{"id":63921,"date":"2025-07-23T05:00:36","date_gmt":"2025-07-23T03:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=63921"},"modified":"2026-02-10T22:20:03","modified_gmt":"2026-02-10T21:20:03","slug":"deutsche-minderheiten-in-europa-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-3\/","title":{"rendered":"Deutsche Minderheiten in Europa"},"content":{"rendered":"<p><strong>In unserer Reihe &#8222;Deutsche Minderheiten in Europa&#8220; blicken wir \u00fcber Grenzen hinweg und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.\u00a0<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Gro\u00dfe Feier am Knivsberg<\/strong><\/h2>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung der Deutschen in D\u00e4nemark \u2013 das Knivsbergfest erfreute sich auch dieses Jahr gro\u00dfer Beliebtheit. Highlight waren neben dem Kulturprogramm auch die sportlichen Ereignisse. F\u00fcr Thore Naujeck, Leiter der Bildungsst\u00e4tte Knivsberg, war es eines der entspanntesten Feste \u00fcberhaupt. Die Parkpl\u00e4tze waren bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt, Shuttlebusse liefen problemlos, und auch die Versorgung trotzte den hei\u00dfen Temperaturen. Beim sportlichen Aspekt traten insgesamt 74 Teams in Disziplinen wie Fu\u00dfball, Faustball und Volleyball gegeneinander an \u2013 alles reibungslos organisiert \u00fcber die App \u201eTournify\u201c. Auch DJN-Sportlehrer Christian Flader lobte das Turnier als nahezu perfekt. Aber nicht nur in organisatorischer Hinsicht war es f\u00fcr die Nordschleswiger ein gelungenes Heimspiel. Die Nordschleswigsche Mannschaft gewann n\u00e4mlich ihre beiden Faustballspiele mit \u00fcberzeugender Leistung. Trotz des Erfolgs des Festes wurden auch Verbesserungsideen ge\u00e4u\u00dfert. So soll die Siegerehrung k\u00fcnftig effizienter gestaltet werden. Au\u00dferdem steht eine Diskussion \u00fcber strukturelle Ver\u00e4nderungen des Festes im Raum, etwa zur Dauer oder zur Ausgestaltung der Verbandsallee. Die Vorbereitungen f\u00fcr das n\u00e4chste Knivsbergfest am 20. Juni 2026 laufen bereits \u2013 mit vielen Ideen und dem Anspruch, Bew\u00e4hrtes zu erhalten und Neues mutig zu denken.<\/p>\n<p>Quelle: nordschleswiger.dk<\/p>\n<h2><strong>Wirtschaftspotenzial im Vordergrund<\/strong><\/h2>\n<p>Die Stiftung Verbundenheit nimmt ab sofort nicht nur das kulturelle Potenzial der deutschen Volksgruppen ins Visier, sondern auch das wirtschaftliche. Daf\u00fcr hat man jetzt einen speziellen Beirat gegr\u00fcndet. Die Gr\u00fcndung des Gremiums, dem man dem Namen \u201eFachbeirat Wirtschaft\u201c gab k\u00fcndigte Hartmut Koschyk an. An dessen Spitze steht k\u00fcnftig der Finanzexperte Timo Prekop, der \u00fcber internationale Erfahrung im Bankwesen verf\u00fcgt \u2013 unter anderem durch berufliche Stationen in Afrika und Asien. Aktuell arbeitet er bei der AKA-Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH im Bereich Exportfinanzierung. Dar\u00fcber hinaus ist er als stellvertretender Landesvorsitzender der Karpatendeutschen Landsmannschaft in Bayern pers\u00f6nlich mit der Thematik vertraut. Dem Gremium geh\u00f6ren weitere wirtschaftlich versierte Pers\u00f6nlichkeiten an \u2013 darunter Vertreter deutschsprachiger Gemeinschaften in Argentinien sowie deutscher Minderheiten aus Rum\u00e4nien oder Kasachstan. Bis Mitte 2026 soll der Beirat ein Konzeptpapier erarbeiten. Ziel ist es, wirtschaftlich aktive Mitglieder deutscher Minderheiten st\u00e4rker ins Blickfeld deutscher Institutionen und Unternehmen zu r\u00fccken. Ihre sprachlichen, kulturellen und regionalen Kompetenzen bieten oftmals einzigartige Zug\u00e4nge zu bislang wenig erschlossenen M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Quelle: stiftung-verbundenheit.de.