{"id":59536,"date":"2025-04-06T17:00:06","date_gmt":"2025-04-06T15:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/wochenblatt.pl\/?p=59536"},"modified":"2026-02-11T20:49:22","modified_gmt":"2026-02-11T19:49:22","slug":"die-aelteste-kirche-in-schreiberau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/die-aelteste-kirche-in-schreiberau\/","title":{"rendered":"Die \u00e4lteste Kirche in Schreiberau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Friedhofskirche\u00a0St. Maria Rosenkranz in Schreiberau (Szklarska Por\u0119ba) ist die \u00e4lteste erhaltene Kirche der Stadt. Heute kann man sie leider nur von au\u00dfen besichtigen. Doch an die Kirchenwand wurden Epitaphien aus dem 17. und 18. Jahrhundert angebracht und in der N\u00e4he ist ein alter Friedhof erhalten geblieben. Ein Besuch lohnt sich also dennoch.<\/strong><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_59544\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-59544\" class=\" wp-image-59544\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes2_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"537\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes2_Easy-Resize.com_.jpg 857w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes2_Easy-Resize.com_-201x300.jpg 201w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes2_Easy-Resize.com_-686x1024.jpg 686w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes2_Easy-Resize.com_-768x1147.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><p id=\"caption-attachment-59544\" class=\"wp-caption-text\">Eingang zum den Friedhof.<br \/>Foto: Innalna\/Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Die erste h\u00f6lzerne Wallfahrtskapelle in Schreiberau wurde um 1488 erbaut, wahrscheinlich hat sich darum der Pfarrer von Hermsdorf (heute Sobiesz\u00f3w), Pater Mark Mayenschneider bem\u00fcht. Aus dem Pfarrarchiv Hermsdorf geht hervor, dass dort einmal im Monat eine Messe gefeiert. Die Rede ist auch von einem wundert\u00e4tigen Bild der Jungfrau Maria, das sich dort befinden sollte. Leider sind die Quellenangaben so vage, dass es heute unm\u00f6glich ist, zu bestimmen, wo die Kapelle genau stand. Aus einigen Quellen geht hervor, das sie an der Stelle stand, an der sp\u00e4ter die Backsteinkirche errichtet wurde oder irgendwo in der N\u00e4he.<\/p>\n<h3><strong>\u201eGeschenk\u201c der Protestanten f\u00fcr die Katholiken<\/strong><\/h3>\n<p>Eine steinerne Kirche, noch ohne Turm, wurde vermutlich ab etwa 1639 an dieser Stelle gebaut. Der Bau wurde bis 1650 fortgesetzt, worauf das Datum \u00a0\u00fcber dem Eingangsportalbogen hinweist. Entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung wurde die Kirche von Protestanten erbaut. Erst nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg gingen die protestantischen Kirchen in Niederschlesien durch ein Dekret Kaiser Ferdinands III. von \u00d6sterreich zwischen 1653 und 1654 in die H\u00e4nde der Katholiken \u00fcber. Dazu geh\u00f6rte auch St. Maria Rosenkranz-Kirche in Schreiberau, die am 22. Februar 1654 dem Zisterzienserorden in Bad Warmbrunn \u00fcbergeben wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_59543\" style=\"width: 843px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-59543\" class=\" wp-image-59543\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes1_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"833\" height=\"624\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes1_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes1_Easy-Resize.com_-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes1_Easy-Resize.com_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes1_Easy-Resize.com_-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px\" \/><p id=\"caption-attachment-59543\" class=\"wp-caption-text\">Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde 1655 fertiggestellt.<br \/>Foto: Gorofil\/Wikipedia<\/p><\/div>\n<h3><strong>Historische Quellen<\/strong><\/h3>\n<p>Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde 1655 fertiggestellt. Damals wurde ein Turm mit einem Glockenturm angebaut, an dem drei Glocken, darunter eine 1420 gegossene, und eine Uhr aufgeh\u00e4ngt wurden. Im Protokoll der Pfarrvisitation, das in lateinischer Sprache verfasst wurde, steht geschrieben: Fabricia pulchra media ex parte fornice structa \u2013 \u201eEin sch\u00f6nes Geb\u00e4ude, das innen teilweise von einem Gew\u00f6lbe bedeckt ist\u201c. Und noch im Jahr 1687 wurde erw\u00e4hnt:\u00a0 Penes quod [ecclesiam] extant rudera adhuc quadeam ab ecclesia deserta &#8211; Neben der neuen Kirche steht die bauf\u00e4llige Ruine der alten Kirche.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Gegen\u00fcber der Kirche befindet sich das ehemalige Gasthaus \u201eZum Wachstein\u201c und etwas unterhalb die monumentale Gerichtslinde, unter der die Gerichtsverhandlungen stattfanden.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3><strong>Renovierung dringend ben\u00f6tigt<\/strong><\/h3>\n<p>Ein sch\u00f6ner h\u00f6lzerner Altar wurde von einem der Besitzer bzw. Verwalter \u2013 denn das ist nicht ganz klar &#8211; der Glash\u00fctte finanziert. Die reiche, polychrome, vergoldete Verzierung des dreist\u00f6ckigen Altaraufsatzes ist charakteristisch f\u00fcr den italienischen Manierismus und enth\u00e4lt raffinierte ornamentale Formen.<\/p>\n<div id=\"attachment_59542\" style=\"width: 1290px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-59542\" class=\"size-full wp-image-59542\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"857\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes_Easy-Resize.com_-300x201.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes_Easy-Resize.com_-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/vergessenes_Easy-Resize.com_-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><p id=\"caption-attachment-59542\" class=\"wp-caption-text\">Epitaphien an der Kirchenwand und der Friedhof.<br \/>Foto: InnaIna\/Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Die letzten Beerdigungsgottesdienste fanden in der ersten H\u00e4lfte der 1980er Jahre in der Kirche statt. Seitdem wartet die Kirche auf eine gr\u00f6\u00dfere Renovierung. Im Jahr 2008 wurde das Geb\u00e4ude trockengelegt und entl\u00fcftet. Es bedarf jedoch einer umfassenden Renovierung unter denkmalpflegerischer Aufsicht. Die Kirche bleibet daher f\u00fcr Besucher geschlossen. Gegen\u00fcber der Kirche befindet sich das ehemalige Gasthaus \u201eZum Wachstein\u201c und etwas unterhalb die monumentale Gerichtslinde, unter der die Gerichtsverhandlungen stattfanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Friedhofskirche\u00a0St. Maria Rosenkranz in Schreiberau (Szklarska Por\u0119ba) ist die \u00e4lteste erhaltene Kirche der Stadt. Heute kann man sie leider nur von au\u00dfen besichtigen. Doch an die Kirchenwand wurden Epitaphien aus dem 17. und 18. Jahrhundert angebracht und in der N\u00e4he ist ein alter Friedhof erhalten geblieben. Ein Besuch lohnt sich also dennoch.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":59537,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4233],"tags":[2086,3099,1960],"redaktor":[],"class_list":["post-59536","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-radio-de","tag-kirche","tag-schreiberau","tag-vergessenes-erbe"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59536"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72044,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59536\/revisions\/72044"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59536"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=59536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}