{"id":60130,"date":"2025-04-13T18:00:56","date_gmt":"2025-04-13T16:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=60130"},"modified":"2026-02-11T20:49:21","modified_gmt":"2026-02-11T19:49:21","slug":"vergessenes-erbe-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/vergessenes-erbe-3\/","title":{"rendered":"Vergessenes Erbe"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Die Dreifaltigkeitskirche in Roths\u00fcrben<\/strong><\/h1>\n<h2><strong>Perle des Manierismus<\/strong><\/h2>\n<p><strong>H\u00f6here Gewalt und genauer gesagt ein Stau auf der Autobahn in Richtung Breslau zwang mich k\u00fcrzlich zu einer Umleitung, und so fand ich mich zum ersten Mal in Roths\u00fcrben (\u017b\u00f3rawina), einem wundersch\u00f6nen alten Dorf, wieder. Die Dreifaltigkeitskirche, die von der Stra\u00dfe aus sichtbar ist, hat mich besonders begeistert.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die Dreifaltigkeitskirche ist eine wahre Perle des Manierismus und einer der wertvollsten Sch\u00e4tze Mitteleuropas. Sie wurde erstmals 1335 im Zehntverzeichnis des Nuntius Galhard erw\u00e4hnt.<\/p>\n<h2><strong>Die Hanniwald<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_60131\" style=\"width: 578px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60131\" class=\" wp-image-60131\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergesseneserbe_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"568\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergesseneserbe_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergesseneserbe_Easy-Resize.com_-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergesseneserbe_Easy-Resize.com_-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergesseneserbe_Easy-Resize.com_-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><p id=\"caption-attachment-60131\" class=\"wp-caption-text\">Die Kirche weist die typischen Merkmale eines befestigten Geb\u00e4udes auf, d. h. dicke Mauern, kleine Fenster.<br \/>Foto: Barbara Maliszewska\/Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Erbaut wurde sie wahrscheinlich von Friedrich Hanniwald von Jawor. Es handelte sich um einen Steinbau, m\u00f6glicherweise an der Stelle eines fr\u00fcheren Holzbaus. Die \u00e4ltesten Teile des bestehenden Geb\u00e4udes sind die Au\u00dfenmauern des Kirchenschiffs, des Chors und des Turms aus der zweiten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts. Zwischen 1600 und 1608 wurde die Kirche auf Initiative des Kunstm\u00e4zens Adam Hanniwald gr\u00fcndlich erweitert und erhielt eine pr\u00e4chtige Innenausstattung. Um 1630 wurde um die Kirche eine Befestigungsanlage nach holl\u00e4ndischem Vorbild errichtet, die bis heute erhalten geblieben ist.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Die Kirche besa\u00df eine wertvolle Ausstattung, die sich heute in Museen in Warschau und Breslau befindet.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Renoviert ab 2019<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_60133\" style=\"width: 399px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60133\" class=\" wp-image-60133\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergessenserbe1_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"545\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergessenserbe1_Easy-Resize.com_.jpg 913w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergessenserbe1_Easy-Resize.com_-214x300.jpg 214w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergessenserbe1_Easy-Resize.com_-730x1024.jpg 730w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15du-vergessenserbe1_Easy-Resize.com_-768x1077.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><p id=\"caption-attachment-60133\" class=\"wp-caption-text\">Eingang in die Kirche<br \/>Foto: Julo\/Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Die Kirche besa\u00df eine wertvolle Ausstattung, die sich heute in Museen in Warschau und Breslau befindet. Das Museum in Breslau hat einen Teil der Artefakte dem Museum in Brieg \u00fcbergeben. Die Kirche sollte eigentlich eine Zweigstelle des Nationalmuseums in Breslau werden, doch als sie nicht mehr gewartet wurde, verfiel sie. Dies geschah, bis das Geb\u00e4ude von der Gemeinde \u00fcbernommen wurde, die gemeinsam mit der Pfarrei St. Josef 2019 eine Renovierung begann, die bis heute andauert. Unter den zahlreichen Arbeiten, die durchgef\u00fchrt wurden, sind die Reparatur des Helms und des Daches, die Restaurierung des Kalksandsteinputzes, die Restaurierung der steinernen Details, die Rekonstruktion der Rustizierung im obersten Stockwerk und die Rekonstruktion der Details des S\u00fcdportals zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<h2><strong>Valentin von S\u00e4bisch<\/strong><\/h2>\n<p>Die Kirche weist die typischen Merkmale eines befestigten Geb\u00e4udes auf, d. h. dicke Mauern, kleine Fenster. Von den typischen Merkmalen der Verteidigungsbauten sind drei (von vier) Halbbastionen erhalten geblieben, die wahrscheinlich von Valentin von S\u00e4bisch entworfen wurden. S\u00e4bisch war ein schlesischer Architekt, der hautps\u00e4chlich in Niederschlesien t\u00e4tig war und vor allem Befestigungsanlagen entwarf, unter anderem in Beuten an der Oder.<\/p>\n<p>Laut Erlass des Pr\u00e4sidenten der Republik Polen ist die Kirche ab M\u00e4rz 2024 zusammen mit den Verteidigungsbauarbeiten ein Denkmal der Geschichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dreifaltigkeitskirche in Roths\u00fcrben Perle des Manierismus H\u00f6here Gewalt und genauer gesagt ein Stau auf der Autobahn in Richtung Breslau zwang mich k\u00fcrzlich zu einer Umleitung, und so fand ich mich zum ersten Mal in Roths\u00fcrben (\u017b\u00f3rawina), einem wundersch\u00f6nen alten Dorf, wieder. Die Dreifaltigkeitskirche, die von der Stra\u00dfe aus sichtbar ist, hat mich besonders begeistert.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":60131,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[2086,3038,6123,3040],"redaktor":[],"class_list":["post-60130","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-kirche","tag-kulturerbe","tag-rothsuerben","tag-vergessens-erbe"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60130"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72014,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60130\/revisions\/72014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60130"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=60130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}