Unser Format “Vaterland” fasst alle wichtigen Neuigkeiten aus der Bundesrepublik Deutschland für Sie zusammen. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Bundesrepublik auf einen Blick.

Autoneuheiten machen Eindruck

Es ist ein kleiner Aufschwung, den die deutsche Autoindustrie gut gebrauchen kann. Bei der Mitte September veranstalteten Internationalen Automobilausstellung machten vor allem deutsche Elektroautos Eindruck. In München traten BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen mit neuen Modellen auf und sorgten für internationale Aufmerksamkeit. Dabei standen sie mehr als hundert Ausstellern aus China gegenüber – doch die deutschen Hersteller hielten dagegen und präsentierten Fahrzeuge, die sowohl technisch als auch optisch überzeugen sollen. BMW stellte mit dem iX3 das erste Serienmodell der neuen Fahrzeuggeneration „Neue Klasse“ vor. Der Wagen beeindruckt mit einer Reichweite von bis zu 800 Kilometern. Mercedes-Benz wiederum präsentierte den neuen GLC-SUV auf Basis der Plattform „MB.EA“ und Volkswagen zeigte mit dem ID.Polo und dem ID.Cross kompakte Elektroautos, die für breitere Käuferschichten erschwinglich sein sollen.

Quelle: bild.de.

Der elektrische ID7 von VW ist das Vorzeigemodell der Elektroautos.
Foto: Alexander Migl/Wikimedia Commons

 

Deutschland rüstet weiter auf

Bei der eigenen Sicherheit soll nicht gespart werden. Dieses Motto wird wohl hinter der Entscheidung der Bundesregierung stehen, neue Raketenabwehrsysteme zu kaufen. Kostenpunkt: 1,5 Milliarden Euro. Für diese Summe plant die Bundeswehr, in den kommenden Jahren 300 weitere Patriot-Raketen aus den USA zu beschaffen. Hintergrund ist auch die Wiederauffüllung der eigenen Bestände, nachdem ein Teil der Lenkflugkörper an die Ukraine geliefert wurde. Finanziert wird das Paket zum Teil von Norwegen, das rund 200 Millionen Euro beisteuern soll. Die Lieferung soll sich über vier Jahre erstrecken. Das Patriot-System hat sich im Ukraine-Krieg bereits als wirksam gegen russische Angriffe gezeigt. Doch die Raketen sind nur ein Teil eines größeren Aufrüstungsprogramms. Auch die Drohnenflotte soll modernisiert werden.

Quelle: welt.de.

 

Asylmaßnahmen zeigen Wirkung

Die Maßnahmen zur Kontrolle der Migration der Bundesregierung zeigen Wirkung. Erstmals hat Deutschland nicht die meisten Asylanträge. Doch die Polizei ist skeptisch, ob die Lösung langfristig tragbar ist. Dies geht aus neuen Zahlen der EU-Asylagentur hervor: Zwischen Januar und Juni 2025 wurden europaweit 400.000 Asylgesuche gestellt – 23 Prozent weniger als im Vorjahr.  In Deutschland sank die Zahl der Anträge um 43 Prozent auf 70.000. Damit haben nun erstmals Frankreich und Spanien mehr Asylsuchende registriert als die Bundesrepublik. Politisch wird dieser Effekt vor allem auf die härtere Linie von Kanzler Friedrich Merz und Innenminister Alexander Dobrindt zurückgeführt. Seit Frühjahr gelten an mehreren Grenzen verstärkte Kontrollen und Zurückweisungen. Doch die Umsetzung fordert ihren Preis. Nach Angaben der Polizeigewerkschaft werden Dienstpläne umgestellt, Überstunden nicht abgebaut und Fortbildungen gestrichen, um den Einsatz an den Grenzen aufrechtzuerhalten. Gewerkschaftschef Andreas Roßkopf warnt, dass die Beamten diese Intensität höchstens noch einige Wochen stemmen können.

