{"id":69544,"date":"2026-01-27T15:00:15","date_gmt":"2026-01-27T14:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/sie-sind-die-besten-deutschschuler-der-region\/"},"modified":"2026-01-27T15:00:15","modified_gmt":"2026-01-27T14:00:15","slug":"sie-sind-die-besten-deutschschuler-der-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/sie-sind-die-besten-deutschschuler-der-region\/","title":{"rendered":"Sie sind die besten Deutschsch\u00fcler der Region"},"content":{"rendered":"<h1>Regionalfinale der Deutscholympiade in Oppeln<\/h1>\n<p><strong>An der Germanistikfakult\u00e4t der Universit\u00e4t Oppeln fand das Finale der Regionalstufe der Deutscholympiade statt. Am m\u00fcndlichen Teil nahmen 23 Sch\u00fcler teil. Alle hatten im schriftlichen Teil mindestens 85 von 100 Punkten erreicht. Qualifiziert hatten sich 49 Personen aus 18 Schulen aus der gesamten Region.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns, dass in den letzten Jahren sowohl die Zahl der Sch\u00fcler, die sich f\u00fcr das Regionalfinale qualifizieren, als auch die Zahl der Schulen stabil geblieben ist\u201c, sagt Prof. Daniela Pelka, Sekret\u00e4rin des Regionalkomitees der Deutscholympiade in der Woiwodschaft Oppeln. \u201eDer schriftliche Teil der Regionalstufe findet in den Schulen statt. Unsere Mitarbeiter pr\u00fcfen die von den Schulen eingesandten Arbeiten. Im m\u00fcndlichen Teil des Finales stellen sich die Teilnehmer drei Kommissionen, pr\u00e4sentieren einen Beitrag zum Alltagsleben und diskutieren ihre Lekt\u00fcre ausgew\u00e4hlter B\u00fccher aus der Zeit vor und nach 1945. Au\u00dferdem pr\u00e4sentieren sie auf Deutsch Themen aus den Bereichen Geschichte, Geografie, Politik, Kultur und gesellschaftliches Leben im deutschen Sprachraum. Man muss sowohl gut Deutsch k\u00f6nnen als auch sich in der Welt auskennen.\u201c<\/p>\n<h2>Sch\u00fcler teilen ihre Erfahrungen<\/h2>\n<p>\u201eIch besuche eine zweisprachige Klasse mit Deutsch, daher ist diese Sprache ein wichtiger Teil meines Schulalltags\u201c, sagt Juliana Zmarz\u0142y aus Przywor, Sch\u00fclerin des Staatlichen Lyzeums (PLO) Nr. II in Oppeln. \u201eIch habe bereits letztes Jahr teilgenommen und bin Finalistin der gesamtpolnischen Olympiade geworden. Ich habe beschlossen, es dieses Jahr wieder zu versuchen. Es lohnt sich, Fremdsprachen zu lernen, und Deutsch ist \u2013 besonders in unserer Region \u2013 auf jeden Fall n\u00fctzlich. Aber der Wettbewerb ist schwierig, weil man wirklich viel Stoff beherrschen muss.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Die nationale Stufe der Deutscholympiade findet wie jedes Jahr vom 27. bis 29. M\u00e4rz in Posen statt.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Jakob Polaczek kommt aus der Schimischow-Siedlung. Er besucht das Lyzeum (LO) in Gro\u00df Strehlitz. \u201eMan muss sich gr\u00fcndlich in Grammatik vorbereiten und viel lesen\u201c, sagt er auf die Frage nach seinem Weg ins Finale. \u201eIch bin in Deutschland geboren, habe aber mein ganzes Leben in Polen verbracht. Ich war anderthalb Jahre alt, als wir zur\u00fcckkamen. Meine Gro\u00dfeltern leben dort. Wir besuchen sie und sprechen Deutsch. Ich engagiere mich auch in der deutschen Minderheit und nehme an verschiedenen Projekten teil. Im Februar werde ich mich an der BJDM-Aktion \u201aGro\u00dfes Schlittern\u2018 beteiligen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin Olympiateilnehmer kann nicht allein im Unterricht vorbereitet werden\u201c, betont Artur Go\u0142dyn, Jakobs Lehrer. \u201eDas erfordert Bereitschaft und zus\u00e4tzliche Arbeit auf beiden Seiten. Der Sch\u00fcler erledigt den gr\u00f6\u00dften Teil zu Hause. Der Lehrer kann Materialien und Hinweise geben, aber der Sch\u00fcler muss sich engagieren und stundenlang arbeiten. Leider verliert Deutsch in vielen Schulen, auch in unserer, als zweite Sprache neben Englisch immer h\u00e4ufiger gegen\u00fcber Spanisch.