{"id":61159,"date":"2025-05-13T14:00:15","date_gmt":"2025-05-13T12:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=61159"},"modified":"2026-02-11T20:36:54","modified_gmt":"2026-02-11T19:36:54","slug":"zeichen-buergerlicher-reife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/zeichen-buergerlicher-reife\/","title":{"rendered":"Zeichen b\u00fcrgerlicher Reife"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Hoffnung auf zweisprachige Ortsschilder<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_61162\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61162\" class=\" wp-image-61162\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Lubowitz_Ortsschild_Segnung_Pfarrer-Henryk-Rzega_ChristianMoeser_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Lubowitz_Ortsschild_Segnung_Pfarrer-Henryk-Rzega_ChristianMoeser_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Lubowitz_Ortsschild_Segnung_Pfarrer-Henryk-Rzega_ChristianMoeser_Easy-Resize.com_-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Lubowitz_Ortsschild_Segnung_Pfarrer-Henryk-Rzega_ChristianMoeser_Easy-Resize.com_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Lubowitz_Ortsschild_Segnung_Pfarrer-Henryk-Rzega_ChristianMoeser_Easy-Resize.com_-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><p id=\"caption-attachment-61162\" class=\"wp-caption-text\">In Lubowitz wird das Ortsschild durch Pfarrer Henryk Rzega gesegnet Quelle: Privat<\/p><\/div>\n<p>Seit 2016 wartet die Gemeinde Rudnik im Landkreis Ratibor auf die Installation zweisprachiger Ortsschilder. W\u00e4hrend in Lubowitz bereits seit 2008 ein solches Schild an den Geburtsort des Dichters Joseph von Eichendorff erinnert, fehlen sie weiterhin in den \u00fcbrigen 13 D\u00f6rfern der Gemeinde.<!--more--> Ein Antrag aus dem Jahr 2016 schien jahrelang in den M\u00fchlen der B\u00fcrokratie festzustecken. Doch nach einem Regierungswechsel in Warschau keimte neue Hoffnung auf \u2013 auch wenn die Finanzierung noch gesichert werden muss.<\/p>\n<h2><strong>Ein Zeichen der Wertsch\u00e4tzung und Reife<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_61161\" style=\"width: 440px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61161\" class=\" wp-image-61161\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pendzialek-1-von-1_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pendzialek-1-von-1_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pendzialek-1-von-1_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pendzialek-1-von-1_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pendzialek-1-von-1_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><p id=\"caption-attachment-61161\" class=\"wp-caption-text\">Anita Pendzia\u0142ek<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr Anita Pendzia\u0142ek, Vorsitzende des DFK in Gammau (Gam\u00f3w) und engagierte Regionalistin, sind die zweisprachigen Schilder weit mehr als nur ein Verwaltungsvorgang: \u201eEs ist wichtig, wenn es um die Wertsch\u00e4tzung der Geschichte und Kultur geht. Es ist f\u00fcr mich nicht nur ein Beweis daf\u00fcr, dass die Bev\u00f6lkerung auch das zu sch\u00e4tzen wei\u00df, was die Geschichte und die Kultur in sich tr\u00e4gt. Es ist ein Zeichen b\u00fcrgerlicher Reife. Es gibt Menschen, die sind der Meinung, dass zweisprachige Ortsschilder spalten. Doch ich glaube, es ist genau umgekehrt. Je mehr wir solche Initiativen ins Leben rufen, desto reifer werden wir als B\u00fcrger einer vereinten Region\u201c, betont Anita Pendzia\u0142ek, die von Kindheit an in der Gemeinde lebt.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Neun Jahre wartet Gemeinde Rudnik schon auf zweisprachige Ortschilder.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Der Antrag versandete in Warschau<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_61163\" style=\"width: 416px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61163\" class=\" wp-image-61163\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/800px-Lubowice_tablica_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"406\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/800px-Lubowice_tablica_Easy-Resize.com_.jpg 853w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/800px-Lubowice_tablica_Easy-Resize.com_-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/800px-Lubowice_tablica_Easy-Resize.com_-682x1024.jpg 682w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/800px-Lubowice_tablica_Easy-Resize.com_-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><p id=\"caption-attachment-61163\" class=\"wp-caption-text\">In der Gemeinde Rudnik hat bisher nur Lubowitz zweisprachige Ortsschilder.