Quelle: spiegel.de

 

Ex-NPD Politiker verliert Wahl

Etliche in Meißen und ganz Sachsen werden wohl aufatmen können: Bei der Wahl zum Oberbürgermeister Markus Renner. Schlagzeilen machte aber nicht so sehr sein Sieg, als vielmehr die Vergangenheit seines Gegenkandidaten. Der 45-jährige parteilose Renner, bislang für Finanzen und Ordnung zuständig, setzte sich im ersten Wahlgang deutlich durch und erreichte 58,5 Prozent der Stimmen. Damit verwies er den AfD-nahen Unternehmer René Jurisch (51) mit 30,4 Prozent sowie den FDP-Bewerber Martin Bahrmann (38) mit 11,1 Prozent klar auf die hinteren Plätze. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,3 Prozent. Renner zeigte sich am Abend überwältigt von der Unterstützung und sprach von einem „besonderen Moment“, im ersten Wahlgang die Mehrheit erreicht zu haben – gerade angesichts der Ausgangslage. Jurisch hingegen galt noch vor wenigen Wochen als Favorit. Doch seine Vergangenheit in der NPD und ein umstrittenes Wahlkampfvideo, das ausgerechnet vom rechtsextremen Magazin „Compact“ produziert wurde, schadeten massiv. Selbst in der AfD gab es kritische Stimmen zu seiner Kandidatur.

Quelle: tagesspiegel.de

 

Kanzler will entschlossene Außenpolitik

Friedrich Merz will die deutsche Außenpolitik entschlossener machen. Deutsche Interessen sollen vertreten werden und mit dem Schmusekurs soll Schluss sein. Auf der Botschafterkonferenz in Berlin machte Merz klar, dass die rund 225 deutschen Auslandsvertretungen künftig in erster Linie ein Ziel verfolgen sollen: die konsequente Durchsetzung deutscher Anliegen in der Welt. Lange galt das diplomatische Tagesgeschäft an vielen Botschaften als eher behäbig: Kulturprogramme, Hilfsinitiativen, ein wenig Service für durchreisende Politiker – mehr nicht. Merz betonte, dass die Zeiten einer vermeintlich ruhigen Außenpolitik vorbei seien. Deutschland müsse eine „historische Aufgabe“ übernehmen und eine neue Sicherheitsarchitektur mitgestalten. Merz forderte, dass Diplomatie künftig unmittelbar der Sicherheit, der wirtschaftlichen Stärke und den Interessen Deutschlands sowie Europas dienen soll. Konkret nannte er drei Leitlinien: deutsche Interessen und Werte vertreten, Deutschlands und Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken und sich für eine internationale Ordnung einsetzen, in der Regeln statt Macht zählen. Das sei die Abkehr vom alten Kurs, bei dem man sich auf die sogenannte „Friedensdividende“ verlassen habe.

Quelle: bild.de

Friedrich Merz.
Foto: Steffen Prößdorf/Wikimedia Commons

 

Höhere Steuern für Besserverdienende

Das Leben in Deutschland wird teurer und das auch für die Reichen. Bis zu 1800 Euro mehr sollen Wohlhabende ab Januar an den Staat abgeben.
Die Bundesregierung hat eine Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen beschlossen, wodurch Besserverdiener künftig stärker belastet werden. So soll die Obergrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 8.050 Euro auf 8.450 Euro brutto im Monat steigen. Auch bei Kranken- und Pflegeversicherung gibt es Veränderungen: Hier erhöht sich die Grenze auf 5.812,50 Euro. Wer den Wechsel in eine private Krankenkasse anstrebt, muss ab 2026 sogar mindestens 6.450 Euro monatlich verdienen. Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas begründet den Schritt mit gestiegenen Löhnen, die eine Anpassung zwingend erforderlich machten. Laut Regierungsangaben sind die Einkommen im vergangenen Jahr um mehr als fünf Prozent gewachsen. Die Entscheidung trifft aber nicht nur auf Sympathie. CDU-Sozialpolitiker Dennis Radtke verteidigte die Maßnahme zwar als nachvollziehbar, warnte aber zugleich vor einer doppelten Belastung, da auch die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung weiter klettern könnten.

Quelle: tagesschau.de

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