{"id":63038,"date":"2025-06-30T05:00:53","date_gmt":"2025-06-30T03:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=63038"},"modified":"2026-02-10T22:36:30","modified_gmt":"2026-02-10T21:36:30","slug":"deutsche-minderheiten-in-europa-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-2\/","title":{"rendered":"Deutsche Minderheiten in Europa"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Ungarn, D\u00e4nemark, Zentralasien, Sachsen\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Mit Deutsch durch Ungarn wandern<\/strong>:<\/h2>\n<p>Eine interessante Initiative bietet gerade zur Sommerzeit die deutsche Minderheit aus Ungarn an \u2013 dabei kann man mit einem deutschen Heft durch das Land wandern und Stempel sammeln. Mit dem Projekt l\u00e4dt die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (MNO\u00d6) zu einer besonderen Entdeckungsreise ein: 18 Lehrpfade, die das Leben, die Sprache und das kulturelle Erbe der deutschen Volksgruppe in Ungarn thematisieren, warten darauf, erkundet zu werden. Zu jedem dieser thematischen Wanderwege gibt es ein Heft, das nicht nur eine Karte und ein Bild der jeweiligen Route enth\u00e4lt, sondern auch Platz f\u00fcr einen Stempel an jeder Station bietet. Die Pfade wurden in den vergangenen Jahren mit Unterst\u00fctzung der ungarischen Regierung sowie der \u00f6rtlichen deutschen Gemeinschaften gestaltet. Sie sollen auf unterhaltsame Weise Wissen \u00fcber das ungarndeutsche Kulturerbe vermitteln \u2013 sei es in D\u00f6rfern mit jahrhundertealter deutscher Geschichte oder bei F\u00fchrungen, die die gesamte deutsche Gemeinde des Landes in den Blick nehmen. Die Brosch\u00fcren sind sowohl in den Gemeinden als auch online \u00fcber lehrpfad.hu erh\u00e4ltlich. Erg\u00e4nzt wird das Ganze durch eine Social-Media-Aktion, bei der unter Hashtags wie #ungarndeutschalehrpfade oder #18StempelAbenteuer Eindr\u00fccke geteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Quelle: zentrum.hu.<\/p>\n<h2><strong>D\u00e4nemarks Deutsche hoffen auf Beauftragten:<\/strong><\/h2>\n<p>Ein neuer und zugleich alter Gespr\u00e4chspartner ist f\u00fcr Europas deutsche Volksgruppen der unl\u00e4ngst ernannte Minderheitenbeauftragte der Bundesregierung, Bernd Fabritius. Glaubt man den Worten ihres Sprechers Hinrich J\u00fcrgensen, sehen die Deutschen aus D\u00e4nemark in den guten Kontakten eine Chance f\u00fcr positive Entwicklung. Nach den j\u00fcngsten Aussagen am Rande des Treffens zwischen Bundeskanzler Merz und Mette Frederiksen hofft Hinrich J\u00fcrgensen, dass sich eine enge Partnerschaft zwischen Deutschland und D\u00e4nemark f\u00fcr die deutsche Minderheit in Nordschleswig auszahlt. Insbesondere mit Blick auf Bernd Fabritius sieht er Chancen, denn er sei \u201eein Mann, der die Situation der Volksgruppe gut kenne\u201c. Demnach wei\u00df ein erfahrener Mann wie Fabritius um die Wichtigkeit der Unterst\u00fctzung der deutschen Minderheiten. Dies sei auch wichtig, weil man in Zukunft ehrgeizige Projekte plane. Weniger optimistisch zeigt sich J\u00fcrgensen bei der Frage nach m\u00f6glichen Erleichterungen an der deutsch-d\u00e4nischen Grenze. Angesichts fr\u00fcherer Aussagen von Kanzler Merz erwartet J\u00fcrgensen keine baldige Abschaffung der im Moment laufenden Kontrollen.<\/p>\n<p>Quelle: nordschleswiger.dk<\/p>\n<div id=\"attachment_63039\" style=\"width: 658px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63039\" class=\" wp-image-63039\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto1-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"648\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto1-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto1-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto1-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto1-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><p id=\"caption-attachment-63039\" class=\"wp-caption-text\">Hinrich J\u00fcrgensen.<br \/>Foto: FUEN.