{"id":60226,"date":"2025-04-16T05:04:03","date_gmt":"2025-04-16T03:04:03","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=60226"},"modified":"2026-02-11T20:49:20","modified_gmt":"2026-02-11T19:49:20","slug":"deutscholympiade-in-polen-junge-talente-aus-oppeln-im-finale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutscholympiade-in-polen-junge-talente-aus-oppeln-im-finale\/","title":{"rendered":"Deutscholympiade in Polen: Junge Talente aus Oppeln im Finale"},"content":{"rendered":"<h1>Aus Liebe zur deutschen Sprache<\/h1>\n<p><strong>\u201eIch spreche Deutsch praktisch schon seitdem ich mich erinnern kann\u201c, sagt Adrian Jelitto-Piechulik, Finalist der gesamtpolnischen Deutscholympiade, deren letzte Runde im M\u00e4rz in Posen stattgefunden hat. In diesem Jahr stammten 9 &#8211; viele von ihnen aus den Reihen der deutschen Minderheit &#8211; der 73 Finalisten aus der Woiwodschaft Oppeln.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Mehr als Grammatik: Fokus auf Sprache, Landeskunde und Literatur<\/h2>\n<p>Zum 48. Mal traten die begabtesten Sch\u00fcler in anspruchsvollen Tests \u00fcber die deutsche Sprache gegeneinander an. Wie in der ersten Runde auf kommunaler Ebene sowie in der zweiten auf Woiwodschafts-Ebene mussten in der finalen dritten Runde des Wettbewerbs die Jugendlichen mal mehr, mal weniger schwierige Aufgaben rund um die deutsche Sprache bearbeiten. W\u00e4hrend die Grammatik in dieser Runde kaum eine Rolle spielte, waren im m\u00fcndlichen Teil der Tests die Themen deutschsprachige Literatur, deutsche Landeskunde (sprich: Geografie, Geschichte, etc.) und pers\u00f6nliche praktische Deutschkenntnisse in einem bestimmten Thema besonders gefragt. Hinzu kam im schriftlichen Part die Arbeit mit deutschen Lesetexten.<\/p>\n<div id=\"attachment_60227\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60227\" class=\"wp-image-60227 \" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"502\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 502px) 100vw, 502px\" \/><p id=\"caption-attachment-60227\" class=\"wp-caption-text\">Beim Finale der Deutscholympiade in Posen.<br \/>Foto: Konsulat Generalny Niemiec we Wroc\u0142awiu\/Facebook<\/p><\/div>\n<h2>Starke Pr\u00e4senz aus Oppeln: Finalisten mit Minderheitenhintergrund<\/h2>\n<p>Einige der Teilnehmenden stammen aus der Woiwodschaft Oppeln, mehrere der Finalisten haben einen Hintergrund in der deutschen Minderheit.<\/p>\n<h2>Von Kindesbeinen an: Maria Barteks Dankbarkeit und Motivation<\/h2>\n<p>So beispielsweise Maria Bartek, die das erste Mal an der Olympiade teilnimmt. Ihre ersten Erfahrungen mit dem Deutschen hat sie schon als Kleinkind gemacht: \u201eMein Vater, Rafa\u0142 Bartek, hat mir, seitdem ich klein war, Deutsch beigebracht. Mir gef\u00e4llt es, die deutsche Sprache ist mir sehr wichtig. Besonders mag ich, dass ich mich mit mehr Menschen unterhalten und mehr kennenlernen kann. Also, ich kann meinem Vater nur dankbar sein.\u201c<\/p>\n<h2>Lebenslange Verbindung: Adrian Jelitto-Piechulik und die Sch\u00f6nheit des Deutschen<\/h2>\n<p>Auch Adrian Jelitto-Piechulik, der schon mehrmals an der Deutscholympiade teilgenommen hat, ist von Kindesbeinen an mit der deutschen Sprache aufgewachsen: \u201eIch spreche sie praktisch schon, seitdem ich mich erinnern kann, sie hat einen sehr sch\u00f6nen, \u00e4sthetischen Klang. Speziell eher \u00e4ltere W\u00f6rter, die heute nur noch wenig benutzt werden, sind f\u00fcr mich schon einzigartig.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_60228\" style=\"width: 735px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60228\" class=\" wp-image-60228\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro1-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"725\" height=\"544\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro1-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro1-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/final-olimpiady-foto-konsulat-niemiec-we-wro1.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 725px) 100vw, 725px\" \/><p id=\"caption-attachment-60228\" class=\"wp-caption-text\">Beim Finale der Deutscholzmpiade an der Adam Mickiewicz Universit\u00e4t in Posen.<br \/>Konsulat Generalny Niemiec we Wroc\u0142awiu\/Facebook<\/p><\/div>\n<h2>Sprache verbindet und klingt sch\u00f6n: Daniela Czeczors Perspektive<\/h2>\n<p>\u201eMir geht es darum, eine andere Sprache zu sprechen, neue Menschen kennenzulernen und neue Freundschaften zu schlie\u00dfen\u201c, erz\u00e4hlt Daniela Czeczor, eine weitere Finalistin. Daniela ist zweisprachig aufgewachsen, war bei mehreren Veranstaltungen vom Bund der Jugend der deutschen Minderheit dabei und schon mehrmals in Deutschland. \u00c4hnlich wie Adrian begeistert sich die Sch\u00fclerin aber auch f\u00fcr den Klang der Sprache: \u201eMir wurde schon gesagt, dass ich auf deutsch h\u00f6her und freundlicher klinge. Mir gef\u00e4llt das sehr, denn ich finde es schade, dass Deutsch f\u00fcr viele immer noch zu Unrecht einen schlechten Ruf hat. Viele sagen, dass es aggressiv klingt, was ich aber nicht nachvollziehen kann.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\">\u00a0\u201eMan muss auch nicht gewinnen, Hauptsache man gibt sein Bestes und hat Spa\u00df.\u201c sagt Daniela Czeczor.