{"id":62044,"date":"2025-06-01T05:00:36","date_gmt":"2025-06-01T03:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=62044"},"modified":"2026-02-10T22:36:40","modified_gmt":"2026-02-10T21:36:40","slug":"evangelisches-wort-zum-sonntag-mit-bischof-wojciech-pracki-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/evangelisches-wort-zum-sonntag-mit-bischof-wojciech-pracki-2\/","title":{"rendered":"Evangelisches Wort zum Sonntag mit Bischof Wojciech Pracki"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sonntag Exaudi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lesungen<\/strong>: Jeremia 31,31\u201334; Johannes 16,5\u201315<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigttext<\/strong>: Epheser 3,14\u201321<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><br \/>\nDurch den Glauben wohne Christus in euren Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegr\u00fcndet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu f\u00e4hig sein, die L\u00e4nge und Breite, die H\u00f6he und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis \u00fcbersteigt. So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen F\u00fclle Gottes erf\u00fcllt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Epheser 3,17\u201319<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Glaube, Liebe und Erkenntnis<\/strong> \u2013 das sind die Schl\u00fcsselworte in diesem Text. Es geht hier um unser Verh\u00e4ltnis zu Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Glaube<\/strong> \u2013 wird heute immer mehr zu einem Problem. Es geht heutzutage nicht mehr um den Gegensatz Glaube \u2013 Unglaube. Der christliche Glaube verliert seinen Inhalt und wird zu Gleichg\u00fcltigkeit, zu einem Verlust an Interesse. Viele Menschen merken, dass sie ohne Gott genauso gut leben k\u00f6nnen wie mit ihm, und sie distanzieren sich von religi\u00f6sen Praktiken. Das Problem liegt dabei tief in der Kirche und bei den Kirchenmenschen selbst \u2013 sie schaffen es oft nicht, ihre Zuh\u00f6rer mit dem Evangelium zu erreichen. So wird die Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes zu einer der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Liebe<\/strong> \u2013 das ist ein Gef\u00fchl, das uns n\u00e4her ist als der Glaube. Denn selbst wenn wir nicht besonders gl\u00e4ubig sind, gibt es jemanden, den wir lieben \u2013 Eltern, Ehepartner, Kinder. Liebe muss man nicht unbedingt erkl\u00e4ren, sie wird von (fast) allen erlebt. Sie bietet viele M\u00f6glichkeiten. Wir verlieben uns, wenn wir jemanden kennenlernen und sp\u00fcren, dass wir ohne diese Person nicht leben k\u00f6nnen. So verwandelt sich das Verliebtsein in Liebe. Und wir lieben auch unsere Kinder, obwohl wir sie noch nicht kennen, wenn sie geboren werden. Wir lernen sie kennen, aber das hindert uns nicht daran, sie zu lieben. So ist es auch mit der Liebe Gottes zu uns \u2013 er liebt uns von Anfang an, ohne besondere Gr\u00fcnde zu brauchen. Die Frage ist, ob wir in unserem Leben seine Liebe erfahren und eine Antwort darauf geben.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Gott liebt uns von Anfang an und braucht dazu keine besonderen Gr\u00fcnde.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Erkenntnis<\/strong> \u2013 ist das dritte Schl\u00fcsselwort im Text. Um Gott zu erkennen, werden wir religi\u00f6s erzogen \u2013 zu Hause, im Religionsunterricht und in der Kirche. Und genau hier liegt eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen. Eine zu starke Fokussierung auf Gott und Religion kann manchmal kontraproduktiv wirken \u2013 das sp\u00fcren wir in unserer Gesellschaft deutlich und sehen die Folgen. Nicht ohne Schuld sind auch die Kirchenskandale und der Umgang der Kirchen mit sensiblen Themen. Wir erhalten zwar gute Erkenntnisse, doch sie reichen nicht immer aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie also kann man Gott erkennen, an ihn glauben und ihn lieben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Vierzehnj\u00e4hriger begann ich, die Bibel zu lesen. Ich fing mit dem Alten Testament an \u2013 eine schwierige Lekt\u00fcre, die mich aber noch nicht zum Glauben brachte. Ich gab jedoch nicht auf, und im Neuen Testament, bei den Evangelien, durfte ich Gott im Sohn Jesus begegnen. Seine Worte gaben mir Erkenntnis und den Impuls, Theologie zu studieren. Der Glaube und die Liebe folgten. So wurde das Christwerden f\u00fcr mich zu einem bewussten Lebensabenteuer. Dazu ist jede und jeder eingeladen \u2013 in welcher Reihenfolge auch immer: Glaube, Liebe oder Erkenntnis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Amen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag Exaudi Lesungen: Jeremia 31,31\u201334; Johannes 16,5\u201315 Predigttext: Epheser 3,14\u201321<\/p>\n","protected":false},"author":267,"featured_media":56520,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[2666,6499,6501,8976],"redaktor":[],"class_list":["post-62044","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-erkenntnis","tag-glaube-de","tag-gott-de","tag-liebe-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/267"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62044"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71782,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62044\/revisions\/71782"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56520"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62044"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=62044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}