{"id":67006,"date":"2025-11-02T05:08:49","date_gmt":"2025-11-02T04:08:49","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=67006"},"modified":"2026-01-29T18:24:35","modified_gmt":"2026-01-29T17:24:35","slug":"wort-zum-sonntag-vom-evangelischen-bischof-wojciech-pracki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wort-zum-sonntag-vom-evangelischen-bischof-wojciech-pracki\/","title":{"rendered":"Wort zum Sonntag vom evangelischen Bischof Wojciech Pracki"},"content":{"rendered":"<p>XX Sonntag nach Trinitatis 02.11.2025<\/p>\n<p>Lesungen: II Korintherbrief 3,3-6; Markusevangelium 10,2-9<\/p>\n<p>Predigttext: I Mosebuch 8,18-22<\/p>\n<p><strong>\u00a0So ging Noah hinaus samt seinen S\u00f6hnen und seiner Frau und den Frauen seiner S\u00f6hne.\u00a019\u00a0Alle Tiere, alles Gew\u00fcrm und alle V\u00f6gel, alles, was sich regt auf der Erde nach seinen Gattungen, das verlie\u00df die Arche.\u00a0Noah aber baute dem HERRN\u00a0einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen V\u00f6geln und opferte Brandopfer auf dem Altar.\u00a0Und der HERR\u00a0roch den lieblichen Geruch, und der HERR\u00a0sprach in seinem Herzen: Ich will k\u00fcnftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens b\u00f6se ist von seiner Jugend an; auch will ich k\u00fcnftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe.\u00a0Von nun an soll nicht aufh\u00f6ren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!<\/strong><\/p>\n<h2><\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Gott wartet<\/h2>\n<p>Liebe Leser\/innen<\/p>\n<p>Reformationstag und Aller Heiligen sind vorbei und wir sind schon am XX Sonntag nach Trinitatis. Heute h\u00f6ren wir von der Geschichte Noah\u2019s und der Verlassung der Arche. Das erste, was Noah nach der guten und sicheren Landung gemacht hat, war eine Brandopferung. Er nahm einige Tiere und gab Gott ein Opfer daraus. Zum Gl\u00fcck gab es auf der Arche ausreichend reine Tiere, nicht nur ein Paar. So konnte er sich mit seiner Familie f\u00fcr die Rettung aus der Flut bedanken. Danach folgte auch der Zuspruch Gottes &#8211; Ich will k\u00fcnftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens b\u00f6se ist von seiner Jugend an; auch will ich k\u00fcnftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe.<\/p>\n<h2>Noahs Neubeginn: Glaube nach der Sintflut<\/h2>\n<p>Gott hat ein Mal seine Kreation f\u00fcr die S\u00fcnde hart bestraft. Ein Mal ist genug \u2013 sagt er selbst. Es kommt also nie wieder vor zu Lebzeiten. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir von der S\u00fcnde befreit sind. Die Menschheit hat sich in diesem Bereich stark spezialisiert, was wir vor allem im Krieg in der Ukraine und Pal\u00e4stina beobachten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Gottes Geduld: Warum Leid in der Welt existiert<\/h2>\n<p>Warum l\u00e4sst Gott es zu? Das ist die wichtige Frage, die wir uns immer wieder in Krisensituationen stellen. Wo ist Gott gewesen als Auschwitz und alles andere Unrecht geschah? In unserer heutigen Bibelgeschichte bekommen wir die Antwort. Wenn Gott sofort reagieren w\u00fcrde, w\u00e4ren wir nicht ungeschoren geblieben, da wir auch viel S\u00fcnde am Hut haben. Gott verl\u00e4sst uns aber nicht. Er wartet geduldig und gibt uns Chancen zur Bekehrung. Er wartet manchmal vergeblich auf unsere Ver\u00e4nderung und Zugriff zum Evangelium. Er gibt uns direkte und indirekte Hinweise und Zeichen. Die indirekten finden wir auch im liturgischen Kalender in den beiden letzten Tagen.<\/p>\n<h2>Reformation und Allerheiligen: Impulse f\u00fcr den Glauben<\/h2>\n<p>Der Reformationstag soll uns erinnern an die bedeutende Rolle der Heiligen Schrift. Martin Luther als Reformator hatte nichts anderes im Kopf als die Neuentdeckung des Evangeliums. Seine harte Kritik der mittelalterlichen Fr\u00f6mmigkeitspraxis und Theologie war stark verbunden mit der Unstimmigkeit derer mit dem Wort Gottes. Ich will damit Luther und seine Mitarbeiter nicht zu Propheten machen. Sein Ziel war die \u00dcbereinstimmung des Kirchenlebens mit dem Wort Gottes. Eine Ermahnung also.<\/p>\n<h2>Keine Angst vor dem Tod: Die christliche Hoffnung<\/h2>\n<p>Nicht anders ist es mit Aller Heiligen \u2013 dem Tag, wo wir unserer Verstorbenen gedenken. Es ist eine Art \u2013 Memento. Wir m\u00fcssen mit unserem Tod ernsthaft rechnen und es bewusst auf uns nehmen. Die Menschen heute haben Angst vom Sterben zu sprechen. Anstatt \u201eEr, sie ist gestorben\u201d sagen wir oft, dass jemand \u201egegangen\u201d ist. Na ja, ich auf jedem Fall werde sterben, nicht gehen. Bis dahin bleibt aber ein bisschen Zeit \u00fcbrig. Deswegen ist es gut, eine biblische Lebensorientierung zu gewinnen. Dann muss man auch keine Angst vor dem Tod haben. Denn f\u00fcr alle Christen bedeutet es einen Neubeginn.<\/p>\n<h2>Dein Leben, deine Entscheidung: T\u00e4glicher Neubeginn mit Gott<\/h2>\n<p>Noah bekam die Chance, mit seiner Familie einen Neubeginn zu machen. Er fing an mit einer Opferung, mit der Heiligung Gottes. Wir haben jeden neuen Tag die M\u00f6glichkeit, eine Entscheidung zu treffen. Wird es ein Neubeginn? H\u00e4lt er sich durch? Es h\u00e4ngt von uns ab. Gott wartet. Hoffentlich nicht vergeblich. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>XX Sonntag nach Trinitatis 02.11.2025 Lesungen: II Korintherbrief 3,3-6; Markusevangelium 10,2-9 Predigttext: I Mosebuch 8,18-22 \u00a0So ging Noah hinaus samt seinen S\u00f6hnen und seiner Frau und den Frauen seiner S\u00f6hne.\u00a019\u00a0Alle Tiere, alles Gew\u00fcrm und alle V\u00f6gel, alles, was sich regt auf der Erde nach seinen Gattungen, das verlie\u00df die Arche.\u00a0Noah aber baute dem HERRN\u00a0einen Altar [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":49336,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[],"redaktor":[],"class_list":["post-67006","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67006","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67006"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70184,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67006\/revisions\/70184"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49336"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67006"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67006"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=67006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}