<br \/>Foto: Archiv<\/p><\/div>\n<p>Der Weg zu den Schildern erwies sich als steinig. Nachdem die Ergebnisse der Volksz\u00e4hlung von 2011 zeigten, dass in den Gemeinden Rudnik und Gro\u00df Peterwitz \u00fcber 20% der Einwohner die deutsche Nationalit\u00e4t deklarierten, war die rechtliche Grundlage gem\u00e4\u00df dem polnischen Minderheitengesetz gegeben. Dieses Gesetz erm\u00f6glicht bei \u00dcberschreiten dieser Schwelle die Einf\u00fchrung zweisprachiger Ortsnamen ohne aufw\u00e4ndige Konsultationsverfahren \u2013 ein Beschluss des Gemeinderates gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 wurden seitens der DFKs entsprechende Antr\u00e4ge gestellt. 2016 fasste der Gemeinderat von Rudnik schlie\u00dflich den offiziellen Beschluss und reichte den Antrag beim zust\u00e4ndigen Ministerium f\u00fcr Inneres und Verwaltung in Warschau ein, das f\u00fcr die Genehmigung und Finanzierung zust\u00e4ndig ist. Lange Zeit geschah nichts. \u201eDer Antrag lag im Ministerium\u201c, sagt Anita Pendzia\u0142ek, die als Journalistin die Sache verfolgte, und im Ministerium immer wieder nachfragte.<\/p>\n<h2><strong>Neue Hoffnung nach Regierungswechsel<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_61164\" style=\"width: 352px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61164\" class=\" wp-image-61164\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gemeinde-Gleiwitz-Ort-Trachy_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"342\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gemeinde-Gleiwitz-Ort-Trachy_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gemeinde-Gleiwitz-Ort-Trachy_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gemeinde-Gleiwitz-Ort-Trachy_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gemeinde-Gleiwitz-Ort-Trachy_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px\" \/><p id=\"caption-attachment-61164\" class=\"wp-caption-text\">Die Gemeinde Kranowitz in der Woiwodschaft Schlesien hat zweisprachige Ortsschilder.<br \/>Foto: Redaktion Mittendrin<\/p><\/div>\n<p>Auf ihre Anfrage im Jahr 2018, wann die Gemeinde in das Register zweisprachiger Ortsbennungen eingetragen wird, erhielt sie die Antwort, dass die Kommission der zweisprachigen Ortsbenennungen sich noch nicht getroffen hat. Termine dieses Treffens wurden angek\u00fcndigt und wieder verschoben. \u201eSolange die PiS-Partei an der Macht war, geschah nichts\u201c, fasst Anita Pendzia\u0142ek die Jahre des Stillstands zusammen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong><em>Eine \u00e4hnliche Situation gab es in drei D\u00f6rfern im Kreis Gro\u00df Strehlitz. Jendrin, Rosmierz und Warmuntowitz haben im Dezember 2024 neue zweisprachige Ortsschilder erhalten. Der Wille der Einwohner, die sich bei einer Befragung im Jahr 2015 f\u00fcr zweisprachige Schilder ausgesprochen haben, wurde vom Ministerium f\u00fcr Inneres und Verwaltung nach neun Jahren umgesetzt.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Erst Ende 2023, nach dem Machtwechsel in Polen, kam wieder Bewegung in die Sache. Das Ministerium kontaktierte die Gemeinde. \u201eEs erging eine Anfrage an die Gemeinde, den Kostenplan zu erg\u00e4nzen\u201c berichtet die Vorsitzende des DFK Gammau.<\/p>\n<p>In den Aussch\u00fcssen des Gemeinderates wurde das Thema daraufhin erneut diskutiert. Anita Pendzia\u0142ek nutzte die Gelegenheit, um f\u00fcr die Beibehaltung des Beschlusses zu werben. Die Gemeinde hat erneut einen Antrag auf Finanzierung an das Ministerium gestellt und wartet nun auf eine Antwort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hoffnung auf zweisprachige Ortsschilder Seit 2016 wartet die Gemeinde Rudnik im Landkreis Ratibor auf die Installation zweisprachiger Ortsschilder. W\u00e4hrend in Lubowitz bereits seit 2008 ein solches Schild an den Geburtsort des Dichters Joseph von Eichendorff erinnert, fehlen sie weiterhin in den \u00fcbrigen 13 D\u00f6rfern der Gemeinde.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":61162,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[2860,2023,2776,2861,1984,2503],"redaktor":[],"class_list":["post-61159","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-anita-pendzialek","tag-deutsche-minderheit","tag-dfk-gammau","tag-rudnik","tag-schlesien","tag-zweisprachige-schilder"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61159"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71901,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61159\/revisions\/71901"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61162"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61159"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=61159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}