{"id":69600,"date":"2026-01-18T11:06:27","date_gmt":"2026-01-18T10:06:27","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/schlesisches-ausnahmetalent-2\/"},"modified":"2026-01-18T11:06:27","modified_gmt":"2026-01-18T10:06:27","slug":"schlesisches-ausnahmetalent-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/schlesisches-ausnahmetalent-2\/","title":{"rendered":"Schlesisches Ausnahmetalent"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sie ist erst 22 Jahre alt, aber sie hat bereits auf den B\u00fchnen von Wien und Japan gespielt. Miriam Powr\u00f3s\u0142o ist ein Ausnahmetalent auf der Geige. Doch egal, ob sie mit den Wiener Symphonikern spielt oder als Solistin auftritt \u2013 ihre Wurzeln hat sie nie vergessen. Sie liegen im kleinen schlesischen Ort Kotulin (Gemeinde Tost). Mit Manuela Leibig sprach sie \u00fcber Disziplin, Kindheitstr\u00e4ume von sch\u00f6nen Kleidern und dar\u00fcber, warum sie statt Trompete lieber Violine lernte.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Du sprichst sehr gut Deutsch. Kommt das aus dem Elternhaus?<\/h3>\n<p>Ja, ich geh\u00f6re der deutschen Minderheit an. Als Kind habe ich in der Schule viel Deutsch gelernt, wir hatten extra Stunden. Aber vor allem habe ich mit meinen Gro\u00dfeltern Deutsch gesprochen. Mein Opa und meine Oma wohnten im gleichen Dorf. Wenn ich sie besucht habe, habe ich oft gesagt: \u201eOma, ich m\u00f6chte sp\u00e4ter vielleicht in Wien studieren, ich muss Deutsch \u00fcben. K\u00f6nnen wir sprechen?\u201c Sie hat mir dann viel von fr\u00fcher erz\u00e4hlt, wie es war, als sie jung war. Polnisch ist nat\u00fcrlich meine erste Sprache, aber ich wollte unbedingt gut Deutsch lernen. Vor meinem Studium in Wien habe ich dann noch intensiv Unterricht genommen, um wirklich flie\u00dfend mit den Leuten reden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_69197\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69197\" class=\"size-large wp-image-69197\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-12_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-12_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-12_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-12_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-12_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-69197\" class=\"wp-caption-text\">Miriam Powr\u00f3s\u0142o<br \/>Foto: Kacper Ceglarz<\/p><\/div>\n<h3>Du kommst aus einer sehr musikalischen Familie. War es klar, dass Du ein Instrument lernen musst?<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich. Bei uns spielt die ganze Familie etwas. Meine Mutter spielt Klavier, mein Vater Posaune, meine Schwester Fl\u00f6te und mein Onkel Tuba. In Kotulin gibt es ein Blasorchester, da spielen fast alle mit. Mein Vater wollte eigentlich, dass ich Trompete oder Posaune spiele, damit ich ins Orchester passe.<\/p>\n<h3>Aber es wurde die Geige. Warum?<\/h3>\n<p>Das hatte einen ganz bestimmten Grund. Als ich noch im Kindergarten war, habe ich Konzerte aus der Philharmonie gesehen. Ich war total begeistert von den Frauen in diesen wundersch\u00f6nen Kleidern. Ich dachte mir: \u201eIch liebe diese Kleider! Ich will Geige spielen.\u201c Und so habe ich das durchgesetzt. Trompete war mir zu wenig \u201eM\u00e4dchen\u201c, ich wollte etwas Solistisches. Mit sechs Jahren hatte ich dann das erste Mal eine Geige in der Hand.<\/p>\n<h3>Warst Du sofort Feuer und Flamme oder gab es auch schwierige Zeiten beim \u00dcben?<\/h3>\n<p>Die ersten zwei Jahre war ich sehr motiviert. Aber als Kind ist es nicht immer einfach. Ich hatte diesen Moment, wo meine Freundinnen drau\u00dfen gespielt oder ferngesehen haben, und ich musste \u00fcben. Meine Mutter war da streng, mein Vater auch. Sie sagten: \u201eNein, du musst \u00fcben.\u201c Da habe ich schon gezweifelt, ob ich das wirklich meine ganze Zukunft lang machen will. Aber als ich 13 war, hat sich das ge\u00e4ndert. Ich merkte, dass ich Talent habe, aber noch viel arbeiten muss. Ich habe mir Videos von gro\u00dfen Geigerinnen auf YouTube angesehen und war pl\u00f6tzlich sehr inspiriert. Besonders die spanische Geigerin Maria Due\u00f1as war ein Vorbild f\u00fcr mich. Ich wollte unbedingt so spielen wie sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Der Wiener Musikverein, wo jedes Jahr das Neujahrskonzert stattfindet, ist ein magischer Ort. Als ich meinen ersten Auftritt mit den Symphonikern hatte, hat sich mein Traum erf\u00fcllt.