Eisenbahnmuseum in Königszelt ausgezeichnet

10 Februar 2026 Radio

Sieger beim 50. Wettbewerb „Gepflegtes Denkmal” in Polen

Im Leinenmuseum im masowischen Żyrardów fand eine feierliche Verleihung der Preise im Rahmen des 50. nationalen Wettbewerbs „Zabytek Zadbany“ (Gepflegtes Denkmal) statt. Weiter wurden die besten Initiativen im Rahmen der landesweiten 33. Europäischen Tage des Kulturerbes geehrt – eine ähnliche Initiative wie der „Tag des offenen Denkmals“ in Deutschland.

Ehrung für das industrielle Erbe Schlesiens

Der erste Preis in der Kategorie „Technisches Denkmal (einschließlich Industrie- und Ingenieurbau)“ für das von Katarzyna Szczerbińska-Tercjak geleitete Eisenbahnmuseum in Königszelt/Jaworzyna Śląska in Niederschlesien ging an die Stiftung zum Schutz des industriellen Erbes Schlesiens, deren Vorsitzender der Architekt Dr. Piotr Gerber ist.

v.l. Direktorin des Nationalinstituts für Kulturerbe/NID Marlena Happach, Direktorin des Eisenbahnmuseums in Königszelt Katarzyna Szczerbińska-Tercjak, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Nationales Erbe Bożena Żelazowska, Vorstandsvorsitzender der Stiftung zum Schutz des industriellen Erbes Schlesiens Dr. Piotr Gerber, Juryvorsitzende des NID Prof. Dr. hab. Ing. Arch. Małgorzata Rozbicka, Direktor des Kattowitzer Museums für Zinkmetallurgie „Walzwerk“ Maciej Mądry und Grażyna Krumeich.
Foto: Bartek Dębkowski/Kreatyw!Media

Die Stiftung umfasst derzeit neben dem Eisenbahnmuseum noch vier weitere Kultureinrichtungen: das Museum für Zinkmetallurgie „Walzwerk“ in Kattowitz/Katowice, welches 2018 bei diesem Wettbewerb in derselben Kategorie ausgezeichnet wurde, die Hilbert-Mühle in Reichenbach/Dzierżoniów, das Museum für Landtechnik in Peterwitz/Piotrowice Świdnickie (Kreis Schweidnitz) und das Museum für schlesisches Porzellan in Tillowitz/Tułowice.

Einzigartige historische Eisenbahninfrastruktur

Das Eisenbahnmuseum in Königszelt befindet sich in einem Gebäudekomplex eines Dampflokschuppens mit Werkstätten und historischer Eisenbahninfrastruktur. Die Halle des Dampflokschuppens mit 19 Stellplätzen aus dem Jahr 1909 mit Gleisanlage und funktionsfähiger Drehscheibe aus der Zeit um 1920 ist der Standort der wertvollsten Exponate. Zum Komplex gehören unter anderem auch eine Schmiede und Räume mit thematischen Dauerausstellungen sowie ein restaurierter historischer Wagenpark.

„Dies ist eine große Auszeichnung und ein Beweis dafür, dass sich die Pflege des technischen Erbes wirklich lohnt. Unser Museum wurde in der Kategorie ‚Technisches Denkmal‘ ausgezeichnet, in der die Jury vorbildliche Konservierungsmaßnahmen und die Pflege einzigartiger industrieller und technischer Objekte würdigt. Wir danken allen, die sich über Jahre hinweg für die Erhaltung und Wiederherstellung der Pracht unserer Eisenbahngeschichte engagiert haben. Diese Auszeichnung ist ein Preis für die gesamte Gemeinschaft: Mitarbeiter, fördernde Liebhaber und Besucher!“, so die Reaktion des Preisträgers.

Maßstäbe für Denkmalpflege und weitere Preisträger

Der polnische Wettbewerb „Gepflegtes Denkmal“ wird vom Minister für Kultur und Nationales Erbe und dem Generalkonservator für Denkmalschutz veranstaltet. Sein Hauptziel ist die Förderung und Verbreitung der besten Konservierungs-, Bau-, Revitalisierungs- und Adaptionsarbeiten, die gemäß den wichtigsten Forschungs- und Ausführungsstandards durchgeführt wurden.

Schloss und Gärten in Kamenz.
Foto: Archiwum Creoproject Sp. z o.o.

Von den 67 angemeldeten Objekten wurden in diesem Jahr 22 Denkmäler ausgezeichnet. Darunter belegten in der Kategorie „Aufwertung des Kulturraums und der Landschaft“ die Gärten in der Schloss- und Gartenanlage im niederschlesischen Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki den ersten Platz. Eine Auszeichnung ging auch an die Parkanlage in Carlsruhe/Pokój im Oppelner Land. In der Kategorie „Erhaltung des historischen Wertes des Objekts“ wurde die römisch-katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und der Klosterkomplex in Sagan/Żagań in der Woiwodschaft Lebuser Land im Norden des historischen Schlesien mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

 

Magdalena Ilgmann

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