{"id":69694,"date":"2026-01-03T05:00:33","date_gmt":"2026-01-03T04:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/das-denkmal-in-sczedrzik-hat-seine-wurde-zuruckerlangt\/"},"modified":"2026-01-03T05:00:33","modified_gmt":"2026-01-03T04:00:33","slug":"das-denkmal-in-sczedrzik-hat-seine-wurde-zuruckerlangt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/das-denkmal-in-sczedrzik-hat-seine-wurde-zuruckerlangt\/","title":{"rendered":"Das Denkmal in Sczedrzik hat seine W\u00fcrde zur\u00fcckerlangt."},"content":{"rendered":"<h3><strong>Eine Geschichte, die heute keine Emotionen mehr weckt<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Es \u00fcberstand Grenzverschiebungen, Ideologien und Sprachwechsel. Es sollte gesprengt werden, Jahrzehnte sp\u00e4ter l\u00f6ste es eine landesweite Kontroverse aus. Heute erz\u00e4hlt das Denkmal zum Gedenken an die in den Kriegen Gefallenen im Zentrum von Sczedrzik erneut seine Geschichte \u2013 nach der soeben abgeschlossenen Restaurierung, die ihm nicht nur seine urspr\u00fcngliche Form zur\u00fcckgab, sondern auch die Erinnerung an seine bewegten Schicksale wieder wachrief.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Konservierungsarbeiten am Denkmal f\u00fcr die Einwohner von Sczedrzik, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen oder vermisst sind, wurden abgeschlossen. Das Objekt, gelegen am Platz des 1. Mai, wurde gem\u00e4\u00df den Empfehlungen des Denkmalpflegers der Woiwodschaft Oppeln restauriert. Ziel der Arbeiten war es, die Lesbarkeit und \u00c4sthetik des Monuments wiederherzustellen sowie seine Funktion als Erinnerungsort zu unterstreichen.<\/p>\n<div id=\"attachment_68817\" style=\"width: 1238px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68817\" class=\"size-full wp-image-68817\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pomnik1.jpg\" alt=\"\" width=\"1228\" height=\"1064\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pomnik1.jpg 1228w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pomnik1-300x260.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pomnik1-1024x887.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pomnik1-768x665.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1228px) 100vw, 1228px\" \/><p id=\"caption-attachment-68817\" class=\"wp-caption-text\">An der Abnahme der Arbeiten nahmen teil: der B\u00fcrgermeister von Malapane Miros\u0142aw Wieszo\u0142ek, der Stadtrat Adam Kubo\u0144, die Ortsvorsteherin von Sczedrzik Iwona Feliks-W\u00f3jcik, die Leiterin des Referats f\u00fcr kommunales Verm\u00f6gensmanagement der Stadt- und Gemeindeverwaltung Malapane Joanna Zieli\u0144ska, die Hauptspezialistin f\u00fcr kommunale Infrastruktur Helena Podolska sowie eine Vertreterin des ausf\u00fchrenden Unternehmens.<br \/>Foto: Stadt- und Gemeindeverwaltung Malapane<\/p><\/div>\n<h3><strong>Ein Denkmal aus dem Jahr 1934<\/strong><\/h3>\n<p>Das Denkmal in Sczedrzik wurde im Jahr 1934 vom Veteranenverband zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohner gestiftet. In den Sockel wurden die Namen der Opfer eingraviert, gekr\u00f6nt wird das Monument von der Figur des heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen, geschaffen vom Oppelner Bildhauer Kosid\u0142a. Die feierliche Enth\u00fcllung und Weihe des Denkmals fand am 16. September 1934 statt.<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckseite des Sockels wurde damals eine Widmung in deutscher Sprache angebracht:<br \/>\n\u201eIn Liebe und Dankbarkeit gewidmet von der Gemeinde Hitlersee\u201c. Hitlersee \u2013 so lautete der Ortsname w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus.<\/p>\n<h3><strong>Nachkriegszeit und Rettung des Denkmals<\/strong><\/h3>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Zuge der schnellen Polonisierung Schlesiens Entscheidungen getroffen, deutschsprachige Inschriften und Symbole aus dem \u00f6ffentlichen Raum zu entfernen. Dies betraf auch Friedh\u00f6fe und Denkm\u00e4ler. Das Monument in Sczedrzik geriet aus naheliegenden Gr\u00fcnden ebenfalls auf die Liste der zur Beseitigung vorgesehenen Objekte \u2013 seine Sprengung war geplant.<\/p>\n<p>Die Rettung des Denkmals war der entschlossenen Haltung der Einwohner zu verdanken, die auf seinen sakralen Charakter verwiesen. Anstelle der Zerst\u00f6rung wurde die umstrittene Widmung einbetoniert. \u00dcber viele Jahre blieb ihre Existenz unbekannt oder geriet in Vergessenheit.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff9900;\"><strong>Heute ruft das Denkmal zum Gedenken an die Gefallenen in Sczedrzik keine Kontroversen mehr hervor.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Im Jahr 1991 wurde ein gesellschaftliches Komitee von Einwohnern und ehemaligen Einwohnern von Sczedrzik gegr\u00fcndet, das Marmortafeln mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs stiftete. Diese wurden am Sockel des Denkmals angebracht und erweiterten dessen urspr\u00fcngliche Gedenkfunktion.<\/p>\n<p>Im Jahr 2002 wurde bei Reinigungsarbeiten am Sockel die nach dem Krieg einbetonierte Widmung zuf\u00e4llig entdeckt. Ohne breite gesellschaftliche Konsultationen entschied man sich damals, die Inschrift in ihrer urspr\u00fcnglichen Form sichtbar zu belassen. Diese Entscheidung rief Kontroversen hervor. Die Diskussionen betrafen vor allem den Namen \u201eHitlersee\u201c, aber auch die Pr\u00e4senz eines deutschsprachigen Textes im \u00f6ffentlichen Raum. Wie die Initiatoren betonten, sei es nicht ihre Absicht gewesen zu provozieren, sondern ein authentisches historisches Element und die universelle Botschaft der Widmung zu bewahren. Zus\u00e4tzliche Emotionen l\u00f6ste der Zusatz \u201eund DFK Sczedrzyk\u201c aus, der in der urspr\u00fcnglichen Inschrift nicht enthalten war. Letztlich wurde der Schriftzug entfernt, und die Angelegenheit verebbte.<\/p>\n<h3><strong>Ein Ort des Gedenkens, kein Ort des Streits<\/strong><\/h3>\n<p>Die in diesem Jahr abgeschlossene Restaurierung erfolgte unter Aufsicht des Denkmalpflegers und unter Wahrung des historischen Charakters des Objekts. Dank der durchgef\u00fchrten Arbeiten hat das Denkmal seinen Glanz zur\u00fcckerlangt und ist erneut zu einem klar lesbaren Erinnerungsort geworden \u2013 einem Zeugnis der komplexen Geschichte der Region und der Schicksale ihrer Bewohner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Geschichte, die heute keine Emotionen mehr weckt Es \u00fcberstand Grenzverschiebungen, Ideologien und Sprachwechsel. Es sollte gesprengt werden, Jahrzehnte sp\u00e4ter l\u00f6ste es eine landesweite Kontroverse aus. Heute erz\u00e4hlt das Denkmal zum Gedenken an die in den Kriegen Gefallenen im Zentrum von Sczedrzik erneut seine Geschichte \u2013 nach der soeben abgeschlossenen Restaurierung, die ihm nicht nur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":68816,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6045,5625,4229],"tags":[1981,2437,3319,1969,2205,3825,3826,2313],"redaktor":[],"class_list":["post-69694","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildung","category-kultur-de","category-kulturbildung-de","tag-denkmal","tag-dfk-sczedrzik","tag-gmina-ozimek","tag-malapane","tag-pomnik","tag-pomnik-poleglych","tag-sczedrzik","tag-szczedrzyk"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69694"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69694\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69694"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=69694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}