{"id":62269,"date":"2025-06-07T05:00:01","date_gmt":"2025-06-07T03:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=62269"},"modified":"2026-02-10T22:36:38","modified_gmt":"2026-02-10T21:36:38","slug":"35-jahre-verband-schlesischer-bauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/35-jahre-verband-schlesischer-bauern\/","title":{"rendered":"35 Jahre Verband Schlesischer Bauern"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Kein Beruf, sondern Berufung<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Im Mai blickte der Verband Schlesischer Bauern auf 35 Jahre zur\u00fcck \u2013 eine Zeit, in der er sich von bescheidenen Anf\u00e4ngen zur tragenden S\u00e4ule f\u00fcr die Landwirte der Region entwickelte. Das Jubil\u00e4um, gefeiert im Schloss Stubendorf mit Delegierten des Verbandes, Partnern und lokalen Vertretern, w\u00fcrdigte den Weg des Verbandes &#8211; von den Gr\u00fcndungsjahren \u00fcber eine dynamische Entwicklung bis hin zur heutigen starken Position als Interessenvertreter, Wissensvermittler und H\u00fcter der landwirtschaftlichen Identit\u00e4t Schlesiens.<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Anf\u00e4nge voller Herausforderungen und Hoffnungen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Gr\u00fcndung fiel in die turbulente Wendezeit, die die Landwirtschaft in Polen vor immense Herausforderungen stellte. Ursula Trinczek, ehemalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, erinnert sich: \u201eEs war am Anfang ein Risiko, aber das war es wert. Durch den Verband haben wir viele Kontakte mit Landwirten in Deutschland gekn\u00fcpft, die uns inspiriert haben.\u201c Den Wandel von der Plan- zur freien Marktwirtschaft schildert sie als \u201eUmsturz f\u00fcr die Bauern\u201c. Trinczek initiierte ein Austauschprogramm: \u201eIch habe ca. 100 junge Menschen zum Praktikum nach Deutschland geschickt.\u201c Auch Besuche deutscher Landwirte auf schlesischen H\u00f6fen gab es fr\u00fch. \u201eEs war euphorisch f\u00fcr sie. Sie haben nicht gedacht, dass hier noch so viele Deutsche sind oder dass es hier so sch\u00f6n ist. Sie fragten, wie lange es gedauert hat, dass unsere H\u00f6fe so sauber sind. Dabei waren sie immer so, weil Ordnung bei uns normal ist\u201c, erz\u00e4hlt Frau Trinczek.<\/p>\n<div id=\"attachment_62271\" style=\"width: 569px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62271\" class=\" wp-image-62271\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/konopka_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"559\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/konopka_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/konopka_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/konopka_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/konopka_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px\" \/><p id=\"caption-attachment-62271\" class=\"wp-caption-text\">Bei den Feierlichkeiten im Schloss Stubendorf: (m.) Bernard Dembczak, Vorsitzender des Schlesischen Bauernverbandes; Antoni Konopka, Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Oppeln und (r.) Zuzanna Donath-Kasiura, Vizemarschallin der Woiwodschaft Oppeln.<br \/>Foto: Manuela Leibig<\/p><\/div>\n<h2><strong>Schlesischer Flei\u00df<\/strong><\/h2>\n<p>Antoni Konopka, Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Oppeln, und ehemaliger Vorsitzender der Landwirtschaftskammer in Oppeln: \u201eDie 35-j\u00e4hrige Arbeit bewerte ich sehr gut. Als Landwirte haben wir immer zu den schlesischen Landwirten aufgeschaut, vor allem in Fragen der Technologie, des Anbaus und der Tierzucht. Auch beneideten wir sie um die Ger\u00e4te, oft von jenseits der Oder importiert\u201c, sagte Konopka w\u00e4hrend seiner Ansprache zum Jubil\u00e4um. Er unterstrich die Rolle des Verbandes beim EU-Beitritt: \u201eDank der Arbeit des Verbandes war es leichter, die l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerung vom EU-Beitritt zu \u00fcberzeugen. Das war damals keineswegs selbstverst\u00e4ndlich.\u201c Er lobte den heutigen Stand: \u201eHeute k\u00f6nnen wir stolz sein: Die Oppelner Landwirtschaft geh\u00f6rt polenweit zu den besten. Dieser schlesische Flei\u00df, verbunden mit neuer Technologie und EU-F\u00f6rdermitteln \u2013 wir m\u00fcssen uns nicht sch\u00e4men.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Zuzanna Donath-Kasiura: \u201eSchlesische Bauern strahlen Flei\u00df und Bauernstolz aus.