Schlesische Regionalpolitiker weisen seit Jahren auf den sich zunehmend verschlechternden Zustand der Anlage auf dem St.-Annaberg hin
Auf der letzten Sitzung des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln verabschiedeten die Abgeordneten einstimmig einen Appell an den Verteidigungsminister zur dringenden Revitalisierung des Denkmals der Aufständischen Tat sowie des Amphitheaters auf dem St.-Annaberg. Dies ist ein wichtiges und seit Langem erwartetes Signal des Widerstands gegen die weitere Degradierung einer der bedeutendsten Erinnerungsanlagen in Oberschlesien.
In dem angenommenen Appell fordern die Abgeordneten den Verteidigungsminister – als Eigentümer der Anlage – auf, entschlossene und unverzügliche Maßnahmen auf Regierungsebene zu ergreifen. Insbesondere geht es um die Erstellung einer vollständigen denkmalpflegerischen und technischen Dokumentation samt notwendiger Abstimmungen sowie um die Sicherstellung finanzieller Mittel, die eine Revitalisierung der gesamten Anlage und nicht nur einzelner Teile ermöglichen. An dieser Stelle ist zu betonen, dass die Schlesischen Regionalpolitiker seit Langem auf dieses wichtige Problem aufmerksam machen.
Fortschreitender Verfall
Das Problem ist der stetig fortschreitende schlechte Zustand dieser einzigartigen Anlage. Zugleich betonen die Schlesischen Regionalpolitiker, dass der St.-Annaberg ein Ort von außergewöhnlicher historischer, kultureller und symbolischer Bedeutung ist. Dennoch ist seit vielen Jahren ein fortschreitender Degradationsprozess sowohl des Denkmals als auch der gesamten Amphitheateranlage zu beobachten. Der sich verschlechternde Zustand der Konstruktion, der technischen Installationen sowie der begleitenden Infrastruktur stellt eine reale Gefahr dar – nicht nur für das Denkmal selbst, sondern auch für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher. Infolgedessen drohen ohne umfassende Maßnahmen eine weitere Zerstörung, Einschränkungen bei der Durchführung von Veranstaltungen sowie ein irreversibler Verlust wertvollen kulturellen Erbes.
Seit vielen Jahren ist ein fortschreitender Degradationsprozess sowohl des Denkmals als auch der gesamten Amphitheateranlage zu beobachten.
Einigkeit über Parteigrenzen hinweg
Dennoch besteht Hoffnung, dass es nicht so weit kommt. Die einstimmige Haltung des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln zeigt, dass in für die Region grundlegenden Fragen eine volle Einigkeit über politische Grenzen hinweg möglich ist. Zugleich ist dies ein klares Signal, dass der St.-Annaberg kein lokales Problem darstellt, sondern ein Gut von gesamtpolnischer und europäischer Bedeutung ist. Die Schlesischen Regionalpolitiker unterstützen den Inhalt des Appells uneingeschränkt und erklären ihre Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen zum Schutz dieser außergewöhnlichen Anlage. Sie betonen zudem, dass eine weitere Degradierung des Denkmals der Aufständischen Tat sowie des Amphitheaters auf dem St.-Annaberg nicht hingenommen werden darf – eines Ortes, der ein Symbol für Geschichte, Identität und die gemeinsame Verantwortung für das regionale Erbe ist.
Stimmen:
Edyta Gola (Abgeordnete des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln, Vorsitzende der Fraktion der Schlesischen Regionalpolitiker):
„Die Annahme des Appells zur dringenden Revitalisierung des Denkmals der Aufständischen Tat sowie des Amphitheaters auf dem St.-Annaberg halte ich für äußerst wichtig und notwendig. Seit vielen Jahren wurden Anstrengungen unternommen, um die gesamte Anlage zu retten. Ich erinnere daran, dass es vor knapp zehn Jahren ein Sanierungskonzept für diesen Raum gab und es damals schien, als stünden dafür auch finanzielle Mittel zur Verfügung. Doch plötzlich stellte sich heraus, dass diese Mittel nicht ausreichten und auch nicht aufgestockt würden. Mehr noch: Die Frage einer zusätzlichen Finanzierung in Höhe von zwei Millionen Złoty führte dazu, dass das Vorhaben letztlich nicht umgesetzt wurde. Hätten wir nicht rasch einen ernsthaften und wirksamen Schritt unternommen, dann – um es salopp zu sagen – gäbe es dort in naher Zukunft nichts mehr zu retten. Hinzu kommt, dass es zu diesem Thema immer wieder Interpellationen und Anfragen von Seiten der Abgeordneten des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln gab. Nun liegt ein Appell vor, der von allen politischen Kräften in der Region unterstützt wurde. Das werte ich als gute Prognose für die Zukunft. Hoffentlich erreicht dieser Appell die richtigen Personen auf höchster Ebene im Verteidigungsministerium.“
Łukasz Jastrzembski (Vorsitzender der Schlesischen Regionalpolitiker, Bürgermeister von Leschnitz/Leśnica):
„Es freut mich außerordentlich, dass der Appell zur Sanierung eines so wichtigen Ortes in der Woiwodschaft Oppeln wie des Denkmals der Aufständischen Tat und des Amphitheaters auf dem St.-Annaberg über politische Grenzen hinweg angenommen wurde. Das ist ermutigend, denn in so wichtigen Angelegenheiten ist politische Einigkeit von großer Bedeutung – und diese ist in diesem Fall erreicht worden. Ebenso wichtig ist, dass die Sanierung dieser Anlage umfassend durchgeführt wird, also sowohl das Denkmal der Aufständischen Tat als auch das Amphitheater einschließt.“