{"id":69566,"date":"2026-01-23T17:01:41","date_gmt":"2026-01-23T16:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/oberschlesien-im-bergischen-land-teil-1-2\/"},"modified":"2026-03-25T13:28:17","modified_gmt":"2026-03-25T12:28:17","slug":"oberschlesien-im-bergischen-land-teil-1-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/oberschlesien-im-bergischen-land-teil-1-2\/","title":{"rendered":"Ein St\u00fcck Oberschlesien im Bergischen Land, Teil 1"},"content":{"rendered":"<h1>Ein Museum zum Anfassen<\/h1>\n<p><strong>Zwischen der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf und Essen ist seit 1983 das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) im Ratinger Stadtteil H\u00f6sel beheimatet und bringt Besuchern die Geschichte und Kultur Oberschlesiens n\u00e4her. Wir besuchten das Museum, erhielten dabei spannende Einblicke in seine Sammlungen und Ausstellungskonzepte und machten uns selbst ein Bild.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zwei Sessel, eine Kommode und eine Schlesienkarte an der Wand, es wirkt wie eine typische Ausstellung, in der die Regel \u201eNichts anfassen\u201c gilt. Doch nicht hier, denn es handelt sich um einen von zwei Escape Rooms im Oberschlesischen Landesmuseum. Im Rahmen eines interaktiven Gruppenspiels lernen zwei bis sechs Teilnehmer unter anderem die oberschlesische Geschichte, den Bergbau und Pers\u00f6nlichkeiten aus der Region kennen. Im zweiten EscapeRoom stehen Themen wie K\u00fcche, Sprache und Dialekt sowie Fu\u00dfball im Mittelpunkt. Sechzig Minuten haben die Spieler Zeit, alle R\u00e4tsel zu l\u00f6sen. Wenn sie nicht weiterwissen, k\u00f6nnen sie \u00fcber ein Tablet Tipps erhalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_69311\" style=\"width: 897px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69311\" class=\" wp-image-69311\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1-Escape-Room-Martin-Wycisk-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"887\" height=\"665\" \/><p id=\"caption-attachment-69311\" class=\"wp-caption-text\">Zwei Sessel, eine Kommode und eine Schlesienkarte an der Wand, es wirkt wie eine typische Ausstellung, in der die Regel \u201eNichts anfassen\u201c gilt. Doch nicht hier, denn es handelt sich um einen von zwei Escape Rooms im Oberschlesischen Landesmuseum. Foto: Martin Wycisk<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie Idee f\u00fcr die Escape Rooms entstand in der Coronazeit 2021. Wir suchten nach neuen Formaten und wollten Analoges mit Digitalem verbinden\u201c, berichtet Katarzyna Schieweck, die am OSLM f\u00fcr Kommunikation und Marketing verantwortlich ist. Dank einer F\u00f6rderung der Kulturstiftung des Bundes konnten die zwei R\u00e4ume 2022 er\u00f6ffnet werden. \u201eBei unseren Besuchern kommt das Angebot gut an, es finden hier sogar Teambuildingma\u00dfnahmen statt\u201c, so Frau Schieweck.<\/p>\n<h2>\u00dcber 40 Jahre in Ratingen-H\u00f6sel<\/h2>\n<p>Dass das Oberschlesische Landesmuseum 1983 gerade in Ratingen-H\u00f6sel gegr\u00fcndet wurde, lag an geografischen Faktoren. \u201eEinerseits suchte die Gr\u00fcndergeneration die N\u00e4he zur Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf, andererseits existierte mit dem Sitz der Landsmannschaft der Oberschlesier bereits ein g\u00fcnstiges Umfeld f\u00fcr das Museum. Die Landsmannschaft hatte die Stiftung Haus Oberschlesien zwar 1970 in Bonn gegr\u00fcndet, sp\u00e4ter jedoch eine Villa in Ratingen-H\u00f6sel erworben. Hinzu kommt, dass das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 1964 die offizielle Patenschaft f\u00fcr die Oberschlesier \u00fcbernahm\u201c, erl\u00e4utert Frau Schieweck.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Seit der Museumsgr\u00fcndung ver\u00e4ndert sich auch die Besucherstruktur. Zu Beginn geh\u00f6rte vor allem die sogenannte Erlebnisgeneration zur wichtigsten Zielgruppe, heute sind es neben deren Kindern und Enkeln auch viele Menschen, die als Sp\u00e4t- oder Aussiedler oder nach 2004 aus Polen ausgewandert sind.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Im Haus Oberschlesien war das OSLM auch anfangs beheimatet, bis 1998 ein moderner Museumsbau mit 1.600 m\u00b2 Ausstellungsfl\u00e4che f\u00fcr Dauer- und Wechselausstellungen bezogen werden konnte. Von den rund 15.000 Objekten der Sammlung seien jedoch nur etwa zehn Prozent zu sehen, was aber auch bei anderen Museen \u00fcblich sei, so die Fachfrau. Eine wichtige Besonderheit der Sammlung ist, dass sie nicht nur aus gezielten Zuk\u00e4ufen besteht, sondern auch aus zahlreichen Schenkungen.