Ein „kommunalpolitischer Januar“ in den Landkreisen Groß Strehlitz und Kandrzin-Cosel

9 Februar 2026 Politik

Leise Arbeit, spürbare Ergebnisse

Der Januar 2026 in den Landkreisen Groß Strehlitz und Kandrzin-Cosel war keine Zeit spektakulärer Jahresinaugurationen oder lautstarker politischer Auseinandersetzungen. Es war eindeutig ein Monat solider, alltäglicher kommunalpolitischer und gesellschaftlicher Arbeit – jener Arbeit, die selten die Titelseiten erreicht, aber tatsächlich die Lebensqualität der lokalen Gemeinschaften gestaltet. In diesen Tätigkeiten zeigte sich besonders die Stärke aktiver Gemeinschaften Oberschlesiens, die sich ihrer Geschichte, Multikulturalität und Verantwortung für die Zukunft bewusst sind.

In vielen Orten stand der Januar im Zeichen von Rechenschaftsversammlungen, Konsultationen und Veranstaltungen zur Integration der Einwohner. Ein symbolisches Beispiel war die Ehrung von Jan Greinert in der Gemeinde Reinschdorf – langjähriger Aktivist, Dorfvorsteher, ehemaliges Ratsmitglied und Stütze der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr Mechnitz-Kamionka. Sein ganzes öffentliches Leben zeigt, dass Kommunalpolitik nicht durch Beschlüsse entsteht, sondern durch langjähriges Vertrauen und konsequenten Dienst am Menschen.

Parallel dazu wurden Maßnahmen für Kinder und Familien umgesetzt. Lokale Kulturzentren bereiteten ein Angebot aktiver Winterferien vor, und beispielsweise ermöglicht die Zusammenarbeit der Bürgermeister von Cieskau, Groß Neukirch und Reinschdorf, dass Kinder während der Ferien kostenlos das Schwimmbad in Sakrau nutzen können. In Leschnitz wurde die umfassende energetische Sanierung des öffentlichen Kindergartens „Brüder Grimm“ angekündigt – ein Projekt, das Fürsorge für das Wohl der Kinder mit verantwortungsbewusstem ökonomischen und ökologischem Handeln verbindet. In Berg Heilige Anna wurde der Baustart für einen neuen, einklassigen Kindergarten übergeben, der bald die lokalen Bedürfnisse der Familien erfüllen soll.

In vielen Orten stand der Januar im Zeichen von Rechenschaftsversammlungen, Konsultationen und Veranstaltungen zur Integration der Einwohner.

Ein fundamentaler Aspekt unserer Gemeinschaften war zudem das historische Gedenken. In vielen Teilen Oberschlesiens fanden Veranstaltungen zur Oberschlesischen Tragödie statt. In Groß Strehlitz gehören zu diesem Gedenken auch Bürgerbefragungen über die Benennung eines Kreisverkehrs als „Kreisverkehr der Opfer der Oberschlesischen Tragödie“. Auch wenn die Beteiligung nicht hoch war, hatte die Möglichkeit zur Meinungsäußerung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit der Geschichte symbolische und pädagogische Bedeutung. Eine ähnliche Funktion erfüllte die Teilnahme lokaler Gemeinschaften an der internationalen Aktion #WeRemember anlässlich der Befreiung von Auschwitz-Birkenau, die an die Opfer des Holocaust erinnert und zugleich die Gefahren aufzeigt, wenn Lehren aus der Geschichte nicht gezogen werden.

Auf der Ebene alltäglicher Verwaltung wurden auch Infrastruktur- und Sozialprojekte umgesetzt: der Ausbau des Wasser- und Abwassernetzes in Reinschdorf, die Umwandlung des Tagespflegeheims „Senior+“ in Groß Neukirch in ein Tagesaufenthaltszentrum, die Unterstützung der Sportvereine LZS in Leschnitz oder die Wiederaufnahme der Nacht- und Feiertagsdienste der Apotheken im Landkreis Groß Strehlitz. Es fanden Dorfversammlungen statt, bei denen die Einwohner ihre Bedürfnisse und Erwartungen offen äußerten – oft direkt und ohne formale Distanz.

Dieser Januarrückblick zeigt klar: Lokale Demokratie basiert nicht auf großen Parolen, sondern auf stabiler, organischer Arbeit von unten. Auf Gesprächen mit den Einwohnern, kleinen Investitionen, Pflege des Gedenkens und Unterstützung von Initiativen. In solchen Tätigkeiten arbeiten konsequent die Schlesischen Regionalpolitiker – nah an den Anliegen der Menschen, im Dialog mit den lokalen Gemeinschaften und mit Respekt für das multikulturelle Erbe der Region. In den Landkreisen Groß Strehlitz und Kandrzin-Cosel war dies an jedem Tag im Januar sichtbar – und das ist die beste Prognose für die kommenden Monate.

Adam Liszka

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