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>Und dieser Wunsch hat Dich schlie\u00dflich nach Wien gef\u00fchrt?<\/h3>\n<p>Genau. Ich wusste, Wien ist die absolute Top-Stadt f\u00fcr Musiker, besonders f\u00fcr Geiger. Ich wollte dort studieren. Das Aufnahmeverfahren ist aber sehr hart. Zuerst muss man Videos einschicken. Wenn man eingeladen wird, gibt es eine Aufnahmepr\u00fcfung \u00fcber drei Tage. In der Klasse bei meinem Professor gibt es nur f\u00fcnf Studenten \u2013 da muss man wirklich pr\u00e4zise spielen und einen klaren Plan haben. Ich habe es geschafft und studiere jetzt bei einem Konzertmeister der Wiener Symphoniker. Das war mein Traum.<\/p>\n<div id=\"attachment_69198\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69198\" class=\"size-large wp-image-69198\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-2_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-2_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-2_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-2_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-2_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-69198\" class=\"wp-caption-text\">Miriam Powr\u00f3s\u0142o<br \/>Foto: Kacper Ceglarz<\/p><\/div>\n<h3>Du spielst mittlerweile sogar selbst bei den Wiener Symphonikern. Wie hast Du das geschafft?<\/h3>\n<p>Ich habe mich f\u00fcr eine Stelle als Substitut, also als Aushilfsmusikerin, beworben. Es gab 148 Bewerber f\u00fcr vielleicht zehn Pl\u00e4tze auf der Liste. Man bereitet sich monatelang vor. Ich habe die Probespiele bestanden und bin seit Februar 2025 als Substitut dabei. Wenn jemand im Orchester ausf\u00e4llt oder sie mehr Musiker brauchen, bekomme ich einen Anruf oder eine E-Mail. Das kann manchmal sehr spontan sein, aber manchmal kann man auch planen. Demn\u00e4chst spiele ich zum Beispiel bei einem Projekt mit dem Violinkonzert von Sibelius mit.<\/p>\n<h3>Was ist das f\u00fcr ein Gef\u00fchl, in Wien auf der B\u00fchne zu stehen?<\/h3>\n<p>Es ist unbeschreiblich. Der Musikverein, wo jedes Jahr das Neujahrskonzert stattfindet, ist ein magischer Ort. Als ich meinen ersten Auftritt mit den Symphonikern hatte, hat sich mein Traum erf\u00fcllt. Ich visualisiere das oft vor dem Auftritt: Ich stelle mir vor, ich stehe schon auf der B\u00fchne, ich sehe das Publikum und gehe die ersten Noten im Kopf durch. Das hilft gegen die Nervosit\u00e4t.<\/p>\n<div id=\"attachment_69199\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69199\" class=\"size-large wp-image-69199\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-4_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-4_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-4_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-4_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-4_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-69199\" class=\"wp-caption-text\">Miriam Powr\u00f3s\u0142o<br \/>Foto: Kacper Ceglarz<\/p><\/div>\n<h3>Kommen wir zur\u00fcck zu den Kleidern. Haben sich Deine Kindheitstr\u00e4ume erf\u00fcllt?<\/h3>\n<p>Ja, absolut! (lacht). Wenn man als Solistin spielt, kann man Farben tragen. Im Orchester muss ja alles schwarz sein, aber solo ist das anders. Wenn ich diese Kleider trage, f\u00fchle ich mich ein bisschen wie eine Prinzessin auf der B\u00fchne.<\/p>\n<h3>Du warst mit der Geige sogar schon in Japan. Wie war das?