602_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05602_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/DSC05602_Easy-Resize.com_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 821px) 100vw, 821px\" \/><p id=\"caption-attachment-68669\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Die Teilnehmenden zeigten gro\u00dfe Fertigkeit im Umgang mit Werkzeugen wie Bohrer oder Hammer und waren sehr neugierig. \u201eSolche Workshops f\u00f6rdern die manuellen F\u00e4higkeiten, die Sensibilit\u00e4t und helfen, Stress abzubauen\u201c, betont die Floristin.<\/p>\n<h2>Eine gemeinsame Geschichte vor Weihnachten<\/h2>\n<p>Das Projekt \u201eErbe in den H\u00e4nden&#8220; wurde mehr als nur eine Reihe von Workshops. Es entwickelte sich zu einem vorweihnachtlichen, generationen\u00fcbergreifenden Dialog und zu einer gemeinsamen Erz\u00e4hlung \u00fcber das kulturelle Erbe der Region. Im Garten des Konsulats trafen Kunst, Tradition und Gemeinschaft aufeinander und schufen einen Raum des bewussten Miteinanders \u2013 ohne Eile, kurz vor Weihnachten.<\/p>\n<p>Gerade in solchen Momenten gewinnt \u201eGewebe des Ortes\u201c seine konkrete Bedeutung: Es verbindet Menschen, Erinnerung und Gegenwart.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunstprojekt Am 18. Dezember fand im Garten des Deutschen Konsulats in Oppeln die Vernissage statt, die das Projekt \u201eErbe in den H\u00e4nden. Wolle, Muster und gemeinsame Form\u201c abschloss. 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