\u00a0<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Intensive Vorbereitung: Unterst\u00fctzung durch Schule und Familie<\/h2>\n<p>Um bei der Deutscholympiade gute Chancen zu haben, haben sich die genannten Finalisten intensiv vorbereitet. Neben den Fachkr\u00e4ften in der Schule erhielten sie dabei nat\u00fcrlich auch von der Familie tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung. Maria Bartek meint: \u201eMeine Schwester Emily hat letztes Jahr teilgenommen, mit ihr habe ich die Themen besprochen. Ich habe mir auch einiges selbst angeeignet, aber ohne sie w\u00e4re das viel schwieriger gewesen. Am Ende war der Test zwar herausfordernd, aber nicht zu schwer oder gar unm\u00f6glich zu bew\u00e4ltigen.\u201c Und f\u00fcr ihr zuk\u00fcnftiges Studium strebt die Sch\u00fclerin an, auch ein Zertifikat der deutschen Sprache vom Goethe-Institut zu erhalten: \u201eAlso, ich ziehe es definitiv in Erw\u00e4gung, nochmal teilzunehmen. Auf diese Weise kann ich zudem meine Fertigkeiten noch st\u00e4rker verbessern.\u201c Maria plant, in Zukunft vielleicht Medizin oder Lehramt studieren, wenn m\u00f6glich auch in Deutschland.<\/p>\n<h2>\u201eEs hat sogar Spa\u00df gemacht\u201c: Adrian Jelitto-Piechuliks positive Bilanz<\/h2>\n<p>Adrian Jelitto-Piechulik zeigte sich ebenfalls dankbar, dass seine Eltern mit ihm ge\u00fcbt hatten: \u201eIch bin \u00e4u\u00dferst froh und stolz, das geschafft zu haben. Die Bereiche von Geschichte und Politik fielen mir am leichtesten, es hat sogar Spa\u00df gemacht. Nur im m\u00fcndlichen Teil konnte ich leider nicht \u00fcber das Thema reden, was ich mir eigentlich mir vorgenommen hatte.\u201c Auch er will beim n\u00e4chsten Mal erneut antreten: \u201ePosen ist eine sehr sch\u00f6ne Stadt, und ich habe viele tolle Menschen getroffen. Ich denke, ich sehe keinen Grund, es nicht nochmal zu versuchen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_60229\" style=\"width: 469px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60229\" class=\" wp-image-60229\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/nagrody-olimpiada-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"459\" height=\"612\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/nagrody-olimpiada-768x1024.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/nagrody-olimpiada-225x300.jpg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/nagrody-olimpiada-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/nagrody-olimpiada-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/nagrody-olimpiada.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><p id=\"caption-attachment-60229\" class=\"wp-caption-text\">Auf die Teilnehmer warteten Preise<br \/>Foto: Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu<\/p><\/div>\n<h2>Begeisterung pur: Daniela Czeczors Erlebnis in Posen<\/h2>\n<p>Ausschlie\u00dflich positive Worte findet Daniela Czeczor, f\u00fcr die der Wettbewerb weder zu schwer noch zu stressig war: \u201eR\u00fcckblickend konnte ich durchaus n\u00fctzliche Erfahrungen sammeln und habe mit neuen Freundinnen, die ich beim Finale in Posen kennengelernt habe, eine echt tolle Zeit verbracht. Am Sonntag, dem letzten Tag, wollte ich schon gar nicht mehr nach Hause (lacht). Mit meinen Freundinnen plane ich auch, bei der Olympiade ab jetzt jedes Jahr bis zum Abitur mitzumachen, um ins Finale zu kommen. Man muss auch nicht gewinnen, Hauptsache, man gibt sein Bestes und hat Spa\u00df.\u201c Auch sie plant, zuk\u00fcnftig vielleicht in Deutschland zu studieren.<\/p>\n<h2>Mehr als ein Wettbewerb: Wertvolle Erfahrungen und Zukunftspl\u00e4ne<\/h2>\n<p>Letzten Endes haben die Finalisten nicht nur erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen, sondern konnten zus\u00e4tzlich ihre F\u00e4higkeiten verst\u00e4rken. F\u00fcr sie selbst war es eine Veranstaltung, die sich vollends gelohnt hat. Und dass sie sich in Zukunft noch intensiver mit der deutschen Sprache besch\u00e4ftigen wollen, steht au\u00dfer Frage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Jonathan Lembrecht<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Falls Sie noch mehr \u00fcber die Deutscholympiade wissen wollen und sich f\u00fcr die Bedeutsamkeit der deutschen Sprache interessieren, k\u00f6nnen Sie auch HIER \u00fcber das Finale der Woiwodschafts \u2013 Etappe im Februar 2025 lesen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/wochenblatt.pl\/mit-wissen-und-selbstsicherheit-in-die-letzte-runde\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Liebe zur deutschen Sprache \u201eIch spreche Deutsch praktisch schon seitdem ich mich erinnern kann\u201c, sagt Adrian Jelitto-Piechulik, Finalist der gesamtpolnischen Deutscholympiade, deren letzte Runde im M\u00e4rz in Posen stattgefunden hat. In diesem Jahr stammten 9 &#8211; viele von ihnen aus den Reihen der deutschen Minderheit &#8211; der 73 Finalisten aus der Woiwodschaft Oppeln.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":60227,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[2786,3024,3025,3026],"redaktor":[],"class_list":["post-60226","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-deutsche-sprache","tag-deutscholympiade","tag-finale","tag-posen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60226"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72006,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60226\/revisions\/72006"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60226"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=60226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}