<\/h3>\n<p>Das war eine Tournee mit dem \u201eWiener Walzer Orchester\u201c. Wir waren zwei Monate lang unterwegs \u2013 in Osaka, Tokio, Nagasaki. Wir haben fast t\u00e4glich gespielt. Das war eine tolle Erfahrung. Da wir Karnevalskonzerte gespielt haben, mussten die Kleider besonders bunt sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_69200\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69200\" class=\"size-large wp-image-69200\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-10_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-10_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-10_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-10_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-10_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-69200\" class=\"wp-caption-text\">Miriam Powr\u00f3s\u0142o<br \/>Foto: Kacper Ceglarz<\/p><\/div>\n<h3>Bei diesem Pensum und dem vielen Reisen \u2013 wie h\u00e4ltst Du Dich fit? Geige spielen ist ja k\u00f6rperlich sehr anstrengend.<\/h3>\n<p>Das ist ein sehr wichtiges Thema. Als Musiker stehen wir oft stundenlang in einer steifen Haltung. Als ich 16 war, hatte ich deswegen gro\u00dfe R\u00fcckenschmerzen. Heute achte ich sehr auf meine Gesundheit. Ich gehe ins Fitnessstudio, mache Krafttraining f\u00fcr den R\u00fccken und Yoga f\u00fcr die Mobilit\u00e4t. Man muss einen Ausgleich schaffen. Ich schreibe sogar meine Bachelorarbeit dar\u00fcber, wie man als Geigerin Verletzungen vermeidet und gesund bleibt.<\/p>\n<h3>Neben dem Studium und den Konzerten unterrichtest Du auch.<\/h3>\n<p>Ich unterrichte Geige und Englisch. Ich liebe Sprachen \u2013 ich spreche Polnisch, Deutsch, Englisch und ein bisschen Franz\u00f6sisch. Es macht mir Spa\u00df, mein Wissen weiterzugeben, mit Menschen zu arbeiten. Ich unterrichte Kinder und Erwachsene, oft auch online, was sehr praktisch ist, wenn ich unterwegs bin. Vielleicht mache ich in Zukunft noch ein Zertifikat, um auch Deutsch unterrichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_69201\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69201\" class=\"size-large wp-image-69201\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-11_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-11_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-11_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-11_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Miriam-Powroslo-fot.-Kacper-Ceglarz-11_Easy-Resize.com_.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-69201\" class=\"wp-caption-text\">Miriam Powr\u00f3s\u0142o<br \/>Foto: Kacper Ceglarz<\/p><\/div>\n<h3>Wie oft bist Du zu Hause in Kotulin?<\/h3>\n<p>Ich versuche, jede freie Minute zu nutzen. Wenn wir an der Uni Ferien haben oder an Feiertagen wie Weihnachten oder Allerheiligen, bin ich in Kotulin. Ich brauche das, um mich zu erholen. Dann gehe ich viel spazieren, treffe Freunde und genie\u00dfe die Ruhe. Aber ganz ohne Musik geht es auch dort nicht.<\/p>\n<h3>Wird zu Hause an Weihnachten musiziert?<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich! Das ist Tradition. Wir sind dann unser eigenes kleines Familienorchester. Wir spielen Weihnachtslieder, deutsche und polnische gemischt \u2013 \u201eStille Nacht\u201c oder \u201eKling, Gl\u00f6ckchen\u201c. Wir spielen auch oft in der Kirche vor der Christmette. Das ist eine wundersch\u00f6ne Zeit, die wir gemeinsam verbringen.<\/p>\n<h3>Du bist jung und die Welt steht Dir offen. Wo siehst Du Dich in der Zukunft? Eher in Wien, in den USA oder doch wieder n\u00e4her an der Heimat?<\/h3>\n<p>Das Leben kann sehr bunt und kompliziert sein. Ich werde jetzt erst einmal meinen Bachelor abschlie\u00dfen und dann den Master machen, hoffentlich weiter in Wien. Mein Freund lebt in den USA, ich war den ganzen Sommer dort. In Kansas gibt es zum Beispiel ein sehr gutes Symphonieorchester. Ich k\u00f6nnte mir schon vorstellen, dort einmal ein Probespiel zu machen. Ich bin offen f\u00fcr alles. Wo immer es eine gute Gelegenheit gibt, in einem tollen Orchester zu spielen oder solistisch aufzutreten, da werde ich hingehen. Aber die Geige, die bleibt zu 100 Prozent meine Begleiterin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist erst 22 Jahre alt, aber sie hat bereits auf den B\u00fchnen von Wien und Japan gespielt. Miriam Powr\u00f3s\u0142o ist ein Ausnahmetalent auf der Geige. Doch egal, ob sie mit den Wiener Symphonikern spielt oder als Solistin auftritt \u2013 ihre Wurzeln hat sie nie vergessen. Sie liegen im kleinen schlesischen Ort Kotulin (Gemeinde Tost). 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