<\/p>\n<h2>Traditionen, Alltag und Bergbau<\/h2>\n<p>Die Kultur- und Heimatpflege stehen seit der Gr\u00fcndung im Mittelpunkt der Museumsarbeit. Aus dem Jahr 1998 stammt die aktuelle Dauerausstellung, die einen breiten \u00dcberblick \u00fcber Oberschlesiens Brauchtum, Alltagsleben, Stadtentwicklung und die Eisengusskunst gibt. In separaten Ausstellungen im Untergeschoss werden schlesisches Porzellan pr\u00e4sentiert sowie der f\u00fcr Oberschlesien wichtige Bergbau thematisiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_63797\" style=\"width: 808px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63797\" class=\" wp-image-63797\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Museum-aussen-Langen-2021-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"798\" height=\"532\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Museum-aussen-Langen-2021-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Museum-aussen-Langen-2021-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Museum-aussen-Langen-2021-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Museum-aussen-Langen-2021-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 798px) 100vw, 798px\" \/><p id=\"caption-attachment-63797\" class=\"wp-caption-text\">Das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen wurde 1983 von der Stiftung Haus Oberschlesien gegr\u00fcndet, die 1970 ins Leben gerufen wurde, und bezog 1998 sein modernes Geb\u00e4ude mit rund 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfl\u00e4che.<br \/>Quelle: Oberschlesisches Landesmuseum der Stiftung Haus Oberschlesien<\/p><\/div>\n<p>Der ge\u00fcbte Museumsfreund wird das Alter der Dauerausstellung bemerken. Wer dagegen selten Museen besucht, dem k\u00f6nnen beim Vergleich mit den Sonderausstellungen einige methodische Unterschiede auffallen. Als Beispiel dient hier die Ausstellung \u201eSilberfieber. Der Tarnowitzer Bergbau, das UNESCO-Welterbe in Oberschlesien\u201c. Diese war bis zum 21. Dezember 2025 im OSLM zu sehen und wurde zusammen mit dem Verein der Heimatfreunde des Tarnowitzer Landes erarbeitet. Sie widmete sich dem Silberbergbau in Tarnowitz und unterschied sich durch den Einsatz digitaler Elemente.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Tablets mit Zusatzinformationen und 3D-Modellen eine thematische Vertiefung erm\u00f6glichen, er\u00f6ffnet der Einsatz der sogenannten \u201eVirtuellen Realit\u00e4t\u201c vollkommen neue M\u00f6glichkeiten, ein Museum erfahrbar zu machen. In der Ausstellung gelang Letzteres mithilfe zweier Brillen, die den Besucher direkt in die Tarnowitzer Silbermine versetzten. Die eine zeigte die Arbeit mittelalterlicher Bergm\u00e4nner, die andere nahm einen mit auf eine Bootsfahrt durch den \u201eSchwarze-Forelle-Stollen\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_69376\" style=\"width: 623px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69376\" class=\" wp-image-69376\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/3-Virtuelle-Realitaet-2-Martin-Wycisk-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"817\" \/><p id=\"caption-attachment-69376\" class=\"wp-caption-text\">Der Einsatz der sogenannten \u201eVirtuellen Realit\u00e4t\u201c er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten, ein Museum erfahrbar zu machen.<br \/>Foto: Martin Wycisk<\/p><\/div>\n<p>Seit der Museumsgr\u00fcndung ver\u00e4ndert sich auch die Besucherstruktur. Zu Beginn geh\u00f6rte vor allem die sogenannte Erlebnisgeneration zur wichtigsten Zielgruppe, heute sind es laut Frau Schieweck neben deren Kindern und Enkeln auch viele Menschen, die als Sp\u00e4t- oder Aussiedler oder nach 2004 aus Polen ausgewandert sind. Ziel bleibe jedoch weiterhin, die Mehrheitsgesellschaft zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Museum zum Anfassen Zwischen der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf und Essen ist seit 1983 das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) im Ratinger Stadtteil H\u00f6sel beheimatet und bringt Besuchern die Geschichte und Kultur Oberschlesiens n\u00e4her. Wir besuchten das Museum, erhielten dabei spannende Einblicke in seine Sammlungen und Ausstellungskonzepte und machten uns selbst ein Bild.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224],"tags":[5914,5915,5916,5917,5876,5918,5919,5920],"redaktor":[],"class_list":["post-69566","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-de","tag-ausstellung-de","tag-escaperoom-de","tag-museum-de","tag-muzeum-de","tag-nwboninstagram-de","tag-oberschlesische-landesmuseum-de","tag-oslm-de","tag-ratingen-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69566"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75193,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69566\/revisions\/75193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69566"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=69566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}