Kaschubische Überraschung
Künstler, die auf der Bühne auftreten, erhalten nach einem Konzert für gewöhnlich Blumen, wenn der Auftritt gefallen hat, oder Pfiffe, wenn er nicht nach dem Geschmack des Publikums war. In Lauenburg war es weder das eine noch das andere.
Zum Weihnachtstreffen im Dezember hatte der Bund der deutschen Bevölkerung in Lauenburg eine kaschubische Kindergruppe von der Grundschule in Lischnitz eingeladen. Geleitet wird sie von Marzena Maszota, einer Lehrerin für Kaschubisch, die mit dieser Organisation eng verbunden ist.

Foto: Związek Ludności Niemieckiej w Lęborku
Die jungen Künstlerinnen und Künstler in kaschubischen Trachten sangen auf Kaschubisch, Deutsch und Polnisch und eroberten die Herzen des Publikums im Sturm. Nach dem Konzert jedoch taten sie etwas Unerwartetes: Jedem Teilnehmer des Treffens überreichten sie eigenhändig gestaltete Karten mit Glückwünschen auf Deutsch sowie kleine Geschenke. Alle waren davon sehr angenehm überrascht. Für ihren Auftritt erhielten die Kinder selbstverständlich Päckchen mit Süßigkeiten.

Foto: Związek Ludności Niemieckiej w Lęborku
Der Adventabend in Lauenburg bildete den Abschluss des Zyklus der Vorbereitungen auf Weihnachten. An den beiden vorangegangenen Samstagen hatten die Mitglieder des Bundes gemeinsam Weihnachtsschmuck vorbereitet. Geleitet wurden diese Aktivitäten von Marzena Maszota, die nicht nur musikalisch begabt ist. An einem Samstag wurden Christbaumkugeln in der Decoupage-Technik gestaltet, am anderen bemalte man Gipsfiguren der Heiligen Familie sowie Christbäume. In beiden Fällen hatte jeder freie Hand, sodass interessante und mitunter überraschende Kunstwerke entstanden.