{"id":69690,"date":"2026-01-04T04:50:57","date_gmt":"2026-01-04T03:50:57","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wort-zum-sonntag-vom-evangelischem-bischof-wojciech-pracki\/"},"modified":"2026-01-04T04:50:57","modified_gmt":"2026-01-04T03:50:57","slug":"wort-zum-sonntag-vom-evangelischem-bischof-wojciech-pracki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wort-zum-sonntag-vom-evangelischem-bischof-wojciech-pracki\/","title":{"rendered":"Wort zum Sonntag vom Evangelischem Bischof Wojciech Pracki"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>II. Sonntag nach Weihnachten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lesungen: 1. Johannesbrief 5,11\u201313; Lukasevangelium 2,41\u201352<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: Jesajabuch 61,1\u20133<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir. Denn der HERR hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, um den Armen frohe Botschaft zu bringen, um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung auszurufen und den Gefesselten Befreiung, um ein Gnadenjahr des HERRN auszurufen, einen Tag der Vergeltung f\u00fcr unseren Gott, um alle Trauernden zu tr\u00f6sten, den Trauernden Zions Schmuck zu geben anstelle von Asche, Freuden\u00f6l statt Trauer, ein Gewand des Ruhms statt eines verzagten Geistes. Man wird sie Eichen der Gerechtigkeit nennen, Pflanzung des HERRN zum herrlichen Glanz.<\/p>\n<h2>Gott gibt Trost und Hoffnung<\/h2>\n<p>Wenn sich zwei Polen zu Beginn des neuen Jahres treffen, dann w\u00fcnschen sie sich meistens, dass das neue Jahr nicht schlechter wird als das vorherige. Treffen sie sich ohne besonderen Anlass und fragen einander, wie es ihnen geht, lautet die Antwort oft: Stara bieda \u2013 \u201ealte Armut\u201c. Das bedeutet ungef\u00e4hr so viel wie: nichts Neues, nichts Besonderes. Es bezieht sich nicht auf Niederlagen oder Katastrophen, sondern beschreibt vielmehr den allt\u00e4glichen Zustand.<\/p>\n<div id=\"attachment_49336\" style=\"width: 912px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49336\" class=\" wp-image-49336\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSC07020-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"902\" height=\"601\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSC07020-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSC07020-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSC07020-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSC07020-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSC07020.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 902px) 100vw, 902px\" \/><p id=\"caption-attachment-49336\" class=\"wp-caption-text\">Evangischer Bischof Wojciech Pracki<br \/>Foto: Lucas Netter<\/p><\/div>\n<p>Wir haben das neue Jahr 2026 bereits begonnen. Das alte ist vorbei. Theoretisch hat sich wenig ver\u00e4ndert \u2013 der Krieg in der Ukraine, politische Streitigkeiten in Polen. Und privat? Das ist bei jeder und jedem sehr individuell. Viele von uns k\u00f6nnen jedoch sagen: Es ist die alte Armut \u2013 nichts Neues, nichts, was irgendwie besonders w\u00e4re.<\/p>\n<p>In unserem Bibeltext lesen wir jedoch etwas anderes. Der von Gott Gesandte, mit dem das Christentum die Person Jesu identifiziert, kommt mit dem Geist Gottes und bringt Trost und Hoffnung in Zeiten, die wirklich schwer sind. Zur Entstehungszeit des Jesajatextes gab es in Pal\u00e4stina nur Tr\u00fcmmer, Ruinen und Asche. Das Land war vor \u00fcber 70 Jahren von den Babyloniern zerst\u00f6rt worden, die meisten Bewohner nach Babylonien verschleppt. Ein kleiner Rest war geblieben. Den Tempel, in dem fr\u00fcher Gott verehrt wurde, gab es nicht mehr. Nun sollten die Verschleppten in der n\u00e4chsten Generation zur\u00fcckkehren. F\u00fcr die Gebliebenen waren sie Fremde. Auch das verhei\u00dfene Land war f\u00fcr die Zur\u00fcckkehrenden fremd. Ein schwieriger Neuanfang stand ihnen allen bevor.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Gott verl\u00e4sst sein Volk nicht angesichts neuer Herausforderungen des Lebens. Dieses Versprechen erhalten wir durch Jesaja.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Keine leichte und angenehme Perspektive. Doch beide Gruppen erhalten von Gott durch den Propheten Jesaja ein Versprechen: Er wird helfen und unterst\u00fctzen. Er wird sich um alle k\u00fcmmern und Kraft sowie Potenzial f\u00fcr den Wiederaufbau schenken. Nicht anders stelle ich es mir f\u00fcr die Ukraine vor, wenn eines Tages die Fl\u00fcchtlinge zur\u00fcckkehren und gemeinsam mit den Gebliebenen einen Neuanfang im zerst\u00f6rten Land wagen.<\/p>\n<p>Eines ist jedoch sicher: Gott verl\u00e4sst sein Volk nicht angesichts neuer Herausforderungen des Lebens. Dieses Versprechen erhalten wir durch Jesaja. Ich wei\u00df auch nicht, was das neue Jahr an Ereignissen und Erfahrungen mit sich bringen wird. Ich freue mich, wenn keine Katastrophen und unerwarteten Probleme kommen. Wenn ich am Ende des Jahres 2026 sagen kann: \u201ealte Armut\u201c, dann werde ich mich freuen. Doch eines ist gewiss: In Freude und in Trauer wird Gott bei uns sein und uns begleiten. Diesen festen Glauben w\u00fcnsche ich Ihnen f\u00fcr das neue Jahr 2026. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; II. Sonntag nach Weihnachten Lesungen: 1. 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