Spielerisch zum Lernerfolg

6 Januar 2026 Kultur/Bildung

Neue Impulse für den Deutschunterricht

Trockenes Vokabelpauken war gestern: Eine dreiteilige Workshop-Reihe der Deutschen Bildungsgesellschaft zeigte kürzlich, wie „Gamification“ den Deutschunterricht als Minderheitensprache bereichern kann. Lehrer erprobten in Kandrzin-Cosel, Oberglogau und Grodisko neue, interaktive Methoden.

Unter der Leitung der Germanistin Agata Makiola tourte die Fortbildung durch die Woiwodschaft Oppeln. Im Gepäck befanden sich unter anderem die „Escape Box“ des Goethe-Instituts sowie zahlreiche didaktische Spiele. Das Ziel war klar definiert: weg von der reinen Theorie, hinein in die Praxis, um die Sprachvermittlung attraktiver zu gestalten.

Austausch und neue Impulse

Referentin Agata Makiola legte während der Schulungen großen Wert darauf, den klassischen Frontalunterricht aufzubrechen. Im Fokus stand dabei nicht nur die Vermittlung neuer Techniken, sondern vor allem die Vernetzung der Lehrer untereinander.


Foto: Stefani Koprek

„Am wichtigsten ist es, die Ideen auszutauschen, weil hier heute so viele praktizierende Lehrerinnen sitzen, die wirklich tolle Ideen haben“, erklärte Makiola. Ihr Ziel ist es, den Unterricht nachhaltig zu verändern: „Wenn wir daraus eine gute Mischung machen, dann könnten wir wirklich mit neuen Perspektiven, neuen Motivationen und neuen Ideen in den Unterricht gehen und immer etwas Passendes für unsere Schüler finden.“

Herausforderung: Konkurrenz durch Englisch

Diese neuen Perspektiven sind angesichts der aktuellen Schullandschaft dringend nötig. Deutsch als Minderheitensprache steht im direkten Wettbewerb mit anderen Fächern und Interessen. Eine der teilnehmenden Lehrerinnen bestätigte, dass es zunehmend schwieriger wird, sich gegen die Dominanz des Englischen zu behaupten:

„Dass die Kinder heutzutage, wo wir sehen, dass die englische Sprache irgendwie moderner ist … man muss sich die ganze Zeit bemühen, den Deutschunterricht attraktiver zu gestalten“, so die Pädagogin. Ihr Fazit zu den neuen Methoden: „Ich denke, die Deutschspiele sind dafür sehr gut.“

Lernerfolg durch Spaß und Bewegung

In den Workshops in Kandrzin-Cosel und Oberglogau lag der Schwerpunkt auf der spielerischen Förderung der Sprechfertigkeiten, während in Grodisko die „Wortschatz-Schatztruhe“ thematisiert wurde. Die Resonanz der Lehrer war eindeutig: Stimmt der Spaßfaktor, stellt sich der Lernerfolg schneller ein.

Agata Makiola: „Dass die Kinder heutzutage, wo wir sehen, dass die englische Sprache irgendwie moderner ist … man muss sich die ganze Zeit bemühen, den Deutschunterricht attraktiver zu gestalten“. Ihr Fazit zu den neuen Methoden: „Ich denke, die Deutschspiele sind dafür sehr gut.“

„Wenn Schüler Spaß am Lernen haben, dann lernen sie auch schneller und möchten viel lieber im nächsten Unterricht mitmachen“, fasste eine Teilnehmerin zusammen. Das Erfolgsrezept sieht sie in der Abwechslung: „Man muss das irgendwie alles unter einen Hut bekommen, also ein bisschen Bewegung, ein bisschen Lernen, ein bisschen Spielen, damit die Kinder nicht gelangweilt aus dem Unterricht gehen.“

Hintergrund

Die Schulungsreihe wurde durch Mittel des Bundesministeriums des Innern (BMI) gefördert. Die vorgestellten Materialien und Spiele sind teilweise in den Bibliotheken der Woiwodschaft Oppeln erhältlich oder können über das Goethe-Institut angefragt werden

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