\u201c<\/p>\n<h2>Flie\u00dfende Sprachkenntnisse<\/h2>\n<p>Sylwia Pieczyk, Deutschlehrerin am 1. Lyzeum in Kandrzin-Cosel, f\u00fcgt hinzu: \u201eDie Sch\u00fcler, die an der Olympiade teilnehmen, stammen oft aus Minderheitenfamilien, aber es sind auch solche dabei, die in Deutschland geboren sind und dort zur Schule gegangen sind. Das hilft sehr. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen sie ihre Grammatik verbessern, aber in der Regel bringen sie flie\u00dfende Sprachkenntnisse mit. Und das ist bei diesem Wettbewerb sehr wichtig. Ich habe selbst solche Erfahrungen aus meiner Kindheit gemacht \u2013 ich kannte die deutsche Grammatik nicht, aber ich konnte sprechen. Grammatik kann man immer noch lernen.<\/p>\n<p>\u201eEs lohnt sich, junge Menschen zu ermutigen, ihre Leidenschaften zu entwickeln und ihre Sprachkenntnisse, die sie von zu Hause und durch Kontakte zu Verwandten in Deutschland mitbringen, zu erweitern\u201c, versichert Eliza Duda, Germanistin am 3. Lyzeum in Oppeln. \u201eAber bei der Olympiade geht es auch um Literatur, Geschichte, Politik, Kultur usw. Und das ist die Aufgabe des Lehrers. Trotz der aktuellen Mode f\u00fcr Spanisch gelingt es uns jedes Jahr, Perlen unter den Sch\u00fclern mit Deutschkenntnissen zu finden.\u201c<\/p>\n<h2>Finale und Preistr\u00e4ger<\/h2>\n<p>Auf dem Podium des Regionalfinales standen:<\/p>\n<ol>\n<li>Maria Bartek, PLO Nr. 8 in Oppeln (Lehrerin: Monika Borowiecka) \u2013 30 Punkte<\/li>\n<li>Adrian Piechulik, 1. LO in Kandrzin-Cosel (Lehrerin: Sylwia Pieczyk) \u2013 29,9 Punkte<\/li>\n<li>Oliwia Sobolewska, PLO Nr. 2 mit bilingualen Klassen in Oppeln (Lehrerinnen: Karina Sawulska, Daniela Ploch) \u2013 29,4 Punkte<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u201eIch bin total geschockt\u201c, gibt Maria Bartek zu. \u201eIch habe mich gr\u00fcndlich vorbereitet und die Notizen meiner Schwester Emilie genutzt, die vor mir an der Olympiade teilgenommen hat. Das hat mir geholfen. Letztes Jahr war ich bereits Preistr\u00e4gerin auf nationaler Stufe. Diese Erfahrung hat mir in diesem Jahr Selbstvertrauen gegeben. Im Finale wurde ich unter anderem zum Roman \u201aEffi Briest\u2018 von Theodor Fontane befragt. Die Protagonistin ist in meinem Alter und wird gegen ihren Willen verheiratet. Der Erfolg im letzten Jahr hat mir bereits die T\u00fcr zum Studium der Germanistik ge\u00f6ffnet, aber ich denke eher \u00fcber ein Medizinstudium nach. Deutsch wird mir so oder so n\u00fctzlich sein.\u201c<\/p>\n<p>Die nationale Stufe der Deutscholympiade findet wie jedes Jahr vom 27. bis 29. M\u00e4rz in Posen statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Krzysztof Ogiolda<\/strong><br \/>\n<strong>Wochenzeitschrift \u201eO!Polska\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regionalfinale der Deutscholympiade in Oppeln An der Germanistikfakult\u00e4t der Universit\u00e4t Oppeln fand das Finale der Regionalstufe der Deutscholympiade statt. Am m\u00fcndlichen Teil nahmen 23 Sch\u00fcler teil. Alle hatten im schriftlichen Teil mindestens 85 von 100 Punkten erreicht. 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