{"id":69577,"date":"2026-01-22T05:00:12","date_gmt":"2026-01-22T04:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/konfoderierte-lehnen-expansion-der-deutschen-sprache-ab\/"},"modified":"2026-01-22T05:00:12","modified_gmt":"2026-01-22T04:00:12","slug":"konfoderierte-lehnen-expansion-der-deutschen-sprache-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/konfoderierte-lehnen-expansion-der-deutschen-sprache-ab\/","title":{"rendered":"Konf\u00f6derierte lehnen Expansion der deutschen Sprache ab"},"content":{"rendered":"<h1>Emp\u00f6rung \u00fcber die Geschichte<\/h1>\n<p><strong>Aktivisten der Konf\u00f6deration der Polnischen Krone aus Angerburg bef\u00fcrchten, dass die Beibehaltung des deutschen Namens Angerburg (heute W\u0119gorzowo) am historischen Bahnhof die Polnischkeit der Stadt gef\u00e4hrdet.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Angerburg: <\/strong>Am Bahnhof von Angerburg laufen seit einem Jahr Renovierungsarbeiten. Die Arbeiten umfassen die vertikale und horizontale Isolierung der Fundamentw\u00e4nde, die Reparatur der Fenster und Au\u00dfent\u00fcren sowie die umfassende Renovierung der Fassade. Diese erfolgen unter Aufsicht des Denkmalamtes, das die Wiederherstellung des urspr\u00fcnglichen Zustands des Bahnhofs verlangt. In diesem Zustand befand sich an der Frontwand die Aufschrift \u201eAngerburg\u201c. Heute ist sie wieder vorhanden. Nach Ansicht der Mitglieder der Konf\u00f6deration der Polnischen Krone gef\u00e4hrdet der nicht-polnische Name am Bahnhof die Polnischkeit Angerburgs. Aus diesem Grund luden sie am 9. Januar zu einer Pressekonferenz am Bahnhof ein.<\/p>\n<h2>\u201eWir stimmen nicht zu\u201c<\/h2>\n<p>\u201eDer Bahnhof in Angerburg ist ein Beispiel f\u00fcr die Expansion der deutschen Sprache in unserer Region. Hinter uns befindet sich die Aufschrift Angerburg, der deutsche, preu\u00dfische Name, der k\u00fcrzlich an der Fassade des Bahnhofs wieder aufgetaucht ist. Warum nicht der altpolnische Name W\u0119gobork? Soll das etwa eine R\u00fcckkehr zur Germanisierungspolitik sein?\u201c, fragte Agnieszka Wo\u0142od\u017ako, Vorsitzende des Konf\u00f6derierten-Kreises in Angerburg.<\/p>\n<div id=\"attachment_69338\" style=\"width: 769px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69338\" class=\" wp-image-69338\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Wegorzewo-dworzec-4-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"759\" height=\"569\" \/><p id=\"caption-attachment-69338\" class=\"wp-caption-text\">Am Bahnhof von Angerburg laufen Renovierungsarbeiten.<br \/>Foto: Lech Krysza\u0142owicz<\/p><\/div>\n<p>\u201eWir stimmen der Expansion der deutschen Sprache im polnischen \u00f6ffentlichen Raum nicht zu\u201c, f\u00fcgte Ryszard Zbiciak, Pressesprecher des Wahlkreises Nr. 35 dieser Partei, hinzu.<\/p>\n<h2>Politischer Streit oder Sorge um das Erbe?<\/h2>\n<p>Krzysztof Ko\u0142aszewski, B\u00fcrgermeister von Angerburg, beurteilt den Streit um die Aufschrift am Bahnhof eher als politische \u00dcberinterpretation der Fakten denn als reales Risiko. Er betont, dass der deutsche Name historisch sei und w\u00e4hrend der Renovierung mit Zustimmung des Denkmalamtes wiederhergestellt wurde.<\/p>\n<p>\u201eDie Mehrheit der Bewohner teilt die Bedenken der Konf\u00f6derierten-Aktivisten nicht. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde ich l\u00fcgen, wenn ich sagte, dass die Aufschrift niemandem st\u00f6rt. Aber f\u00fcr die meisten Bewohner ist das nichts Schlechtes. Ich denke, wir sind unseren Nachkommen schuldig zu zeigen, woher wir kommen, wer hier vor uns war. Ich sehe absolut kein Motiv im Zusammenhang mit einem Versuch der Germanisierung\u201c, so der B\u00fcrgermeister.