<\/p>\n<div id=\"attachment_63922\" style=\"width: 564px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63922\" class=\" wp-image-63922\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto1-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"554\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto1-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto1-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto1-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto1-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><p id=\"caption-attachment-63922\" class=\"wp-caption-text\">Die Gr\u00fcndung des Gremiums Fachbeirat Wirtschaft.<br \/>Foto: Stiftung Verbundenheit<\/p><\/div>\n<h2><strong>S\u00e4uberung von Gr\u00e4bern in Tschechien<\/strong><\/h2>\n<p>Mitglieder der deutschen Volksgruppe in Tschechien nutzen die Sommerferien nicht nur zur Erholung, sondern scheuen auch vor k\u00f6rperlicher Arbeit nicht zur\u00fcck. Bei der 32. deutsch-tschechischen Jugendbegegnung hat man sich mit der S\u00e4uberung von Gr\u00e4bern befasst. Die Begegnung fand im Tepl\/Tepl\u00e1 statt und war ein Austausch, dessen Tradition seit \u00fcber drei Jahrzehnten besteht. Unterst\u00fctzt vom deutschen Bundesinnenministerium organisierte der Bund der Deutschen in B\u00f6hmen das Treffen, bei dem neben Gespr\u00e4chen und Freizeitaktivit\u00e4ten vor allem eines im Mittelpunkt stand: das gemeinsame Anpacken. Ziel war es, den alten Friedhof eines Klosters zu pflegen. Das hohe Gras wurde in m\u00fchevoller Arbeit geschnitten, unterst\u00fctzt durch Werkzeuge und logistische Hilfe der Stadt Tepl\u00e1. Selbst zwei gro\u00dfe B\u00e4ume wurden im Rahmen der Aktion gef\u00e4llt. Ein besonderer Moment war der Fund einer Nachricht in einer Plastikh\u00fclle am Grab des Ehepaars Schreibvogel. Darin baten Nachfahren aus Deutschland um Kontaktaufnahme, ein emotionaler Br\u00fcckenschlag \u00fcber Generationen hinweg. Zum Schluss belohnten sich die Teilnehmer mit einem Ausflug zum Aussichtsturm in Sch\u00f6nfeld und einem Gottesdienst inklusive F\u00fchrung durch das Kloster.<\/p>\n<p>Quelle: landesecho.cz.<\/p>\n<h2><strong>Begegnungsfest in Kesmark\/Ke\u017emarok<\/strong><\/h2>\n<p>Eine ihrer gr\u00f6\u00dften Feierlichkeiten erlebten unl\u00e4ngst die Deutschen aus der Slowakei. Im Zentrum: Bunte Trachten und ein reichhaltiges Kulturprogramm. Es war bereits das 28. Kultur- und Begegnungsfest der Karpatendeutschen. Hunderte G\u00e4ste aus der ganzen Slowakei und dar\u00fcber hinaus kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu erinnern und die deutsche Kultur der Region lebendig zu halten. Das vielf\u00e4ltige Programm spannte einen Bogen von Sch\u00fclerrezitationen \u00fcber eine historische Ausstellung bis hin zu bewegenden Momenten wie dem \u00f6kumenischen Gottesdienst in der ber\u00fchmten Holzkirche. Anschlie\u00dfend zog ein farbenfroher Festumzug mit Musik, Tanz und traditionellen Trachten durch die Stadt bis zum Burghof, wo Folkloregruppen aus dem ganzen Land ihre Darbietungen pr\u00e4sentierten. Neben musikalischen H\u00f6hepunkten wie dem Auftritt der Pressburger Klezmer-Band und den j\u00fcngsten Sch\u00fclern aus Kesmark, war auch der festliche Empfang im Rathaus ein bedeutender Teil der Veranstaltung. Dort trug sich unter anderem \u00c1kos Horony, der Beauftragte f\u00fcr nationale Minderheiten, in das G\u00e4stebuch der Stadt ein. Als H\u00f6hepunkt des Festes wurde der deutsche Botschafter Thomas Kurz symbolisch zum \u201eGoralen\u201c geschlagen \u2013 ein Ehrenzeichen f\u00fcr seine Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen.<\/p>\n<p>Quelle: karpatenblatt.sk.<\/p>\n<div id=\"attachment_63923\" style=\"width: 531px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63923\" class=\" wp-image-63923\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto2-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"521\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto2-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto2-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto2-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Foto2-4lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><p id=\"caption-attachment-63923\" class=\"wp-caption-text\">Der Umzug durch die Stadt war ein Highlight des Festes<br \/>Foto: karpatenblatt.sk<\/p><\/div>\n<h2><strong>Rum\u00e4niendeutsche auf YouTube produktiv<\/strong><\/h2>\n<p>Mit einem modernen Projekt machen deutsche Jugendliche aus Rum\u00e4nien Furore: Sie gr\u00fcndeten einen YouTube-Kanal, auf dem sie ihre typische deutsch-regionale Lebensweise pr\u00e4sentieren. Vier engagierte Sch\u00fcler aus Sathmar\/Satu Mare \u2013 Florian und Hanna Galiger sowie Edwin und Eric Czumbil \u2013 stecken hinter dem Kanal \u201eSchw\u00e4bisches Sathmarland\u201c. In mehr als 40 selbstproduzierten Videos beleuchten sie die Geschichte, Kultur und Br\u00e4uche der Sathmarer Schwaben. Neben Dokumentationen \u00fcber Ortschaften wie Erdeed\/Ardud, Gro\u00dfkarol\/Carei oder Bildegg\/Beltiug, finden sich auf dem Kanal auch Zeitzeugenberichte und Portr\u00e4ts lokaler Kulturgruppen, z. B. der Jugendtanzgruppe \u201eGemeinsam\u201c oder des Air-Chores. Die Idee zu diesem Medienprojekt hatte Florian Galiger, Sch\u00fcler am deutschen Johann-Ettinger-Lyzeum und Mitglied einer Volkstanzgruppe. Mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichem Bezug zur schw\u00e4bischen Kultur wollte er ein digitales Archiv schaffen, das junge Menschen erreicht. Zwischen Herbst 2024 und Sommer 2025 entstand so ein umfangreiches Videoangebot, das Traditionen digital weitertr\u00e4gt. F\u00fcr ihr Engagement wurden die vier Jugendlichen im Rahmen der 15. Gala \u201eFackeln der D\u00f6rfer\u201c ausgezeichnet \u2013 eine \u00dcberraschung, die ihnen bei der Preisverleihung im Haus der Handwerker in Sathmar zuteilwurde.<\/p>\n<p>Quelle: adz.news.<\/p>\n<h2><strong>Wie die Russlanddeutschen leben<\/strong><\/h2>\n<p>Minderheiten leben oft \u00e4hnlich, manchmal aber anders als die Mehrheit und diese Besonderheiten lohnt es sich zu pr\u00e4sentieren. Von diesem Motto sind Aktivistinnen der Russlanddeutschen ausgegangen und haben einen Vortrag \u00fcber die Lebensart der Volksgruppe veranstaltet. Das Seminar fand im Kirgisisch-Deutschen Haus der Freundschaft in Bischkek statt und diente der Weitergabe von Traditionen und Werten der Russlanddeutschen. Die Ethnografin Elena Arndt vom Institut f\u00fcr ethnokulturelle Bildung f\u00fchrte durch die Veranstaltung. Mit historischen Fotos, Originaldokumenten, Liedern und Gedichten gab sie einen Einblick in das Leben und die Erziehung deutscher Kinder in den Siedlungsgebieten der Russlanddeutschen. Viele der gezeigten Exponate wurden erstmals \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert. Ein zentrales Element war das praktische Arbeiten. Die Teilnehmenden fertigten detailreiche Stoffpuppen nach Vorbildern aus dem 19. Jahrhundert an \u2013 inklusive Kleidung, Schuhen und Accessoires. Auch traditionelle G\u00fcrteltaschen und Spielzeugpferde entstanden, die fr\u00fcher symbolisch f\u00fcr Wohlstand standen. Neben der Handwerkskunst wurde auch gemeinsam musiziert und gesungen \u2013 unter anderem ein altes Wiegenlied im Marxst\u00e4dter Dialekt.<\/p>\n<p>Quelle: rusdeutsch.ru.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Reihe &#8222;Deutsche Minderheiten in Europa&#8220; blicken wir \u00fcber Grenzen hinweg und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":63923,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[4971,2960,5507,5966,2961,2284],"redaktor":[],"class_list":["post-63921","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-deutsche-minderheit-in-daenemark","tag-deutsche-minderheit-in-der-slowakei","tag-deutsche-minderheit-in-rumaenien","tag-deutsche-minderheit-in-russland","tag-deutsche-minderheit-in-tschechien","tag-deutsche-minderheiten-in-europa"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63921"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63921\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71480,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63921\/revisions\/71480"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63921"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=63921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}