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Entwicklung durch Wissen und Zusammenarbeit<\/strong><\/h2>\n<p>Offenheit f\u00fcr Wissen und Erfahrungsaustausch war der Schl\u00fcssel zum Erfolg. Tomasz Nosol, Vorsitzender des Kreises Neustadt, betont: \u201eJedes Treffen, jede Schulung, das Kn\u00fcpfen von Kontakten bringen etwas Neues. Wir bauen eine Wissens- und Erfahrungsbasis auf, die uns und unseren Betrieben dient und die Zukunft unserer Familien sichert.\u201c<\/p>\n<p>Zuzanna Donath-Kasiura, Vizemarschallin der Woiwodschaft Oppeln, w\u00fcrdigte die Verbandsmitglieder: \u201eSie strahlen Flei\u00df und Bauernstolz aus. Sie sind stolz auf die Vergangenheit, das Kulturerbe Schlesiens, sie wissen, wer sie sind. Zudem sind sie aber auch sehr modern, aktiv und flei\u00dfig. Eine geniale Mischung.\u201c Beeindruckt zeigte sich die Vizemarschallin davon, dass der Verband generations\u00fcbergreifend arbeitet: \u201e\u00c4ltere und J\u00fcngere arbeiten perfekt zusammen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_62272\" style=\"width: 593px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62272\" class=\" wp-image-62272\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Trinczek_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"583\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Trinczek_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Trinczek_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Trinczek_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Trinczek_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><p id=\"caption-attachment-62272\" class=\"wp-caption-text\">Ursula Trinczek, ehemalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Verbandes Schlesischer Bauern.<br \/>Foto: Manuela Leibig<\/p><\/div>\n<h2><strong>Der Verband heute: St\u00e4rke und Blick nach vorn<\/strong><\/h2>\n<p>Diesen Aspekt hebt auch Bernard Dembczak, der seit 24 Jahren Vorsitzender des Verbandes Schlesischer Bauern ist, hervor: \u201eWir haben auch junge Landwirte in unseren Reihen. Bei unseren Kreisversammlungen res\u00fcmieren wir nicht nur, sondern lassen Neuerungen f\u00fcr die Landwirtschaft von Experten erkl\u00e4ren.\u201c Auch das breite Schulungsangebot wird von den Mitgliedern gut angenommen, \u201edenn es ist eine gute Investition\u201c, betont Dembczak. Neben Fachwissen steht auch die Integration im Fokus des Verbandes. F\u00fcr die Zukunft setzt Dembczak auf Kontinuit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t. Sein Credo: \u201eLandwirt &#8211; das ist kein Beruf, es ist eine Berufung.\u201c Die Herausforderungen f\u00fcr den Verband sind dieselben wie f\u00fcr jeden einzelnen Landwirt: \u201eEU-Restriktionen, Tierkrankheiten, im Moment ist es die Maul-und Klauenseuche. Sorgen macht uns auch der Vertrag zwischen den MERCOSUR-L\u00e4ndern aus S\u00fcdamerika und der EU. Dort werden Lebensmittel viel billiger und nicht mit solchen Restriktionen f\u00fcr die Bauern wie in Europa produziert. Wir bef\u00fcrchten, auf unseren hierzulande erzeugten Lebensmitteln sitzenzubleiben, oder sie unter Wert verkaufen zu m\u00fcssen\u201c, \u00e4u\u00dfert Bernard Dembczak die \u00c4ngste der rund 1000 Mitglieder des Verbandes.<\/p>\n<p>Jerzy Sewielski, Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer in Oppeln, sieht im Verband einen wichtigen Partner: \u201eEr kann Landwirte zusammenbringen. Ihre Zusammenarbeit, der Erfahrungsaustausch \u2013 das funktioniert hervorragend.\u201c F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnscht er: \u201eStabilisierung, gute Witterung, weniger Produktionskosten, gute Preise f\u00fcr die landwirtschaftlichen Erzeugnisse sowie Gesundheit und Ausdauer in dieser Berufung.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Beruf, sondern Berufung Im Mai blickte der Verband Schlesischer Bauern auf 35 Jahre zur\u00fcck \u2013 eine Zeit, in der er sich von bescheidenen Anf\u00e4ngen zur tragenden S\u00e4ule f\u00fcr die Landwirte der Region entwickelte. Das Jubil\u00e4um, gefeiert im Schloss Stubendorf mit Delegierten des Verbandes, Partnern und lokalen Vertretern, w\u00fcrdigte den Weg des Verbandes &#8211; von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":62271,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[1964,4253,1984,2596,1970,1972],"redaktor":[],"class_list":["post-62269","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-bernard-dembczak","tag-jubilaeum","tag-schlesien","tag-ursula-trinczek","tag-verband-schlesischer-bauern","tag-zuzanna-donath-kasiura"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62269"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71742,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62269\/revisions\/71742"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62269"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=62269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}