<\/p><\/div>\n<h2><strong>Neuer Sitz f\u00fcr Deutsche in Kirgisistan:<\/strong><\/h2>\n<p>Ein besonderes Erlebnis war die Einweihung des neuen Sitzes der Deutschen in Kirgisistan, die unl\u00e4ngst in der Hauptstadt Bischkek stattfand. Mit gro\u00dfer Freude wurde das neue Kirgisisch-Deutsche Zentrum er\u00f6ffnet \u2013 ein Projekt, das nach langj\u00e4hriger Planung nun Wirklichkeit geworden ist. Dank der Unterst\u00fctzung des Bundesministeriums des Innern konnte ein Ort geschaffen werden, der k\u00fcnftig als kulturelles Herzst\u00fcck der deutschen Gemeinschaft in Kirgisistan dienen wird. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheit sowie G\u00e4ste aus Deutschland nahmen an der feierlichen Zeremonie teil. Dr. Franka F\u00fclle vom Bundesinnenministerium betonte in ihrer Rede die Bedeutung des Hauses als Begegnungsst\u00e4tte, die den Austausch zwischen Generationen und Kulturen f\u00f6rdern soll. Auch Artur Schessler vom Deutschen Humanit\u00e4ren Hilfsfonds zeigte sich ger\u00fchrt \u00fcber die vielen Gl\u00fcckw\u00fcnsche und das internationale Interesse.<\/p>\n<p>F\u00fcr Walerij Dill, Vorsitzender des Volksrates der Deutschen in Kirgisistan, ist das neue Geb\u00e4ude ein Zeichen der Hoffnung und Stabilit\u00e4t. Es soll der Bewahrung der deutschen Sprache, Kultur und Geschichte dienen \u2013 und zugleich Menschen im Alltag unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Quelle: daz.asia.<\/p>\n<h2><strong>Sudetendeutsche ehren Markus S\u00f6der:<\/strong><\/h2>\n<p>Ein rundes Jubil\u00e4um feierte man unl\u00e4ngst in Regensburg, wo der 75. Sudetendeutsche Tag stattfand. Neben zahlreichen Kulturelementen gab es auch eine Auszeichnung f\u00fcr einen prominenten Politiker. Gemeint ist Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der. S\u00f6der erhielt den Europ\u00e4ischen Karls-Preis f\u00fcr seine langj\u00e4hrige Unterst\u00fctzung der sudetendeutschen Anliegen und die Bem\u00fchungen f\u00fcr eine Verst\u00e4ndigung mit Tschechien. Die diesj\u00e4hrige Veranstaltung stand im Zeichen von Ann\u00e4herung und neuer Perspektiven. Eine besondere \u00dcberraschung war die Einladung des Direktors des Br\u00fcnner Kulturfestivals \u201eMeeting Brno\u201c, Petr Kalousek, den Sudetendeutschen Tag 2026 erstmals in Br\u00fcnn abzuhalten. Diese symboltr\u00e4chtige Geste gilt als Meilenstein in der deutsch-tschechischen Ann\u00e4herung. Kalousek formulierte in seiner Ansprache den Wunsch, das n\u00e4chste Treffen nicht als Begegnung zwischen Gastgebern und G\u00e4sten, sondern als \u201eZusammenkunft von Freunden\u201c zu erleben. Auch der tschechische Bildungsminister Mikul\u00e1\u0161 Bek sorgte f\u00fcr Aufmerksamkeit. Er sprach offen \u00fcber die historischen Wunden und rief zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf. Die Gefahren des Nationalismus d\u00fcrften nicht verdr\u00e4ngt werden, mahnte Bek.<\/p>\n<p>Quelle: landesecho.cz.<\/p>\n<div id=\"attachment_63040\" style=\"width: 623px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63040\" class=\" wp-image-63040\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"557\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-300x273.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-1024x931.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Foto2-3lb-Minderheiten_Easy-Resize.com_-768x698.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 613px) 100vw, 613px\" \/><p id=\"caption-attachment-63040\" class=\"wp-caption-text\">Markus S\u00f6der<br \/>Foto: Sandro Halank\/Wikimedia Commons.<\/p><\/div>\n<h2><strong>Kommt eine deutsche Schule in Kasachstan?:<\/strong><\/h2>\n<p>Ein Priorit\u00e4tsthema f\u00fcr jede deutsche Volksgruppe k\u00f6nnte sich in der Zukunft f\u00fcr die Deutschen aus Kasachstan materialisieren. Unl\u00e4ngst fand ein Treffen mit zust\u00e4ndigen Beamten statt, bei dem man das Konzept einer Schule mit Fokus auf der deutschen Sprache thematisierte. Zum Treffen versammelten sich im Kasachisch-Deutschen Zentrum in Astana Vertreter der Stiftung \u201eWiedergeburt\u201c und der Zentralstelle f\u00fcr das Auslandsschulwesen (ZfA). Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zur strukturellen und inhaltlichen Gestaltung der geplanten Schule. Unter den Anwesenden waren unter anderem Senator Yevgeniy Bolgert, Aizhan Tuyakbayeva als Projektkoordinatorin, sowie J\u00f6rg Kassner und Mario Sch\u00f6nfeld von der ZfA. Diskutiert wurden u.\u202fa. die Finanzierung, Lehrplanentwicklung und der Einsatz deutschsprachiger P\u00e4dagogik ab der ersten Klasse \u2013 ein klarer Unterschied zum sonst \u00fcblichen Fremdsprachenbeginn in Kasachstan. Die Initiative genie\u00dft Unterst\u00fctzung staatlicher Stellen. Eine Arbeitsgruppe mit dem Bildungsministerium wurde bereits gebildet. Auch die M\u00f6glichkeit, den DSD-Schulstatus (Deutsches Sprachdiplom) zu erreichen oder perspektivisch Elemente des International Baccalaureate (IB) zu integrieren, sind Teil der \u00dcberlegungen.<\/p>\n<p>Quelle: wiedergeburt-kasachstan.de<\/p>\n<div id=\"attachment_37812\" style=\"width: 588px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-37812\" class=\" wp-image-37812\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/1217t-Kasachstan-3.jpg\" alt=\"\" width=\"578\" height=\"385\" \/><p id=\"caption-attachment-37812\" class=\"wp-caption-text\">Junge Deutsche in Kasachstan. Die Volksgruppe ist laut Volksz\u00e4hlung immer noch gro\u00df.<br \/>Foto: wiedergeburt.kz<\/p><\/div>\n<h2><strong>Siebenb\u00fcrger Sachsen feiern in Dinkelsb\u00fchl<\/strong><strong>:<\/strong><\/h2>\n<p>Nicht nur die Sudetendeutschen feierten unl\u00e4ngst ihr rundes Jubil\u00e4um, auch die Siebenb\u00fcrger Sachsen feierten ihren 75. Heimattag. Dabei wurde die Kreisstadt Dinkelsb\u00fchl vor allem zu einem Schaupunkt eines bemerkenswerten Trachtenzuges. Trotz unbest\u00e4ndiger Wetterverh\u00e4ltnisse str\u00f6mten zahlreiche G\u00e4ste in die fr\u00e4nkische Stadt. Besonders auf dem Zeltplatz herrschte reger Betrieb: Rund tausend junge Menschen lie\u00dfen sich vom Regen nicht abschrecken und sorgten f\u00fcr ausgelassene Stimmung. Der unangefochtene H\u00f6hepunkt des Heimattages war wie jedes Jahr der traditionelle Trachtenumzug am Pfingstsonntag. \u00dcber 3.100 Teilnehmende in farbenfrohen Trachten aus 113 Gruppen boten ein eindrucksvolles Bild, das von den Zuschauenden mit viel Applaus bedacht wurde. Vier Tage lang pr\u00e4sentierte sich das Fest als lebendiger Ausdruck siebenb\u00fcrgisch-s\u00e4chsischer Identit\u00e4t. Ob politischer Dialog, kulturelle Darbietungen, Gottesdienste oder Tanzveranstaltungen \u2013 f\u00fcr jeden war etwas dabei. M\u00f6glich wurde dieses Ereignis durch das Engagement unz\u00e4hliger Freiwilliger. Vom Organisationsteam \u00fcber Technik und Medien bis hin zu den T\u00e4nzern \u2013 sie alle trugen zu dem erfolgreichen Wochenende bei. Ein besonderer Dank der Siebenb\u00fcrger Sachsen galt auch der Stadt Dinkelsb\u00fchl f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung und die M\u00f6glichkeit, das Fest dort zu veranstalten.<\/p>\n<p>Quelle: siebenbuerger.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ungarn, D\u00e4nemark, Zentralasien, Sachsen\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":63039,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[5501,2284,2285,2286,2287],"redaktor":[],"class_list":["post-63038","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-daenemark","tag-deutsche-minderheiten-in-europa","tag-sachsen","tag-ungarn","tag-zentralasien"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63038"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63038\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71617,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63038\/revisions\/71617"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63038"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=63038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}