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Kann man \u00fcber Geschichte emp\u00f6rt sein? Ja, kann man. Aber selbst die heiligste Emp\u00f6rung \u00e4ndert nicht, was war.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die gesamten Renovierungskosten belaufen sich auf ca. 2 Mio. PLN brutto. Das Vorhaben wird gr\u00f6\u00dftenteils aus dem Regierungsprogramm zur Restaurierung von Denkm\u00e4lern gef\u00f6rdert. Im Bahnhofsgeb\u00e4ude an der stillgelegten Bahnstrecke befindet sich das Museum der Eisenbahntradition, betrieben von der Stiftung \u201eUnser Erbe\u201c. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung historischer Ger\u00e4te, Werkzeuge, Fahrpl\u00e4ne, Fotografien und Karten, die die Geschichte der Eisenbahn in Ostpreu\u00dfen, dem heutigen Woiwodschaft Ermland-Masuren und der Suwa\u0142ki-Region dokumentieren. Regelm\u00e4\u00dfig finden hier Vortr\u00e4ge, thematische Treffen, Filmvorf\u00fchrungen sowie Workshops f\u00fcr Kinder und Erwachsene statt.<\/p>\n<h2>Wiederholung der \u201eEmp\u00f6rung\u201c<\/h2>\n<p>Eine genau gleiche Geschichte ereignete sich 2016 in Ortelsburg (Szczytno). W\u00e4hrend Renovierungsarbeiten am dortigen Bahnhof enth\u00fcllte das Bauteam die Aufschrift Ortelsburg \u2013 den historischen Namen des Bahnhofs. Dieses Ereignis emp\u00f6rte den PiS-Abgeordneten Arkadiusz Czartoryski, der die Situation als \u201eSkandal\u201c bezeichnete. \u201eDie Polen selbst haben auf ihre polnische Identit\u00e4t verzichtet\u201c, schrieb er damals auf Facebook.<\/p>\n<div id=\"attachment_69340\" style=\"width: 853px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69340\" class=\" wp-image-69340\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szczytno-dworzec-2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"843\" height=\"632\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szczytno-dworzec-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szczytno-dworzec-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szczytno-dworzec-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szczytno-dworzec-2-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szczytno-dworzec-2.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 843px) 100vw, 843px\" \/><p id=\"caption-attachment-69340\" class=\"wp-caption-text\">Der Bahnhof von Ortelsburg (Szczytno).<br \/>Foto: Lech Krysza\u0142owicz<\/p><\/div>\n<p>Die Emp\u00f6rung des Abgeordneten nutzte wenig. Die Aufschrift Ortelsburg blieb, da auch der Bahnhof von Szczytno ein Denkmal ist und das Denkmalamt den urspr\u00fcnglichen Zustand erhalten lassen wollte.<\/p>\n<p>Kann man \u00fcber Geschichte emp\u00f6rt sein? Ja, kann man. Aber selbst die heiligste Emp\u00f6rung \u00e4ndert nicht, was war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emp\u00f6rung \u00fcber die Geschichte Aktivisten der Konf\u00f6deration der Polnischen Krone aus Angerburg bef\u00fcrchten, dass die Beibehaltung des deutschen Namens Angerburg (heute W\u0119gorzowo) am historischen Bahnhof die Polnischkeit der Stadt gef\u00e4hrdet.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":69337,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4232],"tags":[4141,4142,2341,4143,4144,4145,4146,4147,3776,4148,4149,4150,4151],"redaktor":[],"class_list":["post-69577","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-de","tag-agnieszka-wolodzko","tag-angerburg","tag-denkmalschutz","tag-deutsche-inschrift","tag-konfederacja-korony-polskiej-kkp","tag-konfoederation-der-polnischen-krone","tag-krzysztof-kolaszewski","tag-museum-der-eisenbahntradition","tag-ortelsburg","tag-pis","tag-ryszard-zbiciak","tag-szczytno","tag-wegorzewo"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/69337"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69577"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=69577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}